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Ich lese nur selten Dystopien. Doch als ich den Klappentext zu To Cage a Wild Bird entdeckte, ließ mich die Geschichte nicht mehr los. Sie klang so vielversprechend, dass meine Neugier sofort entfacht wurde, ich musste einfach lesen.

In meiner Rezension „To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben. Oder dein Herz“ von Brooke Fast könnt ihr nachlesen, ob sich mein Mut gelohnt hat, außerhalb meiner Komfortzone zu lesen.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Bramble erhalten
❧ Vielen Dank an Julia Zobel für die Vermittlung
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst


To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben. Oder dein Herz von Brooke Fast
© Cover: Guter Punkt, München

Infos zum Buch
erschienen bei Bramble
Veröffentlicht 1. Dezember 2025
Originaltitel To Cage a Wild Bird
Übersetzt von Bettina Ain
ca. 448 Seiten
Band 1 der Serie Divided Fates
erhältlich als Gebundenes Buch, Hörbuch und EBook
 

Klappentext

Das Leben in Dividium beruht auf einer einzigen Regel: Disziplin oder Tod. Denn in Dividium führt nicht nur jedes Verbrechen in das brutale Gefängnis Endlock, sondern reiche Bürger der Oberschicht bekommen außerdem die Gelegenheit, die Gefängnisinsassen zu jagen und zu töten.

Als der Bruder der 23-jährigen Raven verhaftet wird, schleust sie sich selbst als Gefangene in Endlock ein, um ihn zu befreien. Schon bald muss sie alles daransetzen, damit sie und ihr Bruder die brutalen Spiele im Gefängnis überleben. Die einzige Hilfe, die sie dabei erhält, kommt ausgerechnet von dem mysteriösen Wachmann Vale.

Doch kann Raven wirklich dem Mann vertrauen, der für all das steht, was sie an Dividium so verabscheut?

Das heißersehnte Debüt der Booktokerin Brooke Fast enthält folgende Tropes:

  • Enemies to Lovers
  • Forbidden Love
  • Who did this to you?
  • Forced Proximity
  • Slow Burn Romance
  • Found Family

© Klappentext: Bramble

To Cage a Wild Bird lässt mich vom ersten Kapitel an nicht mehr los. Der Weltenaufbau ist komplex und interessant. Dividium, entstanden nach einem großen verheerenden Krieg, ist in drei Sektoren unterteilt. Ein streng hierarchisches Gefüge, in dem die Menschen im unteren Sektor das Rückgrat bilden und gleichzeitig am härtesten leiden. Wer gegen die Regeln verstößt, landet in Endlock, einem Ort, an dem Reiche für das Privileg zahlen, Häftlinge zu jagen und sie zu töten. Allein dieser Gedanke lässt mich frösteln. Wie grausam muss es sein, in einem System zu leben, was Menschen zu Ressourcen macht?

Raven Thorne führt mich in der Ich-Perspektive tief in diese Welt hinein. Ich sehe durch ihre Augen, wie hart das Leben im unteren Sektor ist, wie sie als Kopfgeldjägerin moralische Grenzen verschieben muss und wie sehr sie für ihren Bruder Jed kämpft. Als Jed verhaftet wird, überschlagen sich die Ereignisse, und Ravens Weg nach Endlock ist ein einziger Sturz in eine Welt aus Angst, Schmerz und Hoffnungslosigkeit.

Endlock ist ein emotionaler Schlag in die Magengrube. Die Gefängnisszenen sind rau, das Setting bedrückend und voller Leid. Besonders die Jagdszenen gehen mir unter die Haut. Mit Raven bange, hoffte und zitterte ich. Und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto tiefer zieht sie mich hinein. Dabei gelingt es Brooke Fast in diese Grausamkeiten kleine Funken Menschlichkeit einzubauen. Ravens freche, trotzige Art durchbricht die Dunkelheit, und mit dem Wachmann Vale tritt ein Charakter auf, der ihre Welt ins Wanken bringt. Was zwischen ihnen entsteht, ist kein lauter, dramatischer Liebesbogen, sondern ein leises, vorsichtiges Annähern, das mir inmitten der Gewalt eine dringend benötigte Atempause schenkt.
Raven muss lernen zu vertrauen und diese Entwicklung ist eine der stärksten Handlungsfäden in To Cage a Wild Bird.

Der bildhafte und direkte Schreibstil verstärkt meine emotionalen Empfindungen und so kann ich diese Romantasy Dystopie einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Das offene Ende bringt mich fast zur Verzweiflung und lässt mich in einem Dilemma zurück. Ich liebe die Entwicklung von To Cage a Wild Bird, aber ich finde es ganz schrecklich nicht zu wissen, wie es weitergeht. Ich warte schon jetzt völlig ungeduldig auf die Fortsetzung.


To Cage a Wild Bird: Verlier dein Leben. Oder dein Herz von Brooke Fast
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine düstere und spannungsvolle Dystopie, die mit einem brutalen Setting und einer leisen Slow-Burn-Romanze für temporeiche Lesestunden sorgt.

Lesen:

Wenn ihr starke Frauen, dystopische Spannung und moralische Grauzonen mögt, dann seid ihr hier genau richtig.

Weglegen:

Wenn ihr keine deutlichen Schilderungen von Gewalt und gesellschaftlicher Härte lesen mögt, ist dieses Buch nicht das Richtige für euch. Und wenn ihr es bevorzugt, eine Serie am Stück zu verschlingen, dann wartet lieber geduldig, bis die Fortsetzung in greifbare Nähe rückt.

Mal ehrlich:

Ich lese superselten Dystopien, vielleicht hat mich To Cage a Wild Bird gerade deshalb so begeistert.
Brooke Fast wirft mich mit ihrem bildlich-direkten Schreibstil mitten in eine Welt, die mich mit ihrer Brutalität schockiert und gleichzeitig fasziniert. In Dividium wird jeder, der gegen die Regeln verstößt, nach Endlock geschickt. Einem Gefängnis, wo Reiche für das Recht zahlen, die Insassen zu jagen und zu töten. Allein diese Vorstellung lässt mich schaudern. Kopfgeldjägerin Raven Thorne erzählt ihre Geschichte in der Ich-Perspektive. Ihre Motivation, ihren Bruder zu schützen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie setzt sich in einem unmenschlichen System für Menschlichkeit ein, und genau das macht sie so nahbar.
Das Tempo und die Spannung sind durchgängig hoch. Die Atmosphäre vibriert förmlich vor Gefahr und doch schlängelt sich immer wieder ein zarter Hoffnungsschimmer hindurch. Eine leise, glaubwürdige, von Feinden zu Liebenden-Romanze, die sich nie in den Vordergrund drängt, sondern die emotionale Entwicklung trägt. Inmitten der ganzen brutalen Gewalt ist sie eine willkommene Ablenkung und gönnt mir eine Atempause von dieser rasanten Geschichte.
To Cage a Wild Bird beschäftigt mich während des Lesens sehr. Ich gehe völlig in dieser Welt auf und bin entsetzt, als sich der riesige Cliffhanger vor meinen Augen auftut. Ich möchte so dringend wissen, wie es weitergeht, sodass ich fast vor Ungeduld platze.

Fazit:

To Cage a Wild Bird ist eine packende, emotional aufwühlende Dystopie, die mich mit ihrem rasanten Tempo, der bedrückenden Atmosphäre und einer starken Protagonistin überzeugt hat. Ein Buch, das nachhallt und dessen Fortsetzung ich dringend brauche.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

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