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© Cover: Amano Sakuya

erschienen bei Tokyopop GmbH
Veröffentlicht am 14. Juni 2018
Originaltitel: Konohana Kitan
Übersetzt von Hana Rude
ca. 192 Seiten
Band 1 der Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Nicht seine heiße Quelle macht das Gasthaus „Konohanatei“ zu etwas Besonderem, sondern seine Lage. Es ist an einem Ort errichtet worden, dass zwischen dem Dies- und dem Jenseits steht. Auch das Personal ist besonders, denn es handelt sich ausschließlich um Fuchsgeister. In diesem Gasthaus ist jeder Gast herzlich willkommen. Egal ob Gottheit, Tier oder ein Durchreisender ins Jenseits oder als Rückkehrer ins Diesseits. Jeder wird von den Fuchsgeistern freundlich bedient und seine Wünsche so gut es geht erfüllt.

Auf den Manga bin ich beim Stöbern in meinem Lieblingsladen aufmerksam geworden. Das in lila Tönen gehaltene Cover mit den zwei gut sichtbaren und dem halb verborgenen Fuchsgeist hat mich direkt angesprochen. Da mich auch der Klappentext neugierig gemacht hat, musste der Manga mit nach Hause.
Bis auf den Einband besteht der Manga gänzlich ohne Farbseiten. Das fand ich ein bisschen schade, denn ich hätte zu mindestens die anderen Fuchsgeister auch gerne koloriert gesehen. Aber die schwarzweißen Zeichnungen können definitiv überzeugen und hin und wieder gab es auch mal ein großflächiges Bild, das eine Doppelseite bedeckte. Die Panels waren gut gesetzt, sodass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, der Geschichte zu folgen. Ansonsten war die Aufteilung der Panels den Gegebenheiten der jeweiligen Szene angepasst worden. Bei emotionaleren Episoden waren die Panels größer und teilweise auch weniger detailliert gezeichnet, damit das zu transportierende Gefühl intensiver auf den Leser übergehen konnte. Insgesamt hat mir der Zeichenstil sehr gut gefallen. Die Fuchsgeister sind wirklich niedlich geworden und sind dennoch wunderbar voneinander zu unterscheiden. Kleinigkeiten (wie beispielsweise aufwendige Muster auf den Kleidungsstücken) erzeugten harmonische Gesamtkompositionen und auch die Mimiken und Gestiken der Figuren waren sehr gut zu deuten.
Das erste Kapitel spricht den Leser direkt an. Ich wurde als Gast des Konohanatei begrüßt und von der niedlichen Yuzu gab es einen ersten kleinen Einblick in diesen schönen Ort. Die Idee gefiel mir sehr gut und ich kam mit Leichtigkeit in die Geschichte. Jedem Gast wurde ein eigenes Kapitel gewidmet, sodass diese Einzelstorys schön abgeschlossen sind. Mittendrin ist immer das Personal und jeder Fuchsgeist hat seinen eigenen Charakter und Besonderheiten im Umgang mit den Gästen und dem Team.
Der Text war verständlich geschrieben, japanische Begrifflichkeiten wurden seitens der Redaktion mit einem Sternchen versehen und auch erklärt. So blieb ich immer im Fluss der Geschichte und konnte den Inhalt problemlos nachvollziehen.
Die Grundidee des Mangas hat mich überzeugt und die Gründe über den Besuch im Konohanatei waren vielfältig. Manches ging ans Herz, anderes zeigte die Sitten innerhalb der japanischen Kultur oder deren Mystik. Sie alle waren aber logisch durchdacht und liebevoll erzählt. Yuzu macht ihre Ausbildung im Konohanatei und muss demzufolge noch einiges über die Eigenheit und Hintergründe ihrer Gäste lernen. Auch die anderen Mitglieder des Teams kennenzulernen hat mir Spaß gemacht. Ich fand sie alle liebenswert.
Die Bonuszeichnungen am Ende „Alltag einer Dichterin“ sind zwar mehr skizziert als kunstvoll gezeichnet, spiegeln aber Sakuya Amanos Erlebnisse rund um den Manga wider. Das geschieht mit einer schönen Prise Humor, was mich oft zum Schmunzeln brachte.

Fazit: Ein toller erster Band mit einem Gasthaus das die unterschiedlichsten Gäste bewirtet. Mir hat es sehr gut gefallen, die Zeichnungen und auch der Text waren überzeugend. Ich freue mich auf den zweiten Band und bin sehr auf die nächsten Erlebnisse des Fuchsgeisterteams gespannt.

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