Winter in der Häschenschule von Albert Sixtus



Die Häschenschule mit den Dichtungen von Albert Sixtus hat mich schon als Kind sehr begeistert. Zu keiner Osterzeit durften die Geschichten fehlen und zur Körnung besitzt meine Oma sogar eine Hasenschule aus Holz. Natürlich war das immer ein Highlight in Verbindung mit den schönen Reimen.
Nun gibt es endlich eine weitere Geschichte rund um die Häschenschule, passend zur Winterzeit.


In unserer Rezension zum Buch „Winter in der Häschenschule“ von Albert Sixtus mit Illustrationen von Julia Walther verraten wir euch, ob sich auch der Junior für die Geschichte rund um Hasengretel und Hasenhansel begeistern konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar vom Thienemann-Esslinger Verlag erhalten
❧ Vielen Dank an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Cover: Christine Sassie | Julia Walter

Infos zum Buch
erschienen im Esslinger Verlag
Veröffentlicht 07. Oktober 2019
Illustrationen von Julia Walther
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahre
ca. 40 Seiten
Band 5 der Reihe Die Häschenschule
erhältlich als gebundenes Buch

Klappentext

Eine neue Wintergeschichte aus der Häschenschule!

Der Hasenlehrer läutet die lang ersehnten Winterferien ein. So heißt es jetzt endlich für die Hasenkinder „Ranzen ab!“ und die Skier angeschnallt. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten stehen an, es gibt noch viel zu tun für Hasenhans und Hasengretchen … Diese Geschichte von Albert Sixtus (1892-1960) blieb bis jetzt unveröffentlicht. Die Bilderbuchkünstlerin Julia Walther hat sie erstmals illustriert und Sixtus Werk nach über 90 Jahren vollendet.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

© Klappentext: Esslinger Verlag

Als ich gehört hatte, dass diese Wintergeschichte im Sixtus-Archiv wiederentdeckt wurde und nun erstmals veröffentlicht werden würde, war ich Feuer und Flamme. Die Häschenschule begleitete mich schon in meiner Kindheit und war vor allem in der Osterzeit sehr präsent.
Ganz gespannt war ich nun auf den fünften Band der Häschengeschichte.
Schon beim Lesen des ersten Verses fühlte ich mich gleich wieder in die Vergangenheit versetzt, als ich Hasenhansel und Hasengretel wieder traf. Es war wie nach Hause kommen.
Da diese Geschichte zur selben Zeit entstand, wie die anderen vier Bände der Häschenschule, ist natürlich auch der Charme der Verse erhalten geblieben. Nach über neunzig Jahren gab es selbstverständlich nicht mehr die ursprünglichen Illustratoren, aber ich persönlich fand, dass es Julia Walther ausgezeichnet gelungen ist, den Stil der damaligen Zeichner einzufangen ohne sie zu kopieren.
Die Zeichnungen wimmeln nur so von Tieren unterschiedlichster Arten und jeder Menge liebevoller Details. Allein schon das Betrachten dieser wunderschönen Illustrationen bereitete uns jede Menge Freude. Denn es gab viel zu entdecken und manch Geschöpf schaffte es auch in die kommenden Zeichnungen. Neben den Hasen wussten auch die putzigen Mäuschen den kleinen Leser und mich zu begeistern. Sie waren genauso gewitzt wie die Hasenkinder und machten fröhlich beim bunten Reigen mit.
Die Verse waren eingängig gereimt worden und sorgten dafür, dass sich der Text locker leicht lesen ließ. Jedoch gab es für meinen kleinen Leser einige Stolpersteine. Manche Wörter musste ich erklären, weil sie im heutigen Sprachgebrauch kaum bis gar nicht mehr vorkommen. Jedoch gefiel mir das gut, denn zum einen passten diese Wörter zur Geschichte, auf der anderen Seite sorgten die ungewohnten Formulierungen dafür, dass mein Kind seinen Wortschatz erweitern konnte. Insgesamt hielten sich die Zeichnungen und die Verse die Waage, sodass auch kleinere Kinder oder Lesemuffel zu dieser putzig, fröhlichen Geschichte motiviert werden können.
Meiner Meinung nach ist dies ein tolles Kinderbuch, dass nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen genießen können. Es macht Lust auf den Winter und die bevorstehende Weihnachtszeit. Und es zeigt sich wieder, dass sich die Häschenschule nicht nur auf die Osterzeit zu beschränken weiß, sondern ganzjährig Jung und Alt begeistern kann.

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Auf die Hasenkinder warten die Winterferien! Endlich Freizeit und was noch viel besser ist, das Weihnachtsfest steht vor der Tür und es muss noch einiges vorbereitet werden. In lustiger Versform begleitest du Hasenhansel und Hasengretchen durch die schöne Winterzeit.

Lesen:

Das Buch solltet ihr lesen, wenn ihr Lust auf eine fröhliche Geschichte, in Versform habt. Die Vorgängerbände der Reihe „ Die Häschenschule“ müsst ihr nicht kennen, um Spaß an dieser Erzählung zu haben. Aber wenn ihr die Häschenschule schon kennt, dann wisst ihr, welche Freude euch erwartet.

Weglegen:

Die Häschenschule habt ihr schon damals nicht gemocht? Dann wird euch dieser Band auch nicht begeistern können. Aber vielleicht versucht ihr es doch noch mal und entdeckt das süße Buch gemeinsam mit Kindern.

Mal ehrlich:

Es gibt Geschichten, die haben einfach kein Verfallsdatum. Sie sind immer aktuell und wissen jede Generation zu begeistern. Obwohl diese zuckersüße Geschichte schon über neunzig Jahre alt ist, fühlt sie sich immer noch so beschwingt und fröhlich an, wie in meiner Kindheit.
Albert Sixtus hatte so viel Fröhlichkeit in die Verse gelegt, dass es einfach ein Riesenspaß gemacht hatte, diese Geschichte zu lesen. Der Schalk der Hasenkinder sprüht förmlich aus dem Buch heraus und wusste auch meinen kleinen Leser zu begeistern.
Dass ich hin und wieder Wörter wie Knabe erklären musste, fand ich nicht weiter schlimm. Hier war schon spürbar, dass das Werk schon fast ein Jahrhundert auf dem Buckel hatte. Aber es schmälerte die Freude an der Geschichte in keiner Weise, sodass ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen kann.

Fazit:

Lasst euch verzaubern. Ob jung, ob alt, diese Geschichte macht jedem Leser Spaß. „Winter in der Häschenschule“ hat bei uns zu Hause jeden begeistert und die schönen und detailreichen Zeichnungen haben das Leseerlebnis perfekt abgerundet.
Die lustig gereimten Verse luden stets zum Weiterlesen ein, sodass wir das Buch in einem Rutsch gelesen haben. Vor allem für jüngere und auch für wenig begeisterte kleine Leser ist diese fröhliche Geschichte definitiv etwas, da sie überschaubar ist und sich ganz schnell lesen lässt.
„Winter in der Häschenschule“ lädt zum Lachen, zum Reimen, zum Staunen und Schauen sowie zum Kuscheln ein.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Die Sätze haben sich schön gereimt und die Geschichte war witzig. Mir hat das sehr gut gefallen.

Was hat dir am besten gefallen?

Besonders gut gefallen hatte mir die Schneeballschlacht der Hasenkinder.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Diese komischen Wörter, die ich nicht kannte. Die klangen irgendwie komisch.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Die Bilder waren putzig und lustig anzusehen. Die Hasen hatten lustige Kleidung an. Die kleinen Vögel sind so schön gezeichnet. Ich frage mich, wie die Zeichnerin sie gemacht hat. So toll kann ich nicht malen.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Ja, bloß manchmal habe ich einzelne Wörter nicht so gut verstanden. Wie Büblein und Knaben. Da musste ich immer nachfragen, was das bedeutet. Aber durch die Reime war es gut zu lesen.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Ich würde das Buch meinen Freunden empfehlen. Es ist so lustig und ich könnte mir vorstellen, dass wir das zusammen lesen.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers



Die Reihe rund um Linus und seinen tierischen Freund Fridolin hat uns voll in ihren Bann gezogen. Natürlich konnten wir uns den dritten und bisher letzten Teil nicht entgehen lassen.

In unserer Rezension zu „Abenteuer Fridolin“ von Katharina Lankers verraten wir euch, ob uns das Erlebnis mit den Zweien wieder in seinen Bann ziehen konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar von Katharina Lankers erhalten
❧ Vielen Dank an Britt Toth für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers
© Cover: Katharina Lankers

Infos zum Buch
erschienen bei BoD – Books on Demand
Veröffentlicht 24. September 2019
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahre
ca. 72 Seiten
Band 3 der Reihe Linus und Fridolin
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Noch mehr von Linus und Fridolin

Schon seit vielen Wochen freut sich der neunjährige Linus über seinen neuen Freund, den kleinen Waschbären Fridolin. Auch wenn er ihn nicht als Haustier halten kann, hat er doch viel Spaß mit dem zutraulichen Bären. Doch ein Rätsel hat Linus bisher nicht lösen können: Wo wohnt Fridolin eigentlich, wenn er nicht gerade bei Linus zu Besuch ist? Hat er wirklich eine Höhle im Wald? Heimlich beschließt Linus, sich auf die Suche danach zu machen. Und gerät in ein richtiges Abenteuer…

Auch dieser dritte Band der Linus-und-Fridolin-Reihe ist eine in sich abgeschlossene Geschichte. Mehr über die beiden gibt es in den Bänden »Linus und Fridolin« und »Frecher Fridolin«.

© Klappentext: Katharina Lankers

Auf das dritte Abenteuer mit Linus und Fridolin haben wir uns schon sehr gefreut. Allerdings verlief die Geschichte anders, als wir es erwartet hatten. Was aber sehr gut war, denn so waren wir mit großem Interesse dabei.
Dieses Mal begleiteten wir Linus, der den großen Wunsch hatte heraus zu finden, wo denn eigentlich sein kleiner pelziger Freund wohnt.
Durch den locker leichten Schreibstil fanden wir uns ganz schnell in einer aufregenden Geschichte wieder und verfolgten oftmals atemlos auf welche Ideen Linus kam und in welche Schwierigkeiten er sich dabei hinein manövrierte.
Mir persönlich hatte das sehr gut gefallen, denn es zeigte vor allem meinem kleinen Erstleser liebevoll auf, wie gefährlich manche Unterfangen sein können. Auch, wenn es nicht gleich den Anschein danach hat. Linus Erlebnis war noch lange nach dem Lesen Gesprächsthema bei uns.
Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass mein Kind die Geschichte als Belehrung empfand, sondern eher als Abenteuer mit gut und anschaulich vermitteltem Wissen.
Mich hatte der dritte Teil emotional sehr berührt, denn ich konnte mich vor allem in Linus Mutter hineinversetzen. Auch wenn sie nur eine Randfigur war, war sie dennoch präsent und charakterlich anschaulich dargestellt worden.
Insgesamt war diese Geschichte aufregender und dramatischer als die Vorgänger. Dennoch wurde sie mit viel Liebe geschrieben, ohne Ängste beim kleinen Leser zu schüren. Eher regte es zum Nachdenken an, was ich sehr positiv fand.
Auch die Bilder kamen wieder gut an. Klar, mein Kind hätte die von handgezeichneten Darstellungen auch gern farbig gehabt, aber in schwarzweiß hatten die Zeichnungen auch ihren ganz besonderen Reiz. Vor allem Fridolin erfreute sich immer großer Beliebtheit.

Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Wo wohnt eigentlich Fridolin? Dieser Frage geht Linus nun auf den Grund. Und zwar so richtig. Mit dem Fahrrad und zu Fuß macht er sich auf die Suche nach dem zu Hause seines tierischen Freundes.

Lesen:

Wenn ihr den Kindern, die euch am Herzen liegen, nicht nur ein schönes Buch mit tollen Zeichnungen schenken, sondern ihnen auch gleich noch Wissen vermitteln wollt. Kindgerecht und toll erzählt.

Weglegen:

Ihr seid der Meinung Kinderbücher sind nur was für Kinder? Dann ist das Buch wohl nicht das richtige für euch. Ansonsten entdeckt es mit euren Kindern, Paten- oder Nachbarskindern.

Mal ehrlich:

Manchmal ist es nicht leicht mit unseren Kindern ein Gespräch über wichtige Dinge im Leben zu führen. Da ist es doch von Vorteil, wenn wir das mit Hilfe eines Buches bewerkstelligen können.
„Abenteuer mit Fridolin“ erzählt locker, leicht und sehr anschaulich, was geschehen kann, wenn Kinder auf eigene Faust losziehen. Das dies nicht immer gut ausgehen kann, erfuhren wir in diesem Band. Dies führte zu reichlich Gesprächsstoff und brachte auch unweigerlich ein Aha-Erlebnis mit sich.
Die Zeichnungen werteten das Buch auf und unterstrichen noch einmal die Handlungen aus der Geschichte. Außerdem waren die Bilder absolut stimmig zu den einzelnen Kapiteln und rundeten das Leseerlebnis ab.

Fazit:

Dieser Band war nicht nur spannend, sondern auch auf leichte Art und Weise lehrreich für den Erstleser. Ein Buch, dass neben einem aufregenden Abenteuer auch noch sehr informativ gewesen ist. Ideal um mit Kindern ganz einfach ins Gespräch über wichtige Themen zu kommen.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Schade, dass die Reihe zu Ende ist. Ich habe jedes Buch gerne gelesen und das hier war total spannend.

Was hat dir am besten gefallen?

Das Fridolin seinem Freund geholfen hat. Das fand ich schön.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Das Linus alleine losgezogen ist. Das war ganz schön gefährlich.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Auch wenn sie nicht farbig waren, haben sie mir gut gefallen. Vor allem Fridolin war so schön gezeichnet

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Es war alles gut zu lesen. Habe einige Seiten auch ganz alleine gelesen und alles verstanden.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich möchte das gerne zu Weihnachten meinem besten Freund schenken.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Frecher Fridolin von Katharina Lankers



Nachdem wir so begeistert vom ersten Band waren, wollten wir unbedingt mehr von Linus und seinem tierischen Freund Fridolin lesen. Wie gut, dass wir schon den zweiten Band zu Hause hatten. Wir haben schon gemeinschaftlich spekuliert, was uns im zweiten Teil erwarten würde.

In unserer Rezension zu „Frecher Fridolin“ von Katharina Lankers verraten wir euch, ob uns die Beiden immer noch mit ihren Erlebnissen begeistern konnten.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar von Katharina Lankers erhalten
❧ Vielen Dank an Britt Toth für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Frecher Fridolin von Katharina Lankers
© Cover: Katharina Lankers

Infos zum Buch
erschienen bei BoD – Books on Demand
Veröffentlicht 24. Juli 2019
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahre
ca. 64 Seiten
Band 2 der Reihe Linus und Fridolin
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Linus ist ein ganz normaler neunjähriger Junge, aber er hat einen besonderen besten Freund: Den Waschbären Fridolin! Seit Linus den kleinen Bären eines Nachts auf der Terrasse entdeckt hat, verwöhnt er ihn liebevoll, sodass Fridolin schon richtig zutraulich geworden ist und inzwischen regelmäßig zu Besuch kommt. Leider muss Linus mit seiner Familie über ein Wochenende wegfahren und macht sich große Sorgen, wie der Waschbär ohne ihn zurechtkommen wird. Schließlich hat er eine Idee und schmiedet heimlich einen Plan – doch ob das wohl gutgehen wird?

Die Geschichte »Frecher Fridolin« ist in sich abgeschlossen. Wer wissen möchte, wie Linus seinen kleinen Freund kennengelernt hat, erfährt das im Band »Linus und Fridolin«. Und wer noch mehr über die beiden lesen möchte, kann sich auf die Fortsetzung »Abenteuer mit Fridolin« freuen. © Klappentext: Katharina Lankers

Nachdem wir so begeistert vom ersten Band waren, wollten wir unbedingt mehr von Linus und seinem tierischen Freund Fridolin lesen.
Was mir hier besonders gut gefallen hatte, war, dass Katharina Lankers das erste Kapitel zur Wiederholung genutzt hat. So konnten wir unseren Kenntnisstand über den ersten Band noch einmal auffrischen. Für diejenigen, die den Vorgänger nicht kennen wurde aber nicht alles verraten, sodass es in jedem Fall möglich ist, den ersten Band später auch noch lesen zu können.
In vierzehn betitelten Kapiteln erlebten wir, wie frech doch so ein kleiner putziger Waschbär sein kann. Vieles fanden wir unheimlich witzig, sodass wir viel beim Lesen kichern mussten. Aber es gab auch wieder ernste Szenen, was die Geschichte nicht nur abwechslungsreich, sondern auch interessant machte.
Wieder waren wir beeindruckt von Linus Einfallsreichtum. Nicht jeder seiner Ideen stellte sich im Nachhinein als klug heraus, aber das ist im wahren Leben ja auch so und traf auf viel Verständnis seitens des Erstlesers.
Die Zeichnungen waren in Schwarzweiß gehalten, aber passend zum Inhalt gestaltet worden. Es machte Spaß sie zu betrachten, denn sie verlockten uns zu Lesepausen. Ein bisschen schade war, dass die Zeichnungen oftmals an Stellen kamen, wo der Bezug dazu schon ein bisschen her war.
Katharina Lankert zeigte auf sympathische Art und Weise, und niemals belehrend auf, dass alle unsere Handlungen auch Konsequenzen haben. Manchmal können wir die im Vorfeld noch nicht abschätzen, aber es gibt immer die Möglichkeit ein vorhandenes Problem zu lösen. Diese Botschaft kam auch bei meinem Kind an und wurde begeistert aufgenommen.
Der Schreibstil war sehr leicht und perfekt auf junge Leseanfänger ausgelegt. Auch die Geschichte selbst war verständlich aufgebaut worden und durch die plausible Darstellung von Gefühlen, konnte sich mein Kind ohne Probleme in Linus hineinversetzen.
Das empfohlene Lesealter ist unserer Meinung nach korrekt angegeben. Mein Kind geht ebenfalls in die dritte Klasse und hat diese Geschichte teilweise ganz alleine für sich gelesen. Denn er fand die Geschichte so spannend, dass er nicht immer warten wollte, bis auch wir die Zeit zum gemeinsamen Lesen hatten.

Frecher Fridolin von Katharina Lankers
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein pfiffiger Linus, der seinem tierischen Freund Fridolin ungern allein am Wochenende lassen möchte und dabei einen tollen Plan schmiedet. Leider hat er dabei nicht bedacht, dass so ein neugieriger Waschbär auch ziemlich viel Blödsinn anstellt, wenn niemand ihn daran hindern kann.

Lesen:

Wenn ihr Lust auf eine lustige und spannende Geschichte mit einem Waschbären habt. Ihr müsst dazu nicht den ersten Band kennen, „Frecher Fridolin“ liest sich auch prima ohne Vorkenntnisse. Lasst euch mit euren Kindern auf ein besonderes Erlebnis mit den Beiden ein.

Weglegen:

Wer möchte schon eine zuckersüße Geschichte rund um einen niedlichen, aber frechen Waschbären nicht lesen? Eben. Niemand. Also nicht weglegen, sondern unbedingt zu Hand nehmen.

Mal ehrlich:

Gemeinsam mit seinem Kind Bücher und deren Geschichten zu entdecken, ist doch toll! Doch dieses Buch kann so viel mehr. Ihr könnt es gemeinsam mit eurem Kind lesen oder das Kind alleine lesen lassen. Die Geschichte können versierte Jungleser auch prima allein entdecken. Aber zu zweit oder mehr macht es jedoch viel mehr Spaß. Selbstverständlich eignet sich das Buch auch zum Vorlesen und ist damit auch für jüngere Kinder bestens geeignet.
Katharina Lankers versteht es meisterhaft locker und leicht aufzuzeigen, dass nicht alle Pläne sich reibungslos in die Tat umsetzen lassen. Dabei mahnt sie nie, sondern zeigt beinah spielerisch auf, wie wir im Anschluss mit den entstandenen Konsequenzen am besten umgehen können.

Fazit:

Ein toller zweiter Band. Hier wird ohne mahnenden Fingerzeig erklärt, welche Probleme es bei einer Wildtierfreundschaft geben kann.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Auch den zweiten Teil fand ich sehr gut. Es hat mir großen Spaß gemacht es zu lesen.

Was hat dir am besten gefallen?

Als Fridolin sich einfach eine Wurst geklaut hat. Das fand ich total witzig. Ach und die Stelle, als Linus Fridolin bei gebracht hat durch die Katzenklappe zu gehen. Die Idee fand ich klasse.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Das Fridolin die Fische aus dem Teich geklaut hat. Das war echt nicht nett von ihm.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Sehr gut. Die sahen so echt aus und haben mir total gut gefallen.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Ja. Ich habe ja manchmal das Kapitel alleine gelesen und musste nie nach Wörtern fragen, die ich nicht verstehe. Aber am besten fand ich, dass die Kapitel nicht zu lang waren.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Ja. Ich würde es meinem Freund mal ausleihen, aber ich möchte es gern wieder haben. Dann kann ich die Geschichte noch einmal lesen.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Linus und Fridolin von Katharina Lankers



Da ich immer auf der Suche nach Büchern bin, die auch den Junior zum Lesen animieren, konnte ich bei diesem Buch einfach nicht wiederstehen. Eine heimliche Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Wildtier versprach hoffentlich nicht nur eine spannende Unterhaltung, sondern auch einen begeisterten Erstleser.

In unserer Rezension zu „Linus und Fridolin“ von Katharina Lankers verraten wir euch, ob uns der erste Teil der Reihe überzeugen konnte.

Leseexemplar
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Linus und Fridolin von Katharina Lankers
© Cover: Katharina Lankers

Infos zum Buch
erschienen bei BoD – Books on Demand
Veröffentlicht 31. Mai 2019
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahre
ca. 64 Seiten
Band 1 der Reihe „Linus und Fridolin“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Linus ist neun Jahre alt und geht in die dritte Klasse. Bis auf gelegentlichen Ärger in der Schule und seine große Schwester, die ihn manchmal ganz schön nervt, gibt es wenig Aufregung in seinem Leben. Aber eines Nachts wird alles anders: Linus entdeckt auf der Terrasse einen Waschbären, der bald sehr zutraulich wird. Doch was, wenn die Mutter ihn mit seinem kleinen Freund erwischt? Kann Linus sein Geheimnis für sich behalten?

Die Geschichte von Linus und Fridolin ist in sich abgeschlossen. Wer mehr über die beiden lesen möchte, kann sich auf zwei Folgebände freuen. © Klappentext: 2019 Katharina Lankers

Schon beim Lesen des Klappentextes hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte mitten aus dem Leben gegriffen sein könnte. Vor allem Linus erinnerte mich an meinen kleinen Erstleser und dieser Eindruck verfestigte sich im Lauf der Erzählung.
Linus, neun Jahre alt, geht in die dritte Klasse und ist mit viel Einfallsreichtum gesegnet. Mitten in der Nacht macht er die Bekanntschaft mit einem wilden Waschbären. Ohne Furcht freundet sich Linus mit dem aufgeweckten schwarzweiß gemusterten Tierchen an. Dabei ist es Linus egal, dass seine Mama von dieser Freundschaft nicht sonderlich begeistert wäre, wenn sie davon wüsste. Linus heckt dafür lieber Pläne aus, wie er vermeiden kann, dass überhaupt jemand etwas von seinem kleinen Geheimnis erfährt. Gleichzeitig ist ihm aber auch klar, dass er mehr über Waschbären herausfinden muss.
Doch die Freundschaft zu Fridolin hat auch seinen Preis. Linus ist tagsüber ständig müde, denn wenn du einen nachtaktiven Freund hast, dann kannst du ihn nur dann treffen, wenn andere Menschen in ihren süßesten Träumen liegen.
Die Geschichte wurde mit viel Herzenswärme erzählt, sodass mein Kind sich sehr gut in Linus hineinversetzen konnte.
Die Erlebnisse, die Linus mit seinem neuen Freund hatte, haben auch den kleinen Erstleser zum Träumen gebracht. Was er alles machen würde, wenn er auch einen Waschbären seinen Freund nennen könnte.
Mir hat an der Geschichte besonders gut gefallen, dass Katharina Lankers nie den erhobenen Zeigefinger hatte. Egal ob Linus aus Angst geschwindelt oder mit Fridolin heimlich Süßigkeiten genascht hatte. Immer blieb die Autorin dabei sachlich und schuf auf eine beeindruckende Art Verständnis für Linus. Wissenswertes rund um Waschbären band Katharina Lankers so locker leicht in die Handlungen ein, dass mein Kind spielend, in diesem Fall lesend, sich die Kenntnisse ohne Lerndruck aneignen konnte. Ich mag Kinderbücher, wenn Kinder nebenbei etwas Sinnvolles lernen.
Die Kernthemen wie Freundschaft, Schule, Probleme und deren Lösung wurden hervorragend ausgearbeitet und kindgerecht erklärt.
Situationskomik lockerte immer wieder die Stimmung auf, vor allem dann, wenn ernste Themen wie Verlustangst oder die Last von Geheimnissen angesprochen wurde.
Die Schrift war angenehm groß und der Schreibstil auf die Zielgruppe, Erstleser ab 8 Jahre, perfekt zugeschnitten. Wir haben das Buch als Vor- und Selbstlesebuch genutzt und konnten die Geschichte in beiden Varianten unbeschwert genießen.
Die schwarzweißen Zeichnungen waren unglaublich süß und passend zur Handlung. Sie luden zu kurzen Lesepausen ein.
Beide Protagonisten waren mir unendlich sympathisch und es hat mir viel Spaß gemacht dieses Buch gemeinsam mit meinem Kind zu lesen.


© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine sich entwickelnde Freundschaft zwischen einem Kind und einem Wildtier. Mit allen positiven wie negativen Konsequenzen, die mit einer ungewöhnlichen Freundschaft einhergehen.

Lesen:

Wenn kleine Leseanfänger Lust auf eine tierisch tolle Freundschaftsgeschichte haben. Die Altersempfehlung von acht Jahren ist absolut passend. Dennoch kann das Buch auch mit jüngeren Kindern gelesen werden. Das Buch eignet sich sowohl zum Selber lesen als auch zum Vorlesen.

Weglegen:

Zum Weglegen ist dieses Buch definitiv zu schade. Selbst der größte Lesemuffel wird weich, wenn er den süßen Fridolin kennenlernt.

Mal ehrlich:

Lesen ist wichtig! Vor allem aber für unsere Jüngsten. Egal ob Vorlesen oder selber Lesen, Bücher sind einfach wichtig. Wenn eine kindgerechte Geschichte nicht nur ein Kind zu fesseln vermag, sondern ganz nebenbei auch noch Wissen vermittelt, dann kann ich mit gutem Gewissen das Buch empfehlen.
Durch die kurzen Kapitel kann mit den jüngeren Lesern ein übersichtliches Leseziel gesteckt werden. Selbst wer am Anfang so keine Lust aufs Lesen hat, wird vom niedlichen Fridolin ganz schnell eingewickelt. Dem aufgeweckten Waschbären konnte hier niemand widerstehen. Die tollen Illustrationen lockern den Text an den richtigen Stellen auf.

Fazit:

Gemeinsam mit Linus Freundschaft mit einem kecken Waschbären zu schließen, hat bei uns im Hause für Begeisterung gesorgt. Nebenbei lernten wir auch noch wissenswertes rund um die possierlichen Tierchen und hatten unseren Spaß mit Linus seinen Ideen. Von mir bekommt das Buch ganz klar eine Leseempfehlung.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Die Geschichte mit dem süßen Waschbären habe ich gern gelesen. So einen kuscheligen Freund hätte ich auch gern.

Was hat dir am besten gefallen?

Die Stellen wo Fridolin alles erkundet. Das fand ich unheimlich niedlich und auch witzig.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Mir hat alles gefallen. An dem Buch gab es nichts zu meckern.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Auch wenn die Bilder nur schwarzweiß waren, mochte ich sie dennoch. Sie waren gut gezeichnet und ich habe alles gut erkennen können.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Mir fiel es leicht die Geschichte zu lesen. Manchmal hat es mich verwirrt, wenn die Schrift so schräg wurde. Aber ich habe alles verstanden.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich freue mich schon auf das nächste Buch mit Linus und Fridolin.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Die Glücksklee-Bande 1: Kleiner Hund in Not von Andrea Schütze

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© Cover: Sabine Reddig, Desginabdrei, Karpen

erschienen in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Veröffentlicht am 18. Juli 2019
ca. 112 Seiten
Farbige Illustrationen von Stefanie Krauss
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 5 Jahre
Band 1 der Reihe „Die Glücksklee – Bande“
erhältlich als gebundenes Buch

Es sind Sommerferien und die drei besten Freundinnen Clara, Fine und Viola gründen ihren eigenen Club. Als Glücksklee-Bande wollen sie Tieren helfen und sie retten. Wie gut, dass gerade erst eine neue Nachbarin zugezogen ist. Frau Dr. Schmetter-Ling ist Tierärztin und obendrein super nett. Und dann benötigt tatsächlich ein Hund die Hilfe der drei Mädchen. Ob sie ihm helfen können?

Mir fiel zuallererst das Cover in Verbindung mit dem Titel des Buches auf. Meine Neugier war geweckt, sodass ich mir den Klappentext durchgelesen hatte. Dieser sprach mich sehr an, da mein Kind sich auch sehr für Tiere, insbesondere für Hunde, interessiert. Da das Buch „perfekt zum Vorlesen und als erstes Selberlesen“ deklariert worden ist, stand mein Entschluss fest. Dieses Buch wollte ich unbedingt mit meinem Kind zusammen entdecken.
In insgesamt acht Kapiteln wurde eine wirklich süße Geschichte erzählt. Zuallererst, und genau das war ein kluger Schachzug und schön umgesetzt, lernten wir die vier Hauptfiguren kennen. Zu jeder Person gab es ein paar kleine Informationen. Diese stimmten uns schon auf die kommenden Handlungen ein.
Stück für Stück lernten wir alle Umstände kennen, wie drei Freundinnen eine eigene Bande gründeten und welche Pläne sie damit verfolgen wollten.
Auf witzige und kindgerechte Art wurde eine ganz bezaubernde Geschichte erschaffen. Hier wurde viel Wert auf Details gelegt und auch auf richtige Verhaltensweisen in allen möglichen Situationen. Dies sorgte im Anschluss oft für anregende Gespräche.
Einigen Details, innerhalb der Geschichte, wurde am Ende des Buches eine nähere Betrachtung zuteil. So konnte mein Kind nicht nur erfahren, wie zum Beispiel der leckere Begrüßungskuchen gebacken werden kann, sondern auch wie der richtige Umgang mit einem Hund ist. Diese zusätzlichen und ausführlichen Erläuterungen wurden mit großer Begeisterung aufgenommen und mit dem Wunsch nach Umsetzung unterlegt. Dabei wurde unser Hund mit einbezogen.
Die Innengestaltung des Buches gefiel uns ebenfalls sehr gut. Schöne illustrierte Bilder wechselten sich mit einfachen Dekorelementen ab.
Der Text hatte eine angenehme Lesegröße und war schön verständlich. Einige Wörter, wie beispielsweise „up to date“, mussten erklärt werden, aber das war an sich kein Problem.
Die Kapitel hatten eine angenehme Leselänge, sodass mein Selbstleser mit großem Interesse diese alleine bewältigen konnte. Aber auch beim Vorlesen ging die Konzentration nicht flöten.

Fazit: Ein rundum gelungenes Buch über Freundschaft und Hilfe. Mit viel nützlichem Wissen rund um Verhaltensweisen, Bastel- und Backtipps sowie erste Hilfe für Mensch und Tier. Kindgerecht aufbereitet und mit großem Unterhaltungswert.

Für wen ist das Buch geeignet?
Ein tolles Familienbuch. Gemeinsam mit jüngeren Kindern kann das Buch genauso problemlos entdeckt werden, wie es auch sichere Leseanfänger alleine bestaunen können.


Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung
Wie hat dir das Buch gefallen?
Mir hat das Buch gut gefallen. Vor allem, dass die Mädchen den kleinen Bobby retten wollten.

Was hat dir am besten gefallen?
Am besten hat mir gefallen, dass es im Anschluss Erklärungen zum Zwergpudel gegeben hat.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Es gab nichts, das mir nicht gefallen hätte. Ich fand das ganze Buch klasse.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?
Die Bilder passten gut zum Text und ich mochte die Zeichnungen sehr.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?
Es war alles gut zu lesen. Manchmal hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten mit einigen Wörtern, aber jetzt kann ich sie lesen und habe auch ihren Sinn verstanden.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?
Ich möchte das unbedingt mit in die Schule nehmen. Da hatten wir vor den Ferien das Thema Haustiere und da würde doch im Anschluss das Buch noch passen.

Vielen Dank an den Thienemann Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar und an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Die Wiese von Susan Bagdach

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© Cover: Lea Fehrenbach

erschienen bei blOOturtle Publishing
Veröffentlicht am 20. April 2018
ca. 32 Seiten
Farbige Illustrationen von Lea Fehrenbach
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 2,5 – 6 Jahre
erhältlich als gebundenes Buch

Auf einer Wiese wachsen nur blaue Blumen, in einheitlicher Größe und Umfang. Jede neue Blume wird voller Interesse begutachtet, doch wehe, sie entspricht nicht dem Standard. Dann muss sich diese Blume einem besonderen Prozedere unterziehen, damit sie am Ende in das Gesamtbild der Wiese passt. Doch eines Tages wächst eine Blume heran, der es nicht möglich ist, sich anzupassen …

Das Leben ist vielfältig und bunt. Und es ist gut, wenn wir uns von Anderen unterscheiden. Oder etwa nicht?
Dieser Frage ging Susan Bagdach auf kindgerechte Art und sehr gefühlvolle Weise auf den Grund. Anhand einer blauen Blumenwiese erzählte sie eine berührende Geschichte über das Thema Ausgrenzung.
Dabei erklärt die Autorin auch gleich, woran wir eigentlich eine Diskriminierung anderer erkennen. Das fand ich in diesem Zusammenhang sehr wichtig, denn das Buch richtet sich speziell an Kinder. Kann aber, meiner Meinung nach, von allen Altersgruppen gelesen werden.
Auch was für Konsequenzen so ein Ausschluss aus einer Gemeinschaft für ein einzelnes Individuum hat, wurde eindrucksvoll und berührend geschildert. Unterstützt wurde diese besondere Geschichte von einer wirklich schönen Illustrationsarbeit. Sie unterstrich die einzelnen Komponenten der Story hervorragend und veranschaulichte den Inhalt gekonnt.
Mit großem Interesse habe ich gemeinsam mit meinem Sohn das Buch gelesen und ich bekam eine Gänsehaut beim Lesen. Aber auch mein Kind ließ die Geschichte kaum los, zu groß war für ihn die Ungerechtigkeit der Ausgrenzung.
Sehr gut gefallen hatte mir die Richtung, in die diese Erzählung schlug. Immerhin wurde hier nicht nur ein Problem geschildert, welches immer Top aktuell sein wird, nein, es wurde auch ein Lösungsansatz geboten. Was aber viel wichtiger für mich war, dass auch ganz klar verdeutlicht wurde, wie wundervoll Individualität ist. Dass der Weg, zu sich selbst zu stehen, alles andere als einfach ist, wurde hier auf liebevolle Art gezeigt. Ebenso wurde veranschaulicht, welcher Lohn aber so ein Mut hervorbringen kann.

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte über Ausgrenzung und den Mut, zu sich selber zu stehen. Anderssein ist keine Krankheit, sondern macht die Welt farbenfroher und vielfältiger. Kindgerecht erklärt und toll illustriert.

Für wen ist das Buch geeignet?
Für jeden! Das Thema „Ausgrenzung“ und „Du bist so gut, wie du bist“, geht alle etwas an!


Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Obwohl das Buch stellenweise etwas traurig war, fand ich es gut.

Was hat dir am besten gefallen?

Das die Rose am Ende sein durfte, wie sie ist.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Das die jungen Blumen Tinte trinken mussten, obwohl das gar nicht schmeckt.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Mir haben die Bilder gut gefallen. Vor allem die Marienkäfer.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Ja. Ich hab alles verstanden. Zum Selberlesen fand ich das Buch auch gut.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Ja. Ich möchte es gern mit in die Schule nehmen. In der Klassenlehrerstunde sprechen wir auch über solche Themen.

Vielen Dank an blOOturtle Publishing für das Rezensionsexemplar und an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches