Liebesroman | Mo und die Macht der Buchstaben https://mounddiemachtderbuchstaben.de Sat, 31 Aug 2019 13:04:47 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 American Mafia: Houston Carried off von Grace C. Stone https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/09/02/american-mafia-houston-carried-off-von-grace-c-stone/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/09/02/american-mafia-houston-carried-off-von-grace-c-stone/#comments Mon, 02 Sep 2019 12:00:14 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3993

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American Mafia: Houston Carried off von Grace C. Stone
© Cover: Grace C. Stone

Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 1. August 2019
ca. 126 Seiten
Band 14 der American Mafia Reihe
erhältlich als eBook

Eva Milles reist zurück in den Schoß der Familie, weil ihr Vater sechzig wird. Das kommt Alex Newnham, Sohn des führenden Mafiabosses von Texas, gerade recht. Denn Evas Dad weigert sich sein Land an den Mafiaprinzen zu verkaufen. Also nimmt Alec kurzerhand die hübsche Eva als Faustpfand. Aber gleichzeitig will er die Frau um den Verstand bringen, die ihm die Abfuhr seines Lebens verpasst hatte…

Zum ersten Mal war ich ein bisschen enttäuscht, dass Grace C. Stones Bücher immer so kurz sind. Die Plot Idee hatte mir richtig gut gefallen und schon gleich zu Beginn stoben die Funken. Sofort war spürbar, welche Dynamik zwischen den beiden Protagonisten herrschte und ich fand Evas Widerstand einfach nur herrlich. Sie war wirklich eine patente und glaubwürdige Figur, die ich obendrein auch sehr sympathisch fand.
Auf Grund der Kürze der Geschichte musste natürlich alles ein bisschen schneller abgehandelt werden und das fand ich schade. Denn hier war so viel Potenzial, dass Grace C. Stone mit ihrem mitreißenden Schreibstil, es locker hätte voll ausschöpfen können. Denn die explosiven Stellen waren reichlich und hätten für mich gern noch ausführlicher ausgeschmückt werden können.
Auch hatte ich manchmal das Gefühl, dass alles ein bisschen zu rosarot dahinplätscherte, das passte aber irgendwie nicht ganz zum Anfang. Und ich fand die Entwicklungen leider auch ein bisschen sehr vorhersehbar. Ich mag es gern, wenn mich überraschende Wendungen mitreißen, dies war hier leider selten der Fall. Trotzdem ließ sich die Geschichte schön flüssig lesen und ich war sehr schnell damit durch.
Obwohl dieser Teil zur American Mafia Reihe gehört, kann er vollkommen autark gelesen werden. Hier kamen keine Figuren aus den anderen Bänden vor, wurden höchstens mal kurz mit dem Namen erwähnt. Sie waren aber zu keiner Zeit Bestandteil der Geschichte, sodass diese schon ein bisschen losgelöst war. Mir hat das sehr gefallen.
Das Setting fand ich interessant und war mal eine schöne Abwechslung zu den anderen Bänden.

Fazit: Ein unheimlich spannender Plot, der gern mehr ausgereizt hätte werden können. Alles in allem aber dennoch eine tolle Geschichte zum Abschalten vom Alltag.


Vielen Dank an Grace C. Stone für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:

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Mondscheinmorde von Linda Howard https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/29/mondscheinmorde-von-linda-howard/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/29/mondscheinmorde-von-linda-howard/#comments Mon, 29 Jul 2019 12:00:05 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3557

© Cover: HildenDesign, München

erschienen im Blanvalet Taschenbuch Verlag
Veröffentlicht am 14. April 2009
Originaltitel: Strangers in the Night: Lake of Dreams, Blue Moon, White Out
Übersetzt von Beate Darius
ca. 320 Seiten
erhältlich als Taschenbuch – in dieser Version nur noch gebraucht

In dem Buch „Mondscheinmorde“ werden drei kurze Geschichten erzählt, in denen es um heiße Zusammentreffen mit tödlicher Gefahr geht.
Drei Frauen sehnen sich nach Liebe und verschenken ihr Herz an unbekannte Männer. Doch sind diese wirklich das, was sie scheinbar vorgeben? Brechen diese Männer ihnen vielleicht nicht nur das Herz, sondern trachten den Frauen womöglich noch nach dem Leben?

Alle drei Geschichten wurden vom personalen Erzähler geschildert. Obwohl jede Story nur knapp einhundert Seiten hatte, kam ich in jede Geschichte super rein und war jeweils schon vom ersten Wort in dieser gefangen.
Über die jeweiligen Protagonisten erfuhr ich immer nur das Nötigste, was aber vollkommen ausreichend war, denn jede Geschichte hatte ihre eigene Spannung.
Diese hatte Linda Howard mit dem richtigen Maß aus Leidenschaft, Humor, Romantik und einer ordentlichen Portion Thriller gewürzt.
Ich empfand jede Geschichte intensiver und interessanter als die vorherige und insgesamt habe ich das Buch verdammt schnell ausgelesen.
In jeder Geschichte gab es auch erotische Szenen. Sie waren unterschiedlich intensiv, aber alle sehr niveauvoll beschrieben.
Der Schreibstil war durchgängig gut zu lesen und sehr bildgewaltig. Alle Szenen konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich ließ mich nur allzu gern in die unterschiedlichen Storys entführen.

Die erste Geschichte, „See der Träume“, fand ich zu Beginn etwas komisch. Sie wirkte etwas konfus und las sich nicht sehr flüssig. Ich vermute aber, dass es an der Übersetzung gelegen haben könnte. Normalerweise sind die Bücher von Linda Howard flüssig und wohldurchdacht. Nach einer Weile war das Gefühl wieder weg und ich konnte die leicht übersinnlich angehauchte Geschichte genießen.
Das Hauptaugenmerk lag auf der Protagonistin Thea und offenbarte mir so ihre Emotionen und Handlungen. Ihre Träume wurden in kursiver Schrift dargestellt, sodass ich immer gut zwischen Realität und Traum unterscheiden konnte.
Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten war die Gefahr spürbar und die Atmosphäre von einem erotischen Prickeln durchzogen.
Obwohl es nur eine Kurzgeschichte war, mochte ich Thea. Über sie erfuhr ich am meisten. Richard bleib mir dagegen etwas blass. Ihn konnte ich nicht so richtig greifen und er blieb für mich zum größten Teil ein gesichtsloser Mann.
„Vollmond“, die zweite Geschichte in dem Buch mochte ich sehr. Sie war spannend geschrieben und hatte genau die richtige Menge an süß/sinnlichen Momenten. Was mir besonders gut gefallen hatte, war, dass der personale Erzähler seinen Fokus erst auf den Sheriff Jackson Brody gelegt hatte. So erfuhr ich recht viel von diesem schnittigen Mann.
Dann schwenkte der Erzähler zu Delilah Jones, sodass ich auch ihr näher kommen konnte und etwas über ihre Vergangenheit erfahren konnte.
Zum Schluss lag der Fokus wieder auf dem Sheriff.
Dieses Zusammenspiel fand ich sehr überzeugend, denn trotz der Kürze der Geschichte, kam ich beiden Protagonisten nahe.
Sehr gut gefiel mir, dass die Protagonistin eine besondere Gabe hatte. Ich habe schon von solchen Menschen gelesen und fand es spannend, wie Linda Howard das Thema aufgegriffen und verarbeitet hatte.

Die letzte Kurzgeschichte, „Schneeblind“ war voller unterschiedlicher Spannungen. Mal war die Luft von erotischem Knistern erfüllt, mal war die Atmosphäre mit Lebensgefahr angereichert.
Diese Story las sich fast von selbst und ich fand es toll, dass ich Hope begleiten durfte. Mithilfe ihrer Emotionen und Handlungen waren die verschiedenen Spannungen mit den Händen greifbar.
Hope war mir von den drei Protagonistinnen mit am sympathischsten. Sie blieb selbst in einer brenzligen Situation ruhig und handelte besonnen. Es hatte mir wirklich Spaß gemacht sie zu begleiten.

Fazit: Die Sammlung von drei Kurzgeschichten aus der Feder von Linda Howard fand ich gelungen und unterhaltsam. Auch wenn mich nicht alle Geschichten gleichermaßen begeistern konnten, hatte jede ihren eigenen Charme und war voller Spannung, vom Anfang bis zum Ende.

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Sinfonie der Lust von Ayana Hunter https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/21/sinfonie-der-lust-von-ayana-hunter/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/21/sinfonie-der-lust-von-ayana-hunter/#comments Sun, 21 Jul 2019 17:56:07 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3899 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: AARRTTUURR @ Depositphotos.com

erschienen bei blue panther books
Veröffentlicht am 28. Februar 2019
ca. 392 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Lara Heisler ist unglücklich in ihrer Ehe mit Michael. Schon lange hat sie das Gefühl, dass er sie betrügt. Trost findet Lara in der Musik und in einem Internetforum für Musikliebhaber.
Ihre Freundin Vanessa möchte Lara endlich wieder glücklich sehen und bittet ihren Lieblingsliebhaber, Ben, um Hilfe. Gemeinsam ersinnen sie einen Plan, wie Lara Bens Freund Marc kennenlernen kann. Denn Marc hängt einer unglücklichen Liebe hinterher und benötigt, laut Bens Meinung, dringend Ablenkung.
Ben bringt den Stein also ins Rollen, doch was ursprünglich als prickelndes erotisches Spiel gedacht war, läuft langsam aber sicher komplett aus dem Ruder.

Meine Erwartungshaltung an das Buch war nicht besonders hoch. Dennoch hatte mich der Klappentext angesprochen und mit verhaltener Neugier war ich gespannt auf die erotischen Abenteuer der Protagonisten.
In die Geschichte war ich gut hineingekommen, allerdings empfand ich den Erzählstil ein wenig seicht. Was mir aber sehr gut gefiel, war die Tatsache, dass die Figuren schon mit beiden Beinen im Leben standen und neben Jobs auch schon Lebenserfahrung besaßen. Ein nettes Gimmick war das Setting, welches hauptsächlich in Berlin stattfand. Aufgrund des Schauplatzes hatte ich schon das Gefühl, dass es sich so oder so ähnlich mal zu getragen haben könnte.
Der personale Erzähler führte mich durch die Geschichte, mit Ausnahme der gegenseitig geschriebenen Mails. Diese wurden jeweils vom Protagonisten selber verfasst. So gelang mir eine klitzekleine persönliche Einsicht in das Gefühlsleben der Figuren Marc und Lara.
Zu Beginn erfuhr ich viel über die vier Protagonisten, Ben, Marc, Vanessa und Lara, dennoch gelang es mir nicht, eine nähere Bindung zu ihnen aufzubauen. Ihre Charaktere vermochten es leider nicht mich dauerhaft zu fesseln und ich hatte eher das Gefühl eine unbeteiligte Zuschauerin zu sein. Was ich schade fand, denn den Plot an sich fand ich sehr spannend. Gut, vier Menschen und deren Schicksal zu verknüpfen, war zwar nicht neu, aber die Idee dahinter hatte mir gefallen. Immerhin hatte Marc die Idee Lara sieben Aufgaben zu stellen, damit sie mit jeder gelösten Aufgabe den Weg mehr zu sich selber finden kann. Das hatte mich neugierig gemacht, leider empfand ich die Umsetzung nicht ganz so perfekt gelungen.
Es mag vielleicht daran gelegen haben, dass alle vier Protagonisten mit ihren Problemchen und Sorgen geballt an der Geschichte teilgenommen hatten und ich die Strukturierung der Kapitel ein bisschen unglücklich empfand.
Meine Favoriten wären Lara und Marc gewesen, von ihnen hätte ich mehr lesen wollen, dafür weniger von Ben und Vanessa.
Ben war mir ein wenig zu sehr Kindskopf, auch wenn er sehr offen und direkt seine Meinung kundtat. Aber oft hatte ich auch das Gefühl, dass er zu Übersprunghandlungen neigte, ohne vorher mal vernünftig nachzudenken.
Vanessa war von allen Protagonisten die Farbloseste. Sie hätte meiner Meinung nach viel weniger Fläche bekommen sollen, denn ihre unverbindliche Beziehung zu Ben war mir ein bisschen zu viel Nebenhandlung. Hier hätte ich mir mehr und vor allem eine klarere Konzentration auf Marc und Lara gewünscht.
Lara, eine unglückliche Ehefrau und begeistere Musikliebhaberin, hat mich von allen Vieren am meisten begeistert. Ihre Gefühle und Gedanken wurden nachvollziehbar dargestellt, aber auch hier hätte ich mir gewünscht, wenn der Blick auf sie intensiver gewesen wäre. Als Charakter hatte Lara neben Marc wirklich das meiste Potenzial, welches leider ein bisschen verschenkt wurde.
Marc und sein Liebesdrama mit Juliette hätte ein bisschen mehr Dynamik vertragen können. Im Grunde war das alles ein bisschen weichgespült und vor allem diesen inneren Zwist mit Juliette und Lara im Kern hätte noch mehr ausgebaut werden können. Daraus hätte sich dann eine wirklich explosive und super spannende Geschichte entwickeln können.
Obwohl der Schreibstil leicht und verständlich war, hatte ich eher das Gefühl, als plätscherten die Handlungen wie ein kleiner Bachlauf vor sich hin. Mir fehlte einfach die Würze. Mehr Feuer und weniger Nebenhandlungen hätten der Gesamtkomposition gutgetan.
Die erotischen Szenen waren sinnlich und immer für eine Überraschung gut. Die sieben gestellten Aufgaben, die Umsetzung und die Erfüllung konnten mich begeistern, zumal sie niveauvoll und ansprechend beschrieben worden sind. Im Verhältnis zu den Szenen war das Vorkommen der erotischen Handlungen wohl dosiert und passend zum Gesamtwerk.

Fazit: Wer sich einfach entspannen und zurücklehnen möchte, der wird Freude an diesem Buch haben. Der Plot war interessant, die Umsetzung ein wenig fade. Alles in Allem jedoch ein Buch, das sich gut lesen ließ.


Vielen Dank an blue panther books für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Tigerlilie (The Wayward Gentlemen 1) von Ivy Paul https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/08/tigerlilie-the-wayward-gentlemen-1-von-ivy-paul/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/07/08/tigerlilie-the-wayward-gentlemen-1-von-ivy-paul/#comments Mon, 08 Jul 2019 12:00:57 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3827 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Sabrina Dahlenburg

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 12. April 2019
ca. 265 Seiten
Band 1 der Reihe „The Wayward Gentlemen“
überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Verlagsversion von 2012
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Als Earl of Munthorpe hat Christopher Drysdale ein ganz besonderes Anliegen. Dass er dabei vom britischen Adel misstrauisch beäugt wird, interessiert ihn kein bisschen. Nur ist sein Vorhaben mit seinem skandalösen Ruf nicht so einfach. Er will unbedingt Anna Whitley heiraten. Die ist alles andere als erfreut über diesen Antrag und findet das Angebot, welches Christopher ihr zur Ehe anträgt, eine Frechheit sondergleichen.
Doch eine Notlage lässt sie ihre Situation überdenken. Wird sie sich auf den geheimnisvollen Christopher einlassen können, ohne dabei ihre Prinzipien zu verraten?

Der Einstieg in die Geschichte viel mir leicht und ich fand es sehr spannend, Anna bei ihrem Debüt im Adelskreis begleiten zu dürfen. Dann machte die Handlung einen Sprung von rund fünf Jahren. Der Übergang war Ivy Paul sehr gut gelungen und sie fasste die Ereignisse der vergangenen Jahre geschickt zusammen.
Obwohl der personale Erzähler durch die Handlungen führte, ruhte der Fokus sowohl auf Anna als auch auf Christopher. Den Großteil jedoch begleitete ich Anna.
Mir war die junge Frau sehr sympathisch. Trotz strenger Erziehung und dem Bestreben über jeden Zweifel erhaben zu sein, hatte sie ein gutes Herz und einen wachen Verstand. Annas Schlagfertigkeit gegenüber Christopher war erfrischend. Ihre Entwicklung fand ich authentisch und ich fand es klasse, dass Anna sich im Kern dennoch selber treu blieb.
An Christopher wusste ich seine Ehrlichkeit zu schätzen, allerdings trieb er mich mit seinen Geheimniskrämereien manchmal zur Weißglut. Ein typischer Mann eben. Alles schön mit sich selber ausmachen. Dafür hatte er jedoch auch oft die Quittung bekommen und das gefiel mir sehr gut. Beeindruckend war, dass Christopher durchaus auch in der Lage war sich seine Fehler einzugestehen. Also alles in allem ein sehr sympathischer Mann.
Durch den fesselnden Schreibstil gelang es Ivy Paul eine spannende Geschichte, zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts, zu entfalten. Dabei beschrieb sie wunderbar detailliert das Regency Zeitalter und der sozialgeschichtliche Rahmen war eindrucksvoll ausgearbeitet worden. Mir fiel es leicht, in diese Zeit abzutauchen und vor meinem inneren Auge erwachten die Szenen zum Leben. Vor allem die detaillierten Beschreibungen von Kleidungsstilen, Sitten und Umgebungen waren lebendig und authentisch.
Die Spannungsbögen waren faszinierend angelegt worden, mal trieben Geheimnisse, mal hitzige Wortgefechte und ein anderes Mal gefährliche Umstände die Spannung in die Höhe. Mir gefielen an den Kapitelanfängen die Zitate sehr, sie passten perfekt zu den kommenden Handlungen.
Der Aufbau der Geschichte war konsequent und logisch, überraschende Wendungen fesselten mich immer mehr an die Geschichte. Sehr gut fand ich auch die schön verpackte Gesellschaftskritik. Auch heute noch gibt es genug bornierte Menschen, die glauben, dass nur sie allein das Maß der Dinge sind. Die Umsetzung war Ivy Paul geglückt und zeigte auf, dass wir alle nur mit heißem Wasser kochen.
Das Knistern zweier Menschen, die sich gegenseitig anziehen, war spürbar und regelmäßig stoben regelrecht die Funken. Die erotischen Szenen waren minimalistisch und leicht angelegt, dennoch voller Hingabe und ansprechender Beschreibung. Oftmals wurde sanft ausgeblendet, sodass sich diese Geschichte schön ins Regency Romance Genre eingliederte.

Fazit: Eine turbulente Liebesgeschichte zu einer Zeit, wo Sitte und Moral noch ganz anders bewertet wurde, als heute. Authentische Beschreibungen des Lebens um 1819 rundeten das Buch zu einem schönen und unterhaltsamen Roman ab.

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American Mafia: Chicago Instinct von Grace C. Stone https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/19/american-mafia-chicago-instinct-von-grace-c-stone/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/19/american-mafia-chicago-instinct-von-grace-c-stone/#comments Wed, 19 Jun 2019 12:00:47 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3594

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© Cover: Grace C. Stone

Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 1. Juni 2019
ca. 107 Seiten
Band 12 der American Mafia Reihe
erhältlich als eBook

Maisie möchte sich ihren schlimmsten Ängsten stellen und strebt den Eintritt in eine Studentenverbindung an. So hofft sie, dass die Bruderschaft von Fire & Bones sie dann endlich in Ruhe lassen. Diese waren es, die Maisie eigentlich als Jungfrau opfern wollten. Was zum Glück Kenny Martell verhindert hat. Seitdem ist sie heimlich in ihn verliebt.
Doch wird Maisie sich endlich wieder sicher fühlen und welche Gefühle hegt in Wirklichkeit Kenny Martell für sie?

Auf den nunmehr zwölften Teil der American Mafia Reihe hatte ich mich schon sehr gefreut. Immerhin war Kenny schon öfter als Randfigur in den anderen Bänden aufgetreten und auch Maisie war keine Unbekannte. Schließlich durfte ich ihre erste Rettung auch schon lesen. Da war sie zwar eine Nebenfigur, dennoch war sie mir im Gedächtnis geblieben.
Leider erfüllten sich meine Erwartungen nicht so ganz. Ich kann nicht genau den Finger darauflegen, was genau mich störte, aber insgesamt war mir alles zu glattgelaufen. Einen richtigen Disput und einen herben Schlagabtausch, wie ich es sonst von den anderen Bänden gewöhnt war, gab es hier nicht wirklich. Das waren immer so kleine angedeutete Reibereien, aber nichts, was mich richtig vom Hocker gerissen hätte.
Auch die Protagonisten waren mir ein bisschen zu farblos. Vor allem bei Kenny hatte ich große Erwartungen, immerhin war er schon öfter mal zu Gast bei den anderen Teilen. Hier wäre meiner Meinung nach noch Luft nach oben gewesen.
Maisie war für mich ein bisschen schwer zu greifen. Nach ihren schrecklichen Erlebnissen war sie mir im Grunde genommen schon zu abgebrüht und irgendwie auch ein bisschen übertrieben abenteuerlustig. Gut, ich kann ihr zugutehalten, dass sie sich von ihrem heimlichen Helden gut beschützt fühlte. Dennoch hätte ich mir mehr Einblick in ihr Seelenleben gewünscht. Zumal beide Protagonisten ihre Handlungen selber geschildert haben.
Dennoch war die Geschichte spannend und auch unterhaltend. Der Schreibstil von Grace C. Stone war wie gewohnt flüssig und detailliert. Ich konnte mir die Schauplätze gut vorstellen und mich hat es gefreut einige Charaktere aus den Vorgängerbänden wiederzutreffen.
Die erotischen Szenen waren nicht so intensiv wie sonst, dennoch feinfühlig und ansprechend beschrieben worden.
Ein paar überraschende Wendungen ließen meine Spannung weiter steigen und ich fühlte mich insgesamt gut unterhalten.

Fazit: Dieser Band ist ruhiger und weniger dominant als die Vorgänger. Dennoch war die Geschichte spannend geschrieben und mit kleinen Überraschungen versehen.


Vielen Dank an Grace C. Stone für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:

Band 14:

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Sweetest Poison: Es gibt nur dich von Cheryl Kingston https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/17/sweetest-poison-es-gibt-nur-dich-von-cheryl-kingston/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/17/sweetest-poison-es-gibt-nur-dich-von-cheryl-kingston/#comments Mon, 17 Jun 2019 12:00:07 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3598

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© Cover: Mia Schulte / Plaisir d´Amour Verlag

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 29. März 2019
ca. 352 Seiten
Band 3 der Safe Harbor – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Eigentlich wünscht sich Naomi Grey nur eins: endlich glücklich sein. Am liebsten mit dem Mann, den sie abgöttisch liebt. Asher Knight. Doch vor vier Jahren kam es zu einem bösen Bruch und seitdem lässt Asher keine Gelegenheit ungenutzt Naomi zu zeigen, was er von ihr hält.
Seine Beschimpfungen treffen Naomi noch immer tief. Dennoch kann sie Asher nicht vergessen.
Bei einem Kurztrip mit gemeinsamen Freunden geben die Beiden doch endlich ihren Gefühlen für einander nach. Die scheinbar glückliche Nacht endet in einer Katastrophe. Naomi wird schwanger und Asher ist fest der Überzeugung, dass er nicht der Vater des ungeborenen Kindes sein kann …

Schon auf den ersten Seiten gelang es Cheryl Kingston, eine Stimmung zu erzeugen, die mir sehr ans Herz ging. Eindrucksvoll zeigte sie auf, dass Menschen lieber ihr eigenes Urteil fällen, bevor sie hinterfragen, warum jemand sich verhält, wie er sich verhält.
Sie tat dies mit brutaler Ehrlichkeit und beschönigte dabei nichts. Ich muss gestehen, dass ich dies an Cheryl Kingstons Büchern am meisten liebe. Nämlich, dass sie uns Lesern den Spiegel vorhält. Wie oft beurteilen wir Menschen einfach, ohne uns wirklich die Mühe gemacht zu haben, sie kennenzulernen? Anhand von Naomi zeigte die Autorin schonungslos auf, wie sich solche ungerecht behandelten Personen fühlen können. Ich fand das absolut nachvollziehbar und wirklich sehr realistisch abgebildet.
Zwischenzeitlich musste ich das Buch dringend zur Seite legen, denn die Geschichte ging mir emotional so nah, dass ich beinah körperliche Schmerzen fühlte. Cheryl Kingston verstand es so perfekt, die Gefühle der Protagonisten zu transportieren, dass ich sie selber spüren konnte. Auch wenn ich Asher manchmal am liebsten geschüttelt hätte, tat er mir so unendlich leid. Die beiden waren schlimmer als Feuer und Wasser und es war die reinste Gefühlsachterbahn mit den Zweien. Dabei war der Weg zur Glückseligkeit ziemlich langsam, steil und felsig, der Absturz umso schnell und heftiger.
Beide Charaktere erzählten ihre Geschichte selber, was die Intensität um ein Vielfaches steigerte und mir die Protagonisten sehr nahebrachte. Ich mochte beide, wobei ich Naomi ein Stückchen mehr sympathischer fand. Sie war so grundehrlich, trotz ihrer Unsicherheiten und Ängste.
Asher kam mir manchmal wie ein verzogener Junge vor. Erst mal ruhig Blut bewahren und zuhören, dies ist definitiv nicht Ashers Ding. Er prescht lieber gleich nach vorn, ohne Rücksicht auf Verluste. Dies bringt ihn oft in Situationen, in die er dann lieber nie gelandet wäre. Bringt dann aber auch gleich wieder männer-typisches Verhalten auf, in dem er seinen Fehler erst einmal verdrängt, in dem er Recht behalten will.
Der Schreibstil war wunderbar flüssig und schön bildlich. Die beschriebenen Schauplätze konnte ich mir alle sehr gut vorstellen und die erotischen Szenen waren ansprechend beschrieben worden.
In diesem Band traf ich einige Figuren aus den vorherigen Bänden wieder, was ich sehr angenehm empfand. Es war schön sie wieder zutreffen und hier und da zu erfahren, wie es mit ihnen weiterging. Jedoch wurden sie so geschickt in die Geschichte eingebettet, dass Vorkenntnisse zu den Vorgängerbänden nicht notwendig gewesen sind.
Es gab auch einige neue Randfiguren und an einer bestimmten Stelle im Buch musste ich einfach schmunzeln. Manche Figuren hatten dieselben Namen wie Charaktere einer bekannten US-amerikanische Krimiserie, die ein erfolgreiches Remake ist. Egal, ob gewollt oder doch blanker Zufall, mir hat es gefallen und es war eine schöne Auflockerung zu der doch eher ernsteren Geschichte.
An dieser Stelle möchte ich auch unbedingt erwähnen, dass in meinen Augen Cheryl Kingston selber auch eine unglaubliche Entwicklung als Autorin durch gemacht hat. Mit jedem Buch wird die Geschichte, die sie erzählt, packender, emotionaler und noch lebendiger. Respekt.
Das Cover fand ich absolut passend zur Geschichte gewählt, denn ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass der Mann darauf Asher sein könnte.

Fazit: Eine Geschichte, die mit ihrer emotionalen Achterbahnfahrt zu bestechen weiß. Nichts ist, wie es scheint und hier wird alles abgedeckt.


Vielen Dank an den Plaisir d’Amour Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:

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https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/17/sweetest-poison-es-gibt-nur-dich-von-cheryl-kingston/feed/ 7
Eternity – Verbotene Liebe von Amanda Frost https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/27/eternity-verbotene-liebe-von-amanda-frost/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/27/eternity-verbotene-liebe-von-amanda-frost/#comments Mon, 27 May 2019 12:00:59 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3517 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: MT Design Cover-Art

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 23. Februar 2018
ca. 256 Seiten
Band 2 der Eternity – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Nachdem Abigail Edwards einen brutalen Serienmörder aufgehalten hat, ist sie nun Teamleiterin einer eigenen Einheit. Alles könnte so perfekt sein, wäre nicht plötzlich ein verdammt gutaussehender Mann aufgetaucht, der sie zu kennen scheint.
Chronos hat seit dem Vorfall mit Abigails Gedächtnislöschung chronisch schlechte Laune. Gerade als er glaubt über sie hinwegzukommen, erfährt er, dass Abigails Leben in Gefahr ist. Er beschließt sie zu beschützen, doch zu welchem Preis?

Auf die dreiundzwanzig Kapitel lange Fortsetzung war ich sehr gespannt. Für Abigail hat es ja die Erlebnisse aus Band 1 nicht gegeben und ich wollte unbedingt wissen, wie Amanda Frost die Geschichte um die beiden Protagonisten weiter erzählen und vorantreiben würde.
Mir hatte die Dynamik innerhalb der Geschichte sehr gefallen, denn Abigail ist ein Mensch, der mich immer wieder überraschen kann. Durch sie gewann die Geschichte an Spannung und schubste nicht nur ihr Umfeld, sondern auch mich, in immer überraschende Wendungen.
Dadurch, dass die Geschichte nie vorhersehbar war, ließ sie sich hervorragend und zügig lesen. Dies förderte und unterstütze auch der ausgefeilte und lockere Schreibstil.
Mir gefiel außerdem sehr gut, dass der Haupterzählstrang von kleineren Nebenhandlungen begleitet wurde, die das Buch sehr vielschichtig und interessant machten.
So war dies hier nicht nur eine Liebesromanze mit heißen erotischen Szenen, nein, hier ging es bisweilen auch um Leben und Tod.
Dieses Buch war ein gut durchdachtes Potpourri aus Drama, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung, Hass, Freundschaft, Verrat und Familie.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung mit vielen Überraschungen. Beide Protagonisten wussten zu überzeugen und es war eine Freude dieses Buch zu lesen.


Vielen Dank an Amanda Frost für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Eternity – Vergessene Liebe von Amanda Frost

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© Cover: Andrea Gunschera

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 01. Dezember 2011
ca. 200 Seiten
erhältlich als Taschenbuch – in dieser Version nur noch gebraucht

Miss Anna Drysdale genießt einen ausgesprochen guten Ruf in der feinen Gesellschaft Londons und da ihr leiblicher Vater ein Viscount war, hat ihr Stiefonkel Christopher Drysdale einen großartigen Plan ersonnen. Der Halbchinese benötigt für einen wichtigen Geschäftsabschluss eine vorzeigbare Ehefrau. Da er aber von der Ehe nichts hält, soll Anna mit ihm eine Scheinehe führen. Doch Anna Drysdale, ganz die Dame, denkt nicht daran, dieses unmoralische Angebot anzunehmen. Immerhin ist Christopher Drysdale ein Frauenheld und genießt keinen sonderlich guten Ruf.
Doch ihre finanzielle Notlage und diese unglaubliche Anziehung zu diesem Flegel lassen ihre Vorsätze bedenklich schwanken…

Zu Beginn jedes neuen Kapitels gab es ein schönes und sehr treffendes Zitat aus China. Ich begeistere mich ja sehr für die asiatische Kultur und fand die Lebensweisheiten nicht nur passend zu den einzelnen Abschnitten, sondern generell sehr interessant und sinnig.
Der personale Erzähler geleitete ich mich durch diese sehr sinnliche Geschichte und ließ mich an den Gefühlen und Handlungen von Anna und Christopher teilhaben.
Anna begleitete ich mehr als Christopher, aber das fand ich ganz schön. Sie veränderte sich am meisten im Lauf der Geschichte und sie war mir auf Anhieb sympathisch. Auch wenn sie eine sehr strenge Erziehung genossen hatte und eine vollende Dame war, hatte sie doch von Anfang an ein weiches Herz und einen scharfen Verstand.
Anfänglich hatte ich einige Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, da hier recht viele Namen und Adelstitel fielen. Das fand ich verwirrend und ich verhedderte mich öfter in der unterschiedlichen Benennung einzelner Figuren. Zum Glück ließ dies aber schnell nach, sodass ich mich gut in der Story zurechtfand und gebannt verfolgte, wie sich die Protagonisten näherkamen.
Das Spiel mit den Vorurteilen fand ich sehr gut gelungen. Im Fokus stand hier vor allem die englische Oberschicht mit ihrer Doppelmoral und ihrem hochnäsigen Blick auf die niedrig gestellten Gesellschaftsschichten beziehungsweise anderen nationalangehörigen.
Auch war es der Geschichte anzumerken, dass Ivy Paul fundiert recherchiert hatte. Egal ob es sich um die damalige gesetzes Lage handelte oder gar besondere Details innerhalb der asiatischen Kultur.
Besonders gut gefallen haben mir die Settings. Hier war ebenfalls spürbar, wie intensiv sich die Autorin mit damaligen Infrastrukturen und den örtlichen Gegebenheiten auseinandergesetzt hatte.
Die erotischen Szenen waren eine tolle Mischung aus Wildheit und viel Gefühl. Es war spürbar, wie die aufgeheizte Atmosphäre vor Leidenschaft vibrierte und knisterte.
Obwohl dies ein erotischer Roman ist, gab es mehrere Handlungsstränge, die Abwechslungsreich und spannend waren. Leichte Krimi Anteile verliehen dem Buch eine besondere Note und machten das Buch vielschichtig und interessant.

Fazit: Ein erotischer Roman, welcher gekonnt in ein historisches Umfeld mit leichtem Genre Mix eingebettet wurde. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.


Vielen Dank an Ivy Paul für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Das fünfte Pergament von Barbara Mansion https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/06/das-fuenfte-pergament-von-barbara-mansion/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/06/das-fuenfte-pergament-von-barbara-mansion/#comments Mon, 06 May 2019 12:00:33 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3476 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Mia Schulte

erschienen im Plaisir d´Amour Verlag
Veröffentlicht am 18. Mai 2018
ca. 300 Seiten
Vollständig überarbeitete sowie inhaltlich neue Fassung des Romans „Lustnächte“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Pierre LeBreton ist Architekt und im Zuge von Vermessungsarbeiten in der Abtei von Landévennec findet er in einer alten Chronik ein unbekanntes Pergament. Unterzeichnet wurde dies von Jacques de Molay, dem letzten Großmeister der Templer. In diesem Schreiben vertraut er einem Herrn von Blanchefort einen Großteil des Templerschatzes an.
Anfänglich ist Pierre wenig überzeugt und noch weniger begeistert von dem Fund. Doch dann fährt die junge deutsche Geschichtswissenschaftlerin, Beatrix Greifenberg, seinen Vorgartenzaun zu Schrott. Für Pierre ist es Liebe auf den ersten Blick und aus Angst, dass Beatrix weiterreist, weiht er sie in seinen Fund ein. Sofort ist sie Feuer und Flamme und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Templerschatz. Aber Pierre will auch unbedingt Beatrix von sich überzeugen, doch genauso wie das Auffinden des Schatzes ist dies schwerer als gedacht.

Mysteriöse Geschichten sind normalerweise voll mein Ding, vor allem wenn es um historische Begebenheit, um die sich viele Legenden und Gerüchte ranken, geht. Die Templer und ihr sagen- umwobener Schatz war daher ein großer Anreiz für mich.
Der Einstieg in das Buch fiel mir aber sehr schwer. Zu Beginn passierte sehr viel auf einmal.
Zu einem möglich historischen bedeutsamen Fund kamen eine Handvoll Personen und reichlich französische Namen dazu. Auch hatte ich am Anfang das Gefühl, dass die Autorin noch nicht so genau wusste, in welche Richtung ihr Buch zieht. Zum einen ging es um historische Ereignisse, gleichzeitig bahnte sich aber eine Liaison zwischen den Protagonisten an. Was sich erst einmal nicht grundsätzlich ausschließen muss, aber irgendwie wirkte das sehr konstruiert.
Besser wurde es, als Pierre und Beatrix ihre Reise durch Frankreich antraten, um in dem mittelalterlichen Dorf Rennes-le-Château dem Rätsel auf die Spur zu kommen.
An dieser Stelle hätte ich es begrüßt, wenn es in diesem Buch eine Karte der Örtlichkeiten gegeben hätte. So wäre mir die Orientierung innerhalb der Geschichte leichter gefallen, obwohl Barbara Mansion die Umgebung und auch die verschiedenen Orte, die beide Protagonisten besuchten, sehr gut und bildlich beschrieben hatte.
Auch ein Personenregister hätte ich gut gefunden. Es kamen unheimlich viele Namen von historischen Figuren vor, sodass ich manchmal ins Straucheln kam. Oft habe ich mich dabei erwischt, wie ich Namen und Orte gegoogelt habe, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.
Geschildert wurde die Geschichte vom personalen Erzähler, der mich jedoch an den Erlebnissen und Gefühlen mehrerer Figuren hat teilhaben lassen. Sein Hauptaugenmerk lag jedoch überwiegend auf Pierre und zu Teilen auch auf Beatrix.
Pierre, mit seiner typisch französischen Art, war sehr lebendig gestaltet worden und obwohl er ein ganz schöner Schwerenöter zu sein schien, hatte er doch das Herz am rechten Fleck.
Beatrix hingegen war mir ein bisschen zu blass. Sie konnte ich nicht so recht greifen.
Der Schreibstil war schön flüssig und ließ sich angenehm lesen. Auch die detaillierten Beschreibungen der französischen Lebensart und südfranzösischen Landstriche war faszinierend.
Sehr gut fand ich, dass die Figuren immer und immer wieder ihre Erkenntnisse von neuem durchkauten. Denn nur so konnte ich nachvollziehen, welche Entdeckungen sie Stück für Stück machten und wie sie diese in den entsprechenden Kontext brachten.
Die Spannung in dem Buch nahm immer weiter zu und es kam der Punkt, an dem ich es auch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Wendungen waren überraschend und trieben die Neugier auf die Lösung der vielen kleinen Rätsel gekonnt an.
Der Aufbau des Buches war logisch und konsequent, die Liaison von Pierre und Beatrix wurde mit einigen leichten erotischen Szenen gekonnt untermalt. Sie waren aber im Verhältnis zur Geschichte gering, sodass der Kern, die Suche nach dem geheimnisvollen Schatz, nicht ins Hintertreffen geriet.
Das Ende war schlüssig und es wurde alles logisch und verständlich aufgeklärt.
Das Zusammenspiel aus wahren Begebenheiten und Fiktion fand ich sehr gelungen, hätte es aber schön gefunden, wenn die Autorin vielleicht am Ende noch mal darauf eingegangen wäre zu wie viel Prozent ihr Roman Fiktion ist. Dies finde ich nämlich an einer Geschichte immer besonders interessant.

Fazit: Auch wenn sich das Buch am Anfang ein bisschen im Schlingerkurs befand, war es bald in fester Spur und wurde unheimlich spannend. Ein faszinierender Südfrankreich-Krimi mit allerhand mysteriösen Rätseln und einem Schatz, der beinahe unglaublich ist.


Vielen Dank an den Plaisir d’Amour Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Mark & Miriam: Wie Streichholz und Benzinkanister (City Lovers, Band 2) von Vivian Hall https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/01/mark-miriam-wie-streichholz-und-benzinkanister-city-lovers-band-2-von-vivian-hall/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/01/mark-miriam-wie-streichholz-und-benzinkanister-city-lovers-band-2-von-vivian-hall/#comments Wed, 01 May 2019 12:00:42 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3431 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Vercodesign

erschienen bei Independty Publishing
Veröffentlicht am 04. April 2019
ca. 324 Seiten
Band 2 der Reihe „City Lovers“
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Nach einer unschönen Begegnung in ihrer Jugend ist Miriam Steiniger nicht gut auf Mark Rieger zu sprechen. Aber die tiefgründige Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. So lassen beide keine Begegnung aus, um sich verbal in die Pfanne zu hauen.
Zu allem Unglück steigt Miriam in die Firma ihres Vaters ein und muss zwei Monate Einarbeitung in Marks Abteilung durchlaufen. Die Emotionen kochen hoch und die Zwei stehen kurz vor dem gegenseitigen Mord oder vielleicht doch eher vor leidenschaftlichen Küssen?

„Wie Streichholz und Benzinkanister“ ist nicht nur der treffende Titel zur Geschichte, sondern auch Programm. Hier gab es jede Menge hitzigen Funkenflug, sowohl negativ als auch positiv.
Die verbalen Reibereien zwischen Mark und Miriam waren erfrischend und teilweise wirklich hart. Aber sie brachten mich stets zum diebischen Lachen, denn ich fand den Schlagabtausch sehr erheiternd.
Warum die Lage zwischen den beiden Protagonisten so zugespitzt war, konnte mir Vivian Hall schlüssig und logisch nachvollziehbar vermitteln. Die frustrierten und auch verwirrenden Gefühle waren authentisch aus- und aufgearbeitet worden.
Im Wechsel der Kapitel erfuhr ich von jedem Protagonisten ihre Sicht auf die Dinge und mithilfe des personalen Erzählers konnte ich eine Beziehung zu den Beiden aufbauen.
Dabei war mir Miriam schon sympathischer als Mark, allerdings gab es auch liebenswerte Seiten an ihm.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass der personale Erzähler Partei für die Figur ergriff, die er aktuell begleitete. So gab es zum Beispiel einen eklatanten Ausraster von Mark, bei dem der Erzähler die Beweggründe schön sauber aufgedröselt hatte. Das war mir an der Stelle ein bisschen zu viel Erklärung, denn wir alle kennen ja die Situation, wenn die Pferde mal mit einem durchgehen.
Beide Figuren entwickelten sich innerhalb der Geschichte glaubwürdig weiter und es war eine Freude alte Bekannte aus dem Vorgängerband „Mauerblümchen küsst er nicht“ wiederzutreffen.
Diese Geschichte kann aber ohne Vorkenntnisse problemlos gelesen werden. Alle vorherigen Vorkommnisse wurden kurz erwähnt und sinnvoll in die Story eingebettet, sodass eventuelle Wissenslücken gut geschossen wurden.
Insgesamt habe ich die Geschichte von Miriam und Mark gemocht. Vor allem zu Beginn, als die beiden sich fast verbal zerfleischt hatten, war ich total begeistert.
Zwischendrin ereilte mich aber eine kleine Leseflaute, weil ich die immer gleichen und wiederkehrenden Gedankengänge der Protagonisten etwas ermüdend fand. Hier war es vor allem Miriam, die mich mit ihrer Unsicherheit im Umgang mit ihrer Freundin Nadine und auch mit Mark manchmal zur Weißglut trieb. Am liebsten hätte ich sie manchmal geschüttelt. Insgesamt waren mir beide Protagonisten zu sehr Kopfmenschen.
Der Aufbau der Geschichte war schön durchdacht und es mangelte auch nicht an fiesen Antagonisten. Und wieder zeigt sich, Energievampire gibt es überall.
Insgesamt war die Story ziemlich wendungsreich, aber oftmals für mich nicht überraschend. Vieles war einfach die logische Konsequenz aus der Summe der vorangegangenen Handlungen. Dennoch fehlte es der Geschichte nicht an Spannung und Dynamik.
Die erotischen Szenen waren locker leicht und oft wurden sie einfach sanft ausgeblendet, sodass ein Teil davon der eigenen Fantasie überlassen blieb. Dies fand ich im Kontext der Geschichte aber absolut passend.
Der Schreibstil von Vivian Hall war ausnahmslos flüssig und gut verständlich. Sie hatte es gut geschafft, die Emotionen ihrer Figuren transparent und glaubwürdig an mich zu transportieren. Dabei konnte ich gut mit ihnen fühlen und an den entsprechenden Stellen auch mitfiebern.

Fazit: Auch wenn ich manche Passagen ermüdend fand, war die Geschichte spritzig und frech, mit jeder Menge Explosionsgefahr. Für erheiternde und mitfühlende Stunden bestens geeignet.


Vielen Dank an Vivian Hall für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Mauerblümchen küsst er nicht (City Lovers, Band 1) von Vivian Hall


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