*Werbung durch Verlinkung*


© Cover: Alex Saskalidis

erschienen im Kafel Verlag
Veröffentlicht am 25. März 2019
ca. 315 Seiten
Band 10 der Zons-Reihe
in sich abgeschlossen
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Im Jahre des Herrn 1500 wird ein unbekannten, toter Junge vor den Toren von Zons gefunden. Der Arzt Josef Hesemann vermutet Gift als Todesursache. Bastian Mühlenberg, Stadtsoldat in Zons, macht sich auf die Suche nach dem Mörder und die Identität des Jungen. Doch schnell stößt er auf eine Mauer eisigen Schweigens und muss sich gleichzeitig mit einem nächtlich umherwandernden Untoten beschäftigen.
In der Gegenwart steht Kommissar Oliver Bergmann vor einem Rätsel. Eine junge Frau wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Während die Polizei fieberhaft ermittelt, schickt der Mörder dem Kommissar ein Päckchen. Darin enthalten ein gängiger Gegenstand und lateinische Worte. Was hat das alles zu bedeuten?

Auf den zehnten “Zons – Thriller” Band habe ich mich sehr gefreut. Ich mag die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit sehr. Thematisch passen die Morde zusammen, dies macht für mich den Reiz dieser Reihe aus. Auch gibt es reichlich Brücken, die von der Vergangenheit in die Neuzeit geschlagen werden, was der Geschichte eine Einzigartigkeit verleiht, die sich nun schon über zehn Bände erstreckt. Dabei ist jede Geschichte in sich abgeschlossen, lediglich die Hauptfiguren, Oliver Bergmann und Bastian Mühlenberg, sowie ihre engsten Vertrauten, tauchen immer wieder auf. Sie entwickeln sich auch während der Reihe weiter, dennoch kann dieses Buch ohne jegliche Vorkenntnisse genossen werden.
Geschildert wurde die Geschichte hauptsächlich vom personalen Erzähler. Dabei standen neben den Protagonisten auch mehrere andere Figuren im Fokus. Wen ich bei den kommenden Handlungen begleiteten durfte, wurde verständlich vermittelt.
Innerhalb eines Kapitels bewegte ich mich entweder in der Gegenwart oder aber in der Vergangenheit. Und nur die Figuren der entsprechenden Epoche kamen dann zu Wort und zu ihren Handlungen.
Auch in diesem Band kamen neue Figuren vor, am sympathischsten war mir der Novize Balthasar. Er war äußerst klug und war mir mit seiner Art sehr angenehm. Ich würde mich freuen, wenn er vielleicht ein fester Bestandteil der nächsten Teile dieser Reihe werden würde. Den Weg dazu wurde der Figur ja schon ein wenig geebnet.
Catherine Shepherd verstand es wieder einmal äußerst geschickt Spannung zu erzeugen und auch zu halten. Dieses Mal kam ich nicht auf den Mörder, weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit. Das Katz und Mausspiel war sehr überzeugend und wohldurchdacht aufgebaut worden.
Die Mischung aus Realität und Fiktion verschmolz zu einer wirklich fesselnden Geschichte. Hier kamen in beiden Zeitebenen auch wahre Gegebenheiten vor, was den Thriller nicht nur extrem interessant, sondern in mancherlei Hinsicht mein Wissen erweitert hatte.
Ich liebe ja historische Gegebenheiten und fand sehr interessant, was damals alles als Sünde angesehen wurde und wie hart das Leben in einem Kloster wirklich sein konnte. Auch die Beweggründe für ein Leben im Kloster fand ich teilweise erschreckend. Ja, nicht alles von früher war auch wirklich gut.
Der Schreibstil war ausgesprochen bildlich und locker leicht, sodass die unterschiedlichen Kulissen intensiv auf mich wirken konnten.
Der Aufbau war konsequent und logisch, einzelne, scheinbar lose Handlungsfäden, wurden geschickt im Laufe des Buches wieder miteinander verknüpft, sodass es am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergab.
Trotz aller Realitätsnähe gab es auch einen klitzekleinen mystischen Hauch in der Geschichte. Aber genau das liebe ich an dieser Reihe so. Dieser eine Faden spinnt sich nun schon durch alle Bände und ich kann von diesem einfach nicht genug bekommen. Denn die Vorstellung, dass so was möglich wäre, ist vielleicht hanebüchen, ich finde sie aber äußerst romantisch.

Fazit: Ein unglaublich packender Thriller, der wieder gekonnt die Vergangenheit und Gegenwart verknüpfte und mit viel Detailgenauigkeit und überraschenden Wendungen zu überzeugen wusste.


Vielen Dank an Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches