Anfang des Jahres durfte ich das erste Mal nach New Cloverton reisen und schon mal in die Welt der McKennas reinschnuppern. Das Debüt von Melanie Reichert hatte mir gefallen und so war ich sehr auf die Fortsetzung gespannt.

In meiner Rezension zum Buch „Fighting Passion: Braden“ von Melanie Reichert erfahrt ihr, ob sich meiner Meinung nach, die Fortsetzung lohnt.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Netzwerk Agentur Bookmark erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert
© Cover: Sturmmöwen

Infos zum Buch
erschienen bei Romance Edition
Veröffentlicht 22. November 2019
ca. 260 Seiten
Band 2 der Reihe „Passion“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Illegale Cage-Fights, aufputschende Mittel und jede Menge Wut im Bauch – Braden lässt es nachts ordentlich krachen, während er tagsüber als der verantwortungsbewusste Sohn der McKennas den Geschäften nachgeht. Einzige Achillesferse stellt die attraktive Celine dar, die für die Familie das Golden Pot leitet und ihm schon seit einer Weile unter die Haut geht. Dass sie absolut tabu für ihn ist, macht die Sache nicht gerade einfacher. Als sie unfreiwillig in den Mittelpunkt der Familienfehde gezerrt wird, muss Braden an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen …

© Klappentext: Romance Edition

Mit Spannung bin ich zurück nach New Cloverton gereist, um ein weiteres Mitglied der McKenna Familie kennenzulernen. Auf Braden, den ewig wütenden dreißigjährigen Sohn einer Mafiafamilie, traf ich gleich zu Beginn in einer spannungsgeladenen Situation. Er stand kurz vor einem Kampf ohne gesteckte Grenzen. Die Szene war nichts für schwache Nerven, zumal sie sehr detailliert und authentisch beschrieben wurde, dass sogar die Atmosphäre des Fights beim Lesen spürbar war.
Im Nachhinein bin ich ein klitzekleines Bisschen enttäuscht, dass ich nur eine solche Szene zum Lesen bekam, denn eine weitere hätte mir durchaus gefallen. Doch die dynamische Grundspannung in diesem Buch spülte etwaige Kritiken einfach weg.

Die Geschichte war unbeschreiblich packend und sehr plastisch beschrieben worden, sodass ich mir nicht nur alles bildlich vorstellen, sondern schon fast dieselbe Luft wie die Figuren geatmet hatte.
Natürlich förderten die Protagonisten dieses Gefühl bei mir auch dadurch, dass sie mir ihre Sicht auf die Handlungen selber erzählten. Das baute eine Nähe auf, die wirklich faszinierend war.
Ich mochte beide sehr gern und könnte mich gar nicht entscheiden, wen ich lieber mochte.
Braden mit seiner wütenden und gleichzeitig so verletzlichen Art erschreckte mich gar nicht, eher hatte ich das Bedürfnis ihn in den Arm zu nehmen. Diese Begehrlichkeiten weckte er auch in Celine, die wirklich ein zähes Mädel ist. Ich bewunderte sie für ihre Art mit Menschen umzugehen und auch über ihren Fleiß. Mit Celine wäre ich auch gern im echten Leben befreundet.
Die sehnsuchtsvolle Spannung zwischen den beiden Protagonisten war mit Händen greifbar und es flogen regelrecht die Funken. Mir gefiel die Dynamik zwischen den Beiden ausgesprochen gut und ich fieberte regelrecht auf die Explosion dieser Leidenschaft hin.
Die erotischen Szenen waren mit einer solchen Sinnlichkeit und Intensität beschrieben worden, dass diese starke Anziehungskraft so schön zum Ausdruck kam, dass ich ganz gerührt davon gewesen bin.

Generell muss ich sagen, dass Melanie Reichert wirklich ganz zauberhafte Charaktere erschaffen hatte. Jeder war auf seine eigene Art und Weise speziell, dabei aber immer glaubwürdig.
Insgesamt beschrieb die Autorin diese frei erfundene Stadt so anschaulich, dass vor meinem inneren Auge wirklich dieser Ort zum Leben erwachte und perfekt zu den Figuren passte. Auch die Zeitungsausschnitte der New Cloverton Post, die in regelmäßigen Abständen in die Geschichte eingestreut wurden, sorgten für einen richtig realen Touch.

Der zweite Teil war ganz anders als der erste Band und das fand ich grandios. Hier ging es schließlich im Kern um andere Charaktere und daher mochte ich es unheimlich gern, dass sich alles in eine andere Richtung entwickelte. Zwar tauchen gelegentlich die Figuren aus dem ersten Band auf, aber sie nahmen den Protagonisten kein Licht weg. Prinzipiell könntet ihr diesen Band auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Teil lesen. Hier wurde nur mal kurz am Rande Bezug auf vorherige Ereignisse genommen, aber nur so viel, wie es für die aktuellen Geschehnisse relevant war. Dennoch würde ich euch empfehlen „Killing Passion: Agnus“ zuerst zu lesen, weil das Familienkonstrukt der McKennas deutlicher zum Vorschein kommt.

Die Geschichte hatte reichlich überraschende Wendungen und durch den flüssigen Schreibstil flog ich förmlich durch die Ereignisse. Ein kleiner Wermutstropfen blieb, denn ein geplanter Sidekick war sehr offensichtlich und im Stillen hoffte ich immer, dass es eben nicht so kommen möge. Zumindest nicht im Zusammenhang mit einer anderen Figur. Diese Hoffnung hatte sich zwar nicht erfüllt, schmälerte aber dennoch nicht das atemberaubende Leseerlebnis.
Die Mischung aus Krimi, Thriller, unerfüllter Sehnsüchte und brennender Leidenschaft sowie starke Familienbande war so intensiv, dass diese Geschichte schon einen süchtig machenden Sog auf mich ausübte. Melanie Reichert ist es mit diesem Band gelungen, den ersten Band zu übertreffen. Eine Reihe, die ich im Auge behalten werde.

Fighting Passion: Braden von Melanie Reichert
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Einen Mafiasohn, der es satthat, ständig derjenige zu sein, der seine Familie enttäuscht. Und eine taffe Barchefin, die keine Angst vor diesem ständig brodelnden Braden McKenna hat. Eine explosive Mischung aus Wut, Begehrlichkeiten, Liebe und Familie trifft hier punktgenau aufeinander.

Lesen:

Ihr mögt romantische Thriller und stört euch nicht am Mafia Milieu? Dann ist das Buch auf jeden Fall etwas für euch. Hier sprudelt die Spannung und die Luft knistert vor Leidenschaft.

Weglegen:

Geschichten, in denen Menschen sich nicht an die Gesetze halten, sind euch zuwider? Dann bitte nicht zu diesem Buch greifen. Denn hier wird ungeschönt von den Geschäftszweigen einer Untergrundorganisation geschrieben.

Mal ehrlich:

Dieses Buch hat mich total überrascht. Nicht nur, weil die Geschichte so ganz anders als der erste Teil war, sondern auch, weil die Gefühle der beiden Protagonisten so intensiv gewesen sind.
Der Auftakt in die Geschichte war der Hammer. Die Szenerie wurde so plastisch beschrieben, als hätte ich mitten drin gestanden, in diesem Fight ohne Grenzen und Regeln. Dieses Gefühl trug mich durch die folgenden Seiten und ich hing gebannt an den Worten der Autorin.
Melanie Reichert gelang etwas ganz Wunderbares. Mit ihrer frei erfundenen Stadt „New Cloverton“ erschuf sie eine ganz eigene Welt, die sich aber stets real anfühlte. Ausgefeilte Charaktere belebten diesen so anschaulichen Ort und sorgten für viel Stimmung.
Die beiden Protagonisten hatte ich total ins Herz geschlossen und mochte sie sehr. Ihre Entwicklung war unglaublich bewegend und glaubwürdig. Vor allem Braden, der innerlich total zerrissen ist, war ein unglaublich fesselnder Charakter.
Für mich ist der zweite Teil eine unglaubliche Steigerung zum ersten Band und da nehme ich es der Autorin nicht krumm, dass sich ein Handlungsstrang exakt so entwickelt hatte, wie ich es schon fast zu Beginn geahnt hatte. Denn sie schaffte es immer wieder mir die Hoffnung zu schenken, dass ich mich irren würde.

Fazit:

Eine Mafia – Romanze, die ihren Namen voll verdient. Hier ging es unglaublich intensiv und spannend zu. Die Autorin deckte so viele unterschiedliche Gefühle ab, dass dieses bunte Potpourri zu einer explosiven Mischung wurde. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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