Kleiner Rückblick

Der erste Teil von „Astra Lost in Space“ wusste mich mit großartigen Handlungen und ausdrucksstarken Figuren zu begeistern. So stand auch für mich fest, dass ich diese Reihe weiterverfolgen würde.

 

Bisherige Rezensionen
  Band 01

In meiner Rezension zu „Astra Lost in Space 02“
von Kenta Shinohara erzähle ich euch, ob ich auch weiterhin die Reihe kaufen werde.


 
Astra Lost in Space 02 von Kenta Shinohara
© Cover: Kenta Shinohara

 
Infos zum Manga:
 
Genre Science-Fiction
Empfohlenes Lesealter ab 12 Jahre
Band 02
 
Zeichner Kenta Shinohara
Autor Kenta Shinohara
Originaltitel Kanata no Astra 02
Übersetzt von Gandalf Bartholomäus
 
Verlag Egmont Manga
Veröffentlicht am 6. August 2020
Seiten ca. 192
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Im Jahr 2061 sind Weltraumreisen längst alltäglich geworden. Auf ihrem Trip zu einem interplanetaren Ferienlager wird eine Gruppe Schüler Opfer eines unerklärlichen Zwischenfalls: Eine mysteriöse Kugel aus Licht teleportiert sie in die Tiefen des Weltalls – 5012 Lichtjahre entfernt von Zuhause! Dort entdecken die Teenager ein verlassenes Raumschiff und machen sich damit auf die beschwerliche Odyssee zurück zu ihrem Heimatplaneten. Jetzt ist echtes Teamwork gefragt, um gemeinsam den Gefahren des dunklen Weltraums zu trotzen!

© Klappentext: Egmont Manga

Gleich zu Beginn gab es eine kolorierte Seite. Sie machte mich neugierig, denn es ging nicht klar hervor, was genau dort gerade geschehen war. Erst später kam dieser kleine Ausschnitt in einer Szene vor und ich verstand die Zusammenhänge. Daher gefiel mir im Nachhinein die kolorierte Seite sehr gut.

Noch bevor ich mit dem Manga starten konnte, gab es eine kleine Charakter- und Story-Übersicht. So konnte ich mein Wissen zum Vorgängerband noch einmal auffrischen, was ich sehr nützlich fand.

Der zweite Band knüpfte nicht nahtlos an die vorherigen Handlungen an, sondern ich startete im Alltag der Jugendlichen auf der Astra. Das war für mich aber auch vollkommen in Ordnung, auch wenn der Cliffhanger am Ende mich ziemlich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hatte.

Zu keinem Zeitpunkt war für mich ersichtlich, wie sich die Geschichte weiter entwickeln würde. Das hatte natürlich einen unglaublichen Reiz für mich und es war unheimlich packend die Ereignisse zu betrachten und zu lesen.
Sehr gut hatte mir gefallen, dass das Team näher aneinander gerückt ist, sich dadurch aber auch wieder neue Probleme ergeben haben. Das ganze gestaltete sich ziemlich natürlich und glaubwürdig.

Noch immer bin ich sehr begeistert davon, wie scheinbar mühelos es Kenta Shinohara gelang, dieses Weltraumthema so realistisch zu gestalten. Auch hier hatte ich nicht das Gefühl, dass er sich irgendwelcher Klischees bediente, sondern sich an tatsächliche Naturgesetze und Erkenntnisse hielt.

Nach jedem Kapitelende gab es eine kleine Übersicht zu Kostümen, Materialien oder Charakteren der einzelnen Figuren. Ich fand das sehr interessant, denn es erweiterte meinen Horizont, ohne die laufenden Geschehnisse mit zusätzlichen Details zu belasten und aufzublähen.

Sehr begeistert war ich von dem neuen Planeten, den die Crew der Astra ansteuern musste. Von der Flora und Fauna her war alles total anders, als es beim vorherigen Planeten gewesen ist und was wir so kennen. Die Überlegungen zum Aufbau dieser Welt waren klug überlegt und detailliert durchdacht. Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich mir Gedanken zu den jeweiligen Umständen machte. Manches deckte sich mit dem, was sich der Mangaka ausgedacht hatte. Manches war anders, was für mich völlig in Ordnung war, denn das machte den Reiz der Geschichte aus.

Das Zusammenspiel aus Ereignissen und persönlichen Empfindungen gefiel mir sehr gut und brachte auch die einzelnen Charaktere der Crew hervor. Das beleuchtete, wie unterschiedlich sie alle waren und das sie eigentlich nur gemeinsam als Team bestehen können. Auch wenn noch immer die Frage im Raum schwebte, wer der Verräter ist.

Die Geschichte entwickelte sich glaubwürdig weiter und es ist noch kein Ende in Sicht. Schon jetzt bin ich sehr neugierig auf Band 3, denn dort wird mich mit Sicherheit auch wieder etwas völlig Neues erwarten.

Der Zeichenstil begeisterte mich noch immer sehr. Er war auch hier wieder sehr detailliert, wirklich ausdrucksstark und sauber gezeichnet. Insgesamt zeugten die Illustrationen von wahnsinnig viel Kreativität gepaart mit realistischen Darstellungen. Natürlich war auch sehr viel Fantasie und Science-Fiction enthalten, aber dies war natürlich auch absolut passend und richtig.
Meiner Meinung nach gelang es Kenta Shinohara perfekt die Figuren und auch alles drum herum glaubwürdig zum Leben zu erwecken und mich mit auf ein faszinierendes intergalaktisches Abenteuer zu nehmen.

Astra Lost in Space 02 von Kenta Shinohara
© Foto: Monique Meier

Fazit:

Dieser Manga hat großes Potenzial, zu meiner Lieblingsreihe zu werden. Ich liebe die Unvorhersehbarkeit der Ereignisse und Handlungen sowie die Authentizität der gesamten Geschichte. Dieser Manga ist meiner Meinung nach auch wunderbar für nicht Science-Fiction Fans geeignet.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*