Der Start ins neue Lesejahr war für mich richtig klasse.
Gleich das erste Buch war ein Volltreffer und hat mich wunderbar in den Januar begleitet. Selbst mein obligatorischer Klassiker zum Jahresbeginn, diesmal war es die Schmuckausgabe von Dr. Jekyll und Mr. Hyde und andere Gruselgeschichten aus dem Coppenrath Verlag, konnte mich zumindest mit der Hauptgeschichte überzeugen, auch wenn die übrigen Erzählungen nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben.
Dafür haben mich alle anderen Bücher richtig begeistert. Ich habe sogar ein paar Mangas erneut zur Hand genommen.
Und zwischen all diesen Geschichten gab es ein Buch, das mich besonders überrascht und tief berührt hat.

© Foto: Monique Meier
Wie bist Du auf das Buch aufmerksam geworden?
Durch die Adventskalender‑Geschichte Once Upon an Irish Winter, die mich völlig überrascht und tief berührt hat. Diese kleine Vorgeschichte hat mich so neugierig gemacht, dass ich die Hauptreihe unbedingt lesen muss.
Was hat Dich als erstes angesprochen und warum?
Ganz klar das irische Setting und die Mischung aus Atmosphäre, Herzklopfen und historischem Flair.
Was waren Deine Erwartungen an die Geschichte?
Ich habe eine atmosphärische, emotionale und vielleicht auch etwas düstere Liebesgeschichte erwartet. Was ich bekommen habe, war viel intensiver, härter und gleichzeitig berührender, als ich es mir vorgestellt habe.
Was hat Dich am meisten am Buch beeindruckt?
Die Authentizität. Kristin MacIver beschönigt nichts: Machtmissbrauch, Gewalt, politische Intrigen, all das wird ungefiltert gezeigt. Gleichzeitig gelingt es ihr, Viviennes Mut und Sehnsucht so greifbar zu machen, dass ich jede Emotion mitgefühlt habe.
Hast Du es verschlungen oder genossen?
Beides. Ich habe es verschlungen, weil mich die Geschichte nicht losgelassen hat und gleichzeitig bewusst genossen, weil die Atmosphäre so dicht und intensiv ist.
Ab wann war Dir klar, dass dies dein Lesehighlight für den Monat wird?
Tatsächlich hatte ich ursprünglich ein anderes Buch als Lesehighlight im Blick. Doch Limerick Love. Break the Rules hat mich mit seiner Geschichte so sehr vereinnahmt, dass es am Ende mein Highlight werden musste.
Wie würdest Du das Buch in drei Worten beschreiben?
Atmosphärisch. Hart. Berührend.
Warum ist es Dir im Gedächtnis geblieben?
Weil es mich emotional komplett erwischt hat. Die Mischung aus historischer Härte, Viviennes innerem Kampf und die leise, aber kraftvollen Liebesgeschichte hat mich auch außerhalb der Lesezeit sehr beschäftigt.
Warum sollte Dein Monatshighlight unbedingt gelesen werden?
Weil es eine Geschichte ist, die nicht nur unterhält, sondern bewegt. Sie zeigt die Stärke einer jungen Frau in einer gnadenlosen Zeit und erzählt eine Liebesgeschichte, die nicht besitzen will, sondern Mut schenkt.
Wem empfiehlst Du das Buch?
Allen, die historische Romane mit Slow‑Burn‑Romance mögen, die ohne Kitsch auskommen.
Gibt es schon deine Rezension zu dem Buch?
Ja. Ihr findet sie bereits >>> hier <<< auf meinem Blog.
Gab es noch andere Bücher in diesem Monat, die Dich auch fasziniert oder verzaubert haben?
Auf jeden Fall.
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast entführt in eine düstere Dystopie, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Atmosphäre ist durchweg bedrückend und spannungsgeladen, doch immer wieder blitzt eine zarte Liebesgeschichte auf, die dem Ganzen eine überraschende Wärme verleiht. Und dann – ein fieser Cliffhanger, der lange nachhallt.
Die Kunst, nicht auf alles zu reagieren: Die eine Erkenntnis, die dein Leben verändert von Ryushun Kusanagi empfehle ich all jenen, die auf der Suche nach mehr Gelassenheit sind. Dieses Buch hat mir in so mancher Situation schon geholfen, Ruhe zu finden und den Blick zu weiten.
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder ist ein leiser, aber tief berührender Kriminalroman. Er verzichtet bewusst auf explizite Gewaltdarstellungen und trifft dennoch mitten ins Herz.
Glücksorte im Fichtelgebirge: Fahr hin & werd glücklich von Katja Wegener ist ein liebevoller Reiseführer abseits der ausgetretenen Pfade. Wer das Fichtelgebirge entdecken möchte, sollte dieses Buch unbedingt dabei haben.
8000 Arten, als Mutter zu versagen von Carolin Kebekus ist ein humorvolles Werk, das mit viel Herz und einer gehörigen Portion Ehrlichkeit erzählt, wie es wirklich ist, Mutter zu werden und zu sein. Derb, pointiert und mit einem scharfen Blick auf die widersprüchlichen Erwartungen unserer Gesellschaft.
Wie ich oben schon erwähnt habe, ist mein Lesejahr 2026 richtig schön gestartet. Der Januar war voll guter Geschichten, und ich habe das Gefühl, dass das ein vielversprechender Auftakt für die kommenden Monate ist. Auch abseits der Bücher gab es ein paar kleine Lichtmomente, die mich sehr gefreut haben. So ist meine Akkreditierung für die Leipziger Buchmesse durch und mein Weblog ist erfolgreich umgezogen.
Ich hoffe, euer Start ins neue Jahr war ebenfalls angenehm und vielleicht genauso buchreich wie meiner.
Liebe Grüße
Mo
Hallo liebe Mo,
ich greife äußerst selten zu historischen Geschichten. Und wenn ich es dann doch tue, dann werde ich oft positiv überrascht. Mit deinen Worten zu deinem Monatshighlight hast du mich gerade sehr neugierig machen können. Du hattest mich eigentlich schon mit dem irischen Setting. Aber auch mit der Aufzählung der Themen im Buch.
Das klingt nach einem guten Lesestart ins neue Jahr. Ich hoffe, dass sich der Februar da nahtlos anschließt.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)