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Manchmal entdecke ich in der Programmvorschau genau die Art von Geschichte, die mich sofort neugierig macht. How to Lose a Lord in 10 Days hat mich direkt angesprochen, weil die Mischung aus Regency‑Setting, Humor und einer Heldin, die sich nicht einfach in eine Ehe drängen lässt, nach einer wunderbar leichten und charmanten Story klang. Ich wollte etwas zum Schmunzeln, etwas mit Herz und einem Hauch Chaos, und so wanderte dieses Buch ohne Zögern auf meine Leseliste.

In meiner Rezension „How to Lose a Lord in 10 Days“ von Sophie Irwin erzähle ich euch, wie gut es mich wirklich unterhalten hat.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Droemer Knaur erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst


How to Lose a Lord in 10 Days von Sophie Irwin
© Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, München

Infos zum Buch
erschienen bei Droemer Knaur
Veröffentlicht 1. Juli 2026
Originaltitel How to Lose a Lord in 10 Days
Übersetzt von Hannah Brosch
ca. 432 Seiten
erhältlich als Taschenbuch, Hörbuch und EBook
 

Klappentext

Die neue große historische RomCom von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sophie Irwin

Er will sie zur Frau. Sie will ihn loswerden. Sind sie nicht perfekt füreinander?

Lord Ashford ist berühmt, reich und gut aussehend – jede Frau in England will ihn heiraten. Schade nur, dass er Miss Lydia Hanworth einen Heiratsantrag gemacht hat, der einzigen Frau, die ihn nicht haben will. Lydia, die von ihrer Familie unter Druck gesetzt wurde, Ashfords Antrag anzunehmen, ist fest entschlossen, sich aus dieser mit Sicherheit lieblosen Ehe zu befreien – denn sie könnte niemals jemanden lieben, der so furchtbar arrogant und verklemmt ist wie Ashford. Auf der berüchtigtsten Hausparty des Jahres treffen sie aufeinander, und zehn Tage vor der Bekanntgabe der Verlobung will Lydia alles tun, um Ashford ein für alle Mal loszuwerden. Selbst wenn das bedeutet: schlecht erzogen, schrecklich gekleidet, hohlköpfig und so unglaublich irritierend zu sein, dass Ashford den Tag bereuen wird, an dem er sie jemals zu Gesicht bekommen hat. Eigentlich kann nichts schiefgehen. Außer natürlich, sich zu verlieben …

Romantisch, spannend und ungeheuer witzig: Enemies to Lovers im England der Regency-Zeit

© Klappentext: Droemer Knaur

How to Lose a Lord in 10 Days holt mich in dem Moment ab, als Lydia Hanworth erfährt, dass niemand Geringeres als der Marquess of Ashford, Earl of Bath und zukünftige Duke of Ancaster um ihre Hand anhält. Für Lydia, die lediglich aus einer bürgerlichen Tuchhändlerfamilie entstammt, ist unbegreiflich, warum der begehrteste Junggeselle der Londoner Gesellschaft ausgerechnet sie zu ehelichen wünscht. Während sie noch versucht, sich einen Reim daraus zu machen, und ihre Tante Agatha ganz aus dem Häuschen ob dieser wundervollen Nachricht ist, weiß ich eins gewiss. Heiraten wird Lydia ihn auf gar keinen Fall. Sie findet ihn hochmütig und kann ihn nicht leiden. Außerdem möchte sie nur aus Liebe heiraten, so wie es immer in den Romanen steht, die sie gerne liest.

Doch so einfach kann sie keinen Antrag ablehnen. Schon hier zeigt sich mir, wie streng das Regency‑Zeitalter mit seinen klaren gesellschaftlichen Erwartungen und der fehlenden Selbstbestimmung für Frauen ist. Lydia hat weitaus weniger Rechte als ihr Bruder Pip, ist als Mündel von dem Willen ihrer Verwandten abhängig und kann einen solchen Antrag nicht ohne gesellschaftliche Konsequenzen ausschlagen. Dieser Hauch von Gesellschaftskritik, der das eingeschränkte Leben der Frauen damals beleuchtet, beeindruckt mich tief. Obwohl das Dilemma für Lydia sehr real ist, sprudelt schon hier der großartige Humor durch die Seiten. Schnell wird mir klar, dass sie genau weiß, was sie möchte, und sie hat auch einen Plan, wie sie einen Skandal verhindert und ihre Freiheit sichern kann. Noch soll die Verlobung für genau zehn Tage geheim bleiben. Diese Zeit sollte ausreichen, um Ashford dazu zu bewegen, von den Heiratsabsichten abzusehen. Zum Glück muss sie diesen Plan nicht alleine ausführen, denn ihr Bruder Pip reist mit ihr gemeinsam nach Hawkscroft House, wo Ashfords Cousine zu einer exklusiven Hausgesellschaft geladen hat.

Durch den leichten und sehr humorvollen Schreibstil versinke ich sofort in How to Lose a Lord in 10 Days, die mir stets ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Jeder Charakter ist mit ganz viel Liebe ausgearbeitet und alle haben besondere Eigenheiten. Lydia und Pip schließe ich direkt ins Herz. Lydia begeistert mich mit ihrem Kalkül und ihrem Optimismus, während Pip als angehender Detektiv alles und jeden erst einmal verdächtig findet. Die beiden sind ein tolles Geschwistergespann und mischen die steife Adelsgesellschaft ordentlich auf.
Lydias Auftreten, ihre absichtlich unvorteilhafte Kleidung und das Vortäuschen von wenig Intelligenz geschehen mit so viel Witz und Charme, dass ich mich köstlich amüsiere. Lydia nutzt konsequent die wenigen Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, um die Verlobung ohne echten Skandal zu lösen. Ich hätte es an ihrer Stelle wohl genauso gemacht. Besonders stark finde ich, dass sie sich teilweise durchaus selbst für diese Aktionen schämt, dieses Gefühl aber für ein höheres Ziel, ihre Unabhängigkeit bereitwillig opfert. Das verleiht ihr eine tolle Tiefe, auch im Zusammenspiel mit dem so emotional distanzierten und sachlich orientierten Ashford. Er bemüht sich redlich, ihre Eigenheiten wegzulächeln, während es langsam in ihm zu brodeln beginnt. Hinzu kommen die schnellen und spritzigen Dialoge, die nicht selten in hitzigen Wortgefechten enden.

Auch das Setting gefällt mir großartig. Die mehrtägige, dekadente Hausparty auf Hawkscroft House zeigt sehr anschaulich, mit welchen Lustbarkeiten sich die damalige Elite die Zeit vertrieben hat. Zu Beginn ist die Einführung der vielen Adelstitel und Nebenfiguren eine kleine Herausforderung, zumal sich Lydia einen Spaß daraus macht, die Personen mit falschen Anreden zu necken. Durch die klaren Eigenheiten der Charaktere und ihre unterschiedlichen Vorlieben und feinen Besonderheiten kann ich sie aber schnell auseinanderhalten.

Der personale Erzähler führt mich durch diese Geschichte und bleibt dabei sehr nah an den Figuren. Im Vergleich zu Lydia darf ich Ashford zwar seltener begleiten, aber ich liebe diese Einblicke ebenso. Ich erhalte die Chance zu verstehen, warum sie so handeln. Zu Beginn mag ich Ashfords kühle, reservierte Art noch nicht besonders. Dennoch empfinde ich manchmal Mitleid mit ihm, weil Lydia mit ihrem Verhalten und Auftreten all das unterläuft, was er sich über sie vorgestellt hat. Er hält sie für brav und sittsam und versteht nicht, warum sie sich plötzlich so anders zeigt. Gleichzeitig findet eine Veränderung in ihm statt, seit Lydia ihm so zusetzt. Als er dahinterkommt, warum sie sich plötzlich unmöglich verhält, erreicht der Spaß seinen Höhepunkt. Ab diesem Zeitpunkt schließe ich auch ihn ins Herz, denn er legt die größte Entwicklung hin. Ich liebe die Mischung aus den absurden Streichen unter dem Deckmantel des vornehmen Vokabulars und dem hitzigen Schlagabtausch voller satirischer Spitzen.

Zwischen all der Leichtigkeit entfalten sich Nebenstränge, die dem Roman eine überraschende Tiefe geben. Es wird beleuchtet, wie unterschiedlich die Wünsche für ein glückliches Leben aussehen können und in wie vielen Facetten Liebe existiert, sei es als Geschwisterliebe oder in anderen tiefen Bindungen. Besonders gut gefällt mir, dass Pip einen kleinen Kriminalfall bekommt, den es aufzuklären gilt. Diese Nebenstränge bringen viel Dynamik in die Geschichte. Zwischen all dem Spaß schleichen sich immer wieder ruhige Momente ein. Wer bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen, entdeckt hier wichtige Themen wie psychische und verbale Gewalt in Ehen. Sophie Irwin arbeitet das meisterhaft aus, indem sie zeigt, wie schnell Ashford solche Missstände erkennt, während Lydia sie ausgerechnet wegen ihrer romantischen Vorstellungen übersieht.

Mit jeder Seite wächst die Spannung und das Ganze vermengt sich zu einem packenden Mix aus humorvoller Liebesgeschichte, Krimi und Drama. Der unerbittliche Countdown bis zum zehnten Tag sorgt für eine spürbare Dynamik, bei der alles auf ein großes Chaos zusteuert, sodass ich gebannt an den Zeilen hänge. Der Maskenball am letzten Tag bildet dabei den perfekten Höhepunkt, an dem all die verschiedenen Fäden konsequent zusammenlaufen. Dabei berührt mich ein Moment mehr, als ich erwartet hätte. Und Sophie Irwin überrascht mich mit einer Auflösung, die perfekt zur Geschichte passt. Ich wollte eine humorvolle romantische Komödie und habe sie eindeutig bekommen. Gleichzeitig liebe ich, dass How to Lose a Lord in 10 Days trotz seiner Leichtigkeit Raum für ernste Themen lässt, ohne sie kleinzureden. Ich bin restlos begeistert und empfehle diesen wunderbaren Roman jedem, der eine humorvolle Geschichte mit echter Tiefe sucht.


How to Lose a Lord in 10 Days von Sophie Irwin
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine humorvolle, schlagfertige und überraschend tiefgründige Regency‑Liebesgeschichte, in der eine junge Frau mit viel Witz und eigenem Kopf versucht, eine ungewollte Verlobung wieder zu lösen.

Lesen:

Wenn ihr Romane mögt, die trotz einer spritzigen Rom-Com-Stimmung auch ernste gesellschaftliche Themen, echte Charaktertiefe und eine kleine Prise Detektiv-Spannung miteinander verbinden.

Weglegen:

Wenn ihr eine historisch sehr akkurate Regency‑Romance ohne moderne Einflüsse sucht oder ein Buch wollt, das ausschließlich leicht und albern bleibt, dann ist diese Geschichte nicht die richtige Wahl.

Mal ehrlich:

How to Lose a Lord in 10 Days liebe ich von der ersten Seite an. Lydia Hanworth mag ich direkt, weil sie mit einer erfrischenden Mischung aus Klarheit, Witz und eigenem Kopf durchs Leben geht. Der Schreibstil ist leicht, lebendig und voller herrlich auf den Punkt gebrachter Situationskomik, die mir sofort gute Laune macht.
Alles beginnt damit, dass ausgerechnet der arrogante Schnösel Lord Ashford um ihre Hand anhält. Während ihre Tante vor Begeisterung beinah in Ohnmacht fällt, ist Lydia geschockt. Sie heiratet den auf gar keinen Fall. Auf gesellschaftlichen Druck muss sie zwar Ja-sagen, doch sie ist fest entschlossen, Ashford dazu zu bringen, die Verlobung wieder zu lösen.
Mit diesem Vorhaben reist sie zur legendären Hausparty von Lady Phoebe Henley nach Hawkscroft House, wo in zehn Tagen die offizielle Bekanntgabe stattfinden soll. Zum Glück ist sie nicht allein unterwegs, denn ihr Bruder begleitet sie. Pip ist ein begeisterter Hobby‑Detektiv, der durch Zufall Londons Polizei bei der Festnahme eines Diebes geholfen hat und sich seitdem voller Eifer ausbilden lässt. Auf der Party wittert er seine große Chance, seine Fähigkeiten zu beweisen, und unterstützt Lydia mit scharfem Blick, klugen Beobachtungen und seiner herrlich eigenwilligen Art.
Lydias Ideen, mit denen sie Ashford davon überzeugen will, dass sie eine völlig ungeeignete Partie für ihn ist, sind grenzenlos. Ich muss ständig lachen und freue mich mit ihr, wenn wieder einer ihrer Einfälle funktioniert hat. Gleichzeitig gewährt der personale Erzähler wenige Einblicke in Ashfords Sicht, die mich manchmal sogar ein wenig mit ihm mitfühlen lassen, weil er so gar nicht versteht, was plötzlich mit Lydia los ist.
Zwischen all dem Spaß finden sich immer wieder ruhigere Momente und kleine Nebenstränge, die zeigen, dass hinter der glänzenden Fassade der feinen Gesellschaft nicht alles so harmonisch ist, wie es scheint. Auch greift die Autorin geschickt auf, wie wenig Entscheidungsfreiheit Frauen im Regency‑Zeitalter hatten und wie eng die gesellschaftlichen Erwartungen waren. Diese Szenen verleihen dem Roman eine leise Ernsthaftigkeit, die sich wunderbar mit der humorvollen Leichtigkeit verbindet.
Ich liebe die vornehmen hitzigen Wortgefechte zwischen den beiden, die überraschenden Wendungen und den klitzekleinen Kriminalfall. All das sorgt dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen kann und mit Begeisterung aufs Finale zusteuere. Das holt mich vollständig ab, und ich liebe das Ende, das absolut stimmig zu dieser unterhaltsamen Geschichte passt.

Fazit:

How to Lose a Lord in 10 Days vereint auf herrliche Weise Rom‑Com‑ und Krimielemente mit tiefgründigen Zwischentönen. Die lebendigen Charaktere und das stimmige Regency‑Setting schaffen eine wunderbare Mischung aus Humor, Atmosphäre und Tiefe.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

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