Der Herbstanfang naht. Freut ihr euch darauf? Ich sehe ihm mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen. Auf der einen Seite mag ich es, wenn es draußen so leuchtend bunt wird und noch ein bisschen Sommerfeeling erhalten bleibt. Aber die Aussicht, bald wieder in Kälte und Herbststürme zu versinken, finde ich wenig erbaulich. Deshalb wenden wir doch schnell den Blick von der Zukunft ab und widmen uns meinem Lesehighlight aus dem August:

Das Gästezimmer von Clémence Michallon
© Foto: Monique Meier

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Wie bist Du auf das Buch aufmerksam geworden?

Über eine Programmvorschau.

Was hat Dich als Erstes angesprochen und warum?

Das Thema. Ich habe noch nie einen Thriller gelesen, bei dem zwar der Serienmörder im Fokus steht, aber der ausschließlich aus der Sicht der Frauen erzählt wird, die ihm nahe sind.

Hast Du schon ein anderes Werk von der Autorin gelesen?

Nein, da es das Debüt von Clémence Michallon ist.

Wie hat dir das Cover gefallen? War es stimmig zur Geschichte?

Das Cover ist toll. Generell mag ich das Buch optisch sehr und es passt in gewisser Weise auch zur Geschichte. Zwar erst später, aber insgesamt ist es stimmig.

Was waren Deine Erwartungen an die Geschichte?

Besondere Erwartungen hatte ich keine. Da ich in letzter Zeit nicht so viel Glück mit Psychothrillern hatte, wollte ich nicht zu euphorisch an die Geschichte gehen.

Was hat Dich am meisten am Buch beeindruckt?

Wie intensiv Clémence Michallon die Geschichte erzählt hat, ohne sich dabei in blutigen und reißerischen Details zu verlieren. Die Taten bleiben im Nebel, sie gibt dem Bösen zwar Raum, aber nicht, um die morbide Neugier der Lesenden zu stillen.

Hast Du es verschlungen oder genossen?

Definitiv verschlungen.

Ab wann war Dir klar, dass dies dein Highlight für den Monat wird?

Als ich es am Ende zugeklappt habe.

Wie würdest Du das Buch in drei Worten beschreiben?

Leise, intensiv, Gänsehautfeeling

Warum ist es Dir im Gedächtnis geblieben?

Weil ich den Ansatz der Geschichte sehr interessant finde. Die Frauen, die dem Täter so nahestehen, kämpfen auf unterschiedliche Art und Weise für ihre Zukunft. Das ist sehr beeindruckend gewesen.

Warum sollte Dein Monatshighlight unbedingt gelesen werden?

Die Atmosphäre nimmt einen beim Lesen gefangen und lässt einen nicht mehr los, wenn ihr es zulasst. Es muss einem aber auch bewusst sein, dass es hier eben keine Knall- und Bumm-Effekte gibt. Das hier ist unterschwellig erzählt.

Wem empfiehlst Du das Buch?

Allen, die Lust haben auf einen Psychothriller, der sich mit der Urangst der Frau beschäftigt. Wie überlebst du es, wenn ein Serienmörder dich findet?

Gibt es schon deine Rezension zu dem Buch?

Klar. Ihr findet sie bei Bedarf unter „Das Gästezimmer von Clémence Michallon“.

Gab es noch andere Bücher in diesem Monat, die Dich auch fasziniert oder verzaubert haben?

„Schere, Stein, Papier“ von Alice Feeney war auch ein spannendes Buch.
„Früher war mehr Verbrechen“, mochte ich, weil es historische Kriminalfälle beleuchtet hat, von denen ich teilweise noch nie gehört hatte.


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Na, was sagt ihr? Wäre der Psychothriller auch etwas für euch?
Was habt ihr in der letzten Zeit gelesen und wie hat es euch gefallen?

Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Liebe Grüße
Mo