[ Werbung ]

Ich liebe und trinke gern Tee. Besonders mag ich Grünen oder Matcha Tee, aber auch diverse Kräuter- und Früchtetees sind auch in meiner Teetasse zu finden. Aus Japan kenne ich zum Beispiel Teezeremonien und war ganz begeistert, als ich dieses Buch entdeckte.

In meiner Rezension zu
“Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur”
von Li-Hong Koblin und Sabine Weber-Loewe
beleuchte ich, was es für Erkenntnisse ich aus diesem Buch gewonnen habe
und wie es mir insgesamt gefallen hatte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar vom Drachenhaus Verlag erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur von Li-Hong Koblin und Sabine Weber-Loewe
© Covergestaltung: Hermann Kienesberger

Infos zum Buch
erschienen beim Drachenhaus Verlag
Veröffentlicht 9. Oktober 2017
ca. 80 Seiten
erhältlich als gebundenes Buch
 

Klappentext

In der chinesischen Kultur gilt Tee nicht nur als gesunder Durstlöscher, sondern auch als Heilmittel und das Teetrinken als Ritual, um zu Ruhe und innerem Frieden zu gelangen. Wie wird Tee in China zubereitet, getrunken und in den Alltag integriert? Welche charakteristischen Teesorten gibt es, wie wird Tee hergestellt und wo wird er in China angebaut? Wie finde ich meinen Tee? Mit diesen Fragen beschäftigt sich auch Lena, eine junge Deutsche in Peking. Sie lernt den Teemeister Lin kennen, er erklärt Lena die Welt des chinesischen Tees. Begleiten Sie Lena auf ihrer Reise in diese magische, entspannende Welt.

© Klappentext: Drachenhaus Verlag

Ich hatte keine spezielle Erwartung an “Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur”, da ich keine Vorstellung davon bekam, wie mir dieses Thema präsentiert werden würde.
So war ich angenehm überrascht, als ich feststellte, dass mir die chinesische Teekultur als eine Art Geschichte übermittelt wurde. Hauptperson war Lena Ludewig, eine junge Deutsche, welche zu Besuch in Peking ist. In einer speziellen Art der Icherzählung mit einem hohen Anteil wörtlicher Rede begleitete ich Lena bei ihrer Reise durch die Welt des Tees.

Es ging in diesem Buch nicht darum, Lena näher kennenzulernen oder gar eine Bindung zu ihr aufzubauen. Stattdessen lag der Fokus speziell auf der chinesischen Teekultur. Der Aufbau des Buches war interessant. In vier Kapiteln begleitete ich Lena bei ihren Treffen mit dem Teeladenbesitzer und Teemeister Lin. Dabei leitete er sie durch die chinesische Teekultur und fing im ersten Kapitel von der Teefamilie zu erzählen an. Im folgenden Abschnitt wurden Qualitätsbezeichnungen und Sortierungsgrade sowie das richtige Teezubehör beleuchtet. Im dritten Kapitel saß ich ausnahmsweise nicht mit Lena bei Meister Lin im Teeladen, sondern in einem Teehaus und begleitete die junge Deutsche bei ihrer Internetrecherche, warum der Grüne Tee so gesund ist.
Im letzten Teil durfte ich gemeinsam mit Lena an einer chinesischen Teezeremonie teilnehmen. Die Atmosphäre dabei wurde schön geschildert und ich mochte, dass auch Unterschiede zur japanischen Teezeremonie aufgezeigt wurden.

Alle Kapitel waren für mich hoch interessant. Die Art, wie mir die Welt des Tees vermittelt wurde, gefiel mir. Neben spannenden Informationen gab es auch reichlich passende chinesische Legenden zu der unterschiedlichsten Entstehung von Teesorten und deren Zubereitung zu erleben. Das war nicht nur faszinierend und lehrreich, sondern auch so natürlich erzählt, als hätte ich neben Lena gesessen und Meister Lin persönlich gelauscht.
Sehr spannend empfand ich die Details zu einer perfekten Teekanne. Ich habe noch nie davon gehört, dass diese Kannen ein “Gedächtnis” haben und traditionell weitervererbt werden. Mit jeder neuen Zubereitung innerhalb dieser Kanne wird der Tee noch geschmack- und wertvoller. Sogar wie so eine Kanne gepflegt werden muss, berichtete Meister Lin.
Grünen Tee trinke ich auch besonders gern. Daher waren die Informationen rund um dieses gesunde Getränk sehr aufschlussreich für mich. Einiges wusste ich, anderes noch nicht. Kein Wunder, dass Tee als gesund gilt und dafür sorgt, dass Chinesen ihn gern und überall trinken.
Angereichert wurde das Ganze noch von schönen und passenden chinesischen Zitaten. Aber auch Bilder durften in diesem Buch nicht fehlen. Ob klein oder groß, sie passten zum Text und allgemein zur “Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur”.
Zum Abschluss gab es Rezepte zum Essen und Trinken, die entweder zum Tee genossen oder mit Tee zubereitet werden. Außerdem erwartete mich noch ein Glossar, wo alle wichtigen Tees noch einmal zusammengefasst wurden.
Alles in allem gefiel mir der Ausflug in die Welt des Tees. Natürlich war dies nur ein kleiner Ausschnitt, denn der Fokus wurde hier bewusst auf die chinesische Teekultur gelegt. Ich mochte hier besonders, dass andere Teekulturen ebenfalls am Rande erwähnt wurden, um aufzuzeigen, dass der Tee weitaus komplexer und interessanter ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur von Li-Hong Koblin und Sabine Weber-Loewe
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine schöne, kurzweilige Übersicht über die chinesische Teekultur mit allerlei Wissenswertem rund um die Teepflanze, dessen Zubereitung und Wirksamkeit.

Lesen:

Ein besonderes Buch und Geschenk für Teeliebhaber. Aber auch interessant für alle, die mehr über Tee und dessen Kultur in China wissen möchten.

Weglegen:

Wenn ihr eingefleischte Kaffeetrinker seid und von Tee nichts wissen wollt.

Mal ehrlich:

“Teezeit: Eine Reise in die chinesische Teekultur” war ein interessantes Buch mit einem unerwarteten Aufbau. Statt ein reines Sachbuch zu diesem Thema wurde mir der Inhalt interaktiver präsentiert. Mithilfe von Lena, einer Deutschen zu Besuch in Peking, und dem Teemeister Lin, der Lena in die Welt des chinesischen Tees mitnahm.
Durch Lenas Ich-Perspektive und reichlich wörtlicher Rede hatte ich das Gefühl, ebenso im Büro von Meister Lin zu sitzen und seinen Erzählungen zu lauschen. In vier Kapiteln wurde mir die Teefamilie, Qualitätsbezeichnungen und Sortierungsgrade, das richtige Teezubehör und allerlei Spannendes rund um den Tee selbst mit Anekdoten und Legenden unterfüttert nähergebracht. Besonders toll war für mich das letzte Kapitel. Dort durfte ich gemeinsam mit Lena an einer Teezeremonie von Meister Lin teilnehmen. Auch wenn ich mir geschmacklich den Tee nur vorstellen konnte, die Atmosphäre war wirklich entspannend und angenehm.
Für mich als Tee Fan war das Buch richtig interessant. Die Welt des Tees ist unglaublich gigantisch und der kleine zentrierte Ausblick auf die chinesische Teekultur war nicht nur informativ, sondern besaß einen schönen Unterhaltungswert.
So macht das Lesen von Sachbüchern definitiv Spaß, denn es hatte nicht den Charme eines staubtrockenen Themas, sondern weckte meine Lust, in den nächsten Teeladen zu gehen und mich durch sämtliche Tees der Welt zu kosten.

Fazit:

Ein toll vermitteltes Grundwissen rund um den chinesischen Tee und dessen Kultur im Land der aufgehenden Sonne. Kommt rein in Meister Lins Teegeschäft und lasst euch entführen in die Welt des Tees mit einem guten Tässchen davon.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

Möchtet ihr mehr zum Thema Tierhaltung, Fleischindustrie und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Umwelt wissen?
Dann empfehle ich euch:

Es geht um die Wurst. Was du wissen musst, wenn du gern Fleisch isst von Christoph Drösser