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Mission Microraptor – Immer Ärger mit Arty hat mich mit seinem Cliffhanger wirklich hängen lassen. Ungeduldig habe ich auf den zweiten Band gewartet und war sehr erleichtert, als er endlich bei mir angekommen ist. Schnell habe ich mich ans Lesen gemacht.

In meiner Rezension „Mission Microraptor – Arty in Gefahr!“ von Philip Kavvadias könnt ihr nachlesen, ob sich die Fortsetzung für mich gelohnt hat.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Magellan erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst


Mission Microraptor - Arty in Gefahr! von Philip Kavvadias
© Umschlaggestaltung: Romy Schulz

Infos zum Buch
erschienen bei Magellan
Veröffentlicht 16. Juli 2026
Originaltitel Mission Microraptor (S. 183 – 329)
Übersetzt von Franca Fritz und Heinrich Koop
Illustriert von Falk Holzapfel
Empfohlenes Lesealter Ab 10 Jahren
ca. 160 Seiten
Band 2 der Serie Mission Microraptor
erhältlich als Gebundenes Buch
 

Klappentext

Das Dinosaurier-Abenteuer mit Microraptor geht weiter!

Fast hätten Finn und Milo es geschafft, Arty in Sicherheit zu bringen. Doch im letzten Moment ist es Colonel Red Harrington und seinen Männern gelungen, sie inmitten des Schwarzwalds aufzuspüren und in das SapientEx -Geheimversteck zu verschleppen. Die beiden sitzen ganz schön in der Patsche, aber Aufgeben ist keine Option! Finn und Milo müssen all ihre neu er-worbenen Agentenfähigkeiten einsetzen, denn es gilt nicht nur, SapientEx zu entkommen, sondern auch den Maulwurf zu enttarnen, der sich scheinbar in die Reihen des British Museum of Natural History eingeschlichen und sie verraten hat …

Packende Action und scharfer Humor – ein Dino-Buch ab zehn Jahren, für alle, die das Abenteuer suchen. Mit vielen Illustrationen von Falk „Zapf“ Holzapfel.

Weitere Bände der Reihe: Mission: Microraptor – Immer Ärger mit Arty (Band 1) Band 3 erscheint im Frühjahr 2027

© Klappentext: Magellan

Mission Microraptor – Arty in Gefahr! passt mit seinem Cover optisch perfekt zum ersten Band. Schon beim Aufschlagen begeistern mich die Extras. Im vorderen Buchdeckel gibt es wieder ein cooles Personenregister in Aktenoptik mit Kurzinfos zu neuen und bekannten Figuren, während hinten ein perfekt auf diesen Band angepasstes Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund ums Militär wartet. Ebenso perfekt auf die Zielgruppe ab zehn Jahren ausgelegt ist das Zusammenspiel aus längeren Textpassagen, Dialogen und Bildern. Die Illustrationen von Falk Holzapfel sind überwiegend in Grautönen gehalten und einzelne Elemente werden durch ein knalliges Orange hervorgehoben, wodurch der Kontrast toll zur Geltung kommt. Ihm gelingt es wieder hervorragend auf den Punkt zu zeichnen. Die Figuren und ihre Mimik spiegeln die jeweilige Atmosphäre perfekt wider. Die Größe der Zeichnungen variiert. Größere Illustrationen zeigen oft eine ganze Szene und nehmen viel Platz ein, während kleinere Bilder den Text wunderbar beleben.

Die Geschichte setzt genau an der Stelle an, an der mich der fiese Cliffhanger emotional zurückgelassen hat. Ich bin sofort wieder mitten im Geschehen. Obwohl sich Finn, Milo und Arty in unmittelbarer Gefahr befinden, versuchen sie, ruhig zu bleiben. Das verdanken sie Milo, der wieder einmal mit seinem geballten Wissen den Überblick behält. Trotzdem endet ihr Weg abrupt und die drei geraten in die Fänge der Bösewichte. Colonel Red Harrington bringt seine Gefangenen in das Geheimversteck der Firma. Nach den Survival-Szenen aus „Mission Microraptor – Immer Ärger mit Arty“ landen sie nun in einem streng gesicherten, sterilen Hightech-Forschungslabor. Eigentlich mag Finn Bequemlichkeit, gutes Essen und Sofas viel lieber als den kalten Wald. Doch in dieser neuen Umgebung fühlt er sich völlig fehl am Platz, weil ihm Arty so sehr fehlt. Er würde sofort wieder zurück in die Wildnis gehen, wenn er dafür nur seine Freundin wiederhaben könnte. Wie schon im ersten Band wird dadurch deutlich, wie stark die Bindung zwischen den beiden ist.

Die Gefahr ist hier noch lange nicht vorbei, denn die Bedrohung geht nun von den zwielichtigen Forschern und ihren geheimen Experimenten aus. Dieses Mal werden die Antagonisten für mich jedoch viel greifbarer, weil ich sie mit Finn und Milo näher kennenlerne. So werden ihre Motive deutlicher und auch, wie bedrohlich sie für Arty sind. Natürlich sind die Bösewichte ein wenig klischeebehaftet, aber das passt hier gut zur Story. Besonders Dr. Imelda Rammstein finde ich mit ihrem Aussehen ungewöhnlich skizziert, denn sie wird nicht nur optisch wie eine Eidechse beschrieben, sondern sogar „Oma Eidechse“ genannt, was einfach witzig ist.
Durch Finns Ich-Perspektive und seine humorvollen Gedanken verliert die Brutalität der Szenen ihren Schrecken. Seine Witze in brenzligen Situationen bringen eine wunderbare Leichtigkeit rein, zumal er im Kopf schon direkt an Plänen arbeitet, um das Blatt zu wenden. Obwohl Milos Expertise wieder gefragt ist, bekommt er dieses Mal etwas weniger Möglichkeiten, sein Wissen zu teilen, was es bisschen schade ist. Aber ich finde es schön, wie die beiden gemeinsam alles daran setzen, ihre Lage zu verbessern. Geheimagentin Lara ist dagegen eher zu einer Randfigur geworden. Sie agiert als eine Art Mentor für die Jungs, glaubt fest an ihre Fähigkeiten und sieht langsam ein, dass Arty und Finn einfach zusammengehören.

Aus der bisherigen Flucht wird jetzt ein richtig packender und actionreicher Agententhriller. Dass die Handlung stellenweise herrlich überzogen ist, macht für mich gerade den großen Reiz aus. Wenn Finn beispielsweise dank seiner extremen Zockererfahrung plötzlich einen Hubschrauber steuern muss oder die Jungs die Gegner mit völlig verrückten Einfällen täuschen, ist das richtig spannend und vor allem temporeich. Ich finde es super, dass Philip Kavvadias Finns Leidenschaft als Gamer und Faulenzer gar nicht negativ behaftet. Im Gegenteil, durch die Erfahrung am Controller ist er überhaupt erst in der Lage, den Hubschrauber zu fliegen. Mir gefällt die Idee dahinter etwas, das Eltern im Alltag ja oft nervt, in etwas Positives umzuwandeln, auch wenn das für die meisten Kinder natürlich rein hypothetisch bleibt.

Der Schreibstil ist rasant und humorvoll, dass ich förmlich durch die Seiten fliege. Richtig cool finde ich auch, dass Fachbegriffe sowie wissenschaftliche und technische Geräte geschickt in die Handlung eingewoben und so erklärt werden, dass Kinder sie problemlos verstehen. Da lerne sogar ich noch was dazu.
Mir gefällt es sehr, dass sich der zweite Band sinnvoll weiterentwickelt. Den Freunden ist klar, dass eine Flucht auf Dauer keine Lösung ist und sie aktiv werden müssen. Dafür ist Kreativität gefragt und sie müssen lernen, ihre eigenen Ängste zu überwinden. Mir gefällt dabei, dass diese Sorgen nicht verharmlost werden, sondern dass ihnen sehr nachvollziehbar aufgezeigt wird, wie sie sich ihnen Schritt für Schritt stellen können. Unterschwellig vermittelt das Buch nicht nur Freundschaft und unerschütterlichen Zusammenhalt, sondern zeigt auch, dass in jedem von uns ein eigenständiger kleiner Held steckt. Dass sich Finn und Milo schlüssig weiterentwickeln, macht die Story noch besser und mir Lust auf weitere spannende Abenteuer.

Der Showdown baut sich konsequent auf und ist richtig packend umgesetzt. Sehr schön finde ich, dass Mission Microraptor – Arty in Gefahr! danach noch ein bisschen gemäßigter ausklingen kann und mich dennoch berührt. Zum Schluss wird sogar schon die nächste Mission ganz leicht angeteasert. Jetzt kann ich mich entspannt auf den dritten Band freuen, ohne dieses Mal auf glühenden Kohlen sitzen zu müssen.


Mission Microraptor - Arty in Gefahr! von Philip Kavvadias
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein rasanter und lustiger Agententhriller für Kinder ab 10 Jahren mit einer ordentlichen Portion Action und einem kleinen Urzeitvogel als Sidekick.

Lesen:

Wenn ihr Action-Abenteuer mögt, die extrem viel Tempo haben, euch mit packenden Verfolgungsjagden fesseln und durch lustige Gedanken immer eine spürbare Leichtigkeit behalten.

Weglegen:

Wenn ihr eine absolut realistische Agentengeschichte mit hochkomplexen Missionen ohne übertriebene Zufälle sucht, dann werdet ihr an diesem turbulenten Abenteuer wenig Freude haben.

Mal ehrlich:

Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung gewartet. Der fiese Cliffhanger von Band 1 hat mich umgetrieben und endlich kann ich lesen, wie es weitergeht. Ich starte auch direkt an der Stelle, an der ich Finn, Arty und Milo verlassen musste, und es ist, als wäre ich nie weggewesen. Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass die drei sich aus ihrer verzwickten Lage irgendwie selbst befreien können, doch das wäre wohl zu abenteuerlich gewesen. Stattdessen verlassen wir den schönen Schwarzwald und werden zu einem geheimen Hochsicherheitslabor gebracht, das schon ein bisschen militärisch anmutet.
Dass der Schauplatzwechsel jetzt so einen harten Kontrast zum ersten Band hat, gefällt mir richtig gut und er mindert auch nicht die Bedrohung, in der Arty schwebt.

Finn und Milo müssen wieder über sich hinauswachsen, wenn sie nicht kampflos aufgeben wollen. Besonders mag ich, dass Finn mit seinen Witzen in den unmöglichsten Gefahrenlagen nicht nur den Schrecken mindert, sondern auch eine Leichtigkeit ins Geschehen bringt, die mich oft schmunzeln lässt. Schön ist zu sehen, wie die Jungs als Team funktionieren. Selbst wenn Finns chaotische Pläne, die Gegner auszutricksen, gründlich schiefgehen und alles nur noch komplizierter machen, stärkt Milo ihm wortlos den Rücken. Die beiden gleichen ihre Schwächen gegenseitig perfekt aus.

Manche Szenen in diesem ganzen Chaos sind herrlich überdreht. Aber ich streife hier das Science-Fiction-Genre und genau das macht auch den riesigen Reiz aus. Denn die Geschichte unterhält verdammt gut und kommt komplett ohne den erhobenen Zeigefinger aus. Da darf eine waschechte Couch-Potato eben auch mal ihr exzessives Zocker-Know-How nutzen, um in einer brenzligen Situation eine total abgedrehte Aktion à la James Bond hinzulegen, die nicht nur die Gegner ins Staunen versetzt.

Die Story ist absolut spannend, supertemporeich und macht mir riesigen Spaß. Besonders liebe ich es, dass Philip Kavvadias diese vermeintlichen Schwächen der Jungs auf so coole Weise ins Positive umkehrt. Auch ihre Ängste werden mit einer angenehmen Ernsthaftigkeit behandelt und nicht einfach belächelt. Es gibt hilfreiche Anregungen, wie sie sich ihnen aktiv stellen können.

Der Schreibstil ist wieder rasant und humorvoll, dass ich nur so durch die Seiten fliege und mich vom packenden Showdown mitreißen lasse. Zum Glück kommt das Ende ohne einen fiesen Cliffhanger aus und dennoch ertappe ich mich beim Schließen des Buches, wie ich direkt am Spekulieren bin, wie es wohl weitergeht.

Fazit:

Mission Microraptor – Arty in Gefahr! ist eine richtig spannende und gelungene Fortsetzung. Die Mischung aus rasanter Action und Humor unterhält mich bis zur letzten Seite.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

Ihr kennt Arty, Finn und Milo noch nicht?
Dann solltet ihr unbedingt mit Band 1 beginnen.
Mission Microraptor – Immer Ärger mit Arty von Philip Kavvadias