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Diese Erzählung stammt aus der Buchsammlung von Edgar Wallace mit dem Titel Die spannendsten Fälle. In dieser Sammlung sind drei Kriminalromane enthalten, und dies ist einer davon.

In meiner Kurzrezension „Der Hexer“ von Edgar Wallace beleuchte ich, wie mir dieser Kriminalroman gefallen hat

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar vom Anaconda Verlag erhalten
❧ Vielen Dank an Eva Schanz für die Freigabe im Bloggerportal
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Edgar Wallace, Die spannendsten Fälle
© Umschlaggestaltung: www.katjaholst.de

Infos zum Buch
erschienen beim Anaconda Verlag
Veröffentlicht 22. Januar 2025
Originaltitel The Ringer
Übersetzt von Fritz Pütsch
erhältlich als gebundenes Buch und eBook

Klappentext

Der totgeglaubte Hexer kehrt nach London zurück, um seine ermordete Schwester zu rächen. Um den geheimnisumwitterten Zinker entspinnt sich ein packendes Katz-und-Maus-Spiel im Londoner Untergrund. Auf einem unheimlichen Herrensitz, der ein düsteres Familiengeheimnis birgt, wird der Chauffeur ermordet aufgefunden. Im Kampf gegen das Verbrechen gibt es für Scotland Yard reichlich zu tun. »Der Hexer«, »Der Zinker«, »Das indische Tuch«: Dieser Band umfasst drei der berühmtesten Kriminalromane aus dem Werk von Edgar Wallace, dem Ahnherrn des modernen Thrillers.

© Klappentext: Andaconda Verlag

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein spannender Kriminalroman mit vielschichtigen Charakteren und unerwarteten Wendungen.

Lesen:

Wenn ihr eine Geschichte zu schätzen wisst, welche nur auf den ersten Blick banal wirkt.

Weglegen:

Wenn ihr einen modernen Kriminalroman erwartet.

Der Hexer von Edgar Wallace
© Foto: Monique Meier

Mal ehrlich:

In Der Hexer werde ich gleich in zwei Handlungsstränge eingeführt, welche die Geschichte dominieren. Zum einen erhält Der Kommissar Alan Wembury einen neuen Wirkungskreis von seinem Vorgesetzten und den Hinweis, dass möglicherweise Der Hexer wieder im Land ist. Der Totgeglaubte hat nämlich noch eine Rechnung mit Maurice Messer, einem Anwalt offen.
Und damit wird der zweite Handlungsstrang um den zwielichtigen Anwalt eröffnet. Er hat nicht nur Gutes im Sinn, nur was seine eigentlichen Ziele genau sind, gilt es erst noch herauszufinden.

Die Charakterdarstellung der einzelnen Figuren ist klar, sodass sich mir sofort die groben Zusammenhänge erschließen kann und es keine Unklarheit darüber herrscht, wer auf welcher Seite des Gesetzes steht. Der lockere und leichte Schreibstil von Edgar Wallace ermöglicht es mir zudem sofort in die Handlung einzutauchen.

Der Spannungsbogen wird frühzeitig gespannt und die stetigen Perspektivwechsel innerhalb der Kapitel erlauben es mir, die Szenerie aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Ich erlebe direkt die Emotionen und Gedanken der Charaktere, was die Geschichte umso fesselnder macht. Trotz des umfassenden Überblicks, den ich erhalte, gelingt es Edgar Wallace, eine packende Atmosphäre zu erschaffen.
Die unterschiedlichen Settings sind übersichtlich und besonders das Haus von Maurice Messer ist für so manche Überraschung gut.

Das geschickte Spiel mit Verrat und perfide gestellten Fallen machen die Handlungen wendungsreich und unvorhersehbar. Besonders interessant finde ich die Thematisierung von Alkohol- und Drogenkonsum sowie Resozialisierung, auch wenn dies aus eher niedrigen Beweggründen der Charaktere geschieht. Die zarten, angedeuteten Liebesgeschichten lockern die Jagd nach und von dem Hexer auf und verleihen der Erzählung eine zusätzliche Dimension.

Der Showdown kommt unerwartet und spektakulär daher. Zudem zeigt sich das außergewöhnliche Talent der Verkleidung des Hexers. Davon hätte ich gern noch mehr und ausführlicher gelesen. Die Enttarnung des Hexers am Ende hat mich wirklich verblüfft.
Insgesamt hätte die Story noch viel mehr Potenzial gehabt, und ich hätte mir gewünscht, dass einige Aspekte tiefer ausgearbeitet werden. Alles wird schlüssig aufgeklärt, auch wenn ich selbst manches kombinieren muss. Diese bewusste Gestaltung hat mir jedoch Freude an Der Hexer bereitet und mich dazu angeregt, weiterzudenken und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Fazit:

Der Hexer ist ein unterhaltsamer und gut konstruierter Kriminalroman, der mich trotz kleinerer Schwächen insgesamt überzeugt und zum Mitermitteln motiviert hat.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

Möchtet ihr wissen, wie mir das Buch Edgar Wallace mit dem Titel Die spannendsten Fälle insgesamt gefallen hat?
Dann findet ihr hier meine Rezension:
Edgar Wallace, Die spannendsten Fälle