Das Finale habe ich wirklich mit Spannung erwartet. Band eins hatte mir gut gefallen. Beim zweiten Teil fehlte mir das gewisse Etwas und das offene Ende befeuerte natürlich meinen Wunsch, das letzte Buch der Reihe lesen zu wollen.

In meiner Rezension zu „Undercover: Blast“ von S.P. Bräutigam verrate ich euch, ob mich der Abschluss der Reihe begeistern konnte.

Leseexemplar
❧ Dieses Buch habe ich als Freiexemplar vom Plaisir d’Amour Verlag erhalten
❧ Meine Meinung ist davon unbeeinflusst

 

Undercover: Blast von S. P. Bräutigam
© Cover: Mia Schulte

Infos zum Buch
erschienen im Plaisir d’Amour Verlag
Veröffentlicht 30. Januar 2020
ca. 304 Seiten
Band 3 der Reihe Undercover
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Klappentext

Das große Finale der „Undercover“-Trilogie hat begonnen …

„Als ich die Bedeutung der Nachricht begreife, beginnt mein Herz zu rasen. Mein Erzfeind und Ex ist während eines Gefängnistransportes geflohen. Der Mann, der mich vor über einem Jahr entführt hat, ist somit wieder auf freiem Fuß – und ich weiß, es ist noch nicht zu Ende.“

Kurz nach ihrer Hochzeit erhalten Hailey und Logan die schockierende Nachricht, dass Ethan Armstrong aus dem Gefängnis entkommen konnte. Der psychopathische Verbrecher hält sich nicht nur für Clyde, sondern möchte sich auch unter allen Umständen seine Bonnie zurückholen. Um Hailey also wieder für sich zu gewinnen, bereitet er gemeinsam mit seinem Kartell, den Undergrounds, schon die nächsten Coups vor. Während des Las Vegas Marathons planen sie einen Museumsraub sowie einen Banküberfall.

Etwas, das nach Wahnsinn klingt, entpuppt sich als alles entscheidender Showdown, während dem sogar eine geliebte Person spurlos verschwindet und der die Zurückgebliebenen ins Chaos stürzt. Die Uhr tickt – und für Hailey, Logan, Miranda und Finn steht im finalen Kampf gegen die Undergrounds alles auf dem Spiel …

© Klappentext: Plaisir d’Amour Verlag

Die Geschichte begann ganz anders, als ich es erwartet hätte. Im ersten Moment gefiel mir der Einstieg nicht so gut. Dies lag vor allem daran, dass der zweite Band mit einem gemeinen Cliffhanger endete. Und ich natürlich sehr gerne sofort an der Stelle weitergelesen hätte.
Doch S.P. Bräutigam hatte andere Pläne. Stattdessen begegnete ich den Protagonisten aus dem ersten Band, Hailey und Logan. Von ihnen erfuhr ich, wie es mit den beiden nach dem Ende vom ersten Teil weiter gegangen ist.
Im Nachhinein betrachtet, fand ich den Einstieg clever gewählt. Denn auch der erste Teil hatte ein offenes Ende. Es war nicht so extrem wie im zweiten Band, aber es ließ mich dennoch mit offenen Fragen zurück. Diese wurden nun beantwortet. So wurde wiederum meine Vorfreude auf die Schlüsselszene gesteigert, die ich im zweiten Teil aufgrund des Endes verlassen musste.

Insgesamt wusste ich nie, was als Nächstes geschehen würde. S.P. Bräutigam schickte mich auf eine mir unbekannte Reise und steigerte somit unterschwellig die Spannung immer weiter.
Zu Beginn hielt sich die Aufregung und der Nervenkitzel in Grenzen. Doch das fand ich gar nicht weiter schlimm, denn es hätte auch nicht zum Inhalt gepasst. Das locker leichte Wiedersehen mit meinen Lieblingsfiguren aus dem ersten Band fand ich sehr gelungen.

Interessant für mich war die Entwicklung der Protagonisten Logan und Hailey. In diesem Band war sie besonders spürbar, weil die Geschichte rund ein Jahr nach dem ersten Band ansetzte. So hatten sie sich natürlich in der Zwischenzeit verändert. Teilweise beruflich, hauptsächlich aber auch mental. Diese brachte die Autorin authentisch rüber. Besonders Logans innerer Konflikt mit den traumatischen Ereignissen fand ich sehr realistisch und eindrücklich beschrieben. Das machte ihn für mich noch menschlicher, greifbarer. Solche Erlebnisse sollte niemand einfach so leicht wegstecken können.

Selbstverständlich habe ich auch auf die Begegnung mit den beiden Protagonisten aus dem zweiten Band hin gefiebert. Besonders auf Finn, den ich richtig ins Herz geschlossen hatte. Auf ihn und seine zukünftigen Entscheidungen war ich ganz besonders gespannt. Sein Charakter hatte von allen vier Protagonisten die meiste Tiefe. Seine Vergangenheit war am düstersten und seine Entwicklungen waren besonders ausgeprägt.

Fasziniert hatte mich das Auftreten des Antagonisten. Wurde er in Band zwei eher zu einer Randfigur degradiert, blühte er im finalen Teil regelrecht auf. Wie immer war er sehr undurchsichtig. Was ihn zu einem glaubwürdig gefährlichen Charakter machte. Bei ihm konnte ich nicht ein einziges Mal vorhersagen, wie er handeln würde.

Sehr gut gefallen hatte mir, wie die Autorin die Schicksale der Protagonisten am Ende miteinander verwoben hatte. Sie stellte sogar einen gemeinsamen Bezugspunkt zum Antagonisten her, was die Komplexität der Geschichte verdeutlichte. Den Bogen, den S. P. Bräutigam spannte, um alle drei Teile zusammenzufügen, war ihr wirklich gut gelungen. Durch ihren flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil erschuf sie eine komplexe Welt mit Ereignissen, die sich genauso zutragen könnten.

Im Grunde war diese Reihe eine Liebesgeschichte. Es war deutlich spürbar, dass der Fokus darauf lag. Jedoch fügte S. P. Bräutigam noch andere Stilelemente hinzu, sodass eine schöne Mischung aus Romantik, Erotik und Thriller entstand.
Wer sinnliche Szenen nicht besonders mag, möge sich hier beruhigt fühlen. Sie wurden sehr ästhetisch beschrieben. Mal wurde sanft abgeblendet, manches Mal wurden die Szenen intensiver dargestellt. Jedoch nahmen sie nur einen kleinen Teil der Geschichte ein und offenbarte die Zuneigung der entsprechenden Paare zueinander.

Undercover: Blast von S. P. Bräutigam
© Foto: Monique Meier

Kurz gesagt:

Was dich erwartet:

Ein Finale bei denen die Protagonisten aus Band eins und zwei aufeinandertreffen und sich gemeinsam den Antagonisten aus beiden Teilen stellen müssen. Doch der Gegner sieht sich selbst als Clyde und ihm fehlt seine Bonnie…

Lesen:

Ihr mögt Romantik gemixt mit Thriller Elementen? Dann ist diese Geschichte genau das richtige für euch.

Weglegen:

Definitiv weglegen, wenn ihr Band 1 und 2 noch nicht kennt. Ohne diese beiden Bände ist „Undercover: Blast“ nur halb so schön.

Mal ehrlich:

Auf „Undercover: Blast“ war ich besonders gespannt. Band eins hatte mir ja gut gefallen. Beim zweiten Teil hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass er schwächelte. Umso gespannter, war ich nun auf das Finale.
Die Autorin überraschte mich mit dem Einstieg der Geschichte. Damit hatte ich gar nicht gerechnet und war mir anfänglich auch nicht sicher, ob mir das so gefallen würde. Im Nachhinein fand ich, dass es ein kluger Schachzug gewesen ist. Sie führte nämlich sämtliche Handlungsstränge geschickt zusammen, ehe sie den Showdown einläutete. Dadurch schuf sie am Anfang eine entspannte Atmosphäre, die im Verlauf der Geschichte jedoch einiges an Spannung zulegte. Ich wollte immer weiterlesen, um herauszufinden wie die Sache für die vier Protagonisten ausgehen würde. Besonders beeindruckt hatte mich, dass es der Autorin gelang, die Charaktere auch über die beiden vorherigen Bände hinaus stetig weiterzuentwickeln. Dies geschah absolut glaubwürdig und verlieh der Geschichte einen authentischen Anstrich.
Das Ende war unvorhersehbar, und ermöglichte mir zum Schluss ein eigenes Ende. Denn ein kleines Detail wurde nicht verraten. Das fand ich süß, passt es doch zum Aufbau der anderen Bände.

Fazit:

Ein packendes Finale und der krönende Abschluss der Undercover Reihe.

*Das Buch ist überall im Handel erhältlich*

Lesetipp:

Startet mit der Reihe bei Interesse bitte mit Band 1. Hier verrate ich euch meine Meinung zu dem Buch:
Undercover: Heat von S.P. Bräutigam