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Der Vorteil an Bloggerteams ist, dass wir Blogger eher als alle anderen wissen, worauf wir uns als Nächstes freuen können. Dies ging mir auch nach Tanja Wagners Ankündigung so. Ein Erotik-Thriller sollte uns erwarten und ich war extrem neugierig auf die Story.

In meiner Rezension „8 DAYS: Emiliana“ von Tanja Wagner wird es gefährlich, sündig und verdammt teuflisch.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar von Tanja Wagner erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

8 DAYS: Emiliana von Tanja Wagner
© Cover: Tanja Wagner

Infos zum Buch
erschienen bei Books on Demand
Veröffentlicht 30. Dezember 2021
ca. 236 Seiten
Band 1 der Dilogie „8 Days“
erhältlich als gebundenes Buch, Taschenbuch und eBook
 

Klappentext

Emiliana Brooks arbeitet seit geraumer Zeit in einer kleinen Floristeria mitten im Zentrum von Manhattan.

Sie will nichts mehr, als ihr Leben nach einem Reinfall mit einem reichen Unternehmer, für den sie sogar ihr Studium abgebrochen hatte, wieder in den Griff zu bekommen.

Als die Stammkundin Mrs. Fletcher ihr ein Angebot unterbreitet, welches sie nicht ausschlagen kann, sieht es sogar danach aus, als könne es wieder aufwärts gehen.

Was Emiliana nicht weiß, ist, dass Jeremy Adams, bester Re-po Man von Marshall-Enterprises, ausgerechnet an diesem Tag darauf angesetzt wird, ihrer Großmutter eine letzte Frist zu setzen, das Haus, welches die Brooks schon seit vielen Jahren bewohnen, binnen vier Wochen zu räumen.

Als Emiliana davon erfährt ist sie verzweifelt, doch schnell sieht sie eine Chance, wie sie sich und ihre über alles geliebte Granny aus dieser misslichen Lage retten kann.

Nie hätte sie gedacht, dass sie jemals soweit gehen könnte, doch das Leben zwingt einen manchmal dazu seine Prioritäten über Bord zu werfen. Vieles können wir planen, anderes fügt sich wie von selbst.

Emiliana bleiben nur mehr 8 Tage um über ihre Grenzen hinauszugehen und Jeremy in seinem Job zu brechen – oder bricht sie in ihm auch den Mann?

Spannend – Atemraubend – Erotisch!

© Klappentext: Tanja Wagner

Als bei mir das Buch als Hardcover eintraf, war ich erst einmal sprachlos. „8 DAYS: Emiliana“ glänzte mit einer wunderschönen wertigen Optik. Neben der stabilen Bindung war mein Highlight das integrierte Lesebändchen, was ich unheimlich praktisch finde. Äußerlich war ich schon mal ganz angetan von dem Buch und hoffte, dass mich auch der Inhalt würde überzeugen können.

„8 DAYS: Emiliana“ ist der Start in eine Dilogie. Das Cover passte definitiv zu der adrenalinaufgeladenen Geschichte und spiegelte schon recht deutlich einen gewissen Kern wider. Aber auch der Titel war klug gewählt, denn die Ereignisse trugen sich innerhalb von 8 Tagen zu und wurden zum Großteil durch Emiliana bestimmt.

Die auktoriale Erzählperspektive sorgte für reichlich Dynamik, da die Perspektivwechsel zwischen Emiliana und Jeremy nicht sehr häufig klar abgegrenzt waren. Besonders in hitzigen Momenten erfolgten die Wechsel rasch hintereinander. Dabei gelang es Tanja Wagner stets dafür zu sorgen, dass ich nie den Faden verlor und gespannt dem weiteren Verlauf folgen konnte.

Die Anzahl der Charaktere war überschaubar, das meiste spielte sich zwischen Emiliana und Jeremy ab. Sie waren die Hauptfiguren in diesem Buch, aber nicht zwingend die klassischen Protagonisten. Besonders Emiliana entpuppte sich von einer süßen, sympathisch wirkenden Floristin rasant zu einer Persönlichkeit, die ich gut und gerne psychopathisch nennen kann. Schon im Kapitel „Day 1“ stellte sie eine Entschlossenheit zur Schau, die mir eine Gänsehaut bescherte.

Jeremy konnte ich anfänglich nicht so ganz greifen. Ich nahm ihn nicht als knallharten „Gerichtsvollzieher“ war. Sein Job war es nun mal von Schuldnern das einzutreiben, was die Gläubiger verlangten. Dass er dabei relativ oberflächlich über die verschuldeten Menschen dachte, störte mich nicht so sehr. Klar, er hatte da wenig Skrupel, jemanden das sprichwörtliche letzte Hemd wegzunehmen, aber das hätte er bei seinem Job als Repo-Man auch nicht haben dürfen, wenn er nachts ruhig schlafen wollte. Dennoch hatte ich schon den Eindruck, dass Jeremy mit beiden Beinen fest im Leben stand und sich unter den normalen Umständen niemals in einer so fatalen Lage verheddert hätte.

Doch normal war an der Story von „8 DAYS: Emiliana“ gar nichts. Der Grad der Erzählungen war stets ein verdammt schmaler. Besonders die Szenen, in der Gewalt und extrem hohe sexuelle Lust vorkamen, waren nichts für Hasenfüße. Hier braucht der Lesende einen knallharten Magen. Alle Szenen wurden äußerst bildlich beschrieben und mit vielen Details geschmückt.

Sehr spannend war für mich, dass obwohl Jeremy in einer sehr ungünstigen Position war, er trotzdem nicht zum reinen Opfer degradiert wurde. Seine emotionale Abhängigkeit in Verbindung mit seinem unbändigen Willen, sich nicht unterbekommen zu lassen, fand ich beeindruckend. So hielt sich auch mein Mitleid für ihn in Grenzen, weil ich so fasziniert von den Entwicklungen war. Seine Darstellung und auch Handlungen fand ich stets plausibel, auch wenn ich mir ein ticken mehr Einblicke in sein Seelenleben gewünscht hätte.

Emiliana hingegen war eine Figur, der ich im weiteren Verlauf der Ereignisse immer mehr Anti Sympathien entgegenbrachte. Ihre widersinnigen Argumentationsketten fand ich schon ziemlich gestört, aber hier lag eindeutig der geniale Coup der Autorin. Emiliana war heiß, auf ihre Art süß und gleichzeitig eine eiskalte Psychopathin, die auf ihr ganz großes Ziel hinarbeitete: Rache nehmen an dem Mann, der ihrer geliebten Großmutter das Haus unterm Hintern wegpfänden möchte. Das sie selbst einen ziemlich großen Anteil an der Situation trägt, weiß Emiliana, blendet es aber in ihrer Welt gern aus. Gleichzeitig hatte sie aber auch wahnsinnig warmherzige Momente, die sie nahbar und menschlich wirken ließen.

Insgesamt entwickelten sich die Ereignisse unglaublich rasant, die mit einer Spannung einhergingen, die mich atemlos dem Geschehen folgen ließen. Dabei kamen die Wendungen immer völlig unerwartet und heftig. „8 DAYS: Emiliana“ war ein Erotik-Thriller jenseits von allem, was ich bislang gelesen hatte. Das Ende gnadenlos gut und es weckte in mir die Hoffnung auf einen noch viel härteren, gewaltigeren zweiten Teil.

8 DAYS: Emiliana von Tanja Wagner
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Eine Story, die eine Gratwanderung zwischen Gewalt und sexueller Lust darstellt. Darin zwei Charaktere, die einen gefährlichen Tanz miteinander tanzen, bei dem stets der nächste Schritt der Letzte gewesen sein kann.

Lesen:

Ich empfehle diese Geschichte wirklich nur hart gesottenen Lesenden, die gerne Psychothriller mit einer riesigen Portion Erotik lieben.

Weglegen:

„8 DAYS: Emiliana“ hält ein Feuerwerk an brutalen und gewalttätigen, aber auch sehr leidenschaftlichen Szenen bereit. Wenn ihr eher der Herzchen und Blümchen Typ seid wählt bitte ein anderes Buch.

Mal ehrlich:

„8 DAYS: Emiliana“ war eine extrem teuflisch sündige und gefährliche Geschichte, die mit vielen unterschiedlichen Spannungsbögen wahre Höhepunkte zu zaubern wusste. Ehe ich mich versah, war ich tief in einem Strudel aus verschiedensten Emotionen, die zu explosiven Handlungen führten, geraten. Die Zeit raste beim Lesen und ich wollte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.
Oft fragte ich mich, wie es wohl weitergehen würde, jedes Mal wurde ich von Neuem überrascht.
Die Wendungen waren völlig unvorhersehbar und faszinierend zu gleich. Emiliana als psychopathisch veranlagte Femme fatale brachte nicht nur Jeremy ins Schwitzen, der trotz unterlegener Position nicht in die Opferrolle abglitt. Hier brizzelte die Atmosphäre vor Gewalt und sündiger Lust. Nichts für zarte Gemüter, aber ein Fest für hart gesottene Lesende.

Fazit:

Für diese Story braucht ihr starke Nerven. Rasant und gefährlich glich die Entwicklung dieser Geschichte einem Ritt auf einem brodelnden Vulkan. Kurzum, hier steckt viel Thriller, aber auch verflucht viel Psycho drin.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

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