Thriller | Mo und die Macht der Buchstaben https://mounddiemachtderbuchstaben.de Sun, 18 Aug 2019 19:12:03 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 Der Kinderflüsterer von Alex North https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/08/19/der-kinderfluesterer-von-alex-north/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/08/19/der-kinderfluesterer-von-alex-north/#comments Mon, 19 Aug 2019 12:00:40 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3978 *Werbung durch Verlinkung*
Der Kinderflüsterer von Alex North
© Umschlaggestaltung: www.buerosued.de

erschienen im Blanvalet Verlag
Veröffentlicht am 29. Juli 2019
ca. 248 Seiten
Übersetzt von Leena Flegler
erhältlich als Taschenbuch, eBook und Hörbuch

In Featherbank möchte Tom mit seinem Sohn Jake neu anfangen. Der Tod von Toms Frau belastet die kleine Familie stark und der Umzug soll Ruhe in das Leben der Beiden bringen.
Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren verschwanden hier Kinder, die der Kinderflüsterer geholt hat.
Kurz bevor Tom und Jake nach Featherbank ziehen, verschwindet wieder ein kleiner Junge. Und auch Jake hört bald ein Flüstern.

Das Erste, was mir an dem Buch „Der Kinderflüsterer“ gefiel, war der Klappentext und dieses wirklich schöne und aufwendige Cover. Sie haben mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht und ich war sehr gespannt, wohin mich dieser Plot führen würde.
Zu Beginn war ich zugegebenermaßen von Alex North Schreibstil und auch vom Aufbau der Geschichte etwas verwirrt. Der Protagonist Tom erzählte mir seine Sicht auf die Vorkommnisse persönlich, sodass es sich oft fast so anfühlte, als würden wir uns irgendwo gegenübersitzen.
Doch es kamen noch andere Figuren zu Wort, unter anderem zwei Ermittler, der Mörder und auch Toms Sohn Jake, jedoch nur Mithilfe des personalen Erzählers. Auch schlich mir Alex North am Anfang zu sehr um den heißen Brei. Hier ein Bröckchen, da ein Bröckchen. Das fand ich nervig. Ich möchte dem Autor an dieser Stelle zugutehalten, dass er versucht hatte Stimmung und Spannung zu erzeugen, aber bei mir hatte das nicht so gut geklappt und ich hatte schon ein bisschen Angst, dass sich dieses Gefühl über das gesamte Buch hinweg ziehen würde.
Aber zum Glück ist dies nicht passiert. Denn hier kam ein nächster, wohldurchdachter Zug von Alex North zum Tragen. Die Geschichte wurde in sechs Teile unterteilt. Mal trennten die Teile längere Zeiträume, mal Ereignisse. Der Coup gelang jedenfalls, denn mit Beginn des zweiten Teils wandelte sich die Stimmung im Buch.
Alex North verstand es hervorragend gruselige Elemente mit hochemotionalen Aspekten zu verknüpfen, sodass ich immer öfter voller Erstaunen, teilweise mit großem Entsetzen und Ekel, vor dem Buch saß und mir die Gänsehaut den Rücken herunterlief. An manchen Stellen mochte ich mir gar nicht erst vorstellen, wie viel grausame Realität wohl in diesen Zeilen stecken mochte. Denn hier wurden auch Aspekte von mörderischen Taten mit einbezogen, die sich als Konsequenz auf das Tötungsdelikt verstehen ließen.
Dieses Buch muss, meiner Meinung nach, in Ruhe gelesen werden, denn Alex North baute aus vielen zarten Steinchen ein durch und durch spannendes und fesselndes Buch zusammen. Alles hatte hier seinen Sinn und am Ende wurde auch erkennbar, wie unglaublich facettenreich dieses Buch gewesen ist.
Viele Fragen stellten sich mir während des Lesens, doch am Ende bekam ich auf alles eine Antwort. Nur musste ich vorher sehr genau lesen, denn wie schon erwähnt, die Feinheiten lagen im Buch nicht offensichtlich rum. Sie waren gut in den Kontext eingebettet und ergaben erst am Ende ein stimmiges Gesamtbild.
Alex Norths Schreibstil war unglaublich vielseitig. Jeder der vorkommenden Figuren erwachte für mich zum Leben und wurden so realitätsnah beschrieben, dass ich sogar bei den zahlreichen Perspektivwechseln mit Leichtigkeit mitkam.
Besonders beeindruckt hatte mich Detektive Inspektor Pete Willis. Er war mir unglaublich sympathisch und seine inneren Kämpfe, die er als trockener Alkoholiker, täglich auszutragen hatte, waren stets authentisch und glaubwürdig.
Aber auch Tom, mit seiner schweren Bürde als alleinerziehender Vater, mochte ich sehr gern. Trotz seiner Fehler hatte er stets das Richtige im Blick, auch wenn er nicht immer danach handeln konnte. Der Verlust seiner Frau hatte ihn tief getroffen und dies war auch mit jeder Faser spürbar. Aber auch die Angst, dass er seinem Sohn nicht gerecht werden könnte, war unglaublich emotional. Mehr als nur einmal hätte ich ihn am liebsten in den Arm genommen.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich ganz klar, dass ich mit meiner, schon ziemlich am Anfang gestellten Vermutung nach der Identität des Mörders goldrichtig lag. Ich hatte ja immer noch die Hoffnung, dass es nicht so ist, weil es meiner Meinung nach sehr offensichtlich gewesen ist. Dennoch konnte ich mich das Katz und Maus Spiel bei der Jagd nach ihm durchaus mitreißen.

Fazit: Der Thriller hatte mir insgesamt sehr gefallen. Die Komposition aus menschlichen Abgründen und der Verzweiflung liebender Eltern waren gut durchdacht und vom Autor mit viel Leben gefüllt worden. Über die kleinen Schwächen konnte ich gut hinwegsehen und empfehle das Buch gern weiter.

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The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis von J.D. Barker https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/08/12/the-fourth-monkey-das-maedchen-im-eis-von-j-d-barker/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/08/12/the-fourth-monkey-das-maedchen-im-eis-von-j-d-barker/#comments Mon, 12 Aug 2019 12:00:42 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3912 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: www.buerosued.de

erschienen im Blanvalet Verlag
Veröffentlicht am 10. Juni 2019
Originaltitel: The Fifth to Die
Übersetzt von Leena Flegler
ca. 688 Seiten
Band 2 der Reihe Sam Porter
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Mitten im klirrend kalten Chicagoer Winter wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Das Außergewöhnliche, sie wird erst seit drei Wochen vermisst, wurde aber in einem See gefunden, der schon seit Monaten zugefroren ist. Detektive Sam Porter und sein Team ermitteln in dem Fall, den die Medien schon längst wieder dem Four Monkey Killer angedichtet haben. Sam glaubt nicht daran und ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit beginnt.

! Vorwarnung!
„The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“ ist die Fortsetzung des ersten Bandes:
„The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“.
Wer den ersten Teil nicht kennt, der ist gut damit beraten erst diesen zu lesen. Denn J.D. Barker erzählt schonungslos, was Vorher geschah. Dies ist für den Kontext in dem Buch „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“ elementar, jedoch nimmt es alle Handlungen aus dem ersten Band vorweg.

Daher meine Empfehlung:
Bitte erst „The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten“ lesen, dann „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“

Der Einstieg in das Buch ging gleich rasant los. Hier zeigte sich schon zu Beginn, dass J.D. Barker Talent hat, eine Reihe gekonnt fortzuführen. Obwohl ich den ersten Band etwa ein Jahr vorher gelesen hatte, war ich wieder sofort mitten im Geschehen. Generell herrschte in diesem Buch eine unglaublich intensive Dynamik. Obwohl ausschließlich der personale Erzähler durch die Geschehnisse führte, ließ er mich an den Gedanken, Gefühlen und Handlungen vieler unterschiedlicher Personen teilhaben. Sie alle brachten ihre neuen Erkenntnisse, Erfahrungen, Erlebnisse und Vermutungen mit ein, sodass ich mich selbst beim Kombinieren und Schlussfolgern ertappte. So entwickelte sich für mich, relativ rasant, dieses Buch zum absoluten Suchtpotenzial. Die rund sechshundertachtzig Seiten lasen sich in null Komma nichts weg.
Der Plot war sensationell gut ausgearbeitet und wurde durch einen brillanten Schreibstil perfekt abgerundet. J.D. Barker verstand es ausgezeichnet die Handlungsorte, vor meinem geistigen Auge, zum Leben zu erwecken, und er sparte dabei auch nicht mit grausigen Details. Im Vergleich zum ersten Band sind diese zwar nicht ganz so blutig, dafür aber nicht minder entsetzlich. Was habe ich mit den Opfern mitgelitten und gehofft, sie mögen es schaffen sich aus dem Wahnsinn zu befreien.
Stück für Stück lüftete der Autor Geheimnisse und beantwortete Fragen, nur um im selben Moment Neue aufzuwerfen. Und immer wieder kam ich an den Punkt, an dem ich mich fragte: „Wo soll das Ganz noch hinführen?“. Die unerwarteten Wendungen machten es mir nicht gerade leicht auch nur einen Hauch vorherzusagen. Und je mehr Seiten ich las, umso mehr rätselte ich, wie das Buch wohl enden möge. An dieser Stelle sei gesagt, was ich am Ende las, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Und nein, der Schluss des Buches hatte nicht die ersehnte Auflösung im Gepäck. Im Gegenteil. Die letzte Seite hinterließ das qualvolle Gefühl, endlich den dritten Teil lesen zu wollen, ja, zu müssen. Einen runderen Abschluss zu diesem Teil hätte ich mir schon gewünscht. So blieb alles irgendwie ungeklärt in der Luft hängen. Das fand ich schon schade.
Obwohl mir dieses Buch sehr, sehr gut gefallen hat, gab es noch einen weiteren Wermutstropfen für mich. Das Team um Sam Porter ist mir sehr ans Herz gewachsen, dennoch fand ich es schade, dass der Hauptakteur, Detektive Sam Porter, für meinen Geschmack zu kurz kam.

Fazit: Ein unglaublich packend erzähltes und spannendes Buch. Ich mochte diesen Teil lieber als den Vorgänger. Bis auf das sehr offene Ende war ich mit diesem Buch super zufrieden. Volle Unterhaltung von Anfang an.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

The Fourth Monkey – Geboren, um zu töten von J.D. Barker

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© Cover: HildenDesign, München

erschienen im Blanvalet Taschenbuch Verlag
Veröffentlicht am 14. April 2009
Originaltitel: Strangers in the Night: Lake of Dreams, Blue Moon, White Out
Übersetzt von Beate Darius
ca. 320 Seiten
erhältlich als Taschenbuch – in dieser Version nur noch gebraucht

In dem Buch „Mondscheinmorde“ werden drei kurze Geschichten erzählt, in denen es um heiße Zusammentreffen mit tödlicher Gefahr geht.
Drei Frauen sehnen sich nach Liebe und verschenken ihr Herz an unbekannte Männer. Doch sind diese wirklich das, was sie scheinbar vorgeben? Brechen diese Männer ihnen vielleicht nicht nur das Herz, sondern trachten den Frauen womöglich noch nach dem Leben?

Alle drei Geschichten wurden vom personalen Erzähler geschildert. Obwohl jede Story nur knapp einhundert Seiten hatte, kam ich in jede Geschichte super rein und war jeweils schon vom ersten Wort in dieser gefangen.
Über die jeweiligen Protagonisten erfuhr ich immer nur das Nötigste, was aber vollkommen ausreichend war, denn jede Geschichte hatte ihre eigene Spannung.
Diese hatte Linda Howard mit dem richtigen Maß aus Leidenschaft, Humor, Romantik und einer ordentlichen Portion Thriller gewürzt.
Ich empfand jede Geschichte intensiver und interessanter als die vorherige und insgesamt habe ich das Buch verdammt schnell ausgelesen.
In jeder Geschichte gab es auch erotische Szenen. Sie waren unterschiedlich intensiv, aber alle sehr niveauvoll beschrieben.
Der Schreibstil war durchgängig gut zu lesen und sehr bildgewaltig. Alle Szenen konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich ließ mich nur allzu gern in die unterschiedlichen Storys entführen.

Die erste Geschichte, „See der Träume“, fand ich zu Beginn etwas komisch. Sie wirkte etwas konfus und las sich nicht sehr flüssig. Ich vermute aber, dass es an der Übersetzung gelegen haben könnte. Normalerweise sind die Bücher von Linda Howard flüssig und wohldurchdacht. Nach einer Weile war das Gefühl wieder weg und ich konnte die leicht übersinnlich angehauchte Geschichte genießen.
Das Hauptaugenmerk lag auf der Protagonistin Thea und offenbarte mir so ihre Emotionen und Handlungen. Ihre Träume wurden in kursiver Schrift dargestellt, sodass ich immer gut zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte.
Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten war die Gefahr spürbar und die Atmosphäre von einem erotischen Prickeln durchzogen.
Obwohl es nur eine Kurzgeschichte war, mochte ich Thea. Über sie erfuhr ich am meisten. Richard bleib mir dagegen etwas blass. Ihn konnte ich nicht so richtig greifen und er blieb für mich zum größten Teil ein gesichtsloser Mann.
„Vollmond“, die zweite Geschichte in dem Buch mochte ich sehr. Sie war spannend geschrieben und hatte genau die richtige Menge an süß/sinnlichen Momenten. Was mir besonders gut gefallen hatte, war, dass der personale Erzähler seinen Fokus erst auf den Sheriff Jackson Brody gelegt hatte. So erfuhr ich recht viel von diesem schnittigen Mann.
Dann schwenkte der Erzähler zu Delilah Jones, sodass ich auch ihr näher kommen konnte und etwas über ihre Vergangenheit erfahren konnte.
Zum Schluss lag der Fokus wieder auf dem Sheriff.
Dieses Zusammenspiel fand ich sehr überzeugend, denn trotz der Kürze der Geschichte, kam ich beiden Protagonisten nahe.
Sehr gut gefiel mir, dass die Protagonistin eine besondere Gabe hatte. Ich habe schon von solchen Menschen gelesen und fand es spannend, wie Linda Howard das Thema aufgegriffen und verarbeitet hatte.

Die letzte Kurzgeschichte, „Schneeblind“ war voller unterschiedlicher Spannungen. Mal war die Luft von erotischem Knistern erfüllt, mal war die Atmosphäre mit Lebensgefahr angereichert.
Diese Story las sich fast von selbst und ich fand es toll, dass ich Hope begleiten durfte. Mithilfe ihrer Emotionen und Handlungen waren die verschiedenen Spannungen mit den Händen greifbar.
Hope war mir von den drei Protagonistinnen mit am sympathischsten. Sie blieb selbst in einer brenzligen Situation ruhig und handelte besonnen. Es hatte mir wirklich Spaß gemacht sie zu begleiten.

Fazit: Die Sammlung von drei Kurzgeschichten aus der Feder von Linda Howard fand ich gelungen und unterhaltsam. Auch wenn mich nicht alle Geschichten gleichermaßen begeistern konnten, hatte jede ihren eigenen Charme und war voller Spannung, vom Anfang bis zum Ende.

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Zara und Zoë – Rache in Marseille von Alexander Oetker https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/13/zara-und-zoe-rache-in-marseille-von-alexander-oetker/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/13/zara-und-zoe-rache-in-marseille-von-alexander-oetker/#comments Mon, 13 May 2019 19:28:01 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3498 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: ZERO Werbeagentur, München

erschienen bei Droemer Knaur
Veröffentlicht am 01. April 2018
ca. 336 Seiten
Band 1 der Reihe: Die Profilerin und die Patin
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Zara von Hardenberg ist besonnen und hält sich stets strikt an alle Regeln. Nicht umsonst ist sie so erfolgreich in ihrem Job. Doch der brutale Mord an einem Mädchen in Marseille führt ihr vor Augen, dass Gefahr in Verzug ist, die sie selber mit ihren Mitteln und Einstellungen nicht aufhalten kann.
Es gibt nur eine, die skrupellos genug ist, um erfolgreich zu sein. Zoë Coste.
Doch die beiden Schwestern sind verfeindet und Zoë möchte ihre Zwillingsschwester lieber tot, als lebendig sehen. Ob Zoë wirklich Zara helfen wird?

Dieses Buch strotzte nur so vor Spannung und Dynamik. Kurze und knackige Kapitel trieben die Handlungen rasch voran. Diese wurden aus der Sicht verschiedenen Charaktere beschrieben und Zeitangaben sowie Ortswechsel erleichterten den Überblick über die kommenden Geschehnisse. Auch die sich vorne und hinten im Buch befindlichen Karten der Region, in der die Handlungen spielten, trugen zur besseren Orientierung bei.
Sehr gut fand ich, dass der Autor den personalen Erzähler sprachlich an die unterschiedlichen Personen anpasste. Hier entfaltete sich der wirklich komplexe und flüssige Schreibstil und so kam eine ganz eigene Dynamik in das Buch, welche die Geschichte sehr lebendig und spannungsreicher machte.
Dies hatte jedoch zur Folge, dass die beiden Hauptpersonen, Zara und Zoë mir persönlich insgesamt zu blass blieben. Am Anfang hatte Alexander Oetker die charakterlichen Unterschiede der Schwestern sehr präzise, teilweise mit einer Vielzahl anderer Charaktere, ausgearbeitet, aber dennoch konnte ich keine der beiden wirklich richtig greifen. Ich könnte nicht einmal sagen, welche mir sympathischer war.
Für mich war dies aber nicht sehr verwunderlich, wenn ich bedenke, dass schon innerhalb der ersten gut hundert Seiten elf unterschiedliche Charaktere, sowie Artikel von drei unterschiedlichen namhaften französischen Pressestellen, vorkamen.
Dabei kam mancher Charakter nur ein einziges Mal zu Wort.
Für meinen Geschmack einfach viel zu viele unterschiedliche Blickwinkel.
Dennoch empfand ich den Stil mit den verschiedenen Sichtweisen sehr interessant. Es verlieh der Geschichte mehr Tempo und sie ließ sich dadurch schneller lesen. Jedoch wurde er mir auch stellenweise zu anstrengend.
Der Autor führte mich in eine Situation und baute diese super spannend auf. Doch kurz vor der brenzligen Situation endete das Kapitel. Klar, es war unglaublich geschickt gemacht, weil ich dann ja unbedingt weiterlesen wollte. Aber hier ging, meiner Meinung nach, viel Potenzial verloren. Es wurden mehr Fragen geschürt, als beantwortet. Daher hätte ich es schön gefunden, wenn die Kapitel weiter ausgereift gewesen wären.
Die Schauplätze wurden sehr realistisch und lebensnah beschrieben. Hier zeigte sich auch Alexander Oetkers fundiertes Wissen über Frankreich und seine „Probleme“.
Ich konnte mir sehr gut die einzelnen Orte vorstellen. Sehr faszinierend fand ich die Beschreibungen der unterschiedlichen Bewohner der einzelnen Stadtteile. Hier war richtig spürbar, wie die Stimmung in den einzelnen Vierteln hochkochte und wie unterschiedlich doch die Meinungen und Lebensweisen dort sind.
Der Aufbau der Handlungen erfolgte konsequent. Rückblicke in die Vergangenheit wurden gekonnt in den vorhanden zeitlichen Ablauf eingebettet und war in der Abfolge auch chronologisch dargestellt worden.
Einige Ungereimtheiten nahmen der Geschichte stellenweise ihren authentischen Zauber. So war für mich beispielsweise der Rollentausch der Schwestern nicht glaubwürdig genug. Hier gab es einzelne Stellen, die nicht wirklich zu Ende gedacht waren.
Insgesamt war der Thriller spannend und unterhaltsam. Alexander Oetker setzte eher auf einen rasanten Handlungsverlauf, statt auf eine intensivere Geschichte.

Fazit: Ein fesselndes Buch mit einigen Schwächen. Die Figuren blieben zu farblos, dafür schillerte das beschriebene Marseille umso bunter und lebhafter. Wer viel Action und Spannung mit weniger anspruchsvollen Szenen mag, wird dieses Buch lieben.

Link zum Erwerb des Buches

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Seelenbrut, Teil 1 – Befall von Elli Freitag https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/22/seelenbrut-teil-1-befall-von-elli-freitag/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/22/seelenbrut-teil-1-befall-von-elli-freitag/#comments Mon, 22 Apr 2019 12:00:19 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3363 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: 2019 by Nicole Pilz

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 1. April 2019
ca. 29 Seiten
Band 1 der Reihe „Seelenbrut“
eBook

Leni Bering verschwand spurlos. Selbst nach einem halben Jahr weiß niemand wo die junge Frau abgeblieben ist. Doch dann werden, in einem der Räume ihres Hauses, handschriftlich verfasste Seiten von ihr gefunden. Auf diesen schildert Leni, was ihr an Halloween 2018 widerfuhr…

In das Buch startete ich mit einer Art Zeitungsbericht. Dort wurde kurz erklärt, was grob geschehen ist. Im Anschluss durfte ich die vollständige Abschrift der Aufzeichnungen, die Leni hinterlassen hatte, lesen.
Der Schreibstil von Elli Freitag war sehr fesselnd. Obwohl sich fast alles ausschließlich in einem alten, mit Gerüchten umrankten Haus abspielte, schaffte es die Autorin allein durch ihre Art des Schreibens eine spannungs- und unheilvoll geladene Atmosphäre zu erzeugen. Das Grauen selber wurde gar nicht explizit erwähnt, es waberte aber wie ein dichter Nebel durch die Buchstaben und so erfasste mich ein leichter Grusel.
Aber auch die Neugierde, wie es weitergehen würde, stachelte sich dadurch immer weiter an.
Da es sich hierbei nur um eine kurze Geschichte, von rund neunundzwanzig Seiten handelte, war für mich Leni einfach nicht wirklich als Person zugreifen. Ich konnte für sie keine Sympathien entwickeln oder sie auch näher kennenlernen. Ein paar Eigenheiten und Vorlieben sowie auch Rückblicke in die Vergangenheit kamen zwar vor, dienten aber eher zum Verständnis, als das Kennenlernen des Charakters. Für mich blieb Leni Gesichtslos. Dies war aber in Ordnung für mich, denn das Hauptaugenmerk der Geschichte lag eher auf dem Horror, den Leni in ihrem Haus erlebte.
So blieb vieles mysteriös und ja zum Teil auch ein wenig grotesk. Aber dies machte für mich auch den Reiz dieser Story aus. Spannungsmäßig hatte mich dieses Buch total abgeholt und das Ende, mit einer düsteren Vorankündigung, ließ meine Vorfreude auf den zweiten Teil in die Höhe schnellen.

Fazit: Für Leser, die es gern gruselig mögen, aber gut und gern auf Blut und andere brutale Handlungen verzichten können.
Für alle, die wenig Zeit zum Lesen haben und doch Lust haben, mal für einen kurzen Augenblick vom Alltag abzuschalten.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 2:
noch nicht erschienen

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Sündenkammer von Catherine Shepherd https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/17/suendenkammer-von-catherine-shepherd/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/17/suendenkammer-von-catherine-shepherd/#comments Wed, 17 Apr 2019 12:00:14 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3397 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Alex Saskalidis

erschienen im Kafel Verlag
Veröffentlicht am 25. März 2019
ca. 315 Seiten
Band 10 der Zons-Reihe
in sich abgeschlossen
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Im Jahre des Herrn 1500 wird ein unbekannten, toter Junge vor den Toren von Zons gefunden. Der Arzt Josef Hesemann vermutet Gift als Todesursache. Bastian Mühlenberg, Stadtsoldat in Zons, macht sich auf die Suche nach dem Mörder und die Identität des Jungen. Doch schnell stößt er auf eine Mauer eisigen Schweigens und muss sich gleichzeitig mit einem nächtlich umherwandernden Untoten beschäftigen.
In der Gegenwart steht Kommissar Oliver Bergmann vor einem Rätsel. Eine junge Frau wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Während die Polizei fieberhaft ermittelt, schickt der Mörder dem Kommissar ein Päckchen. Darin enthalten ein gängiger Gegenstand und lateinische Worte. Was hat das alles zu bedeuten?

Auf den zehnten „Zons – Thriller“ Band habe ich mich sehr gefreut. Ich mag die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit sehr. Thematisch passen die Morde zusammen, dies macht für mich den Reiz dieser Reihe aus. Auch gibt es reichlich Brücken, die von der Vergangenheit in die Neuzeit geschlagen werden, was der Geschichte eine Einzigartigkeit verleiht, die sich nun schon über zehn Bände erstreckt. Dabei ist jede Geschichte in sich abgeschlossen, lediglich die Hauptfiguren, Oliver Bergmann und Bastian Mühlenberg, sowie ihre engsten Vertrauten, tauchen immer wieder auf. Sie entwickeln sich auch während der Reihe weiter, dennoch kann dieses Buch ohne jegliche Vorkenntnisse genossen werden.
Geschildert wurde die Geschichte hauptsächlich vom personalen Erzähler. Dabei standen neben den Protagonisten auch mehrere andere Figuren im Fokus. Wen ich bei den kommenden Handlungen begleiteten durfte, wurde verständlich vermittelt.
Innerhalb eines Kapitels bewegte ich mich entweder in der Gegenwart oder aber in der Vergangenheit. Und nur die Figuren der entsprechenden Epoche kamen dann zu Wort und zu ihren Handlungen.
Auch in diesem Band kamen neue Figuren vor, am sympathischsten war mir der Novize Balthasar. Er war äußerst klug und war mir mit seiner Art sehr angenehm. Ich würde mich freuen, wenn er vielleicht ein fester Bestandteil der nächsten Teile dieser Reihe werden würde. Den Weg dazu wurde der Figur ja schon ein wenig geebnet.
Catherine Shepherd verstand es wieder einmal äußerst geschickt Spannung zu erzeugen und auch zu halten. Dieses Mal kam ich nicht auf den Mörder, weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit. Das Katz und Mausspiel war sehr überzeugend und wohldurchdacht aufgebaut worden.
Die Mischung aus Realität und Fiktion verschmolz zu einer wirklich fesselnden Geschichte. Hier kamen in beiden Zeitebenen auch wahre Gegebenheiten vor, was den Thriller nicht nur extrem interessant, sondern in mancherlei Hinsicht mein Wissen erweitert hatte.
Ich liebe ja historische Gegebenheiten und fand sehr interessant, was damals alles als Sünde angesehen wurde und wie hart das Leben in einem Kloster wirklich sein konnte. Auch die Beweggründe für ein Leben im Kloster fand ich teilweise erschreckend. Ja, nicht alles von früher war auch wirklich gut.
Der Schreibstil war ausgesprochen bildlich und locker leicht, sodass die unterschiedlichen Kulissen intensiv auf mich wirken konnten.
Der Aufbau war konsequent und logisch, einzelne, scheinbar lose Handlungsfäden, wurden geschickt im Laufe des Buches wieder miteinander verknüpft, sodass es am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergab.
Trotz aller Realitätsnähe gab es auch einen klitzekleinen mystischen Hauch in der Geschichte. Aber genau das liebe ich an dieser Reihe so. Dieser eine Faden spinnt sich nun schon durch alle Bände und ich kann von diesem einfach nicht genug bekommen. Denn die Vorstellung, dass so was möglich wäre, ist vielleicht hanebüchen, ich finde sie aber äußerst romantisch.

Fazit: Ein unglaublich packender Thriller, der wieder gekonnt die Vergangenheit und Gegenwart verknüpfte und mit viel Detailgenauigkeit und überraschenden Wendungen zu überzeugen wusste.


Vielen Dank an Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Shadow Riders: Die Tochter des Paten von Natalie Winter https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/03/18/shadow-riders-die-tochter-des-paten-von-natalie-winter/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/03/18/shadow-riders-die-tochter-des-paten-von-natalie-winter/#comments Mon, 18 Mar 2019 13:00:09 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3154 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Mia Schulte

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 19. Dezember 2018
ca. 287 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Carlotta Fabri möchte nicht länger die Tochter des Paten von Houston sein. Sie ersinnt einen Fluchtplan. Der muss nun zeitnah umgesetzt werden, da eine Zwangsheirat mit einem verfeindeten Mafia-Clan ansteht. Aber ihr sauber ausgearbeiteter Plan gerät kurzzeitig ins Wanken, als Vincent Moretti, Mitglied der Biker Gang Shadow Riders und Söldner der Mafia, auf sie aufpassen soll. Mit ihm hatte sie als letztes gerechnet. Doch eine leidenschaftliche Nacht mit Vincent ermöglicht ihr die Flucht in ein neues Leben.
Ein Jahr später erhält Carlotta Fabri, die nun Charlie Faber heißt, seltsame Post. Ob sie ihr altes Leben wieder eingeholt hat?
Vincent Moretti gehört zur Biker Gang Shadow Riders, ist aber auch ein Vertrauter vom Paten von Houston. Er bekommt den Auftrag seinen Fehler von früher wiedergutzumachen und Carlotta zurück in den Schoß der Familie zu holen. Das ist jedoch schwieriger als gedacht.

Der Ich-Erzähler schilderte die Geschichte. Innerhalb der Kapitel ließen mich drei Personen an ihren Handlungen, Erlebnissen, Gefühlen und Gedanken teilhaben. Die Protagonisten Carlotta und Vincent wurden dabei immer namentlich erwähnt, wenn sie zu Wort kamen. Lediglich der Gegenspieler blieb unerkannt und wurde damit nicht namentlich erwähnt. Dies fand ich zu Beginn leicht irritierend, fand jedoch schnell heraus, dass er immer nach Vincent, getrennt durch einen Absatz, zu Wort kam. Meiner Meinung nach hätte das eleganter gelöst werden können, mindert aber die Qualität der Geschichte nicht für mich.
Ich war auf das Buch sehr gespannt, da ich schon andere Werke von Natalie Winter kenne. Diese siedelten jedoch eher im Fantasy Bereich, wobei auch reichlich Thriller Elemente vorhanden waren. Eine erotisch angehauchte Mafia Thriller Story kannte ich noch nicht von ihr. Doch wie zu erwarten fesselte mich Natalie Winters Schreibstil komplett an die Geschichte. Er war schön flüssig und sehr bildlich, sodass ich einen richtigen Film vor meinem inneren Auge hatte. Ich habe schon lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen wie dieses.
Der Mix aus Romantic-Thrill und Mafia-Romance war wirklich gut gelungen. Mir gefiel die Verschmelzung sehr gut, denn sie wirkte authentisch und realitätsnah. Auch hatte ich das Gefühl, dass es so oder so ähnlich passieren könnte. Besonders gut fand ich, dass die Mafia nicht verharmlost worden ist und Natalie Winter schamlos aufgezeigt hat, welche Nachteile es hat Angehörige der Mafia zu sein. So hatte das Buch eine unglaublich spannende und packende Atmosphäre, die von vorne bis hinten ein schönes Bild ergab.
Die Settings waren klug gewählt und überzeugend dargestellt worden. Hinzu kam, dass diese Geschichte von relativ wenigen Figuren gelebt hat. Hier hatte ich nie Angst den Überblick zu verlieren und wurde dennoch bestens unterhalten.
Carlotta Fabris Geschichte ging mir sehr nah. Schon zu Beginn erfuhr ich sehr viel von ihr und ihrer Vergangenheit. Dabei wurden ihre Gefühle sehr eindrucksvoll geschildert und ihre Beweggründe für die Flucht damit nachvollziehbar. Ich bewunderte Carlotta für ihren Mut und sie war mir sehr sympathisch. Obwohl sie in einer kriminellen Umgebung aufgewachsen war, hat sie sich ihre Menschlichkeit bewahrt und versuchte selbst bei ihrer Flucht niemanden in Gefahr zu bringen. Carlottas Charakter würde ich als stark bezeichnen und ich mag es, wenn die Frauen ihren eigenen Kopf haben und für sich selber einstehen.
Vincent Moretti hingehen war zu Beginn ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Ich fand ihn attraktiv, aber es war spürbar, dass ihn eine geheimnisvolle Aura umgab. Auch blieben einige seiner Beweggründe lange im Dunkeln, was der Geschichte zusätzlichen Zündstoff verlieh.
Das Zusammenspiel zwischen Carlotta und Vincent war wie ein Feuerwerk. Ich mochte die beiden Figuren sehr gerne und vor allem ihr Miteinander war interessant zu beobachten. Im Verlauf der Geschichte entwickelten sie sich weiter und doch konnte nichts das Feuer der Leidenschaft löschen.
Die erotischen Szenen waren im Vergleich zur Geschichte wenig, aber eindrucksvoll. Sie wurden ansprechend und anregend beschrieben. Das Knistern zwischen den Beiden wurde zu einem wahren Funkenflug und ich war sehr gespannt, wie es sich manifestieren würde.
Der unbekannte Dritte, der mir mit seiner grausamen Handlung oft einen kalten Schauer über den Rücken jagte, sorgte für unglaublich viel Spannung. Bis zum Schluss war ich immer wieder am Zweifeln wer der Antagonist wohl sein würde. Ich hatte eine Vermutung, aber Natalie Winter hatte es gekonnt geschafft mich jedes Mal auf eine andere Fährte zu locken. Ich ließ mich also oft von ihr einwickeln, was ich aber auch von einem guten Buch erwarte.
Die Figuren waren alle gut ausgearbeitet worden. Sie hatten unterschiedliche Charakterzüge, waren damit vielfältig und ich empfand sie alle als lebendig.
Die Handlungen waren meiner Meinung nach sehr realistisch und ich hatte nie den Eindruck, dass sie an den Haaren herbeigezogen waren.
Das Spiel mit den Geheimnissen der einzelnen Figuren war sehr gekonnt und ich empfand die Wendungen immer sehr überraschend und mitnichten vorhersehbar. An manchen Stellen war ich mir nicht sicher, ob es nicht kleinere Logikfehler gab. Jedoch verlor sich im Verlauf der Handlungen dieser Eindruck wieder, sodass mich die Geschichte rundum begeistern konnte.
Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, aber ich finde, dass es der Geschichte nicht gerecht wird. Wer nicht unbedingt auf ein solches Cover steht, könnte hier von abgeschreckt sein. Aber bitte, reduziert das Buch nicht auf seinen Umschlag.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit heißen erotischen Elementen. Die Thriller Elemente überwogen jedoch und zeichneten sich durch eine temporeiche und adrenalinreiche Story aus.


Vielen Dank an den Plaisir d´ Amour Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Die dunkle Loge: Sinnliche Ketten von Mina Miller https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/12/26/die-dunkle-loge-sinnliche-ketten-von-mina-miller/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/12/26/die-dunkle-loge-sinnliche-ketten-von-mina-miller/#comments Wed, 26 Dec 2018 13:00:18 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2757 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Mia Schulte

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 22. Oktober 2018
ca. 380 Seiten
Band 2 der Reihe „Die dunkle Loge“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Madeleine wollte eigentlich nur ihre Schwester suchen, doch nun ist sie in die Fänge der Dunklen Loge geraten. Diese hält sie als Sklavin fest und täglich muss Madeleine Angst, Demütigungen und sogar Gewalt erleiden. Madeleine will das nicht länger hinnehmen und schmiedet einen Fluchtplan. Doch dann werden neue Wachleute eingestellt. Einer von ihnen ist Falco Gerber. Er scheint anderes als die anderen Männer zu sein. Oder ist das nur ein Trick der Loge, um sie endgültig zu brechen?
Falco hat es geschafft sich Undercover bei der Loge einzuschleichen. Sein Auftrag: Maddie, Evelins Schwester zu retten. Doch die Erfüllung dieser Aufgabe läuft nicht so wie gedacht. Zum einen ist da die mutige und gleichzeitig rebellische Madeleine, die sein Blut in Wallung bringt. Zum anderen sind da noch die Vorsteher des Hauses und Falco macht sich schon am ersten Tag Feinde.

Vom Klappentext sehr neugierig geworden, wollte ich unbedingt den zweiten Teil der Reihe „Die dunkle Loge“ lesen. Doch was ich zu lesen bekam, damit hätte ich nie gerechnet.
Der Einstieg in diese Geschichte war unheimlich packend. Durch den personalen Erzähler lernte ich Madeleine kennen, die in einem wahr gewordenen Alptraum gefangen ist. Ich wurde gleich mitten in eine äußerst erniedrigende und angsteinflößende Szene geworfen, sodass ich sofort gebannt an den Worten hing und mit der armen Madeleine mitlitt. Die Düsternis dieser Szenerie stieg aus dem Buch auf und es war tausendmal intensiver als einen Film zu sehen. Beinahe als wäre ich live dabei.
Diese unfassbare hohe Spannung hielt Mina Miller bis zum Schluss. Ständig fragte ich mich, ob diese Geschichte überhaupt gut ausgehen kann. Nichts geschah so, wie ich es gedacht hätte.
Das Zusammenspiel aus Thriller-, Liebes- und Erotik Elementen war so ausgeklügelt, dass die Geschichte absolut überzeugend war. Genauso könnte es irgendwo in Deutschland ablaufen.
Auch das die Geschichte hier in Deutschland spielt, fand ich gut. Denn das Grauen ist überall auf der Welt zu finden und wir wissen doch im Grunde nie genau, welche finsteren Machenschaften in unserer unmittelbaren Umgebung stattfinden.
Obwohl die Szenen mitunter stark von Demütigungen, Gewalt und Angst geprägt waren, vergaß Mina Miller dabei jedoch nie den berühmten Funken Hoffnung mit in diese Story einfließen zu lassen. Immer wieder durchbrach dieses kleine Licht die Düsternis der Handlungen und schenkten mir die Zuversicht auf ein Happy End.
Der personale Erzähler gewährte mir Einblicke auf beide Protagonisten. Hauptsächlich war es Maddie, der ich folgen durfte. Aber auch Falco kam nicht zu kurz. Beide waren mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Handlungen, Gefühle und Gedanken stets nachvollziehen.
Der Aufbau der Geschichte war logisch und konsequent, Vorkenntnisse zum ersten Band muss der Leser nicht haben. Zwar tauchen am Ende ein paar Charaktere wieder auf, aber sie sind völlig autark in die Geschichte eingearbeitet worden.
Mina Millers Schreibstil schaffte es mühelos Emotionen wie Ängste, Leidenschaft und Lust eins zu eins auf mich zu übertragen, sodass ich förmlich alle Schwingungen, die aus dem Buch kamen, spüren konnte. Dabei wurde sie jedoch nie unachtsam, sondern blieb immer ihrer wundervoll ausführlichen Beschreibung sämtlicher Handlungen treu. Dadurch intensivierte sie die Szenen um ein Vielfaches, sodass sich dieses Buch wie ein erstklassiger Thriller las, der traumhaft schöne erotische Elemente beinhaltete.
Das Setting war erstklassig ausgewählt worden. Er passte zur Schwere der Story, ohne jedoch mich zu erdrücken. Es verdeutlichte eher, dass Maddies Leben dort kein Zuckerschlecken mehr war.
Die erotischen Szenen waren im Vergleich zur restlichen Handlung des Buches überschaubar. Deshalb aber nicht wenig detailliert ausgearbeitet worden. Sie waren angefüllt mit leichter BDSM, aber mit einem hohen Maß an Zärtlichkeiten und Zuneigung. Hier ging Falco auf Maddie und ihre Gefühlswelt ein und ich hatte nie den Eindruck, dass Maddie nicht die Wahl gehabt hätte.

Fazit: Ein Wahnsinns Buch und eine gewaltige Steigerung zum ersten Band. Unglaublich welche Weiterentwicklung Mina Miller gemacht hat. Ich kann das Buch wirklich mit bestem Wissen jedem empfehlen.


Vielen Dank an den Plaisir d´Amour Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Die dunkle Loge: Gläserne Mauern von Mina Miller


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Winterkalt: Thriller von Catherine Shepherd https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/12/03/winterkalt-thriller-von-catherine-shepherd/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/12/03/winterkalt-thriller-von-catherine-shepherd/#comments Mon, 03 Dec 2018 15:37:19 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2631

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© Cover: 2018 Kafel Verlag

erschienen im Kafel Verlag
Veröffentlicht am 21. Oktober 2018
ca. 342 Seiten
Band 3 der Julia Schwarz Reihe
in sich abgeschlossen
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Mitten in der Stadt, von den Mitmenschen völlig unbeachtet, stellt ein vermeintlicher Künstler eine Eisskulptur auf. Kunstvoll arrangiert er sie, damit sich jeder daran ergötzen kann. Doch wer einen zweiten Blick riskiert, erkennt, dass sich darin die Leiche eine Frau befindet.
Während die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz warten muss, bis das Opfer aufgetaut ist, versucht sie schon mal Fragen zu klären, die sich auch ohne den Leichnam der Frau beantworten lassen müssten. Auch Kriminalkommissar Florian Kessler versucht ermittlungsrelevante Fragen beantworten zu können, aber er kann nicht einmal Zeugen finden.
Die Witterungsverhältnisse werden immer schlechter und der Eiskünstler scheint zur Höchstform aufzulaufen….

Mit Spannung habe ich auf das Buch gewartet. Die Reihe rund um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz war bisher nicht nur unterhaltsam, sondern auch voller medizinischem Wissen. Daher waren meine Erwartungen entsprechend hoch.
Zu Beginn lässt Catherine Shepherd den Leser am Leid eines Opfers teilhaben. Sie erzählt aus der ich – Perspektive ihr Martyrium und es zeichnet sich ab, warum der Täter so handeln könnte.
Den weiteren Verlauf der Geschichte wurde vom personalen Erzähler geschildert. Durch die Kapitel getrennt, wurden die Erlebnisse und Emotionen von Julia Schwarz, Florian Kessler, dem Mörder und einer Balletttänzerin erzählt. So bekam ich als Leser mehr Informationen und Hintergrundwissen als die Protagonisten selber. Hierbei konnte ich meine eigenen Schlüsse ziehen und Vermutungen nach Täter und Tatmotiv anstellen. Nicht immer waren meine Überlegungen auch von Erfolg gekrönt, wenngleich ich doch eine Vermutung bezüglich des Täters hatte. Das war aber eher ein Bauchgefühl und Catherine Shepherd gelang es immer wieder mich von meiner Idee abzubringen und mich auf eine neue Spur anzusetzen.
Wirklich sehr gut gefallen hatte mir die Entwicklung von Julia Schwarz. An dieser Stelle sei erwähnt, dass im Prinzip jedes Buch der Reihe unabhängig von den anderen gelesen werden kann, aber dann entgeht einem die weitere Entfaltung des harten Kerns. Dieser besteht aus Julia Schwarz und Florian Kessler.
Julia Schwarz war am Anfang eine sehr verschlossene Frau und nun endlich, öffnete sich diese sehr engagierte Rechtsmedizinerin. Das gefiel mir sehr gut, denn es nahm diesem Teil ein bisschen Düsternis, die immer irgendwie um diese Figur gewabert war.
Auch Florian Kessler zeigte in diesem Band mehr von sich selber und es war ganz interessant zu erleben, wie er sich verhält, wenn er an den Rand seiner Komfortzone gedrängt wird.
Natürlich ist ein Thriller ein fiktionales Werk, aber ich mag es dennoch sehr gern, wenn reales Wissen darin eingespeist wird. Auch hier fand sich wieder allerlei faszinierendes Wissen rund um den menschlichen Körper und Abläufen innerhalb der Rechtsmedizin. Gespickt wurde das Ganze mit ein bisschen mehr persönlichen Rangeleien, sodass alles noch lebendiger und echter wirkte.
Die Handlungen wurden logisch und chronologisch aufgebaut und kamen dieses Mal fast ohne Rückblicke in die Vergangenheit aus. Der Schreibstil war wieder schön flüssig und bildlich, sodass ich mir die Eiseskälte in Köln und Umgebung sehr gut vorstellen konnte. Insgesamt fand ich die Geschichte schön ausgeklügelt und es gab reichlich unvorhergesehene Wendungen und viel Spannung.
Das Setting war stimmig zur Rahmenhandlung und auch das Cover rundete das Gesamtkonzept gekonnt ab.

Fazit: Ein eisig kalter Thriller, der spannungsgeladen mit vielen Hoffnungen und Träumen befüllt wurde. Für mich der bislang beste Teil der Reihe. Da die Handlungen ohne viel Blut und ausartende Gewalt auskommen, ist dieses Buch auch für die zarteren Leser etwas.


Vielen Dank an Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:

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https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/12/03/winterkalt-thriller-von-catherine-shepherd/feed/ 20
Mooresschwärze von Catherine Shepherd https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/11/26/mooresschwaerze-von-catherine-shepherd/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/11/26/mooresschwaerze-von-catherine-shepherd/#comments Mon, 26 Nov 2018 13:00:46 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2612

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© Cover: 2016 Kafel Verlag

erschienen im Kafel Verlag
Veröffentlicht am 26. Oktober 2016
ca. 340 Seiten
Band 1 der Julia Schwarz Reihe
in sich abgeschlossen
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Aus einem Moor wird die Leiche einer jungen Frau geborgen. Ein seltsames Tattoo ziert ihren Bauch. Doch bevor Julia Schwarz, Rechtsmedizinerin in Köln, die Leiche obduzieren kann, ist sie verschwunden. Gemeinsam mit dem Kriminalkommissar Florian Kessler forscht Julia Schwarz nach dem Verbleib des Opfers. Dabei stößt sie auf eine weitere tote junge Frau. Langsam wird klar, dass es sich hier um einen Serientäter handelt. Doch was, außer den merkwürdigen Tattoos, verbindet die jungen Frauen miteinander?
Von den tödlichen Geschehnissen nichts ahnend versucht die Schülerin Hannah Taubert ihren zukünftigen Freund im Internet kennenzulernen. Dabei hat doch jemand aus ihrem direkten Umfeld Interesse an ihr.

Von Catherine Shepherd habe ich schon einige Thriller gelesen und so konnte ich auch diesem Buch nicht widerstehen. Es ist der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz.
Der Einstieg in das Buch begann mit dem Prolog, welcher in der ich-Perspektive erzählt worden ist. Hier hatte mich die Autorin sofort an das Buch gefesselt, denn ein Opfer kurz vor seinem Lebensende zu begleiten, ist schon nicht ohne.
Ansonsten wurde der Thriller vom personalen Erzähler geschildert. Dabei begleitet der Leser überwiegend und im Wechsel Julia Schwarz, Florian Kessler und Hannah Taubert. Die Schilderungen rund um die Erlebnisse, Handlungen und Emotionen der Protagonisten wurden in separaten Kapiteln erzählt. So kam ich nie durcheinander und es war immer klar, welchem Handlungsstrang ich aktuell folgen durfte.
Die Geschehnisse waren chronologisch aufgebaut, was den Thriller packender machte und die Spannung durchgängig hochhielt. Rückblicke in die Vergangenheit wurden geschickt in die aktuelle Szenerie eingebunden, sodass ich mich dadurch nie gestört fühlte.
Catherine Shepherd verstand es gekonnt tatsächliche rechtsmedizinische Abläufe interessant in die Geschichte einzubauen, sodass die Story nicht nur logisch und informativ, sondern auch in sich schlüssig bis zum Schluss blieb. Dennoch sollte an dieser Stelle angemerkt sein, dass dies ein fiktionaler Roman ist und somit viele Szenen auch nicht aus dem echten Leben gegriffen waren. Trotzdem empfand ich die Figuren authentisch und die Geschichte realistisch.
Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Schwierige Fachbegriffe wurden nicht nur anschaulich, sondern auch verständlich erklärt.
Die Autorin legte hier unterschiedliche Fährten aus, die mich teilweise in die Falle gelockt haben, sodass ich meine ursprüngliche „Spur“ zur Lösung der Geschichte verloren hatte.

Fazit: Ein spannender Auftakt zu einer neuen Reihe. Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Hier war alles enthalten, was ich mir von einem spannenden Buch wünsche.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:

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https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/11/26/mooresschwaerze-von-catherine-shepherd/feed/ 16