In letzter Zeit haben sich Elemente in die American Mafia-Reihe eingeschlichen, die vorhersehbar waren, sondern mich auch zunehmend gelangweilt haben. Obwohl die Kurzgeschichten selbst immer packend erzählt waren. Nun war ich gespannt, ob es Grace C. Stone dieses Mal gelingen würde, darauf zu verzichten.
In meiner Kurzrezension „American Mafia: Orlando Intend“ von Grace C. Stone gehe ich dem auf den Grund.
Leseexemplar
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

© Cover: Grace C. Stone
erschienen bei Independently published
Veröffentlicht 14. Februar 2026
ca. 158 Seiten
Band 34 der Reihe American Mafia
erhältlich als Taschenbuch und EBook
Klappentext
Mafia Romance Dominante Männer, widerspenstige Frauen und prickelnde Leidenschaft. Die Teile der American Mafia sind in sich abgeschlossen, aber hier und da durch wiederkehrende Personen miteinander verbunden.
© Klappentext: Grace C. Stone
American Mafia: Orlando Intend zieht mich mitten hinein in eine elektrisierende Clubszene, die vor Sinnlichkeit knistert. Es wird sofort heiß und intensiv, und ich lerne Isabella kennen. Stephen, mit dem sie verboten scharf tanzt, ist ihr völlig fremd. Doch zwischen ihnen herrscht sofort eine körperliche Anziehung, die durch seine Dominanz zusätzlich angeheizt wird. So entsteht von Beginn an eine packende Sogwirkung.
Isabellas Ich-Perspektive sorgt für unmittelbare Nähe. Ich bin direkt mit ihren Gedanken verbunden und erlebe erstaunt, wie selbstbewusst und intuitiv sie mit dem Risiko spielt. Ihre Risikobereitschaft erzeugt Tempo, und ihre Cleverness zaubert mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen.
Obwohl es erotisch beginnt, zieht schnell eine zweite Spannungsebene ein. Typische Dark-Romance-Themen wie Macht, Kontrolle und Besitz treten in den Vordergrund. Als ein weiterer Protagonist die Clubszene betritt, verschiebt sich die Dynamik zu etwas deutlich Gefährlicherem.
American Mafia: Orlando Intend lässt mich neben Isabella auch an den Gedanken, Handlungen und Emotionen von Joaquin teilhaben. Ihn kenne ich bereits aus anderen Kurzgeschichten des American-Mafia-Kosmos, bisher jedoch nur als Nebenfigur. Hier zeigt sich, wie schnell sein Interesse in Obsession umschlagen kann. Sein dominant-besitzergreifendes Verhalten trifft auf eine Frau, die sich nicht herumkommandieren lässt und gelernt hat, sich in der gefährlichen Welt, in die sie hineingeboren wurde, sicher zu bewegen. Die Ambivalenz zwischen Selbstbestimmung und struktureller Entmachtung wird immer wieder aufgegriffen und überzeugend herausgearbeitet.
Stephen ist als Gegenspieler hervorragend aufgebaut. Sein kalkuliertes, charmantes Auftreten und sein strategisches Denken machen ihn gefährlich. Was genau er verfolgt, bleibt lange unklar und steigert seine Faszination. Immer wieder lässt Grace C. Stone Szenen ins Gegenteil kippen, was die Geschichte intensiv und temporeich macht.
Der Showdown hingegen wird mir etwas zu schnell abgehandelt. Gerade hier hätte das psychologische Machtspiel zwischen den Dreien noch mehr Raum verdient. Dennoch mag ich den Abschluss der Kurzgeschichte.
Fazit:
Eine intensive und explosive Dark-Romance-Kurzgeschichte mit hohem Tempo, starken Spannungsmomenten und einer toughen Protagonistin.
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