American Mafia: Charleston Corrupted von Grace C. Stone



Dies ist mittlerweile der sechzehnte Band der Mafia Reihe und ich muss sagen, dass ich etwas skeptisch gewesen bin. Würde mich dieser Teil fesseln können oder ist es Zeit, dass diese lange Reihe ein Ende findet?

In meiner Rezension zum Buch „American Mafia: Charleston Corrupted“ von Grace C. Stone verrate ich euch, ob mich diese Geschichte überzeugen konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Grace C. Stone erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

American Mafia: Charleston Corrupted von Grace C. Stone
© Cover: Grace C. Stone

Infos zum Buch
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht 01. November 2019
ca. 94 Seiten
Band 16 der Reihe „American Mafia“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Es war zum Verrücktwerden. Dad befand sich in den Fängen der Russen und das nur, weil ich mich mit ihrem Anführer hatte anlegen müssen. Doch anstatt etwas zu unternehmen wurde ich von William Nolan daran gehindert. Mein Vater hatte gewusst was geschehen würde und Vorkehrungen getroffen. Nun saß ich mit dem einzigen Mann, der mich jemals nervös gemacht hatte auf einer verlassenen Plantage fest und mir blieb nichts anderes übrig, als zu tun, was er sagte. Etwas worin ich noch nie gut gewesen war.

Dark-Romance Dominante Männer, widerspenstige Frauen und prickelnde Erotik Alle Teile sind in sich abgeschlossen und durch wiederkehrende Personen miteinander verbunden. © Klappentext: Grace C. Stone

Zum ersten Mal habe ich eine Geschichte aus der American Mafia Reihe auf meinem Handy gelesen und muss gestehen, ich habe echt was verpasst. Auf meinem Reader ist ja alles nur schwarzweiß, aber auf meinem Smartphone war alles so schön bunt. Dies gefiel mir optisch besonders gut.
Durch die Farbe kamen die liebevoll gestalteten Namen, die zu Beginn jedes Kapitel auftauchen, damit ich weiß, wer mir gerade die Geschehnisse berichtet, richtig zur Geltung. Das Leseerlebnis war damit schon ein anderes.
Der Aufbau des Buches war wie gewohnt: Im Wechsel der Kapitel erzählten mir die Protagonisten ihre Sicht der Dinge und ich mochte den Erzählstil gern, weil ich so tiefer in die Handlungen abtauchen konnte.
Was ich sehr positiv empfand, war die Tatsache, dass die Geschichte komplett ohne Vorkenntnisse der anderen Bände gelesen werden konnte. Auch kamen dieses Mal keine weiteren Figuren aus den Vorgängern vor, sodass ich mich voll und ganz auf die neuen Figuren einlassen konnte.
Sehr überrascht war ich dieses Mal von den vielen Figuren, die eine zentrale Rolle spielten und das gefiel mir ausgesprochen gut. Eine Mafia Prinzessin, die sich zwischen drei Typen entscheiden muss, fand ich als Thema interessant.
Die Dates prickelten allesamt vor sinnlicher und teilweise auch dominanter Erotik. Dabei unterschieden sich die Szenen so, dass es immer abwechslungsreich und spannend bleib. Obwohl diese Geschichte mehr Erotik zu bieten hatte als die Vorgänger, passte es aber prima zur Story und ich habe die Geschichte in einem Rutsch durchlesen müssen.
Grace C. Stone hatte wieder einige Überraschungen eingebaut, nur hätte ich mir gewünscht, dass mich Gia in ihrer Männerwahl vielleicht doch noch überrascht hätte. Aber andererseits wäre dies auf Grund der Kürze des Buches wohl nicht logisch erklärbar gewesen.
Alles in Allem hat mich der sechzehnte Band voll überzeugen können!

American Mafia: Charleston Corrupted von Grace C. Stone
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Wahnsinnig viel Erotik mit einer wilden Testosteron Mischung von Männern, die gern die Mafia Prinzessin an ihrer Seite sehen würden.

Lesen:

Wenn ihr Lust auf eine Kurzgeschichte habt, wo die Hormone Tango tanzen und die Stimmung jederzeit kippen kann.

Weglegen:

Wenn ausgeschriebene Erotik nicht euer Ding ist und euch generell keine bösen Jungs gefallen.

Mal ehrlich:

Zugegeben, die letzten Bände aus der American Mafia Reihe haben mich nicht mehr sonderlich vom Hocker gerissen und ich hatte Angst, dass Grace C. Stone der Biss verloren gegangen ist, den ihre Kurzgeschichten ausgemacht haben. Aber diese Geschichte hier knüpfte wieder an die alten Zeiten an und ich hatte echt Spaß diese Story zu lesen. Dabei gefiel mir vor allem die Idee, dass sich Gia zwischen drei Männern entscheiden sollte. Gut, wen sie wählen würde, war recht früh klar, aber Grace C. Stone ließ zumindesten die Möglichkeit offen, dass es noch ein anderer Herr werden könnte.

Fazit:

Endlich wieder eine Geschichte von Frau Stone, die es in sich hatte. Ich mochte die Stimmung im Buch und fühlte mich bestens unterhalten. Wer also Erotik gepaart mit sinnvollen Handlungen mag, wird diesen shorty hier lieben.

*Das Buch ist nur bei Amazon erhältlich*

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Mondscheinmorde von Linda Howard


© Cover: HildenDesign, München

erschienen im Blanvalet Taschenbuch Verlag
Veröffentlicht am 14. April 2009
Originaltitel: Strangers in the Night: Lake of Dreams, Blue Moon, White Out
Übersetzt von Beate Darius
ca. 320 Seiten
erhältlich als Taschenbuch – in dieser Version nur noch gebraucht

In dem Buch „Mondscheinmorde“ werden drei kurze Geschichten erzählt, in denen es um heiße Zusammentreffen mit tödlicher Gefahr geht.
Drei Frauen sehnen sich nach Liebe und verschenken ihr Herz an unbekannte Männer. Doch sind diese wirklich das, was sie scheinbar vorgeben? Brechen diese Männer ihnen vielleicht nicht nur das Herz, sondern trachten den Frauen womöglich noch nach dem Leben?

Alle drei Geschichten wurden vom personalen Erzähler geschildert. Obwohl jede Story nur knapp einhundert Seiten hatte, kam ich in jede Geschichte super rein und war jeweils schon vom ersten Wort in dieser gefangen.
Über die jeweiligen Protagonisten erfuhr ich immer nur das Nötigste, was aber vollkommen ausreichend war, denn jede Geschichte hatte ihre eigene Spannung.
Diese hatte Linda Howard mit dem richtigen Maß aus Leidenschaft, Humor, Romantik und einer ordentlichen Portion Thriller gewürzt.
Ich empfand jede Geschichte intensiver und interessanter als die vorherige und insgesamt habe ich das Buch verdammt schnell ausgelesen.
In jeder Geschichte gab es auch erotische Szenen. Sie waren unterschiedlich intensiv, aber alle sehr niveauvoll beschrieben.
Der Schreibstil war durchgängig gut zu lesen und sehr bildgewaltig. Alle Szenen konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich ließ mich nur allzu gern in die unterschiedlichen Storys entführen.

Die erste Geschichte, „See der Träume“, fand ich zu Beginn etwas komisch. Sie wirkte etwas konfus und las sich nicht sehr flüssig. Ich vermute aber, dass es an der Übersetzung gelegen haben könnte. Normalerweise sind die Bücher von Linda Howard flüssig und wohldurchdacht. Nach einer Weile war das Gefühl wieder weg und ich konnte die leicht übersinnlich angehauchte Geschichte genießen.
Das Hauptaugenmerk lag auf der Protagonistin Thea und offenbarte mir so ihre Emotionen und Handlungen. Ihre Träume wurden in kursiver Schrift dargestellt, sodass ich immer gut zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte.
Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten war die Gefahr spürbar und die Atmosphäre von einem erotischen Prickeln durchzogen.
Obwohl es nur eine Kurzgeschichte war, mochte ich Thea. Über sie erfuhr ich am meisten. Richard bleib mir dagegen etwas blass. Ihn konnte ich nicht so richtig greifen und er blieb für mich zum größten Teil ein gesichtsloser Mann.
„Vollmond“, die zweite Geschichte in dem Buch mochte ich sehr. Sie war spannend geschrieben und hatte genau die richtige Menge an süß/sinnlichen Momenten. Was mir besonders gut gefallen hatte, war, dass der personale Erzähler seinen Fokus erst auf den Sheriff Jackson Brody gelegt hatte. So erfuhr ich recht viel von diesem schnittigen Mann.
Dann schwenkte der Erzähler zu Delilah Jones, sodass ich auch ihr näher kommen konnte und etwas über ihre Vergangenheit erfahren konnte.
Zum Schluss lag der Fokus wieder auf dem Sheriff.
Dieses Zusammenspiel fand ich sehr überzeugend, denn trotz der Kürze der Geschichte, kam ich beiden Protagonisten nahe.
Sehr gut gefiel mir, dass die Protagonistin eine besondere Gabe hatte. Ich habe schon von solchen Menschen gelesen und fand es spannend, wie Linda Howard das Thema aufgegriffen und verarbeitet hatte.

Die letzte Kurzgeschichte, „Schneeblind“ war voller unterschiedlicher Spannungen. Mal war die Luft von erotischem Knistern erfüllt, mal war die Atmosphäre mit Lebensgefahr angereichert.
Diese Story las sich fast von selbst und ich fand es toll, dass ich Hope begleiten durfte. Mithilfe ihrer Emotionen und Handlungen waren die verschiedenen Spannungen mit den Händen greifbar.
Hope war mir von den drei Protagonistinnen mit am sympathischsten. Sie blieb selbst in einer brenzligen Situation ruhig und handelte besonnen. Es hatte mir wirklich Spaß gemacht sie zu begleiten.

Fazit: Die Sammlung von drei Kurzgeschichten aus der Feder von Linda Howard fand ich gelungen und unterhaltsam. Auch wenn mich nicht alle Geschichten gleichermaßen begeistern konnten, hatte jede ihren eigenen Charme und war voller Spannung, vom Anfang bis zum Ende.

Sinfonie der Lust von Ayana Hunter

*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: AARRTTUURR @ Depositphotos.com

erschienen bei blue panther books
Veröffentlicht am 28. Februar 2019
ca. 392 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Lara Heisler ist unglücklich in ihrer Ehe mit Michael. Schon lange hat sie das Gefühl, dass er sie betrügt. Trost findet Lara in der Musik und in einem Internetforum für Musikliebhaber.
Ihre Freundin Vanessa möchte Lara endlich wieder glücklich sehen und bittet ihren Lieblingsliebhaber, Ben, um Hilfe. Gemeinsam ersinnen sie einen Plan, wie Lara Bens Freund Marc kennenlernen kann. Denn Marc hängt einer unglücklichen Liebe hinterher und benötigt, laut Bens Meinung, dringend Ablenkung.
Ben bringt den Stein also ins Rollen, doch was ursprünglich als prickelndes erotisches Spiel gedacht war, läuft langsam aber sicher komplett aus dem Ruder.

Meine Erwartungshaltung an das Buch war nicht besonders hoch. Dennoch hatte mich der Klappentext angesprochen und mit verhaltener Neugier war ich gespannt auf die erotischen Abenteuer der Protagonisten.
In die Geschichte war ich gut hineingekommen, allerdings empfand ich den Erzählstil ein wenig seicht. Was mir aber sehr gut gefiel, war die Tatsache, dass die Figuren schon mit beiden Beinen im Leben standen und neben Jobs auch schon Lebenserfahrung besaßen. Ein nettes Gimmick war das Setting, welches hauptsächlich in Berlin stattfand. Aufgrund des Schauplatzes hatte ich schon das Gefühl, dass es sich so oder so ähnlich mal zu getragen haben könnte.
Der personale Erzähler führte mich durch die Geschichte, mit Ausnahme der gegenseitig geschriebenen Mails. Diese wurden jeweils vom Protagonisten selber verfasst. So gelang mir eine klitzekleine persönliche Einsicht in das Gefühlsleben der Figuren Marc und Lara.
Zu Beginn erfuhr ich viel über die vier Protagonisten, Ben, Marc, Vanessa und Lara, dennoch gelang es mir nicht, eine nähere Bindung zu ihnen aufzubauen. Ihre Charaktere vermochten es leider nicht mich dauerhaft zu fesseln und ich hatte eher das Gefühl eine unbeteiligte Zuschauerin zu sein. Was ich schade fand, denn den Plot an sich fand ich sehr spannend. Gut, vier Menschen und deren Schicksal zu verknüpfen, war zwar nicht neu, aber die Idee dahinter hatte mir gefallen. Immerhin hatte Marc die Idee Lara sieben Aufgaben zu stellen, damit sie mit jeder gelösten Aufgabe den Weg mehr zu sich selber finden kann. Das hatte mich neugierig gemacht, leider empfand ich die Umsetzung nicht ganz so perfekt gelungen.
Es mag vielleicht daran gelegen haben, dass alle vier Protagonisten mit ihren Problemchen und Sorgen geballt an der Geschichte teilgenommen hatten und ich die Strukturierung der Kapitel ein bisschen unglücklich empfand.
Meine Favoriten wären Lara und Marc gewesen, von ihnen hätte ich mehr lesen wollen, dafür weniger von Ben und Vanessa.
Ben war mir ein wenig zu sehr Kindskopf, auch wenn er sehr offen und direkt seine Meinung kundtat. Aber oft hatte ich auch das Gefühl, dass er zu Übersprunghandlungen neigte, ohne vorher mal vernünftig nachzudenken.
Vanessa war von allen Protagonisten die Farbloseste. Sie hätte meiner Meinung nach viel weniger Fläche bekommen sollen, denn ihre unverbindliche Beziehung zu Ben war mir ein bisschen zu viel Nebenhandlung. Hier hätte ich mir mehr und vor allem eine klarere Konzentration auf Marc und Lara gewünscht.
Lara, eine unglückliche Ehefrau und begeistere Musikliebhaberin, hat mich von allen Vieren am meisten begeistert. Ihre Gefühle und Gedanken wurden nachvollziehbar dargestellt, aber auch hier hätte ich mir gewünscht, wenn der Blick auf sie intensiver gewesen wäre. Als Charakter hatte Lara neben Marc wirklich das meiste Potenzial, welches leider ein bisschen verschenkt wurde.
Marc und sein Liebesdrama mit Juliette hätte ein bisschen mehr Dynamik vertragen können. Im Grunde war das alles ein bisschen weichgespült und vor allem diesen inneren Zwist mit Juliette und Lara im Kern hätte noch mehr ausgebaut werden können. Daraus hätte sich dann eine wirklich explosive und super spannende Geschichte entwickeln können.
Obwohl der Schreibstil leicht und verständlich war, hatte ich eher das Gefühl, als plätscherten die Handlungen wie ein kleiner Bachlauf vor sich hin. Mir fehlte einfach die Würze. Mehr Feuer und weniger Nebenhandlungen hätten der Gesamtkomposition gutgetan.
Die erotischen Szenen waren sinnlich und immer für eine Überraschung gut. Die sieben gestellten Aufgaben, die Umsetzung und die Erfüllung konnten mich begeistern, zumal sie niveauvoll und ansprechend beschrieben worden sind. Im Verhältnis zu den Szenen war das Vorkommen der erotischen Handlungen wohl dosiert und passend zum Gesamtwerk.

Fazit: Wer sich einfach entspannen und zurücklehnen möchte, der wird Freude an diesem Buch haben. Der Plot war interessant, die Umsetzung ein wenig fade. Alles in Allem jedoch ein Buch, das sich gut lesen ließ.


Vielen Dank an blue panther books für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Griffin & Wyvern: Der Lindwurm und der Greif von Melanie Weber-Tilse

*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: Rebecacover

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 30. April 2019
ca. 286 Seiten
Griffin Saga, Band 1
erhältlich als Taschenbuch und eBook

In der Hoffnung, seine jüngste Tochter Svea an den grausamen Markgraf Jaromir Greif von Dunkelwald verkaufen zu können, wagt sich der Bauer in dessen Burg. Damit besiegelt er Sveas Schicksal. Fortan muss sie die Misshandlungen und Demütigungen des Grafen ertragen. Als sie es nicht mehr erträgt, stürzt sie sich in den vermeintlichen Tod.
Der Selbstmordversuch seines liebsten Spielzeuges ist für den brutalen Herrscher nicht erträglich. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um die Flüchtige zu finden.

Phelan, Mitglied und Jäger des Bergvolkes der Sealgair, will unbedingt herausfinden, warum sich die Lindwürmer so drastisch vermehrt haben. Er begibt sich, ohne zu zögern, auf die gefährliche Mission die Ursache herauszufinden. Ohne zu ahnen, dass die mordlustige Belana ihm folgt. Denn sie wollte nichts lieber, als seine Gefährtin und zukünftige Frau des neuen Anführers zu werden. Doch jetzt sinnt sie auf Rache. Niemand soll sich gegen ihren Willen stellen.

Fantasy ist normalerweise nicht mein Genre und ich lese es super selten. Aber dieses Buch hatte mich von der ersten Seite an total in seinen Bann gezogen.
Anfänglich war der Fantasy Anteil auch sehr gering, denn Melanie Weber-Tilse zeichnete eine grauenvolle Szenerie rund um einen unglaublich blutrünstigen und äußerst machthungrigen Markgrafen. Darin eine junge Frau die all diese Grausamkeiten erdulden muss und beinahe daran zerbricht.
Durch die sehr direkte Wortwahl und ohne Beschönigungen wurde ich so schnell in die Tiefen dieser Geschichte gesogen, sodass ich mit großer Faszination von Lindwürmern, Waldgeistern und Greifen las.
Die Schauplätze erwachten durch den flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil vor meinem inneren Auge zum Leben. Ich konnte mir alles vorstellen, als würde ich im Kino sitzen. Und wohl wahr, diesen Film würde ich wirklich gern auf einer Leinwand sehen.
Der Fantasy Anteil stieg stetig an und wurde immer mit Wellen voller Spannung verstärkt.
Die von Melanie Weber-Tilse erschaffene Welt war sehr vielschichtig und logisch aufgebaut. Stück für Stück erfuhr ich mehr über diese Welt, die voller Gefahren und Monstern ist.
Dabei begleitete der personale Erzähler alle vier Hauptfiguren, teilweise im Wechsel. Stets wurde darauf hingewiesen, wem ich aktuell über die Schulter schauen durfte und wo genau der augenblickliche Schauplatz, innerhalb dieser fantastischen Welt, lag. So erlangte ich einen allumfassenden Blick über die wichtigsten Figuren, ihrer Gedanken, Emotionen und Handlungen.
Der Graf war der typische Antagonist: gemein, fies und widerlich. Am liebsten hätte ich ihn selbst gern gemeuchelt. Genauso wie Belana. Diese Frau trieb mich zur Weißglut und ihr Verhalten stieß mich oft sehr ab. Ihre Durchtriebenheit war bezeichnend für ihren Charakter. Trotzdem fand ich die Interaktion der beiden Antagonisten miteinander äußerst interessant.
Absolute Sympathieträger waren für mich eindeutig Phelan und Svea. Beide waren auf ihre Art und Weise besonders und absolut glaubwürdig gezeichnet. Solche Menschen hätte wohl gern jeder an seiner Seite.
In dieser Geschichte kochten die Emotionen hoch und teilweise ging es äußerst brutal und blutig zu. Aber es gab natürlich auch reichlich Szenen, die mein Herz rührten und mich mit den Figuren mit fiebern ließen.
Es gab auch eindeutige Szenen, die stellenweise mit Erotik nicht mehr viel zu tun hatten. Aber sie waren stimmig und passend zu den einzelnen Figuren. Und diese wiederum hätten mir an dieser Stelle widersprochen und es sehr wohl als anregend empfunden. Ja, hier wurde rein gar nichts beschönigt. Aber ich kann beruhigen. Neben finsteren Szenen gab es helle und freundliche Handlungen.
Neben dem Cover fand ich auch das Innenlayout super. Das gesamte Buch wurde ansprechend gestaltet.

Fazit: Lesen. Unbedingt lesen. Eine Geschichte rund um Fabelwesen, um Gut und Böse, Hass und Liebe. Kraftvolle Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite.


Vielen Dank an Melanie Weber-Tilse für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Sweetest Poison: Es gibt nur dich von Cheryl Kingston

*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: Mia Schulte / Plaisir d´Amour Verlag

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 29. März 2019
ca. 352 Seiten
Band 3 der Safe Harbor – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Eigentlich wünscht sich Naomi Grey nur eins: endlich glücklich sein. Am liebsten mit dem Mann, den sie abgöttisch liebt. Asher Knight. Doch vor vier Jahren kam es zu einem bösen Bruch und seitdem lässt Asher keine Gelegenheit ungenutzt Naomi zu zeigen, was er von ihr hält.
Seine Beschimpfungen treffen Naomi noch immer tief. Dennoch kann sie Asher nicht vergessen.
Bei einem Kurztrip mit gemeinsamen Freunden geben die Beiden doch endlich ihren Gefühlen für einander nach. Die scheinbar glückliche Nacht endet in einer Katastrophe. Naomi wird schwanger und Asher ist fest der Überzeugung, dass er nicht der Vater des ungeborenen Kindes sein kann …

Schon auf den ersten Seiten gelang es Cheryl Kingston, eine Stimmung zu erzeugen, die mir sehr ans Herz ging. Eindrucksvoll zeigte sie auf, dass Menschen lieber ihr eigenes Urteil fällen, bevor sie hinterfragen, warum jemand sich verhält, wie er sich verhält.
Sie tat dies mit brutaler Ehrlichkeit und beschönigte dabei nichts. Ich muss gestehen, dass ich dies an Cheryl Kingstons Büchern am meisten liebe. Nämlich, dass sie uns Lesern den Spiegel vorhält. Wie oft beurteilen wir Menschen einfach, ohne uns wirklich die Mühe gemacht zu haben, sie kennenzulernen? Anhand von Naomi zeigte die Autorin schonungslos auf, wie sich solche ungerecht behandelten Personen fühlen können. Ich fand das absolut nachvollziehbar und wirklich sehr realistisch abgebildet.
Zwischenzeitlich musste ich das Buch dringend zur Seite legen, denn die Geschichte ging mir emotional so nah, dass ich beinah körperliche Schmerzen fühlte. Cheryl Kingston verstand es so perfekt, die Gefühle der Protagonisten zu transportieren, dass ich sie selber spüren konnte. Auch wenn ich Asher manchmal am liebsten geschüttelt hätte, tat er mir so unendlich leid. Die beiden waren schlimmer als Feuer und Wasser und es war die reinste Gefühlsachterbahn mit den Zweien. Dabei war der Weg zur Glückseligkeit ziemlich langsam, steil und felsig, der Absturz umso schnell und heftiger.
Beide Charaktere erzählten ihre Geschichte selber, was die Intensität um ein Vielfaches steigerte und mir die Protagonisten sehr nahebrachte. Ich mochte beide, wobei ich Naomi ein Stückchen mehr sympathischer fand. Sie war so grundehrlich, trotz ihrer Unsicherheiten und Ängste.
Asher kam mir manchmal wie ein verzogener Junge vor. Erst mal ruhig Blut bewahren und zuhören, dies ist definitiv nicht Ashers Ding. Er prescht lieber gleich nach vorn, ohne Rücksicht auf Verluste. Dies bringt ihn oft in Situationen, in die er dann lieber nie gelandet wäre. Bringt dann aber auch gleich wieder männer-typisches Verhalten auf, in dem er seinen Fehler erst einmal verdrängt, in dem er Recht behalten will.
Der Schreibstil war wunderbar flüssig und schön bildlich. Die beschriebenen Schauplätze konnte ich mir alle sehr gut vorstellen und die erotischen Szenen waren ansprechend beschrieben worden.
In diesem Band traf ich einige Figuren aus den vorherigen Bänden wieder, was ich sehr angenehm empfand. Es war schön sie wieder zutreffen und hier und da zu erfahren, wie es mit ihnen weiterging. Jedoch wurden sie so geschickt in die Geschichte eingebettet, dass Vorkenntnisse zu den Vorgängerbänden nicht notwendig gewesen sind.
Es gab auch einige neue Randfiguren und an einer bestimmten Stelle im Buch musste ich einfach schmunzeln. Manche Figuren hatten dieselben Namen wie Charaktere einer bekannten US-amerikanische Krimiserie, die ein erfolgreiches Remake ist. Egal, ob gewollt oder doch blanker Zufall, mir hat es gefallen und es war eine schöne Auflockerung zu der doch eher ernsteren Geschichte.
An dieser Stelle möchte ich auch unbedingt erwähnen, dass in meinen Augen Cheryl Kingston selber auch eine unglaubliche Entwicklung als Autorin durch gemacht hat. Mit jedem Buch wird die Geschichte, die sie erzählt, packender, emotionaler und noch lebendiger. Respekt.
Das Cover fand ich absolut passend zur Geschichte gewählt, denn ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass der Mann darauf Asher sein könnte.

Fazit: Eine Geschichte, die mit ihrer emotionalen Achterbahnfahrt zu bestechen weiß. Nichts ist, wie es scheint und hier wird alles abgedeckt.


Vielen Dank an den Plaisir d’Amour Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:

Taken & Fucked von Kitty Stone

*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: Oliviaprodesign

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 15. Mai 2019
ca. 57 Seiten
erhältlich als eBook

Eine junge Frau erwacht völlig orientierungslos und ohne Erinnerung in einem sticken Kofferraum. Ihr Entführer scheint aber eher sinnliche Interessen an ihr zu haben…

Diese Kurzgeschichte war extrem heiß und definitiv nichts für Leser unter 18 Jahren.
Die Protagonistin erzählte ihre Erlebnisse, ab dem Erwachen im Kofferraum, selber. So wusste ich ebenfalls nur das, was sie wusste. Ihre Emotionen und Gedanken konnte ich absolut nachvollziehen und banden mich ein Stück weit an sie. Auch wenn die Geschichte kurz war, konnte ich zur Protagonistin eine leichte Beziehung aufbauen.
Durch den sehr flüssigen und bildreichen Schreibstil flog ich förmlich durch die Seiten.
Die Mischung aus vermutlich Verbotenem, quälender Ungewissheit und reichlich sündigen erotischen Szenen, machte diese Geschichte zu einem Abenteuer der Extraklasse.
Nicht nur die Protagonistin erlebte einen sinnlichen Sturm auf ihr Lustzentrum, auch meine Synapsen wurden ordentlich befeuert.
Der Aufbau der Handlungen war logisch durchdacht und erfolgte chronologisch. Nur die allernötigsten Details wurden mir mitgeteilt, ansonsten konzentrierte sich alles auf das Hier und Jetzt.
Obwohl es wirklich heftig zur Sache ging, wurde es niemals vulgär. Es blieb stets genussfreudig und aufregend.
Die Auflösung am Ende war stimmig und komplettierte die Geschichte zu einem gelungenem Leseerlebnis.

Fazit: Klare Leseempfehlung! Wer auf aphrodisierende Geschichten steht, wird hiermit wirklich glücklich sein.

Link zum Erwerb des Buches