Meine letzte Kurzgeschichte von Grace C. Stone liegt nun bereits zwei Monate zurück. Höchste Zeit also, wieder in das faszinierende Universum der amerikanischen Mafia einzutauchen.
In meiner Kurzrezension „American Mafia: Dallas Demand“ von Grace C. Stone erfahrt ihr, welche Eindrücke und Überraschungen mich dieses Mal erwartet haben.
Leseexemplar
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

© Cover: Grace C. Stone
erschienen bei Independently published
Veröffentlicht 14. März 2026
ca. 113 Seiten
Band 35 der Reihe American Mafia
erhältlich als EBook
Klappentext
Mafia Romance Dominante Männer, widerspenstige Frauen und prickelnde Leidenschaft. Die Teile der American Mafia sind in sich abgeschlossen, aber hier und da durch wiederkehrende Personen miteinander verbunden.
© Klappentext: Grace C. Stone
Der Einstieg ist ruhig. Ich lerne Rafael kennen, der vom Freund seines Vaters gebeten wird, auf dessen Tochter Lillian aufzupassen, während sie in Dallas versucht, ins Cheerleader Team der Dallas Cowboys aufgenommen zu werden. Sie soll bei ihm wohnen und er ihr einen Job verschaffen, damit sie die Zeit zwischen den Trainings sinnvoll nutzt.
Weder Rafael noch Lillian sind begeistert von der Idee, doch sie finden schnell einen Umgang miteinander. Als ich Lillian schließlich selbst kennenlerne, wird mein erster Eindruck, der stark von Rafaels Perspektive geprägt ist, direkt korrigiert. Sie ist keine naive junge Frau, sondern steht fest im Leben. Ihr Marketingabschluss kommt Rafael gelegen, da er für seine Club Eröffnung genau diese Expertise braucht. Das Clubmodell, das sich wie ein roter Faden durch die Mafiareihe zieht, führt immer wieder Figuren aus anderen Büchern zusammen und verknüpft die Nebenhandlungsstränge auf natürliche Weise.
American Mafia: Dallas Demand beginnt als klassische Contemporary Romance, und besonders die langsame, nachvollziehbare Entwicklung der Beziehung zwischen Rafael und Lillian gefällt mir gut. Aus anfänglicher Skepsis wird Vertrautheit, aus kleinen Reibereien entsteht Anziehung. Diese Entwicklung wirkt stimmig und trägt die erste Hälfte der Geschichte sehr gut.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, überwiegend aus Sicht von Lillian und Rafael, im Nebenstrang auch durch Veronica. Dadurch bin ich nah an ihren Gedanken und Gefühlen, was die emotionale Bindung verstärkt und die Konflikte greifbarer macht.
Lillian gefällt mir besonders gut. Ihr Ehrgeiz und ihr strategisches Denken machen sie zu einer starken Protagonistin.
Auch Rafael überzeugt mich. Trotz seines Kontrollbedürfnisses überschreitet er bei ihr keine Grenzen, sondern steht hinter ihrem Traum. Die erotischen Szenen sind zwar nicht zahlreich, aber deutlich und direkt beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Dialoge tragen viel zum Lesefluss bei.
Später rückt ein Nebenstrang stärker in den Vordergrund, der bereits in American Mafia: Santa Cruz Need angelegt wurde. Der Konflikt zwischen Veronica und Nathan flammt erneut auf, sodass die Atmosphäre direkt ins Bedrohliche kippt. Der Kontrast zwischen der Beziehung von Lillian und Rafael und von Veronica und Nathan hebt die Unterschiede zwischen freiwilliger Nähe und erzwungener Bindung klar hervor. Dadurch entsteht eine zusätzliche inhaltliche Tiefe, die über die reine Liebesgeschichte hinausgeht.
Der Hauptstrang rund um Lillian und Rafael wird dabei zufriedenstellend abgeschlossen. Der Nebenstrang lässt mich mit dem fiesen Cliffhanger ungewiss zurück, weil unklar bleibt, was genau vorgefallen ist und wie Veronica damit umgehen wird.
Fazit:
Eine stimmige Romance mit spürbarer Entwicklung und genau der richtigen Prise Spannung, die durch den düsteren Nebenstrang an Schärfe gewinnt und neugierig auf mehr macht.
*Das Buch ist nur bei Amazon erhältlich*