#19 Mein Lesehighlight im November 2019

Der November war bei mir dieses Mal sehr Krimi und Thriller lastig. In den vergangenen Monaten war ich ja vermehrt im Kinderbuchbereich unterwegs und habe so einige Liebesromane verschlungen. Aber irgendwie hatte ich, vor allem kurz vor der Weihnachtszeit, das Bedürfnis mal wieder „härtere“ Lektüre lesen zu wollen. Und ich muss sagen, mir haben ausnahmslos alle Bücher in diesem Monat gefallen. Aber ein Buch hat mich von allen am meisten mitgerissen. Denn es hatte die perfekte Mischung aus Thriller, Liebesroman und Komödie.
Mein Lesehighlight im November war:

Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert
© Monique Meier


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Wie bist Du auf das Buch aufmerksam geworden?

In einer Facebook Gruppe gab es eine Ausschreibung zu dem Buch. Da ich den ersten Band auch schon mit Begeisterung gelesen hatte, wollte ich gern auch den zweiten Teil lesen und bewarb mich auf ein Leseexemplar.

Was hat Dich als erstes angesprochen und warum?

Hauptsächlich, dass es endlich eine Fortsetzung gab. Da mir „Killing Passion: Agnus“ gefallen hatte, war ich nun super neugierig auf den zweiten Teil der Passion Reihe.

Wie hat das Buch seinen Weg zu Dir gefunden?

Das Leseexemplar wurde mir freundlicherweise von der Netzwerk-Agentur-Bookmark per Post zu gesendet.

Hast Du schon ein anderes Werk von der Autorin gelesen?

Ja. Das Debüt von Melanie Reichert.

Kanntest du den Verlag schon vorher?

Auch den Verlag kannte ich schon. Habe schon einige Bücher aus deren Programm gelesen und daher war ich mir fast sicher, dass auch dieses Werk mich würde begeistern können.

Wie hat dir das Cover gefallen? War es stimmig zur Geschichte?

Das Cover gefiel mir sehr gut und ich finde, dass es perfekt zum ersten Teil passt. Es spiegelt zwar nicht wirklich den Inhalt der Geschichte wider, aber ich mag es dennoch gern.

Was waren Deine Erwartungen an die Geschichte?

Normalerweise versuche ich ja immer ohne große Erwartungen an ein Buch heranzugehen. Jeder Geschichte möchte ich eigentlich den Raum geben, sich erst einmal entfalten zu können. Und meistens denke ich eher „Der Klappentext ist sehr interessant, ich bin gespannt wie der Autor das umgesetzt hat“. Aber in diesem Fall hatte ich natürlich schon eine höhere Erwartung an die Geschichte. Bei einer Fortsetzung erwarte ich einfach eine spürbare Steigerung in allen Bereichen. Denn nur dann können mich Reihen auch halten.

Was hat Dich am meisten am Buch beeindruckt?

Wie plastisch Melanie Reichert die einzelnen Szenen beschrieben hatte. Es war wie Kino, aber mit so viel Emotionen gewürzt, dass es sich oft so anfühlte, als stünde ich mitten im Geschehen.

Hast Du es verschlungen oder genossen?

Eher verschlungen. Es war wirklich hochgradig spannend geschrieben und es geschah sehr viel, sodass ich das Buch am liebsten inhaliert hätte.

Ab wann war Dir klar, dass dies dein Lesehighlight für den Monat wird?

Noch während des Lesens. Der Einstieg in die Geschichte war schon extrem nervenaufreibend und Melanie Reichert gelang es beinah spielend die Spannung durchgänig zu halten. Da wusste ich, das wird mein November Highlight werden.

Wie würdest Du das Buch in drei Worten beschreiben?

Explosiv, leidenschaftlich, mitreißend

Warum ist es Dir im Gedächtnis geblieben?

Hauptsächlich durch die männliche Hauptfigur. Braden war so voller Wut und gleichzeitig so verletzlich, dass er zwiespältige Gefühle in mir wachrief. Das Leben als Nummer zwei einer Untergrundorganisation bringt schon andere Gefahren und Probleme mit sich, als der normale Durchschnittsmensch schon hat. Das fand ich sehr eindrücklich beschrieben.

Warum sollte Dein Monatshighlight unbedingt gelesen werden?

Weil so so viele unterschiedliche Gefühle ein sehr bunte Potpourri ergaben, die zu einer explosiven Mischung wurde. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite ist hier garantiert. Allerdings sollte man schon die „dunklere“ Seite mögen. Denn hier geht es auch um Drogenhandel und da wurde nicht unbedingt der mahnende Finger in die Höhe gehalten

Wem empfiehlst Du das Buch?

Weil so viele unterschiedliche Gefühle ein sehr buntes Potpourri ergaben, das zu einer explosiven Mischung wurde. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite ist hier garantiert. Allerdings sollte man schon die „dunklere“ Seite mögen. Denn hier geht es auch um Drogenhandel und da wurde nicht unbedingt der mahnende Finger in die Höhe gehalten.

Gibt es schon deine Rezension zu dem Buch?

Selbstverständlich. Wenn du dich für meine ausführliche Meinung interessierst, dann klicke gern hier.

Gab es noch andere Bücher in diesem Monat die Dich auch fasziniert oder verzaubert haben?

Oh ja. Wie oben schon erwähnt mochte ich so einige Bücher im November ganz gerne.
Winter in der Häschenschule von Albert Sixtus ist mir zum Beispiel positiv im Gedächtnis haften geblieben, weil es mich an meine Kindheit erinnert hatte. Und Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens von Robert C. Marley einführte mich in eine vergangene Zeit und brachte den Charme des viktorianischen Zeitalters in meine Gedanken.


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Nun sind wir mitten im letzten Monat des Jahres 2019 und ich bin sehr gespannt, was noch Schönes auf uns zukommt. Ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit und spannende Stunden. Vielleicht sogar mit einem guten Buch?
Erzählt mir gern, was für euch im November ein Highlight gewesen war.

Liebe Grüße,
Mo

Disaster Girl: Ein Traummann zu Weihnachten von Vivian Hall



Vom traumhaft schönen Cover angelockt, konnte ich nicht widerstehen und musste unbedingt diese Weihnachtsgeschichte kaufen.

In meiner Rezension zum Buch „Disaster Girl – Ein Traummann zu Weihnachten“ von Vivian Hall erfahrt ihr, ob mich das Buch verzaubern konnte.

Hinweis!
❧ Neuauflage unter gleichem Namen wegen Rechterückgabe!

 

Disaster Girl: Ein Traummann zu Weihnachten von Vivian Hall
© Cover: A&K Buchdesign

Infos zum Buch
erschienen bei Independently published
Veröffentlicht 17. Oktober 2019
ca. 156 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Neuauflage unter gleichem Namen wegen Rechterückgabe!

Jenny ist eine Katastrophe auf zwei Beinen. Heimlich schwärmt sie für den heißen Typ, den sie jede Woche im Waschsalon sieht, doch Traummänner wie er stehen ganz bestimmt nicht auf verschrobene Bücherwürmer wie sie. Was sie braucht, ist ein waschechtes Weihnachtswunder! Eine romantische Weihnachtskurzgeschichte. Ca. 32000 Worte

© Klappentext: Vivian Hall

Normalerweise hauchen mir die schönen warmen Lichter und weihnachtliche Lieder schon eine gewisse Grundstimmung zu Beginn der Adventszeit ein. Aber das wollte sich bei mir in diesem Jahr irgendwie noch gar nicht wirklich einstellen, bis ich diese unglaublich schöne Novelle gelesen hatte.

Vivian Hall verstand es ausgezeichnet dieser Kurzgeschichte so viel Leben einzuhauchen, dass ich von einer Vielzahl an Emotionen heimgesucht wurde. Mal lachte ich Tränen, mal weinte ich sie.
Dieses Gefühlsbad verdankte ich Jenny, der liebenswerten Protagonistin. Am liebsten hätte ich sie herzen mögen, so sympathisch war sie mir. Dies lag nicht nur an ihrer weichherzigen, freundlichen Art und diesem Quäntchen Schusseligkeit, die mir stets die Tränen vor Lachen ins Auge trieben, sondern auch daran, dass sie mir die Ereignisse aus ihrer eigenen Perspektive schilderte.
Ihre Emotionen waren so authentisch, dass sie mich immer damit berührte. Es war, als würde ich mit einer Freundin alle diese zwiespältigen Gefühle teilen.

Mitten im verschneiten New York durfte ich dabei sein, wie Jenny sich ins geheim die Erfüllung ihrer brennendsten Wünsche herbeisehnte. Ihr Wünsche waren dabei gar nicht von materieller Natur, sondern eher Herzensangelegenheiten. Und das fand ich erfrischend und sehr zauberhaft.

Obwohl das Handlungsgerüst schon einen ebenso langen und fluffigen Bart wie der Weihnachtsmann persönlich hatte, verstand es Vivian Hall dennoch dieser Novelle eine weihnachtliche Seele einzuhauchen.
Da konnte ich es sogar verzeihen, dass ein Handlungsstrang sehr vorhersehbar gewesen ist. Denn obwohl manches einfach offensichtlich gewesen ist, kamen die daraus resultierenden Gefühle so glaubwürdig bei mir an, dass ich einfach in einen Bann gezogen worden bin, aus diesem ich mich nicht zu befreien vermochte.

Der Schreibstil war erfrischend humorvoll und mit genau der richtigen Dosierung von verschiedensten Emotionen. Von Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Hier war alles dabei und ich fühlte jede einzelne Komponente.
Besonders gut gefallen hatte mir, dass Vivian Hall in ihrer Novelle immer auf den Punkt kam. Denn auf Grund der Kürze waren Ausschweifungen nicht möglich. Aber sie waren auch absolut nicht nötig, denn alle Handlungen ergaben ein schönes und stimmiges Gesamtbild.
Die Kirsche auf der Torte war für mich Santa Claus. Was für eine schöne Idee, diese symbolträchtige Figur mit in diese winterliche Romanze einzubauen. Und wer weiß? Vielleicht gibt es den Weihnachtsmann ja doch, nur wir Erwachsenen haben, wie so oft in unserem Leben, den Glauben an die schönen Dinge verloren.

Disaster Girl: Ein Traummann zu Weihnachten von Vivian Hall
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte mit jeder Menge Humor und ganz viel Romantik. Die Geschichte vertreibt die winterliche Kälte und sorgt für ein warmes Gefühl in der Brust. Begleite eine schusselige, sympathische Protagonistin bei der vermutlichen Erfüllung ihrer Weihnachtswünsche.

Lesen:

Ihr habt Lust auf eine romantisch, lustige Weihnachtsgeschichte? Dann seid ihr bei diesem Buch vollkommen richtig. Diese lockere und leichte Liebesgeschichte ist wirklich bezaubernd.

Weglegen:

Der Grinch ist euch lieber als eine romantische Weihnachtskomödie? Dann solltet ihr lieber nicht zum Buch greifen. Denn solltet ihr das dennoch machen, könnte euch der Zauber der Weihnacht einhüllen und euch eine besinnliche, humorvolle Geschichte schenken.

Mal ehrlich:

Vivian Hall hat mit ihrer weihnachtlich angehauchten Geschichte sicherlich keinen brandneuen Plot erschaffen, aber sie hat mit der richtigen Mischung aus Humor und Emotionalität eine ganz berührende Novelle geschrieben.
Die komplette Handlung spielte kurz vor Weihnachten im verschneiten New York und die Atmosphäre war so effektvoll und schön beschrieben worden, sodass ich Jennys komplette Eindrücke beinah selbst erlebt habe. Ihre Art war einfach zuckersüß und obwohl sie mich in ein Wechselbad der Gefühle gesteckt hatte, begleitete ich sie gern.
Zauberhafte Romantik gepaart mit der Realität aus Ängsten, Missverständnissen und Sorgen ergaben einen tollen Mix. Da war es auch nicht schlimm, dass einiges vorhersehbar gewesen ist.

Fazit:

Diese Novelle hat mein Herz berührt. Sie hatte einen winterlich, weihnachtlich, romantischen Glanz und glitt dabei nie ins Kitschige ab. Jenny war mir in kürzester Zeit ans Herz gewachsen und dies lag nicht nur an unserer gemeinsamen Leidenschaft für Bücher.
Für die Adventszeit ist das genau die richtige Geschichte, um in Weihnachtsstimmung zu kommen.

*Das Buch ist derzeit nur bei Amazon erhältlich*

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Tod und kein Erbarmen von Elias Haller



Nun ist es schon das zweite Mal in kurzer Folge, dass ich meine eigenen Regeln brach und ein Buch gelesen habe, dessen Vorgängerbände ich nicht kannte. Aber der Klappentext und das Versprechen, dass dieses Buch auch unabhängig von den anderen Teilen gelesen werden kann, haben mich dazu verleitet diesen Thriller zur Hand zu nehmen und zu lesen.

In meiner Rezension „Tod und kein Erbarmen“ von Elias Haller verrate ich euch, ob es mir geglückt ist, mich von der Handlung gefangen nehmen zu lassen.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Elias Haller, im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Tod und kein Erbarmen von Elias Haller
© Cover: semper smile, München

Infos zum Buch
erschienen bei Edition M
Veröffentlicht 3. Dezember 2019
ca. 383 Seiten
Band 7 der Reihe Kriminalhauptkommissar Erik Donner
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Packender Thrillerstoff von Bestsellerautor Elias Haller.

An einem Januarmorgen verschwindet die achtjährige Violetta. Akribisch rekonstruiert die Polizei ihren Weg zur Schule und entdeckt Indizien, die auf eine Entführung hindeuten. Doch das Mädchen wird nie gefunden.

Zehn Jahre später verbringt Kriminalhauptkommissar Erik Donner ein paar Tage in dem Ort und will dort eigentlich nur sein privates Unglück im Alkohol ertränken, als er von Violettas Cousine aufgesucht wird. Angeblich gibt es einen neuen Hinweis auf den Verbleib des Mädchens. Doch Donner glaubt nicht an die Aufklärung eines so alten Falls. Im Streit schickt er Violettas Verwandte weg. Ein folgenschwerer Fehler, denn am nächsten Tag steht der Kommissar plötzlich unter Mordverdacht …

© Klappentext: Edition M


Um ehrlich zu sein war ich am Anfang ein bisschen kritisch dem Buch gegenüber eingestellt. Bei sechs Vorgängerbänden war einfach zu erwarten, dass ich die Entwicklung des Protagonisten, Erik Donner, kaum bis gar nicht würde nachvollziehen können. Und ich muss sagen, dass es mir schon wichtig ist, dass ich die Hauptfigur mag. Denn sie begleite ich durch das ganze Buch und mit ihr steht und fällt letzten Endes auch die Geschichte.
Doch schon der Anfang des Buches raubte mir den ersten Zweifel. Dramatisch war der Einstieg in das Buch, denn als Leser war ich live dabei, als ein kleines Mädchen an einem verschneiten Morgen spurlos verschwand. Dies beschrieb Elias Haller so eindrücklich, dass ich das Gefühl hatte, selbst dabei gewesen zu sein.
Und diese Art des bildlichen Beschreibens der komplexen Handlungen und Szenen behielt der Autor bis zum Schluss bei. Dabei baute er eine immer weiter ansteigende Spannung ein, sodass sich diese Geschichte schon zu einem wahren Suchtbuch entwickelte. Mit seinem flüssigen und wortgewaltigen Schreibstil erschuf er vor meinem inneren Auge eine lebhafte und authentische Kulisse im winterlichen Erzgebirge. Zeitgleich wurde eine düstere Atmosphäre aus Misstrauen und Missgunst erzeugt.

Ich wandelte durch eine verschworene Dorfgemeinschaft, in der potenziell jeder ein dunkles Geheimnis hütete und ich hinter jedem verschneiten Busch den Mörder hervorschauen sah. Und mitten drin Kriminalhauptkommissar Erik Donner, den ich nicht unbedingt als Sonnenschein beschrieben würde. Aber seine forsche Art und seine innere Zerrissenheit zeichneten mir das Bild von einem Mann, der schon viele schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Diese blitzen auch immer mal wieder durch und hier war spürbar, dass sich diese traurigen Ereignisse in den vorherigen Teilen abgespielt haben müssen. Aber weder verriet Elias Haller irgendwelche relevanten Details, noch war das Wissen wichtig, um diesem verworrenen Treiben im Erzgebirge zu folgen.

In diesem Buch gaben sich viele Figuren die Klinke in die Hand und etlichen durfte ich, mit Hilfe des personalen Erzählers, über die Schulter schauen. Hier besteht ja immer die Gefahr, dass der Leser durcheinanderkommt, wenn es so viele Personen gibt. Aber Elias Haller hatte mehrere Charaktere erschaffen, die so speziell mit ihren Eigenheiten waren, dass ich nie den Faden verlor.
Alle zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen, aber eine Figur hatte sich mit seiner knurrigen und schroffen Art regelrecht in mein Herz gemurrt. Sokrates Vogel. Allein schon der Name ist klasse, aber diese Figur ist ein wahrer Charakterkopf. Seine kauzige und verschrobene Art konnte nie darüber hinwegtäuschen, was für ein scharfsinniger Geist in diesem kränklichen Körper steckte. Sein Wille war mindestens genauso stark und ausgeprägt wie der von Erik Donner und ich hätte von den Beiden noch stundenlang weiterlesen können.
Ein weiterer Pluspunkt war für mich, dass dieser Thriller zwei verschiedene Zeiten abdeckte. Zum einen gab es regelmäßig Rückblicke in die Zeit, als Violetta verschwand. Und dann gab es noch den aktuellen Zeitstrang. Ich liebe es, wenn mehrere verschiedenen Handlungsstränge vorkommen, denn irgendwann treffen sie aufeinander. Doch bis dahin wird eine unglaubliche Spannung erzeugt, was auch hier ganz klar der Fall gewesen ist.

Mit vielen und teilweise auch echt gemeinen Fallstricken führte mich Elias Haller immer wieder aufs Glatteis. Gut Zweidrittel des Buches bin ich völlig ratlos durch die Zeilen gehuscht, auf der Suche nach dem Mörder, der sich einfach nicht zeigen wollte. Auf leisen Sohlen schlich sich eine Vermutung an, aber Elias Haller brachte sie so schnell zu Fall, dass mich das Ende überraschte. Nur einen ganz winzigen Teil der Lösung hatte ich erahnt, aber das stimmige Gesamtbild hätte ich niemals alleine herausgefunden.

Tod und kein Erbarmen von Elias Haller
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein verzwickter Fall mitten im verschneiten Erzgebirge zur Adventszeit. Eine verzweifelte junge Frau ist noch immer auf der Suche nach ihrer vor zehn Jahren verschwundenen achtjährigen Cousine Violetta. Doch wer zu viel Staub aufwirbelt, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Und mitten in einem Ort voller dunkler Geheimnisse wird Kriminalhauptkommissar Erik Donner des Mordes verdächtigt.

Lesen:

Ihr mögt rasante Thriller, wo ihr bis zum Schluss nicht enträtselt, wer der Täter ist? Herzlichen Glückwunsch. Dann wird euch dieses Buch begeistern. Denn hier liegen mehr Fallstricke aus, als euer Weihnachtsbaum Kerzen hat.

Weglegen:

Geschichten die von einem verschwundenen Kind handeln sind nichts für euch? Dann solltet ihr das Buch nicht lesen, denn das Drama um die verschwundene Violetta ist nichts für zart besaitete Leser.

Mal ehrlich:

Obwohl das mittlerweile schon der siebte Band, rund um den Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist und ich noch nicht ein einziges Buch von der Reihe gelesen habe, hatte mich diese Geschichte komplett in ihren Bann gezogen.
Natürlich gab es Momente, an denen ganz klar war, dass es gewisse vorherige Ereignisse gegeben hat, die zu den aktuellen Umständen und Verhaltensweisen bestimmter Figuren führte. Aber diese waren für den Fall an sich nicht relevant und so gelang es mir problemlos, in eine stark verwinkelte Geschichte abzutauchen.
Die grundsätzliche Atmosphäre des Buches war düster und doch lag ganz viel Spannung in der Luft. Die Hatz nach dem Mörder und das Enträtseln von Violettas Verschwinden war packend bis zum Schluss.

Fazit:

Ein Buch, welches mich mit seiner ausgeklügelten und sehr komplexen Geschichte komplett begeistern konnte. Durch jede Menge Fallstricke wurde die Jagd nach dem Mörder richtig schön undurchsichtig und die Spannung hielt durchweg an. Wer Thriller mag, wird dieses Buch lieben.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert



Anfang des Jahres durfte ich das erste Mal nach New Cloverton reisen und schon mal in die Welt der McKennas reinschnuppern. Das Debüt von Melanie Reichert hatte mir gefallen und so war ich sehr auf die Fortsetzung gespannt.

In meiner Rezension zum Buch „Fighting Passion: Braden“ von Melanie Reichert erfahrt ihr, ob sich meiner Meinung nach, die Fortsetzung lohnt.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Netzwerk Agentur Bookmark erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert
© Cover: Sturmmöwen

Infos zum Buch
erschienen bei Romance Edition
Veröffentlicht 22. November 2019
ca. 260 Seiten
Band 2 der Reihe „Passion“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Illegale Cage-Fights, aufputschende Mittel und jede Menge Wut im Bauch – Braden lässt es nachts ordentlich krachen, während er tagsüber als der verantwortungsbewusste Sohn der McKennas den Geschäften nachgeht. Einzige Achillesferse stellt die attraktive Celine dar, die für die Familie das Golden Pot leitet und ihm schon seit einer Weile unter die Haut geht. Dass sie absolut tabu für ihn ist, macht die Sache nicht gerade einfacher. Als sie unfreiwillig in den Mittelpunkt der Familienfehde gezerrt wird, muss Braden an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen …

© Klappentext: Romance Edition

Mit Spannung bin ich zurück nach New Cloverton gereist, um ein weiteres Mitglied der McKenna Familie kennenzulernen. Auf Braden, den ewig wütenden dreißigjährigen Sohn einer Mafiafamilie, traf ich gleich zu Beginn in einer spannungsgeladenen Situation. Er stand kurz vor einem Kampf ohne gesteckte Grenzen. Die Szene war nichts für schwache Nerven, zumal sie sehr detailliert und authentisch beschrieben wurde, dass sogar die Atmosphäre des Fights beim Lesen spürbar war.
Im Nachhinein bin ich ein klitzekleines Bisschen enttäuscht, dass ich nur eine solche Szene zum Lesen bekam, denn eine weitere hätte mir durchaus gefallen. Doch die dynamische Grundspannung in diesem Buch spülte etwaige Kritiken einfach weg.

Die Geschichte war unbeschreiblich packend und sehr plastisch beschrieben worden, sodass ich mir nicht nur alles bildlich vorstellen, sondern schon fast dieselbe Luft wie die Figuren geatmet hatte.
Natürlich förderten die Protagonisten dieses Gefühl bei mir auch dadurch, dass sie mir ihre Sicht auf die Handlungen selber erzählten. Das baute eine Nähe auf, die wirklich faszinierend war.
Ich mochte beide sehr gern und könnte mich gar nicht entscheiden, wen ich lieber mochte.
Braden mit seiner wütenden und gleichzeitig so verletzlichen Art erschreckte mich gar nicht, eher hatte ich das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen. Diese Begehrlichkeiten weckte er auch in Celine, die wirklich ein zähes Mädel ist. Ich bewunderte sie für ihre Art mit Menschen umzugehen und auch über ihren Fleiß. Mit Celine wäre ich auch gern im echten Leben befreundet.
Die sehnsuchtsvolle Spannung zwischen den beiden Protagonisten war mit Händen greifbar und es flogen regelrecht die Funken. Mir gefiel die Dynamik zwischen den Beiden ausgesprochen gut und ich fieberte regelrecht auf die Explosion dieser Leidenschaft hin.
Die erotischen Szenen waren mit einer solchen Sinnlichkeit und Intensität beschrieben worden, dass diese starke Anziehungskraft so schön zum Ausdruck kam, dass ich ganz gerührt davon gewesen bin.

Generell muss ich sagen, dass Melanie Reichert wirklich ganz zauberhafte Charaktere erschaffen hatte. Jeder war auf seine eigene Art und Weise speziell, dabei aber immer glaubwürdig.
Insgesamt beschrieb die Autorin diese frei erfundene Stadt so anschaulich, dass vor meinem inneren Auge wirklich dieser Ort zum Leben erwachte und perfekt zu den Figuren passte. Auch die Zeitungsausschnitte der New Cloverton Post, die in regelmäßigen Abständen in die Geschichte eingestreut wurden, sorgten für einen richtig realen Touch.

Der zweite Teil war ganz anders als der erste Band und das fand ich grandios. Hier ging es schließlich im Kern um andere Charaktere und daher mochte ich es unheimlich gern, dass sich alles in eine andere Richtung entwickelte. Zwar tauchen gelegentlich die Figuren aus dem ersten Band auf, aber sie nahmen den Protagonisten kein Licht weg. Prinzipiell könntet ihr diesen Band auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Teil lesen. Hier wurde nur mal kurz am Rande Bezug auf vorherige Ereignisse genommen, aber nur so viel, wie es für die aktuellen Geschehnisse relevant war. Dennoch würde ich euch empfehlen „Killing Passion: Agnus“ zuerst zu lesen, weil das Familienkonstrukt der McKennas deutlicher zum Vorschein kommt.

Die Geschichte hatte reichlich überraschende Wendungen und durch den flüssigen Schreibstil flog ich förmlich durch die Ereignisse. Ein kleiner Wermutstropfen blieb, denn ein geplanter Sidekick war sehr offensichtlich und im Stillen hoffte ich immer, dass es eben nicht so kommen möge. Zumindest nicht im Zusammenhang mit einer anderen Figur. Diese Hoffnung hatte sich zwar nicht erfüllt, schmälerte aber dennoch nicht das atemberaubende Leseerlebnis.
Die Mischung aus Krimi, Thriller, unerfüllter Sehnsüchte und brennender Leidenschaft sowie starke Familienbande war so intensiv, dass diese Geschichte schon einen süchtig machenden Sog auf mich ausübte. Melanie Reichert ist es mit diesem Band gelungen, den ersten Band zu übertreffen. Eine Reihe, die ich im Auge behalten werde.

Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Einen Mafiasohn, der es satthat, ständig derjenige zu sein, der seine Familie enttäuscht. Und eine taffe Barchefin, die keine Angst vor diesem ständig brodelnden Braden McKenna hat. Eine explosive Mischung aus Wut, Begehrlichkeiten, Liebe und Familie trifft hier punktgenau aufeinander.

Lesen:

Ihr mögt romantische Thriller und stört euch nicht am Mafia Milieu? Dann ist das Buch auf jeden Fall etwas für euch. Hier sprudelt die Spannung und die Luft knistert vor Leidenschaft.

Weglegen:

Geschichten, in denen Menschen sich nicht an die Gesetze halten, sind euch zuwider? Dann bitte nicht zu diesem Buch greifen. Denn hier wird ungeschönt von den Geschäftszweigen einer Untergrundorganisation geschrieben.

Mal ehrlich:

Dieses Buch hat mich total überrascht. Nicht nur, weil die Geschichte so ganz anders als der erste Teil war, sondern auch, weil die Gefühle der beiden Protagonisten so intensiv gewesen sind.
Der Auftakt in die Geschichte war der Hammer. Die Szenerie wurde so plastisch beschrieben, als hätte ich mitten drin gestanden, in diesem Fight ohne Grenzen und Regeln. Dieses Gefühl trug mich durch die folgenden Seiten und ich hing gebannt an den Worten der Autorin.
Melanie Reichert gelang etwas ganz Wunderbares. Mit ihrer frei erfundenen Stadt „New Cloverton“ erschuf sie eine ganz eigene Welt, die sich aber stets real anfühlte. Ausgefeilte Charaktere belebten diesen so anschaulichen Ort und sorgten für viel Stimmung.
Die beiden Protagonisten hatte ich total ins Herz geschlossen und mochte sie sehr. Ihre Entwicklung war unglaublich bewegend und glaubwürdig. Vor allem Braden, der innerlich total zerrissen ist, war ein unglaublich fesselnder Charakter.
Für mich ist der zweite Teil eine unglaubliche Steigerung zum ersten Band und da nehme ich es der Autorin nicht krumm, dass sich ein Handlungsstrang exakt so entwickelt hatte, wie ich es schon fast zu Beginn geahnt hatte. Denn sie schaffte es immer wieder mir die Hoffnung zu schenken, dass ich mich irren würde.

Fazit:

Eine Mafia – Romanze, die ihren Namen voll verdient. Hier ging es unglaublich intensiv und spannend zu. Die Autorin deckte so viele unterschiedliche Gefühle ab, dass dieses bunte Potpourri zu einer explosiven Mischung wurde. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Franky O.: Donner im Herzen von Tanja Wagner



Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch Instagram. Da ich das Cover ungewöhnlich, aber schön fand, war ich neugierig auf die Geschichte. Durch eine tolle Aktion seitens der Autorin kam ich in den Genuss den ersten Band der „Franky O.“ Reihe zu lesen.

In unserer Rezension zu „Franky O.: Donner im Herzen“ von Tanja Wagner verrate ich euch, wie mir die Geschichte von Franky Orange gefallen hat.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Tanja Wagner erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Franky O.: Donner im Herzen von Tanja Wagner
© Cover: NOEL-Verlag

Infos zum Buch
erschienen im NOEL-Verlag
Veröffentlicht 24. August 2018
ca. 256 Seiten
Band 1 der Reihe Franky O.
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Franky Orange arbeitet als Verkäufer in einem kleinen Musikladen in Downtown Los Angeles. Sein Leben verläuft relativ normal, wenn auch nicht wirklich abwechslungs- oder ereignisreich. Bis zum besagten Tag der Liebe, dem 14. Februar des Jahres.

Er selbst hat sich noch nie viel aus dem Valentinstag gemacht, doch als er Jennifer Thunder an diesem Tag kennenlernt und zwei Welten aufeinandertreffen, tritt zeitgleich mit ihr eine turbulente und spannende Wendung ein.

Vor allem Alexander Black, Clubbesitzer und wohl bekanntester Gewohnheitsverbrecher der Stadt, wird es ihm nicht gerade leicht machen. Der großen Liebe zu begegnen, ist die eine Sache, sie zu erobern, oder sogar darum kämpfen zu müssen, die andere.

Ein Sturm zieht auf oder findet die Liebe einen Weg?

© Klappentext: NOEL-Verlag

Den Start in das Buch empfand ich als ungewöhnlich. Es mutete schon fast ein wenig biographisch an, was ich aber nicht schlecht fand. Immerhin wurde gleich zu Beginn die Bedeutung des Buchtitels klar und so etwas mag ich ganz gern.
Die Autorin lieferte umfassende Beschreibungen ihrer Figuren ab, sodass auf der einen Seite wenig Spielraum für meine eigene Fantasie blieb, ich auf der anderen Seite aber ein sehr klares Bild der einzelnen Personen hatte.
Auf Kapitel verzichtete die Autorin, stattdessen gab sie immer den Tag an, an dem die aktuellen Handlungen spielten und unterteilte manche Szenen mit eigenen Titeln. Die Art der Buchaufteilung fand ich gelungen, denn es machte nicht nur neugierig auf die zukünftigen Ereignisse, sondern half mir auch dabei ein gutes Zeitgefühl für die Vorkommnisse zu entwickeln.
Die Liebe auf den ersten Blick der beiden Protagonisten kam mit ganz viel Gefühl bei mir an und ich fand es faszinierend zu lesen, dass auch sie die Hürden des Lebens zu meistern hatten. Immerhin lebt Jennifer in einer Beziehung. Auch, wenn sie nicht sonderlich glücklich ist.
Franky war mir sympathisch, auch wenn er mir sehr chaotisch vorkam. Jedoch fand ich es herzerwärmend, dass er so sehr für die Frau kämpft, die ihn fasziniert.
Jennifer mochte ich gern, allerdings war mir ihre Rolle in der Beziehung zu Alexander nicht so ganz klar. Oft hatte ich das Gefühl, dass sie eine Art Heimchen war und selber gar keinen Beruf ausübte oder ihre Zeit mit tollen Hobbys füllte. Das fand ich ein bisschen schade, denn ich mag Frauen, die fest im Leben und auf eigenen Beinen stehen können. Andererseits ließ Alexander Jennifer auch keinerlei Entfaltungsspielraum. Denn sie sollte einfach nur ein schönes, aber schweigendes Beiwerk sein. Dennoch mochte ich Jennifer, denn als es darauf ankam, bewies sie unglaublich viel Mut und war ausgesprochen taff.
Mit Alexander Black hatten wir nun auch den klassischen Antagonisten. Ein wirklich wahr gewordener Frauenalptraum. Aufgeblasen bis zum Gehtnichtmehr und menschlich eine totale Null. Also eine Figur, die ich schon fast hasste.
Generell gefielen mir die Figuren, die Tanja Wagner ausgearbeitet hatte. Sie allen waren überzeugende Charaktere, die zur Geschichte passten und die mal mehr, mal weniger das Leben der beiden Protagonisten bereicherten.
Was mich am meisten bei diesem Buch beeindruckt hatte, war die Tatsache, dass sich plötzlich die Ereignisse überschlugen und dadurch eine unfassbare dramatische Spannung aufgebaut wurde. Ich war kaum mehr in der Lage das Buch aus der Hand zu legen, weil ich voll und ganz in die Handlungen hineingezogen wurde. Verstärkt wurde der Eindruck durch die Wahl der Zeitform. Die Autorin hatte in der Gegenwart und so bildlich geschrieben, dass sich alles sehr real und persönlich anfühlte.
In dieser Geschichte waren viele Elemente zu einer wirklich schönen Gesamtkomposition verbunden worden.
Neben reichlich spannungsgeladenen Momenten gab es auch prickelnde Liebesszenen. Die Erotik war sinnlich beschrieben und hervorragend in die vorhandene Handlung eingebettet worden. Dabei nahm sie jedoch nie überhand, sodass LeserInnen, die solche Szenen nicht mögen, auch problemlos darüber wegblättern könnten.
Das Buch bestach durch einen packenden Schreibstil. Die Szenenbilder waren unglaublich ausdrucksvoll und sehr lebendig. Vor allem der Showdown war sehr packend und die Emotionen aller Beteiligten fast mit Händen greifbar.

Franky O.: Donner im Herzen von Tanja Wagner
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine vom Schicksal vorher bestimmte Liebe und der Kampf um die Erfüllung dieser Verheißung. Dabei steht vor allem der Protagonist Franky Orange an einem Wendepunkt in seinem Leben. Jetzt heißt es entweder vorwärtsgehen und alles riskieren oder stehen bleiben und alles verlieren.

Lesen:

Ihr mögt Liebesgeschichten, die in Amerika spielen und mit ordentlich viel Dramatik sowie Leidenschaft gewürzt sind? Dann ist dieses Buch genau das richtige für euch.

Weglegen:

Schicksalhafte Liebesgeschichten mögt ihr nicht? Dann solltet ihr das Buch besser nicht lesen. Denn trotz reichlich Spannung und jeder Menge schwieriger Entscheidung ist und bleibt es eine romantische Liebesgeschichte.

Mal ehrlich:

Keine Ahnung was ich von der Geschichte zu Beginn erwartet hatte, aber egal, was es gewesen ist, was folgte, überraschte mich nicht nur, sondern nahm mich völlig gefangen.
Durch den lebendigen Schreibstil erschuf Tanja Wagner eine vielschichtige und sehr komplexe Geschichte, welche jede Menge Spannung in Form von Liebe in seinen vielfältigsten Formen und schicksalhaften Weggabelungen bereithielt. Dramatische Szenen wechselten sich mit leidenschaftlichen Begegnungen ab und immer war am Horizont ein Funken Hoffnung zu sehen.
Diese Geschichte lässt sich nur sehr schwer beschreiben. Ihr müsst sie selber lesen, um den Zauber dieser Erzählung erleben zu können.

Fazit:

Ein Buch, das bestens zu unterhalten gewusst hat. Hier wurde eine Atmosphäre erzeugt, die gemixt mit viel Romantik, Freundschaft und Vertrauen sowie Adrenalin peitschenden Szenen war. Obwohl manche kommenden Handlungen vorhersehbar waren, wussten überraschende Wendungen mich immer wieder an das Buch zu fesseln. Die Stilelemente waren gut durchdacht und am Ende schloss sich der logische Erzählkreis.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Zum Anfang ↑

Der Benedetti Clan: No Way Out von May Newton



Die Reihe rund um den Benedetti Clan wurde mit jedem Buch härter und Adrenalin peitschender. Auf den dritten Teil bin ich aufmerksam geworden, weil zwei andere Figuren in den Fokus geraten sind. Die neue Protagonistin ist mir aber schon aus dem zweiten Band bekannt und ich war sehr gespannt, wie ihre Geschichte aussehen und wie Giuliana und Cesare in diese verzwickte Situation verwickelt werden würden.

In meiner Rezension zum Buch „Der Benedetti Clan: No Way Out“ von May Newton verrate ich euch, ob es der Autorin gelungen ist, ihre ersten zwei Bände zu toppen.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Tabea S. Mainberg erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Der Benedetti Clan: No Way Out von May Newton
© Cover: Tabea S. Mainberg

Infos zum Buch
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht 05. November 2019
ca. 297 Seiten
Band 3 der Reihe „Bendetti Clan“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Wir waren süchtig nacheinander. Doch jede Sucht birgt Gefahren, im schlimmsten Fall tödliche.

Im dritten Teil des Benedetti Clans schleicht sich der Chicagoer Clanchef Davide Torrio in New Jersey ein, auf der Suche nach der Frau, die ihn gedemütigt hat. Davide erwartet von Cesare Benedetti Unterstützung, um SIE endlich aufzuspüren. Doch die zwei Alphatiere geraten aneinander. Olivia, die im Dirty Dancing als Stripperin arbeitet, lebt mit einem Geheimnis. Niemand darf ihre wahre Identität offenlegen. Sie ist auf der Flucht, fürchtet um ihr Leben. Mittlerweile ist ER ihr bedrohlich nah. Olivia und Giuliana, die unterdessen eine innige Freundschaft verbindet, schlittern zwischen die Fronten.Cesare und Giuliana treffen nach einem halben Jahr wieder aufeinander. An der bizarren Anziehungskraft hat sich nichts verändert.Es gibt kein Entkommen. Für niemanden.

Ein Dark Romance Roman mit eigenwilligen Frauen, dominanten Männern, erotisch, düster und spannungsvoll, der Ausgang ungewiss. Reihenfolge:

1. Der Benedetti Clan – Kill me, if you can

2. Der Benedetti Clan – Prove me guilty

3. Der Benedetti Clan – No Way Out

Die Romane sind nicht in sich abgeschlossen

© Klappentext: Tabea S. Mainberg

Mit Spannung habe ich das Buch angefangen zu lesen und muss leider sagen, dass mich anfänglich die Erzählweise störte. Bei vier verschiedenen Personen, die ihre Sicht auf die Ereignisse und Umstände auch noch selbst erzählten, war es für mich unheimlich anstrengend manche Handlungen mehrfach zu lesen. Zwar wurde sie immer etwas anders geschildert, da sie ja ein anderer Charakter erlebte, aber mich verwirrte es und störte meinen Lesefluss.
Wer von euch in jedem Fall die ersten zwei Bände noch lesen möchte, sollte definitiv mit der Reihe von vorne beginnen. Zum einen verpasst ihr sonst wirklich spannungsgeladene Storys, auf der anderen Seite würdet ihr in diesem Band schon extrem gespoilert werden. Gerade die mehrfachen Rückblicke auf vergangene Geschehnisse aus den vorherigen Bänden waren mir manchmal zu viel. Was diesen Punkt betrifft, habe ich ein ziemlich gutes Gedächtnis und ich benötige gar nicht so viele Rückblicke. Natürlich spiegelt es auch den jeweiligen Charakter wider und zeigt auf, wie weit die Geschehnisse von der entsprechenden Person verarbeitet wurden. Aber für mich hätte es ruhig ein bisschen weniger sein dürfen.
Doch plötzlich und ich habe wirklich keine Ahnung, wie es May Newton gelang, konnte ich mich dem Sog der Geschichte einfach nicht mehr entziehen. Die gefährliche Grundstimmung zog sich wie ein roter Faden durch das Buch und sorgte dafür, dass ich teilweise atemlos dem Geschehenen folgte.
Dabei war diese Story schon anders als die Vorgängerbände. Nicht weniger bedrohlich und einschüchternd, aber von den Entwicklungen her ganz anders konzipiert. Düsteren und harten Sex gab es hier keinen, lediglich leichte Erinnerungen aus vergangenen Tagen. Dies war aber absolut passend zur Story und fand ich daher auch sehr gut.
Generell verwob May Newton gekonnt noch unbekannte Vergangene und die aktuellen Ereignisse miteinander, sodass sich alles schlüssig und völlig unvorhersehbar entwickelte.
Besonders gut gefallen hatte mir die Protagonistin Olivia. Sie war mir durch und durch sympathisch und zu ihr hatte ich wohl die größte Beziehung aufgebaut. Ihre Art empfand ich als natürlich und mich beeindruckte, dass sie ihren eigenen Traum nie völlig aufgab.
Davide, ein waschechter Macho, war für mich schon ein rotes Tuch. Hin und wieder blitze mal etwas wie Menschlichkeit durch. Da konnte ich sogar etwas wie Wohlwollen für ihn empfinden. Ansonsten fand ich Davide reichlich unangenehm und bin froh, dass ich ihn nie im wahren Leben begegnen muss. Wir wären dann wohl wie Hund und Katze. Womöglich würde ich gar nicht lange genug atmen, um mich mit ihm verbal zu fetzen.
Interessant umgesetzt fand ich, wie May Newton die Protagonisten aus Band 1 und 2 mit in diese Geschichte integriert hatte. Giuliana und Cesare sind auch weiterhin liebgewordene Protagonisten für mich und es war schön, sie wieder getroffen zu haben. Alles fügte sich wunderbar stimmig und schlüssig zusammen, sodass ich durchaus das Gefühl hatte, dass dies genauso geschehen sein könnte.
Insgesamt würde ich die Stimmung im Buch als gefährlich-düster mit durchzogener erotischer Spannung beschrieben. Die Erotik selbst stand hier nie im Mittelpunkt, sondern war nur ganz fein eingestreut worden. Dafür brannte regelmäßig die Luft vor sexueller Anziehungskraft, was die bedrohliche Grundstimmung verstärkte und das Milieu, in dem die Handlung spielte, unterstrich.
Der Schreibstil war wunderbar flüssig und authentisch. Die Szenenbilder, welche fast ausschließlich in New Jersey spielten, waren ausgeklügelt und glaubwürdig dargestellt worden. Ich konnte mich gut in die Beschreibungen fallen lassen und konnte mir alles sehr gut vorstellen.


© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine spannungsgeladene Geschichte, die in Mafia Kreisen spielt. Hier geht es um verletzten Stolz, schmerzhafte, teilweise auch gefährliche Liebe und jede Menge dramatischer Entscheidungen sowie Vorfälle. Hier wird ungeschönt ein bedrohlich faszinierendes Milieu geschildert, welches nach seinen eigenen Regeln und Gesetzen spielt. Und mittendrin zwei taffe Frauen, die sich vom geballten Testosteron nicht unterbekommen lassen können und wollen.

Lesen:

Ihr mögt gerne raue, angsteinflößende und dunkele Romanzen? Dann seid ihr hier genau richtig. Hier treffen nicht Millionär und Püppchen aufeinander, sondern Menschen, die auf einem Drahtseil über dem sprichwörtlichen Abgrund tanzen. Geeignet für alle, die es auch gerne gefährlicher und ruppiger mögen.

Weglegen:

Mafia Geschichten und erniedrigende Szenen um Leben und Tod sind für euch ein No-Go? Dann rate ich euch dringend, das Buch nicht zu lesen. Hier wird die Mafia nicht glorifiziert, sondern erschreckend real dargestellt.

Mal ehrlich:

Viele Mafia Bücher sind ja wirklich mit der rosa roten Brille geschrieben worden. Da frage ich mich manchmal im stillen Kämmerlein, ob ein waschechter Mafiaboss nicht permanent mit den Augen rollen würde, wenn er solche Bücher lesen müsste. Aber bei den Büchern von May Newton ist das anders. Auch in diesem dritten Teil der „Benedetti“ Serie erschafft die Autorin mühelos eine düstere und gefährliche Atmosphäre. Schonungslos zeigt sie auf, was geschieht, wenn du den Boss einer Untergrundorganisation liebst.
Dabei werden die Schicksale vier verschiedenster Charaktere so miteinander verwoben, dass es mir oft die Sprache verschlug.
Obwohl ich anfänglich meine Probleme hatte mich in den Rhythmus der Erzählungen hineinzufinden, so war das Buch nach hinten raus einfach nur noch absolut fesselnd.
Aber ihr solltet Dark Romance schon mögen, denn diese Geschichte hat keinen Platz für Herzchen und Blümchen. Hier geht es um Leben und Tod, mit der Aussicht auf ein bisschen Liebe.

Fazit:

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, hatte mich schließlich eine wirklich düstere und konfliktgeladene Story in ihren Bann gezogen. May Newtons feines Gespür für die finsteren menschlichen Abgründe im Mafia Milieu waren unglaublich überzeugend und lösten eine emotionale und schon fast dramatische Spannung aus. Für Fans des Dark Romance Genre definitiv zu empfehlen.

*Das Buch ist nur über Amazon oder Tabea S. Mainberg erhältlich*

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Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens von Robert C. Marley



Vor gut zweieinhalb Jahren habe ich den ersten Band der Inspector Swanson Reihe gelesen. Ich fand ihn damals nicht schlecht, aber auch nicht ganz überzeugend. Da die Bücher zu der Reihe unabhängig gelesen werden können, wollte ich dem neuesten Band eine Chance geben.

In meiner Rezension zum Buch „Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens“ von Robert C. Marley erfahrt ihr, ob dieses Buch meiner Meinung nach lesenswert ist.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar vom Dryas Verlag erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens von Robert C. Marley
© Cover: Guter Punkt

Infos zum Buch
erschienen im Dryas Verlag
Veröffentlicht 01. November 2019
ca. 280 Seiten
Band 6 der Reihe Inspector Swanson
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

London 1895 – Im kältesten Januar des Jahrhunderts wird auf der obersten Plattform des Watkin’s Tower in Wembley die nackte Leiche eines Mannes gefunden. Er wurde mit Handschellen an einen Stahlträger gekettet und ist erfroren. Als der Bruder des Opfers in einer Knabenschule in Blackheath einer spontanen Selbstverbrennung zum Opfer fällt und ein weiterer Verwandter bei einem Flugversuch ums Leben kommt, wird Inspector Swanson klar, dass jemand im Begriff ist, eine ganze Familie auszulöschen. Da der Killer mit mathematischer Präzision vorzugehen scheint, müssen Swanson und sein Team mit weiteren Morden rechnen …

© Klappentext: Dryas Verlag

Ein Buch mitten aus einer Reihe lesen, obwohl ich, bis auf den allerersten Band, kein anderes Buch der Reihe kenne? Für mich eigentlich undenkbar. Oftmals entwickeln sich die Hauptpersonen weiter und ganz oft wird auf vorherige Ereignisse Bezug genommen. Doch mich hat der Titel „Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens“ so neugierig gemacht, dass ich meine eigene Regel gebrochen habe und zu dem sechsten Band der Inspector Swanson Reihe gegriffen habe.
Vorab sei gesagt, diese Geschichte ließ sich tatsächlich ohne Vorkenntnisse der Vorgänger richtig super lesen. Klar, an der ein oder anderen Stelle hatte ich das vage Gefühl, dass in den vorherigen Bänden die Zusammenhänge thematisiert worden sind. Allerdings hatte ich das nur, wenn es sich um die Verhältnisse zwischen den Figuren handelte. Aber hier wurde immer ein kleiner Nebensatz eingeschoben, sodass ich nie den Eindruck hatte, dass mir elementare Informationen fehlen würden.
Erstaunlicherweise erfuhr ich kaum private Details über die Hauptfiguren. Dennoch schaffte es Robert C. Marley mit Leichtigkeit mir vollentwickelte Charaktere zu präsentieren, die in einer Klarheit skizziert wurden, dass ich sie mir nicht nur mühelos lebhaft vorstellen, sondern auch noch eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Allen voran Inspector Swanson war mir wahnsinnig sympathisch. Seine Einstellung gegenüber seinen Untergebenen fand ich vorbildlich und auch seine Offenheit gegenüber neue Ermittlungsmethoden war sehr erfrischend. Generell empfand ich Inspector Swanson als einen sehr fortschrittlichen Mann und dies gefiel mir sehr gut.
Erzählt wurde die Geschichte aus der Multiperspektive, während der Hauptblickpunkt auf Inspector Swanson lag. Durch den personalen Erzähler hatte ich einen umfassenden Blick auf die Figuren und konnte dem Geschehen gut folgen. Robert C. Marleys Schreibstil war ausgesprochen bildlich und von einer mitreißenden Dynamik. Der Autor verstand es hervorragend die damalige Zeit, unter Berücksichtigungen realer Ereignisse und Personen, zum Leben zu erwecken. Ich hatte wirklich das Gefühl in die Zeit, um 1895 zurückversetzt zu werden.
Insgesamt erstreckte sich die Geschichte über mehrere Monate. Was ich aber sehr gut fand, denn es verlieh dem Ganzen unglaublich viel Glaubwürdigkeit. Unterstützt wurde dieser längere Zeitraum durch ein eindrucksvolles Innenlayout. Unterteilt wurde das Buch in sechs Teile, die sich optisch und mit einem passenden Zitat von den einzelnen Kapiteln abhoben. Manche Kapitel trugen zudem Orts- und Datumsangaben, wodurch ich den zeitlichen Verlauf der Handlungen gut nachvollziehen konnte.
Das Buch hatte mich total begeistert. Ich fand keinerlei Logikfehler und es ließ sich super leicht lesen. So schnell habe ich schon lange kein Buch mehr gelesen. Dabei war es durchgängig spannend. Sehr fasziniert haben mich die unterschiedlichen Morde. Auch konnte ich nicht genau ermitteln, wer der Täter sein würde. Insgesamt also ein tolles und spannendes Ratespiel.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich das Ende. Ich hätte es mir schon ein wenig ausführlicher gewünscht. Mir war so, als wäre es zu schnell abgehandelt worden. Aber es war stimmig und letztendlich eine Überraschung für mich. Und genau das ist es ja, was ein Krimi tun soll. Er soll den Leser überraschen.

Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens von Robert C. Marley
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein historischer Krimi mit dem Charme der Schriftsteller jener Zeit. Einen Inspektor, der versucht herauszufinden, warum eine nackte Leiche auf der obersten Plattform des Watkins Towers in Wembley gefunden wurde. Und die revolutionäre Idee einen Täter anhand einer mathematischen Berechnung dingfest zu machen.

Lesen:

Unbedingt lesen, wenn ihr Krimis mögt, die in der Vergangenheit spielen und auch ihre Zeit authentisch widerspiegeln. Wenn ihr Krimis à la Agatha Christie und Edgar Wallace mögt, dann seid ihr mit diesem Buch bestens beraten.

Weglegen:

Wenn ihr mit viktorianischen Krimis nichts anfangen könnt und ihr für ein gutes Buch jede Menge Blut braucht. Tiefschürfende Erkenntnis über den Protagonisten gewinnt ihr in diesem Buch auch nicht, wenn euch das wichtig ist, solltet ihr die Finger lieber von dem Buch lassen?

Mal ehrlich:

Mit Hilfe seines sehr bildlichen Schreibstiles gelang es Robert C. Marley die damalige Zeit wieder auferstehen zulassen. Dies gelang ihm nicht nur anhand der sehr authentischen Beschreibungen der damaligen Verhältnisse und Ansichten, sondern auch durch die Figuren. Obwohl ich erstaunlich wenig Informationen über die einzelnen Hauptfiguren bekam, hatte ich dennoch das Gefühl sie zu kennen. War mir Inspector Swanson im ersten Band nicht sonderlich im Gedächtnis haften geblieben, habe ich ihn in diesem Band sehr gern begleitet und fand ihn zu dem sehr sympathisch. Auch optisch war das Buch ein wahrer Hingucker. Das Innenlayout war mit sehr viel Liebe und Einfühlungsvermögen gestaltet worden. Alles in allen war die Geschichte absolut stimmig und bildete mit dem Cover und der Innengestaltung ein tolles Rundum-Paket.

Fazit:

Ein viktorianischer Krimi, der mich zu begeistern wusste.
Das Buch kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden und beeindruckte mich durch die Raffinesse der Morde. Gewürzt mit viel authentischem Hintergrund und geschichtsrelevanten Ereignissen kann ich dieses Buch wärmstens allen Liebhaber für historischer Geschichten und eines guten alten gepflegten Krimis empfehlen.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Winter in der Häschenschule von Albert Sixtus



Die Häschenschule mit den Dichtungen von Albert Sixtus hat mich schon als Kind sehr begeistert. Zu keiner Osterzeit durften die Geschichten fehlen und zur Körnung besitzt meine Oma sogar eine Hasenschule aus Holz. Natürlich war das immer ein Highlight in Verbindung mit den schönen Reimen.
Nun gibt es endlich eine weitere Geschichte rund um die Häschenschule, passend zur Winterzeit.


In unserer Rezension zum Buch „Winter in der Häschenschule“ von Albert Sixtus mit Illustrationen von Julia Walther verraten wir euch, ob sich auch der Junior für die Geschichte rund um Hasengretel und Hasenhansel begeistern konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar vom Thienemann-Esslinger Verlag erhalten
❧ Vielen Dank an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Cover: Christine Sassie | Julia Walter

Infos zum Buch
erschienen im Esslinger Verlag
Veröffentlicht 07. Oktober 2019
Illustrationen von Julia Walther
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahre
ca. 40 Seiten
Band 5 der Reihe Die Häschenschule
erhältlich als gebundenes Buch

Klappentext

Eine neue Wintergeschichte aus der Häschenschule!

Der Hasenlehrer läutet die lang ersehnten Winterferien ein. So heißt es jetzt endlich für die Hasenkinder „Ranzen ab!“ und die Skier angeschnallt. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten stehen an, es gibt noch viel zu tun für Hasenhans und Hasengretchen … Diese Geschichte von Albert Sixtus (1892-1960) blieb bis jetzt unveröffentlicht. Die Bilderbuchkünstlerin Julia Walther hat sie erstmals illustriert und Sixtus Werk nach über 90 Jahren vollendet.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

© Klappentext: Esslinger Verlag

Als ich gehört hatte, dass diese Wintergeschichte im Sixtus-Archiv wiederentdeckt wurde und nun erstmals veröffentlicht werden würde, war ich Feuer und Flamme. Die Häschenschule begleitete mich schon in meiner Kindheit und war vor allem in der Osterzeit sehr präsent.
Ganz gespannt war ich nun auf den fünften Band der Häschengeschichte.
Schon beim Lesen des ersten Verses fühlte ich mich gleich wieder in die Vergangenheit versetzt, als ich Hasenhansel und Hasengretel wieder traf. Es war wie nach Hause kommen.
Da diese Geschichte zur selben Zeit entstand, wie die anderen vier Bände der Häschenschule, ist natürlich auch der Charme der Verse erhalten geblieben. Nach über neunzig Jahren gab es selbstverständlich nicht mehr die ursprünglichen Illustratoren, aber ich persönlich fand, dass es Julia Walther ausgezeichnet gelungen ist, den Stil der damaligen Zeichner einzufangen ohne sie zu kopieren.
Die Zeichnungen wimmeln nur so von Tieren unterschiedlichster Arten und jeder Menge liebevoller Details. Allein schon das Betrachten dieser wunderschönen Illustrationen bereitete uns jede Menge Freude. Denn es gab viel zu entdecken und manch Geschöpf schaffte es auch in die kommenden Zeichnungen. Neben den Hasen wussten auch die putzigen Mäuschen den kleinen Leser und mich zu begeistern. Sie waren genauso gewitzt wie die Hasenkinder und machten fröhlich beim bunten Reigen mit.
Die Verse waren eingängig gereimt worden und sorgten dafür, dass sich der Text locker leicht lesen ließ. Jedoch gab es für meinen kleinen Leser einige Stolpersteine. Manche Wörter musste ich erklären, weil sie im heutigen Sprachgebrauch kaum bis gar nicht mehr vorkommen. Jedoch gefiel mir das gut, denn zum einen passten diese Wörter zur Geschichte, auf der anderen Seite sorgten die ungewohnten Formulierungen dafür, dass mein Kind seinen Wortschatz erweitern konnte. Insgesamt hielten sich die Zeichnungen und die Verse die Waage, sodass auch kleinere Kinder oder Lesemuffel zu dieser putzig, fröhlichen Geschichte motiviert werden können.
Meiner Meinung nach ist dies ein tolles Kinderbuch, dass nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen genießen können. Es macht Lust auf den Winter und die bevorstehende Weihnachtszeit. Und es zeigt sich wieder, dass sich die Häschenschule nicht nur auf die Osterzeit zu beschränken weiß, sondern ganzjährig Jung und Alt begeistern kann.

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Auf die Hasenkinder warten die Winterferien! Endlich Freizeit und was noch viel besser ist, das Weihnachtsfest steht vor der Tür und es muss noch einiges vorbereitet werden. In lustiger Versform begleitest du Hasenhansel und Hasengretchen durch die schöne Winterzeit.

Lesen:

Das Buch solltet ihr lesen, wenn ihr Lust auf eine fröhliche Geschichte, in Versform habt. Die Vorgängerbände der Reihe „ Die Häschenschule“ müsst ihr nicht kennen, um Spaß an dieser Erzählung zu haben. Aber wenn ihr die Häschenschule schon kennt, dann wisst ihr, welche Freude euch erwartet.

Weglegen:

Die Häschenschule habt ihr schon damals nicht gemocht? Dann wird euch dieser Band auch nicht begeistern können. Aber vielleicht versucht ihr es doch noch mal und entdeckt das süße Buch gemeinsam mit Kindern.

Mal ehrlich:

Es gibt Geschichten, die haben einfach kein Verfallsdatum. Sie sind immer aktuell und wissen jede Generation zu begeistern. Obwohl diese zuckersüße Geschichte schon über neunzig Jahre alt ist, fühlt sie sich immer noch so beschwingt und fröhlich an, wie in meiner Kindheit.
Albert Sixtus hatte so viel Fröhlichkeit in die Verse gelegt, dass es einfach ein Riesenspaß gemacht hatte, diese Geschichte zu lesen. Der Schalk der Hasenkinder sprüht förmlich aus dem Buch heraus und wusste auch meinen kleinen Leser zu begeistern.
Dass ich hin und wieder Wörter wie Knabe erklären musste, fand ich nicht weiter schlimm. Hier war schon spürbar, dass das Werk schon fast ein Jahrhundert auf dem Buckel hatte. Aber es schmälerte die Freude an der Geschichte in keiner Weise, sodass ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen kann.

Fazit:

Lasst euch verzaubern. Ob jung, ob alt, diese Geschichte macht jedem Leser Spaß. „Winter in der Häschenschule“ hat bei uns zu Hause jeden begeistert und die schönen und detailreichen Zeichnungen haben das Leseerlebnis perfekt abgerundet.
Die lustig gereimten Verse luden stets zum Weiterlesen ein, sodass wir das Buch in einem Rutsch gelesen haben. Vor allem für jüngere und auch für wenig begeisterte kleine Leser ist diese fröhliche Geschichte definitiv etwas, da sie überschaubar ist und sich ganz schnell lesen lässt.
„Winter in der Häschenschule“ lädt zum Lachen, zum Reimen, zum Staunen und Schauen sowie zum Kuscheln ein.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Die Sätze haben sich schön gereimt und die Geschichte war witzig. Mir hat das sehr gut gefallen.

Was hat dir am besten gefallen?

Besonders gut gefallen hatte mir die Schneeballschlacht der Hasenkinder.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Diese komischen Wörter, die ich nicht kannte. Die klangen irgendwie komisch.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Die Bilder waren putzig und lustig anzusehen. Die Hasen hatten lustige Kleidung an. Die kleinen Vögel sind so schön gezeichnet. Ich frage mich, wie die Zeichnerin sie gemacht hat. So toll kann ich nicht malen.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Ja, bloß manchmal habe ich einzelne Wörter nicht so gut verstanden. Wie Büblein und Knaben. Da musste ich immer nachfragen, was das bedeutet. Aber durch die Reime war es gut zu lesen.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Ich würde das Buch meinen Freunden empfehlen. Es ist so lustig und ich könnte mir vorstellen, dass wir das zusammen lesen.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Blood Orange – Was sie nicht wissen von Harriet Tyce



Auf das Buch bin ich durch Lovelybooks aufmerksam geworden und der Klappentext hatte mich neugierig gemacht. Eine Anwältin, die ein dunkles Geheimnis hat und jemand der ihr schaden will? Ich hing definitiv am Haken und wollte das Buch unbedingt lesen.

In meiner Rezension zu „Blood Orange“ von Harriet Tyce verrate ich euch, ob das Debüt der ehemaligen Prozessanwältin meiner Meinung nach gelungen war.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar bei Lovelybooks im Zuge einer Leserunde gewonnen
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Blood Orange - Was sie nicht wissen von Harriet Tyce
© Cover: Geviert, München

Infos zum Buch
erschienen bei Diana Verlag
Veröffentlicht 14. Oktober 2019
Originaltitel Blood Orange
Übersetzt von Kerstin Winter
ca. 384 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Der erste Mordfall ihrer Karriere verlangt Anwältin Alison alles ab. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich phasenweise nicht im Griff hat, zu viel trinkt und der Affäre mit einem Kollegen kein Ende setzen kann. Doch die gute Ehefrau und Mutter in ihr gewinnt immer wieder die Oberhand. Außerdem will Alison das Schuldeingeständnis ihrer Mandantin nicht anerkennen. Ein untrügliches Gespür sagt ihr, dass die seit Jahren körperlich und seelisch misshandelte Frau ihren Mann nicht erstochen hat. Und so treffen zwei Frauen aufeinander, die etwas gemeinsam haben. Doch sie wissen es nicht. Noch nicht …

Nur noch eine Nacht, dann höre ich auf. Ich beobachte dich. Und weiß, was du tust. Anwältin Alison hält ihr Leben mühsam zusammen – bis ihr der erste Mordfall völlig den Boden unter den Füßen wegzieht … Eine neue Stimme in der Domestic-Crime-Szene: ein sensationelles Debüt, in dem es nicht nur um Mord, sondern auch um die Hintergründe der Tat geht.

© Klappentext: Diana Verlag

Schwer zu sagen, was ich zu Beginn von diesem Buch erwartet habe, aber definitiv nicht das, was ich zu lesen bekam. Aber ich fange einfach mal von vorne an.
Ich muss sagen, dass ich den Klappentext irreführend fand. Er suggerierte mir, dass der erste Mordfall für Alison das Kernthema sein würde. Aber das war es zu meinem Erstaunen gar nicht und es wurde schon recht früh klar, dass nicht der Mord oder die Mandantin der Mittelpunkt der Geschichte werden würde, sondern die Protagonistin selber.
Alison, die Protagonistin, erzählte mir ihre Geschichte selbst, sodass ich ausschließlich ihre Sichtweise zu den kommenden Handlungen hatte. Zu Beginn verunsicherte mich das, denn Alison ist alles andere als eine Superfrau. Im Gegenteil. Ihre Probleme könnten nicht größer sein. Obwohl sie als Prozessanwältin durchaus erfolgreich ist, führt sie eine Affäre, die sie nicht sonderlich glücklich macht. Dann hat sie ein Problem mit Alkohol, den sie oft gemeinsam mit Kollegen in einem Pub stundenlang in sich hineinschüttet. Auch ihre Ehe steht kurz vor dem Aus und um das ganze Drama perfekt zu machen, hängt auch noch ein Kind mit drin. Scheinbar spiegelte sich Alisons eigene Wahrnehmung nicht mit denen aus ihrem Umfeld wider und so war ich oft nicht sicher, wie viel ich ihr glauben durfte. War es wirklich so, wie sie es beschrieb? Oder doch eben ganz anders?
Dabei war mir Alison gar nicht so unsympathisch. Ja, sie hatte ihre Fehler und mit ihrer Affäre war sie auch sicherlich nicht als Vorbild geeignet, aber sie war dennoch durch und durch engagiert. Egal, ob es um irgendwelche Prozesse oder ihre Tochter ging. Sie bemühte sich nach Kräften, mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber wir alle kennen das doch auch.
Was mich bei dem Buch nicht losgelassen hatte, waren die psychologischen Aspekte. Hier floss kein Blut in Strömen und hier stürzte ich auch nicht von einem Pageturner zum Nächsten. Aber es war dennoch immer eine unterschwellige Spannung spürbar, die mir nie Langeweile bescherte. Nein, es war alles so realistisch ausgearbeitet worden, dass es mir beinahe Angst machte.
Der Schreibstil war ausnahmslos flüssig und sehr gut zu lesen. Ich wurde förmlich durch das Buch getragen und die Beschreibungen der Handlungen waren so bildlich, dass ich mir alles glasklar vorstellen konnte. Einige Aspekte, unter anderem die Affäre und die alkoholischen Abstürze wurden in aller Deutlichkeit beschrieben. Hier blieb kein Platz für die eigene Fantasie.
Ich persönlich denke, dass der geneigte Leser schon leisere Thriller mögen sollte, auch jene, die mit vielen Details rund um das Justizmilieu zu glänzen wissen. Ansonsten wird dieses Buch keine Freude machen, denn es ist eher psychologisch aufwendig aufgebaut worden.
Von Anfang bis Ende hatte Harriet Tyce alles genauestens aufeinander abgestimmt und das finde ich bei einem Debüt schon sehr erstaunlich.
Wenn ich den Klappentext und meine damit verbundene Enttäuschung, dass eben nicht der Mordfall im Mittelpunkt stand, ausblende, dann fand ich das Buch durchaus gelungen. Es hatte mich nicht nur unterhalten, sondern auch aufgezeigt, wie perfide Menschen sein können. Das wurde so eindrücklich beschrieben, dass es mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt hatte.

Blood Orange - Was sie nicht wissen von Harriet Tyce
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine Geschichte, die im Justizmilieu von England spielt. Mittendrin eine Prozessanwältin mit reichlich eigenen Problemen und jeder Menge psychologischer Spitzfindigkeiten.

Lesen:

Wenn Interesse am englischen Rechtssystem herrscht und ihr keine Probleme damit habt einer Protagonistin über die Schultern zu schauen, die alles andere als perfekt ist. Das Buch ist sehr realistisch geschrieben und sorgt durch fiese Kleinigkeiten für Unwohlsein.

Weglegen:

Definitiv weglegen, wenn ihr nur blutrünstige Thriller und ganz viel Action mögt. Dieser Thriller ist eher leise und hat keine groß ausschlagenden Spannungsspitzen.

Mal ehrlich:

Alison ist eine weitestgehend normale Frau, mit Problemen, Sorgen und Fehlern. Sie ist innerlich zerrissen und steht sich selbst oft im Wege. Aber sie ist auch engagiert und versucht das Bestmögliche für ihren Mandaten herauszuholen. Dafür opfert sie viel und merkt nicht, dass sie im Netz der Spinne völlig wehr- und ahnungslos hängt.
Obwohl mir der Klappentext etwas anderes suggeriert hatte, kam ich super in die Geschichte und konnte ihr auch ausnahmslos gut folgen. Die juristischen Details und Fallstricke fand ich super interessant und gaben dem Buch endgültig einen sehr realistischen Anstrich. Psychologisch gesehen ging mir das Buch unter die Haut.

Fazit:

Ein leiser, aber nicht wenig eindrücklicher Thriller. Unwillkürlich hinterfragte ich auch mein eigenes Verhalten an der ein oder anderen Stelle, nur um dann festzustellen, wie stark dieses Buch mich in seinen Bann gezogen hatte. Für ein Debüt spannend und sehr realistisch konstruiert.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers



Die Reihe rund um Linus und seinen tierischen Freund Fridolin hat uns voll in ihren Bann gezogen. Natürlich konnten wir uns den dritten und bisher letzten Teil nicht entgehen lassen.

In unserer Rezension zu „Abenteuer Fridolin“ von Katharina Lankers verraten wir euch, ob uns das Erlebnis mit den Zweien wieder in seinen Bann ziehen konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar von Katharina Lankers erhalten
❧ Vielen Dank an Britt Toth für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers
© Cover: Katharina Lankers

Infos zum Buch
erschienen bei BoD – Books on Demand
Veröffentlicht 24. September 2019
Empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahre
ca. 72 Seiten
Band 3 der Reihe Linus und Fridolin
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Noch mehr von Linus und Fridolin

Schon seit vielen Wochen freut sich der neunjährige Linus über seinen neuen Freund, den kleinen Waschbären Fridolin. Auch wenn er ihn nicht als Haustier halten kann, hat er doch viel Spaß mit dem zutraulichen Bären. Doch ein Rätsel hat Linus bisher nicht lösen können: Wo wohnt Fridolin eigentlich, wenn er nicht gerade bei Linus zu Besuch ist? Hat er wirklich eine Höhle im Wald? Heimlich beschließt Linus, sich auf die Suche danach zu machen. Und gerät in ein richtiges Abenteuer…

Auch dieser dritte Band der Linus-und-Fridolin-Reihe ist eine in sich abgeschlossene Geschichte. Mehr über die beiden gibt es in den Bänden »Linus und Fridolin« und »Frecher Fridolin«.

© Klappentext: Katharina Lankers

Auf das dritte Abenteuer mit Linus und Fridolin haben wir uns schon sehr gefreut. Allerdings verlief die Geschichte anders, als wir es erwartet hatten. Was aber sehr gut war, denn so waren wir mit großem Interesse dabei.
Dieses Mal begleiteten wir Linus, der den großen Wunsch hatte heraus zu finden, wo denn eigentlich sein kleiner pelziger Freund wohnt.
Durch den locker leichten Schreibstil fanden wir uns ganz schnell in einer aufregenden Geschichte wieder und verfolgten oftmals atemlos auf welche Ideen Linus kam und in welche Schwierigkeiten er sich dabei hinein manövrierte.
Mir persönlich hatte das sehr gut gefallen, denn es zeigte vor allem meinem kleinen Erstleser liebevoll auf, wie gefährlich manche Unterfangen sein können. Auch, wenn es nicht gleich den Anschein danach hat. Linus Erlebnis war noch lange nach dem Lesen Gesprächsthema bei uns.
Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass mein Kind die Geschichte als Belehrung empfand, sondern eher als Abenteuer mit gut und anschaulich vermitteltem Wissen.
Mich hatte der dritte Teil emotional sehr berührt, denn ich konnte mich vor allem in Linus Mutter hineinversetzen. Auch wenn sie nur eine Randfigur war, war sie dennoch präsent und charakterlich anschaulich dargestellt worden.
Insgesamt war diese Geschichte aufregender und dramatischer als die Vorgänger. Dennoch wurde sie mit viel Liebe geschrieben, ohne Ängste beim kleinen Leser zu schüren. Eher regte es zum Nachdenken an, was ich sehr positiv fand.
Auch die Bilder kamen wieder gut an. Klar, mein Kind hätte die von handgezeichneten Darstellungen auch gern farbig gehabt, aber in schwarzweiß hatten die Zeichnungen auch ihren ganz besonderen Reiz. Vor allem Fridolin erfreute sich immer großer Beliebtheit.

Abenteuer mit Fridolin von Katharina Lankers
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Wo wohnt eigentlich Fridolin? Dieser Frage geht Linus nun auf den Grund. Und zwar so richtig. Mit dem Fahrrad und zu Fuß macht er sich auf die Suche nach dem zu Hause seines tierischen Freundes.

Lesen:

Wenn ihr den Kindern, die euch am Herzen liegen, nicht nur ein schönes Buch mit tollen Zeichnungen schenken, sondern ihnen auch gleich noch Wissen vermitteln wollt. Kindgerecht und toll erzählt.

Weglegen:

Ihr seid der Meinung Kinderbücher sind nur was für Kinder? Dann ist das Buch wohl nicht das richtige für euch. Ansonsten entdeckt es mit euren Kindern, Paten- oder Nachbarskindern.

Mal ehrlich:

Manchmal ist es nicht leicht mit unseren Kindern ein Gespräch über wichtige Dinge im Leben zu führen. Da ist es doch von Vorteil, wenn wir das mit Hilfe eines Buches bewerkstelligen können.
„Abenteuer mit Fridolin“ erzählt locker, leicht und sehr anschaulich, was geschehen kann, wenn Kinder auf eigene Faust losziehen. Das dies nicht immer gut ausgehen kann, erfuhren wir in diesem Band. Dies führte zu reichlich Gesprächsstoff und brachte auch unweigerlich ein Aha-Erlebnis mit sich.
Die Zeichnungen werteten das Buch auf und unterstrichen noch einmal die Handlungen aus der Geschichte. Außerdem waren die Bilder absolut stimmig zu den einzelnen Kapiteln und rundeten das Leseerlebnis ab.

Fazit:

Dieser Band war nicht nur spannend, sondern auch auf leichte Art und Weise lehrreich für den Erstleser. Ein Buch, dass neben einem aufregenden Abenteuer auch noch sehr informativ gewesen ist. Ideal um mit Kindern ganz einfach ins Gespräch über wichtige Themen zu kommen.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Schade, dass die Reihe zu Ende ist. Ich habe jedes Buch gerne gelesen und das hier war total spannend.

Was hat dir am besten gefallen?

Das Fridolin seinem Freund geholfen hat. Das fand ich schön.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Das Linus alleine losgezogen ist. Das war ganz schön gefährlich.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Auch wenn sie nicht farbig waren, haben sie mir gut gefallen. Vor allem Fridolin war so schön gezeichnet

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Es war alles gut zu lesen. Habe einige Seiten auch ganz alleine gelesen und alles verstanden.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Ich möchte das gerne zu Weihnachten meinem besten Freund schenken.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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