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© Cover: Hideo Takenaka 2017

erschienen bei Cross Cult
Veröffentlicht am 12. Februar 2019
Originaltitel: Kuhime 4
Übersetzt von Janine Wetherell
ca. 176 Seiten
Band 4 der Reihe „Kuhime“
erhältlich als Taschenbuch

Seiji steht endlich seinem Feind gegenüber, den Reapern. Nun erhält er die Gelegenheit Kiri und seine Freunde zu rächen. Plötzlich erhält er unerwartete Hilfe. Lady Nene lebt und scheint plötzlich andere Pläne zu haben.
Währenddessen hat Kiri ihre Erinnerungen wiedererlangt und ist zurück im Schoß der Reaper-Familie. Der Showdown um alles oder nichts hat längst begonnen…

Das Cover zum finalen Band zeigt die Mutter aller Reaper. Aus ihr sprüht förmlich das Böse und ich finde, dass ihr Blutdurst hier sehr deutlich wird.
Neben dem kolorierten Cover gab es noch zwei farbige Bilder. Auf der einen Seite waren die beiden Hauptreaper, Kiri und Lady Nene, zu sehen, welche in ihrer menschlichen Gestalt gezeichnet worden sind.
Auf der anderen Seite wurde Seiji abgebildet. Das Bild empfand ich als äußerst ausdrucksstark. Es zeigte gut, dass die Ereignisse der vergangenen Tage und Wochen nicht spurlos an ihm vorbeigegangen waren. Es vermittelte aber auch seine tiefe Entschlossenheit und steigerte so meine Neugierde auf diesen Band.
Das Finale knüpfte nahtlos an den dritten Teil an, sodass hier keinerlei Informationen verloren gegangen sind. Auf den letzten Band der „Kuhime“ Reihe war ich ganz besonders gespannt. Immerhin sollte hier alles sein Ende finden und vielleicht sogar offene Fragen klären.
Mich hat dieser Band sehr überrascht. Das, was ich erwartet hatte, trat nicht ein. Erzähltechnisch hatte sich die Geschichte gewandelt. Sie erschien mir weniger brutal, dafür eine Spur emotionaler. Insgesamt empfand ich hier gar keinen Horror mehr, auch wenn weiterhin noch reichlich Blut floss. Dennoch herrschte im gesamten Band eine packende Dynamik vor, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.
Die Hauptfiguren haben sich alle ausnahmslos weiterentwickelt. Allen voran Seiji. Ich empfand ihn als erwachsener, reifer. Dies spiegelte sich auch eindrücklich in seiner Mimik und Gestik wider. Sämtliche Unsicherheiten schienen von ihm abgefallen zu sein.
Das Ende fand ich leider ein bisschen zu schnell abgehandelt. Hier hätte meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Ausführlichkeit herrschen können. Aber insgesamt wurden alle offenen Fragen geklärt, auch wenn mich das Ende nicht ganz überzeugen und zufrieden stellen konnten.
Hideo Takenakas Zeichenstil blieb weiter auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn ich Zeichnungen weicher als bei den Vorgängerbänden empfand. Dennoch hat Hideo Takenaka immer noch die Gefühle der Figuren lebensnah transportieren können und mich damit auch mitfühlen lassen.
Die Monster tauchten in ihrer nunmehr menschlichen Gestalt auf, ihr wahres Wesen wurde dieses Mal leider nicht mehr gezeichnet. Dadurch kam dem Band ein bisschen was von der Atmosphäre der Vorgänger abhanden. Trotzdem hat mich der „Kuhime 4 – Familienbande“ abgeholt und bestens unterhalten.

Fazit: Das Finale ist im Vergleich zu den vorherigen Bänden eher soft gehalten worden. Hier hätte meiner Meinung nach mehr Grusel und Horror sein können. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten und alles im Allen bin ich mit dem Finale zufrieden.

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