Die Häschenschule mit den Dichtungen von Albert Sixtus hat mich schon als Kind sehr begeistert. Zu keiner Osterzeit durften die Geschichten fehlen und zur Körnung besitzt meine Oma sogar eine Hasenschule aus Holz. Natürlich war das immer ein Highlight in Verbindung mit den schönen Reimen.
Nun gibt es endlich eine weitere Geschichte rund um die Häschenschule, passend zur Winterzeit.


In unserer Rezension zum Buch „Winter in der Häschenschule“ von Albert Sixtus mit Illustrationen von Julia Walther verraten wir euch, ob sich auch der Junior für die Geschichte rund um Hasengretel und Hasenhansel begeistern konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch haben wir als Freiexemplar vom Thienemann-Esslinger Verlag erhalten
❧ Vielen Dank an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
❧ Unsere Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Cover: Christine Sassie | Julia Walter

Infos zum Buch
erschienen im Esslinger Verlag
Veröffentlicht 07. Oktober 2019
Illustrationen von Julia Walther
Empfohlenes Lesealter: ab 4 Jahre
ca. 40 Seiten
Band 5 der Reihe Die Häschenschule
erhältlich als gebundenes Buch

Klappentext

Eine neue Wintergeschichte aus der Häschenschule!

Der Hasenlehrer läutet die lang ersehnten Winterferien ein. So heißt es jetzt endlich für die Hasenkinder „Ranzen ab!“ und die Skier angeschnallt. Auch die Vorbereitungen für Weihnachten stehen an, es gibt noch viel zu tun für Hasenhans und Hasengretchen … Diese Geschichte von Albert Sixtus (1892-1960) blieb bis jetzt unveröffentlicht. Die Bilderbuchkünstlerin Julia Walther hat sie erstmals illustriert und Sixtus Werk nach über 90 Jahren vollendet.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

© Klappentext: Esslinger Verlag

Als ich gehört hatte, dass diese Wintergeschichte im Sixtus-Archiv wiederentdeckt wurde und nun erstmals veröffentlicht werden würde, war ich Feuer und Flamme. Die Häschenschule begleitete mich schon in meiner Kindheit und war vor allem in der Osterzeit sehr präsent.
Ganz gespannt war ich nun auf den fünften Band der Häschengeschichte.
Schon beim Lesen des ersten Verses fühlte ich mich gleich wieder in die Vergangenheit versetzt, als ich Hasenhansel und Hasengretel wieder traf. Es war wie nach Hause kommen.
Da diese Geschichte zur selben Zeit entstand, wie die anderen vier Bände der Häschenschule, ist natürlich auch der Charme der Verse erhalten geblieben. Nach über neunzig Jahren gab es selbstverständlich nicht mehr die ursprünglichen Illustratoren, aber ich persönlich fand, dass es Julia Walther ausgezeichnet gelungen ist, den Stil der damaligen Zeichner einzufangen ohne sie zu kopieren.
Die Zeichnungen wimmeln nur so von Tieren unterschiedlichster Arten und jeder Menge liebevoller Details. Allein schon das Betrachten dieser wunderschönen Illustrationen bereitete uns jede Menge Freude. Denn es gab viel zu entdecken und manch Geschöpf schaffte es auch in die kommenden Zeichnungen. Neben den Hasen wussten auch die putzigen Mäuschen den kleinen Leser und mich zu begeistern. Sie waren genauso gewitzt wie die Hasenkinder und machten fröhlich beim bunten Reigen mit.
Die Verse waren eingängig gereimt worden und sorgten dafür, dass sich der Text locker leicht lesen ließ. Jedoch gab es für meinen kleinen Leser einige Stolpersteine. Manche Wörter musste ich erklären, weil sie im heutigen Sprachgebrauch kaum bis gar nicht mehr vorkommen. Jedoch gefiel mir das gut, denn zum einen passten diese Wörter zur Geschichte, auf der anderen Seite sorgten die ungewohnten Formulierungen dafür, dass mein Kind seinen Wortschatz erweitern konnte. Insgesamt hielten sich die Zeichnungen und die Verse die Waage, sodass auch kleinere Kinder oder Lesemuffel zu dieser putzig, fröhlichen Geschichte motiviert werden können.
Meiner Meinung nach ist dies ein tolles Kinderbuch, dass nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen genießen können. Es macht Lust auf den Winter und die bevorstehende Weihnachtszeit. Und es zeigt sich wieder, dass sich die Häschenschule nicht nur auf die Osterzeit zu beschränken weiß, sondern ganzjährig Jung und Alt begeistern kann.

Winter in der Häschenschule (5) (Die Häschenschule, Band 5) mit Versen von Albert Sixtus und Ilustraionen von Julia Walther
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Auf die Hasenkinder warten die Winterferien! Endlich Freizeit und was noch viel besser ist, das Weihnachtsfest steht vor der Tür und es muss noch einiges vorbereitet werden. In lustiger Versform begleitest du Hasenhansel und Hasengretchen durch die schöne Winterzeit.

Lesen:

Das Buch solltet ihr lesen, wenn ihr Lust auf eine fröhliche Geschichte, in Versform habt. Die Vorgängerbände der Reihe „ Die Häschenschule“ müsst ihr nicht kennen, um Spaß an dieser Erzählung zu haben. Aber wenn ihr die Häschenschule schon kennt, dann wisst ihr, welche Freude euch erwartet.

Weglegen:

Die Häschenschule habt ihr schon damals nicht gemocht? Dann wird euch dieser Band auch nicht begeistern können. Aber vielleicht versucht ihr es doch noch mal und entdeckt das süße Buch gemeinsam mit Kindern.

Mal ehrlich:

Es gibt Geschichten, die haben einfach kein Verfallsdatum. Sie sind immer aktuell und wissen jede Generation zu begeistern. Obwohl diese zuckersüße Geschichte schon über neunzig Jahre alt ist, fühlt sie sich immer noch so beschwingt und fröhlich an, wie in meiner Kindheit.
Albert Sixtus hatte so viel Fröhlichkeit in die Verse gelegt, dass es einfach ein Riesenspaß gemacht hatte, diese Geschichte zu lesen. Der Schalk der Hasenkinder sprüht förmlich aus dem Buch heraus und wusste auch meinen kleinen Leser zu begeistern.
Dass ich hin und wieder Wörter wie Knabe erklären musste, fand ich nicht weiter schlimm. Hier war schon spürbar, dass das Werk schon fast ein Jahrhundert auf dem Buckel hatte. Aber es schmälerte die Freude an der Geschichte in keiner Weise, sodass ich euch dieses Buch wärmstens ans Herz legen kann.

Fazit:

Lasst euch verzaubern. Ob jung, ob alt, diese Geschichte macht jedem Leser Spaß. „Winter in der Häschenschule“ hat bei uns zu Hause jeden begeistert und die schönen und detailreichen Zeichnungen haben das Leseerlebnis perfekt abgerundet.
Die lustig gereimten Verse luden stets zum Weiterlesen ein, sodass wir das Buch in einem Rutsch gelesen haben. Vor allem für jüngere und auch für wenig begeisterte kleine Leser ist diese fröhliche Geschichte definitiv etwas, da sie überschaubar ist und sich ganz schnell lesen lässt.
„Winter in der Häschenschule“ lädt zum Lachen, zum Reimen, zum Staunen und Schauen sowie zum Kuscheln ein.

Juniors (8 Jahre) Lesermeinung:
Juniors Lieblingsempfehlung

Wie hat dir das Buch gefallen?

Die Sätze haben sich schön gereimt und die Geschichte war witzig. Mir hat das sehr gut gefallen.

Was hat dir am besten gefallen?

Besonders gut gefallen hatte mir die Schneeballschlacht der Hasenkinder.

Was hat dir gar nicht gefallen?

Diese komischen Wörter, die ich nicht kannte. Die klangen irgendwie komisch.

Wie gefielen dir die Zeichnungen?

Die Bilder waren putzig und lustig anzusehen. Die Hasen hatten lustige Kleidung an. Die kleinen Vögel sind so schön gezeichnet. Ich frage mich, wie die Zeichnerin sie gemacht hat. So toll kann ich nicht malen.

War der Text gut zu verstehen und zu lesen?

Ja, bloß manchmal habe ich einzelne Wörter nicht so gut verstanden. Wie Büblein und Knaben. Da musste ich immer nachfragen, was das bedeutet. Aber durch die Reime war es gut zu lesen.

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Ich würde das Buch meinen Freunden empfehlen. Es ist so lustig und ich könnte mir vorstellen, dass wir das zusammen lesen.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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