Normalerweise sind Fantasy Romane so gar nicht mein favorisierter Lesegeschmack. Doch in der Newsletter-Vorstellung vom Dryas Verlag war ich neugierig auf die Geschichte geworden. Also wollte ich diesem Buch eine Chance geben.

In meiner Rezension zu „Im Schatten der Sümpfe: Ein Auftrag für die Shifter Cops“ von Natalie Winter verrate ich euch, ob sich der Ausflug in das Urban-Fantasy Abenteur für mich gelohnt hat.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Dryas Verlag erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Im Schatten der Sümpfe: Ein Auftrag für die Shifter Cops von Natalie Winter
© Cover: Guter Punkt, München

Infos zum Buch
erschienen Dryas Verlag
Veröffentlicht 3. Januar 2018
ca. 250 Seiten
Band 1.1 der Reihe Shifter Cops
erhältlich als eBook

Klappentext

Kaja Lenoire war schon immer eine Einzelgängerin und hat nicht die Absicht, daran etwas zu ändern. Als ihre Chefin sie gemeinsam mit dem „Neuen“ nach Louisiana schickt, um dort den Mord an einem älteren Ehepaar zu untersuchen, ist die Pantherwandlerin nicht gerade begeistert.

Seth Ives ahnt, dass sein erster Fall als Shifter Cop nicht leicht sein wird, muss er doch zeigen, dass in ihm mehr steckt als ein gewöhnlicher Gestaltwandler. Nicht nur die Aufklärung des brutalen Doppelmords ist eine Herausforderung, sondern auch die Teamarbeit mit seiner neuen Partnerin.

© Klappentext: Dryas Verlag

Ich gebe es zu, Fantasy ist für mich eher das ungeliebte Kind. Aber der Klappentext hatte mich wirklich neugierig auf die Geschichte gemacht und ich hegte die Hoffnung, dass die Ermittlungsarbeiten der Hauptfiguren im Vordergrund stehen würden. Na ja, ein klein bisschen war ich auch neugierig auf die Gestaltwandler. Den Gedanken sich verwandeln zu können und sich dann die besonderen Fähigkeiten eines Tieres zunutze machen zu können, fand ich wirklich faszinierend.

Schon im ersten Kapitel, verstand es Natalie Winter, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie lockte mich nach Saint-Domingue im Jahre 1791 und ließ mich an einem Voodoo Ritual teilhaben. Die Atmosphäre war drückend und düster, gleichzeitig aber unheimlich interessant. Schon hier zeichnete sich der schön bildliche und sehr flüssige Schreibstil der Autorin ab.

Die restlichen elf Kapitel spielten in der Gegenwart und der Fokus lag auf der Protagonistin Kaja. Sie war mir, trotz ihrer schroffen Art männlicher Kollegen gegenüber, sehr sympathisch und ich habe sie gern bei ihren Ermittlungen begleitet. Sehr zu meiner Freude stand ihre Arbeit auch hauptsächlich in dieser Geschichte im Vordergrund, sodass ich sogar ihre Verwandlung in einen Panther unheimlich interessant fand.

Generell hatte Natalie Winter ein unglaublich intensives Gespür dafür plastisch beschriebene Szenen so zum Leben zu erwecken, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Dazu kamen sehr eindrucksvolle Orts- und Landschaftsbeschreibungen, sodass ich manchmal sogar das Gefühl hatte die Sümpfe riechen zu können.

Innerhalb der Geschichte gab es durchgängig Spannung, welche besonders vor gefährlichen Szenen oder unerwarteten Wendungen sprunghaft anstieg. So konnte ich mich das Geschehen von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten und ich flog nur so durch die Handlungen.

Und ja, Natalie Winter gelang etwas Unglaubliches für mich. Sie schaffte es eine fabelhafte Fantasie so kunstvoll mit der Realität zu verknüpfen, dass ich wirklich gern glauben möchte so eine Spezialeinheit wäre möglich.

Übrigens gehört „Im Schatten der Sümpfe: Ein Auftrag für die Shifter Cops“ zu einer Reihe, kann aber völlig autark gelesen werden. Ich kannte den ersten Band auch nicht und ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir hier auch gar nichts gefehlt hatte.

Im Schatten der Sümpfe: Ein Auftrag für die Shifter Cops von Natalie Winter
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein Krimi mit paranormalen Komponenten und einer toughen Cop-Pantherwandlerin.

Lesen:

Ihr mögt Geschichten, die einen ungewöhnlichen Genremix aufweisen? Dann wird euch das Buch mit Fantasy Elementen, die eingebettet in einen spannenden Krimi, wirklich gut unterhalten.

Weglegen:

Gestaltwandler gehören für euch nicht in unterhaltsame Kriminalgeschichten? Dann solltet ihr zu einem anderen Buch greifen. Hier müsst ihr lust auf ungewöhnliche Ermittler haben.

Mal ehrlich:

Dies war mein erstes Buch von der Autorin Natalie Winter und dann habe ich auch gleich zu einem Genre gegriffen, dass ich normalerweise nicht so gerne lese. Doch ich habe es überhaupt nicht bereut.
Durch Natalie Winters sehr eindrücklichen und flüssigen Schreibstil erwachten ihre erschaffenen Szenen zum Leben. Vor allem konnten mich die Beschreibungen von den übernatürlichen Kräften und ihrer verschiedenen magischen Varianten total begeistern. Das führte sogar dazu, dass ich mir im Anschluss gerne vorstelle, dass es so eine Einheit wirklich geben kann.
Selbst wer, so wie ich, keinerlei Erfahrungen und Wissen rund um Gestaltwandler hat, wurde hier komplett abgeholt. Alles wurde verständlich erklärt, sodass keine Fragen mehr bei mir offengeblieben sind.

Fazit:

Krimiliebhaber, die auch gerne mal offener sind, was die Ermittler betrifft, werden hier wirklich eine überzeugende Geschichte vorfinden.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

Lust auf eine sexy Gestaltwandler-Geschichte? Dann empfehle ich euch:
Different World von Kitty Stone