Der Benedetti Clan: No Way Out von May Newton



Die Reihe rund um den Benedetti Clan wurde mit jedem Buch härter und Adrenalin peitschender. Auf den dritten Teil bin ich aufmerksam geworden, weil zwei andere Figuren in den Fokus geraten sind. Die neue Protagonistin ist mir aber schon aus dem zweiten Band bekannt und ich war sehr gespannt, wie ihre Geschichte aussehen und wie Giuliana und Cesare in diese verzwickte Situation verwickelt werden würden.

In meiner Rezension zum Buch „Der Benedetti Clan: No Way Out“ von May Newton verrate ich euch, ob es der Autorin gelungen ist, ihre ersten zwei Bände zu toppen.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Tabea S. Mainberg erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Der Benedetti Clan: No Way Out von May Newton
© Cover: Tabea S. Mainberg

Infos zum Buch
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht 05. November 2019
ca. 297 Seiten
Band 3 der Reihe „Bendetti Clan“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Wir waren süchtig nacheinander. Doch jede Sucht birgt Gefahren, im schlimmsten Fall tödliche.

Im dritten Teil des Benedetti Clans schleicht sich der Chicagoer Clanchef Davide Torrio in New Jersey ein, auf der Suche nach der Frau, die ihn gedemütigt hat. Davide erwartet von Cesare Benedetti Unterstützung, um SIE endlich aufzuspüren. Doch die zwei Alphatiere geraten aneinander. Olivia, die im Dirty Dancing als Stripperin arbeitet, lebt mit einem Geheimnis. Niemand darf ihre wahre Identität offenlegen. Sie ist auf der Flucht, fürchtet um ihr Leben. Mittlerweile ist ER ihr bedrohlich nah. Olivia und Giuliana, die unterdessen eine innige Freundschaft verbindet, schlittern zwischen die Fronten.Cesare und Giuliana treffen nach einem halben Jahr wieder aufeinander. An der bizarren Anziehungskraft hat sich nichts verändert.Es gibt kein Entkommen. Für niemanden.

Ein Dark Romance Roman mit eigenwilligen Frauen, dominanten Männern, erotisch, düster und spannungsvoll, der Ausgang ungewiss. Reihenfolge:

1. Der Benedetti Clan – Kill me, if you can

2. Der Benedetti Clan – Prove me guilty

3. Der Benedetti Clan – No Way Out

Die Romane sind nicht in sich abgeschlossen

© Klappentext: Tabea S. Mainberg

Mit Spannung habe ich das Buch angefangen zu lesen und muss leider sagen, dass mich anfänglich die Erzählweise störte. Bei vier verschiedenen Personen, die ihre Sicht auf die Ereignisse und Umstände auch noch selbst erzählten, war es für mich unheimlich anstrengend manche Handlungen mehrfach zu lesen. Zwar wurde sie immer etwas anders geschildert, da sie ja ein anderer Charakter erlebte, aber mich verwirrte es und störte meinen Lesefluss.
Wer von euch in jedem Fall die ersten zwei Bände noch lesen möchte, sollte definitiv mit der Reihe von vorne beginnen. Zum einen verpasst ihr sonst wirklich spannungsgeladene Storys, auf der anderen Seite würdet ihr in diesem Band schon extrem gespoilert werden. Gerade die mehrfachen Rückblicke auf vergangene Geschehnisse aus den vorherigen Bänden waren mir manchmal zu viel. Was diesen Punkt betrifft, habe ich ein ziemlich gutes Gedächtnis und ich benötige gar nicht so viele Rückblicke. Natürlich spiegelt es auch den jeweiligen Charakter wider und zeigt auf, wie weit die Geschehnisse von der entsprechenden Person verarbeitet wurden. Aber für mich hätte es ruhig ein bisschen weniger sein dürfen.
Doch plötzlich und ich habe wirklich keine Ahnung, wie es May Newton gelang, konnte ich mich dem Sog der Geschichte einfach nicht mehr entziehen. Die gefährliche Grundstimmung zog sich wie ein roter Faden durch das Buch und sorgte dafür, dass ich teilweise atemlos dem Geschehenen folgte.
Dabei war diese Story schon anders als die Vorgängerbände. Nicht weniger bedrohlich und einschüchternd, aber von den Entwicklungen her ganz anders konzipiert. Düsteren und harten Sex gab es hier keinen, lediglich leichte Erinnerungen aus vergangenen Tagen. Dies war aber absolut passend zur Story und fand ich daher auch sehr gut.
Generell verwob May Newton gekonnt noch unbekannte Vergangene und die aktuellen Ereignisse miteinander, sodass sich alles schlüssig und völlig unvorhersehbar entwickelte.
Besonders gut gefallen hatte mir die Protagonistin Olivia. Sie war mir durch und durch sympathisch und zu ihr hatte ich wohl die größte Beziehung aufgebaut. Ihre Art empfand ich als natürlich und mich beeindruckte, dass sie ihren eigenen Traum nie völlig aufgab.
Davide, ein waschechter Macho, war für mich schon ein rotes Tuch. Hin und wieder blitze mal etwas wie Menschlichkeit durch. Da konnte ich sogar etwas wie Wohlwollen für ihn empfinden. Ansonsten fand ich Davide reichlich unangenehm und bin froh, dass ich ihn nie im wahren Leben begegnen muss. Wir wären dann wohl wie Hund und Katze. Womöglich würde ich gar nicht lange genug atmen, um mich mit ihm verbal zu fetzen.
Interessant umgesetzt fand ich, wie May Newton die Protagonisten aus Band 1 und 2 mit in diese Geschichte integriert hatte. Giuliana und Cesare sind auch weiterhin liebgewordene Protagonisten für mich und es war schön, sie wieder getroffen zu haben. Alles fügte sich wunderbar stimmig und schlüssig zusammen, sodass ich durchaus das Gefühl hatte, dass dies genauso geschehen sein könnte.
Insgesamt würde ich die Stimmung im Buch als gefährlich-düster mit durchzogener erotischer Spannung beschrieben. Die Erotik selbst stand hier nie im Mittelpunkt, sondern war nur ganz fein eingestreut worden. Dafür brannte regelmäßig die Luft vor sexueller Anziehungskraft, was die bedrohliche Grundstimmung verstärkte und das Milieu, in dem die Handlung spielte, unterstrich.
Der Schreibstil war wunderbar flüssig und authentisch. Die Szenenbilder, welche fast ausschließlich in New Jersey spielten, waren ausgeklügelt und glaubwürdig dargestellt worden. Ich konnte mich gut in die Beschreibungen fallen lassen und konnte mir alles sehr gut vorstellen.


© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine spannungsgeladene Geschichte, die in Mafia Kreisen spielt. Hier geht es um verletzten Stolz, schmerzhafte, teilweise auch gefährliche Liebe und jede Menge dramatischer Entscheidungen sowie Vorfälle. Hier wird ungeschönt ein bedrohlich faszinierendes Milieu geschildert, welches nach seinen eigenen Regeln und Gesetzen spielt. Und mittendrin zwei taffe Frauen, die sich vom geballten Testosteron nicht unterbekommen lassen können und wollen.

Lesen:

Ihr mögt gerne raue, angsteinflößende und dunkele Romanzen? Dann seid ihr hier genau richtig. Hier treffen nicht Millionär und Püppchen aufeinander, sondern Menschen, die auf einem Drahtseil über dem sprichwörtlichen Abgrund tanzen. Geeignet für alle, die es auch gerne gefährlicher und ruppiger mögen.

Weglegen:

Mafia Geschichten und erniedrigende Szenen um Leben und Tod sind für euch ein No-Go? Dann rate ich euch dringend, das Buch nicht zu lesen. Hier wird die Mafia nicht glorifiziert, sondern erschreckend real dargestellt.

Mal ehrlich:

Viele Mafia Bücher sind ja wirklich mit der rosa roten Brille geschrieben worden. Da frage ich mich manchmal im stillen Kämmerlein, ob ein waschechter Mafiaboss nicht permanent mit den Augen rollen würde, wenn er solche Bücher lesen müsste. Aber bei den Büchern von May Newton ist das anders. Auch in diesem dritten Teil der „Benedetti“ Serie erschafft die Autorin mühelos eine düstere und gefährliche Atmosphäre. Schonungslos zeigt sie auf, was geschieht, wenn du den Boss einer Untergrundorganisation liebst.
Dabei werden die Schicksale vier verschiedenster Charaktere so miteinander verwoben, dass es mir oft die Sprache verschlug.
Obwohl ich anfänglich meine Probleme hatte mich in den Rhythmus der Erzählungen hineinzufinden, so war das Buch nach hinten raus einfach nur noch absolut fesselnd.
Aber ihr solltet Dark Romance schon mögen, denn diese Geschichte hat keinen Platz für Herzchen und Blümchen. Hier geht es um Leben und Tod, mit der Aussicht auf ein bisschen Liebe.

Fazit:

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, hatte mich schließlich eine wirklich düstere und konfliktgeladene Story in ihren Bann gezogen. May Newtons feines Gespür für die finsteren menschlichen Abgründe im Mafia Milieu waren unglaublich überzeugend und lösten eine emotionale und schon fast dramatische Spannung aus. Für Fans des Dark Romance Genre definitiv zu empfehlen.

*Das Buch ist nur über Amazon oder Tabea S. Mainberg erhältlich*

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Der Benedetti Clan – Prove me guilty von May Newton

*Werbung durch Verlinkung*

Der Benedetti Clan - Prove me guilty von May Newton
© Cover: Tabea S. Mainberg

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 04. August 2019
ca. 273 Seiten
Band 2 von Der Benedetti Clan – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Die Wahrheit ist für Giuliana zum Greifen nah, aber es bringt ihr Leben in Gefahr. Ihre ganze Welt ist aus den Fugen geraten und die Spirale ins Verderben dreht sich immer schneller. Die Familie, an die sie glaubte, gab es nie.
Wie lange sich wohl noch Cesare beherrschen kann und die widerspenstige Giuliana am Leben lässt? Und was viel wichtiger ist, kann Giuliana es schaffen, ihre leidenschaftlichen Gefühle für Cesare auf Eis zulegen und aus den starren Mafiastrukturen ausbrechen?

Mit der Fortsetzung hat May Newton eine wirkliche hochexplosive Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an voll in ihren Bann gezogen hatte. Dabei verstand es die Autorin hervorragend Szenen zu entwerfen, die vor Spannung und Handlungen kaum zu überbieten waren.
Am meisten hatte mir gefallen, wie unglaublich realitätsnah die gesamte Szenerie gestaltet worden war. Immerhin bewegte sich diese Story in den tiefsten Mafiastrukturen und da ist nun wahrlich kein Gruppenkuscheln zu erwarten.
Auch die Figuren sprühten vor Lebendigkeit. Jede vorkommende Person war mit viel Feingefühl und Authentizität ausgearbeitet worden. Sie alle hatten unterschiedliche Charaktereigenschaften und ich konnte mir alle sehr bildlich vorstellen.
Dieses Mal muss ich zugeben, dass ich mich stellenweise schwer mit Giuliana tat. War sie mir im ersten Teil noch super sympathisch, ging sie mir in diesem Band stellenweise gehörig auf die Nerven. Meistens dann, wenn sie mit einer neuen Situation vollkommen überfordert war und sich an wirklich nichtigen Dingen, wie beispielsweise ihre sündhaften teuren Klamotten, festhielt. Andererseits muss ich auch sagen, dass es sehr wohl zum Profil der Figur passte. Bedenkt man, dass Giuliana von der „harten“ Außenwelt abgeschottet in einem wahren goldenen Käfig aufgewachsen war. Sie hatte also keinerlei Erfahrungswerte. Diese musste sie sich mühselig und auf harte Weise erarbeiten. Was ich aber sehr an ihr zu schätzen wusste, war die Tatsache, dass sie sich niemals hat klein kriegen lassen. Giuliana ist wirklich eine Kämpferin und das hatte mir sehr imponiert.
Cesare ist und bleibt für mich der Mafiasohn schlechthin. Seine eiskalte Berechnung und sein ganzes Verhalten waren absolut glaubwürdig und ganz oft hatte ich einfach nur unsagbares Herzrasen, weil ich einfach nie genau wusste, was er als Nächstes tun würde.
Das Setting fand ich richtig klasse und wirklich gelungen ausgearbeitet.
Der Schreibstil von May Newton war wieder schön flüssig und angenehm zu lesen. Sie verstand es zu dem mit den Worten hervorragend zu spielen und die gesamten Emotionen und Spannungen aus der Geschichte auf mich zu übertragen. Ich war mittendrin, statt nur dabei.

Fazit: Eine adrenalinpeitschende und spannungsgeladene Geschichte wartete hier auf mich. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen und kann jedem Dark Romance Liebhaber dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


Vielen Dank an May Newton für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Der Benedetti Clan – Kill me, if you can von May Newton

Der Benedetti Clan – Kill me, if you can von May Newton

*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: Tabea S. Mainberg

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 25. Juni 2019
ca. 110 Seiten
Band 1 von Der Benedetti Clan – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Giuliana Parisi wuchs als Adoptivtochter bei den Benedettis auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall gestorben waren. Heimlich schwärmt sie für Cesare Benedetti. Seine Dominanz erfüllt sie mit dunklen und sündigen Fantasien.
Für Cesare Benedetti zählt nur die Familie, dazu zählt für ihn jedoch Giuliana Parisi nicht. Auch wenn die Beiden als Kinder wie Geschwister gemeinsam aufgewachsen sind.
Der Benedetti Clan kontrolliert die Straßen von New Jersey und Cesare kennt keinerlei Skrupel.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und plötzlich nimmt er Giuliana als Frau wahr. Sie bringt eine Saite in ihm zum Klingen, die sehr gefährlich und todbringend ist.

Im Wechsel der Kapitel erzählten sowohl Giuliana als auch Cesare ihre Erlebnisse selber. Dadurch gewährte mir May Newton einen ungeschönten Einblick in das Innenleben ihrer Protagonisten.
Giuliana war mir dabei sehr sympathisch. Obwohl sie in der Welt der Mafia groß geworden ist, fällt es ihr mitunter schwer, sich an die entsprechenden Regeln zu halten. Gleichzeitig stürzt sie sich auf sündige Fantasien, in denen Cesare eine entscheidende Rolle spielt. Ich konnte sie gut verstehen. Sie unterlag seiner Aura, seinem Naturell. Doch Fantasie und Realität neigen oft dazu nicht zusammenzupassen. Dies wurde sehr eindrucksvoll von der Autorin beschrieben. Giulianas Verhalten war für mich nachvollziehbar und ich erlebte sie als eine vielschichtige Persönlichkeit.
Cesare Benedetti war ein waschechter (Alp-)Traum. May Newton zeichnete hier das Bild eines glaubwürdigen Mafiasohnes, der das gute Gewissen schon nicht mehr buchstabieren kann, weil es in seinem Wortschatz einfach nicht vorkommt. Seine Härte und Unnachgiebigkeit war faszinierend und abstoßend zu gleich.
Die Story lebte von viel Dynamik und extremen Spannungsbögen. Kleine Cliffhanger am jeweiligen Kapitelende pushten die Geschichte in die Höhe und ich wollte einfach immer wissen, wie es weitergeht.
Obwohl das Ende offen gestaltet wurde, hatte es dennoch einen würdigen Abschluss als ersten Teil. Natürlich brenne ich auf die Fortsetzung, doch zum Glück gab es erst einmal keine quälende Ungewissheit.
Der Schreibstil war insgesamt flüssig und absolut mitreißend. Die Beschreibungen der einzelnen Szenen waren bildlich und atmosphärisch zugleich. Es gab auch reichlich erotisches Prickeln, welches je nach Situation auch mal zu einem alles verschlingenden Feuersturms wurde.

Fazit: Spannungsgeladene Mafia Geschichte, die nicht verklärt und teilweise harte Sprache und Handlungen hat. Wer es rau und wild mag, wird diese Geschichte lieben.


Vielen Dank an May Newton für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Marquess of Darkness – Racheengel von May Newton

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© Cover: Tabea S. Mainberg

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 14. Februar 2019
ca. 143 Seiten
Teil 1 der Reihe: „Marquess of Darkness“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Den Marquess of Survey plagen düstere Rachegelüste. Um diese befriedigen zu können, ist ihm jedes Mittel recht. Egal ob eiserne Entbehrungen, Manipulation von Menschen oder der harte Wille unmögliches möglich zu machen, nichts kann ihn von seinem Plan abbringen. Erst recht nicht, als die heiß begehrte Escort Dame Angel sich zu einem perfekten Mittel für die Erfüllung seiner Rache entpuppt…

Vom Klappentext angefixt habe ich mit Spannung zu diesem Buch gegriffen. Da ich schon einige Werke von May Newton kenne, geschah dies auch nicht ohne eine gewisse Erwartungshaltung.
Die kurze Geschichte um die Escort Lady Angel und den beinahe mysteriös anmutenden Marquess of Survey war stellenweise echt düster. Vor allem verstärkte dieser Eindruck der Marquess selber, denn sowohl er, als auch Angel, erzählten ihre Sicht auf die Ereignisse selber.
Beide Protagonisten hätten unterschiedlicher nicht sein können und doch verband sie eine einzige tiefe Gemeinsamkeit. Der Wunsch nach Rache. Jeder aus anderen Motiven und doch dominierte dieser rote Faden die Handlungen gekonnt.
Anfänglich war nicht klar, welche genauen Beweggründe der Marquess hatte. Bei Angel wusste ich das recht früh. Dies führte dazu, dass ich ganz klar eine innigere Beziehung zu ihr aufbauen konnte, als zum Marquess. Durch Angels Schilderung ihrer Erlebnisse aus Gegenwart und Vergangenheit wurde es mir leicht gemacht ihre Einstellungen nachzuvollziehen, obwohl ich persönlich nicht alles gutheißen konnte.
Der Marquess of Survey erschien mir stellenweise sehr nebulös. Später rieselten mir Eisschauer den Rücken hinab. Solch einer Person möchte ich nicht einmal im Hellen begegnen. Sein hohes Maß an Zielstrebigkeit und mit der dafür nötigen eiskalten Berechnung, war er mir stellenweise wirklich zuwider. Auf der anderen Seite rang er mir damit auch ein Stück weit Bewunderung ab. Es gab aber der Geschichte die passende düstere Grundstimmung und setzte die eigentlichen Untaten seiner Feinde in ein anderes Licht. So konnte ich am Ende die Beweggründe von beiden schlüssig nachvollziehen.
May Newton verstand es wieder meisterhaft mit den Grauzonen des Lebens zu spielen und daraus eine tiefgründige mit psychologischen Aspekten gespickte Story zu erschaffen. Dabei hinterfragte auch ich mich, wie ich in solchen Situationen handeln würde.
Der Schreibstil war sehr flüssig und entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht zu entziehen vermochte. Ich hing bis zum Ende gebannt an den Zeilen und durchlief dabei eine Vielzahl an Emotionen.
Die erotischen Szenen waren ungewöhnlich und unerwartet intensiv. Dabei gab es eine große Bandbreite von anregend bis hin zu abstoßend. Jedoch spielte jede dieser Szenen eine wichtige Rolle in der Gesamtkomposition. Erst dadurch erreichte diese spannungsgeladene Geschichte ihre Intensität.

Fazit: Das Buch hat mich sehr überrascht, denn diesem intensiven Sog konnte ich mich nicht entziehen. Vor allem die männliche Hauptfigur trug ihren Teil ganz entschieden dazu bei. Denn er war wirklich super abgebrüht und jagte sogar mir, als Leserin, Schauer der Angst über den Rücken.


Vielen Dank an den Tabea S. Mainberg für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Bittersweet Love – Spiel ohne Grenzen von May Newton

*Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Tabea S. Mainberg

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 31. April 2018
ca. 304 Seiten
Zweiter Band der Bittersweet Dilogie
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Julian Greenwood erfüllt sich einen Herzenswunsch und entschleunigt sein Leben mithilfe eines Landhauses auf La Gomera. Vom Jetset Leben und Pokerwettkämpfen hat er erst einmal genug. Doch das bedeutet noch immer nicht, dass er bereit für eine feste Beziehung ist. So ganz vergessen kann er Cathleen jedoch nicht. Julian würde sie immer unterstützen, wenn Cathleen Hilfe benötigt. Aber würde er auch alles dafür riskieren?
Cathleen Rosenburgs Lebenstraum hat sich nicht erfüllt. Obwohl sie mit Julian verheiratet ist, ist und bleibt es nur eine Scheinehe. Zu tiefst traurig geht sie auf Europarundreise. Unterwegs trifft sie auf den attraktiven Dean Shaw. Mit ihm scheint ihr sehnsuchtsvoller Wunsch in greifbare Nähe zu rücken. Doch Dean trägt eine dunkele Seite in sich.
Dean Shaw ist Privatdetektiv und soll herausfinden, was Arthur Clark widerfahren ist. Dazu sucht der die Nähe von dessen Verlobten. Er erkennt, dass sie die Eine ist. Doch er muss erst den Weg dafür ebnen…

Erzählt wird die Geschichte ausschließlich aus der ich – Perspektive. Im Wechsel der Kapitel schaut der Leser Julian, Dean und Cathleen über die Schulter. So erlangte ich einen guten Überblick über die komplexen Handlungsstränge. Wer gerade dem Leser den Blick durch seine Augen gewährte, wurde am Kapitelanfang deutlich gemacht. Die Story setzt einige Monate nach den aufregenden Ereignissen des ersten Buches „Bittersweet Experience – kein Rendezvous“ ein. Es kann jedoch völlig unabhängig davon gelesen werden. Die Geschichte ist so konzipiert, dass der Leser alle wichtigen Details, die sich vorab zu getragen haben, auch in diesem Band erfährt.
Der flüssige und bildhafte Schreibstil von May Newton zog mich sofort in den Bann dieses ungewöhnlichen Buches. Die Handlungen sind logisch und chronologisch aufgebaut. Auch die Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein. Vor allem Dean Shaw ist ein sehr undurchsichtiger Typ und mir war lange nicht klar was genau er bezweckt oder gar im Schilde führt. Das steigerte die Spannung enorm.
Sehr überzeugend fand ich auch Cathleens Abhängigkeit von Dean. May Newton hat ein sicheres Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und unerfüllte Sehnsüchte. Dies transportiert sie so glaubwürdig, dass ich die Handlungen und Entscheidungen der Protagonisten stets nachvollziehen konnte.
Die erotischen Szenen sind heiß, abgefahren und ein bisschen anders. Sie sind die Kirsche auf der berühmten Torte, dominieren aber nicht das Buch. Hier wurde mit den Träumen und Wünschen der einzelnen Personen gespielt und es gipfelte in einem gnadenlosen Showdown um Leben und Tod. Die Wendungen im Buch waren nie vorhersehbar und das machte den Reiz dieser Geschichte aus.

Fazit: Wieder mal ein tolles Buch von May Newton. Lasst euch in eine Geschichte um geplatzte Träume und falsche Hoffnungen entführen und genießt dieses vor Spannung kribbelnde Buch.



Vielen Dank an den Tabea S. Mainberg, dass ich wieder in deinen erlauchten Kreis der Testleser aufgenommen wurde.
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.


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