Horror | Mo und die Macht der Buchstaben https://mounddiemachtderbuchstaben.de Sat, 27 Apr 2019 13:41:44 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 Seelenbrut, Teil 1 – Befall von Elli Freitag https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/22/seelenbrut-teil-1-befall-von-elli-freitag/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/04/22/seelenbrut-teil-1-befall-von-elli-freitag/#comments Mon, 22 Apr 2019 12:00:19 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3363 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: 2019 by Nicole Pilz

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 1. April 2019
ca. 29 Seiten
Band 1 der Reihe „Seelenbrut“
eBook

Leni Bering verschwand spurlos. Selbst nach einem halben Jahr weiß niemand wo die junge Frau abgeblieben ist. Doch dann werden, in einem der Räume ihres Hauses, handschriftlich verfasste Seiten von ihr gefunden. Auf diesen schildert Leni, was ihr an Halloween 2018 widerfuhr…

In das Buch startete ich mit einer Art Zeitungsbericht. Dort wurde kurz erklärt, was grob geschehen ist. Im Anschluss durfte ich die vollständige Abschrift der Aufzeichnungen, die Leni hinterlassen hatte, lesen.
Der Schreibstil von Elli Freitag war sehr fesselnd. Obwohl sich fast alles ausschließlich in einem alten, mit Gerüchten umrankten Haus abspielte, schaffte es die Autorin allein durch ihre Art des Schreibens eine spannungs- und unheilvoll geladene Atmosphäre zu erzeugen. Das Grauen selber wurde gar nicht explizit erwähnt, es waberte aber wie ein dichter Nebel durch die Buchstaben und so erfasste mich ein leichter Grusel.
Aber auch die Neugierde, wie es weitergehen würde, stachelte sich dadurch immer weiter an.
Da es sich hierbei nur um eine kurze Geschichte, von rund neunundzwanzig Seiten handelte, war für mich Leni einfach nicht wirklich als Person zugreifen. Ich konnte für sie keine Sympathien entwickeln oder sie auch näher kennenlernen. Ein paar Eigenheiten und Vorlieben sowie auch Rückblicke in die Vergangenheit kamen zwar vor, dienten aber eher zum Verständnis, als das Kennenlernen des Charakters. Für mich blieb Leni Gesichtslos. Dies war aber in Ordnung für mich, denn das Hauptaugenmerk der Geschichte lag eher auf dem Horror, den Leni in ihrem Haus erlebte.
So blieb vieles mysteriös und ja zum Teil auch ein wenig grotesk. Aber dies machte für mich auch den Reiz dieser Story aus. Spannungsmäßig hatte mich dieses Buch total abgeholt und das Ende, mit einer düsteren Vorankündigung, ließ meine Vorfreude auf den zweiten Teil in die Höhe schnellen.

Fazit: Für Leser, die es gern gruselig mögen, aber gut und gern auf Blut und andere brutale Handlungen verzichten können.
Für alle, die wenig Zeit zum Lesen haben und doch Lust haben, mal für einen kurzen Augenblick vom Alltag abzuschalten.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 2:
noch nicht erschienen

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Der Klang brechender Rippen von Edward Lorn https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/10/22/der-klang-brechender-rippen-von-edward-lorn/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/10/22/der-klang-brechender-rippen-von-edward-lorn/#comments Mon, 22 Oct 2018 12:00:04 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2487 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Arndt Drechsler

erschienen im FESTA Verlag
Originaltitel: The Sound of Broken Rips
Übersetzt von Klaus Schmitz
Veröffentlicht am 20. September 2018
ca. 336 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Plötzlich bricht für Belinda Walsh ihre Welt zusammen. Alles was sie sich aufgebaut hatte, stürzt wie ein Kartenhaufen in sich zusammen. In ihrer blinden Wut will sie einfach nur zerstören. Ihr Leid mit jemandem teilen.
Lei Duncan ist erfolgreiche Autorin und hat gerade eine Rohfassung beendet. Die Entscheidung eine Runde Joggen zu gehen, wird zu einem Alptraum.
Entschlüsse führen zu Handlungen und Handlungen zu Konsequenzen. Doch welche Auswirkung Belindas Hass hat, erahnen beide Frauen erst beim Klang brechender Rippen…

Der Aufbau des Buches war für mich ungewöhnlich. Gegliedert wurde die Geschichte in drei Teile, diese kamen jedoch ohne Kapitel aus. Der Text wurde dabei in Abschnitte strukturiert, sodass für mich immer klar war, wem ich aktuell folgte.
Hauptsächlich ließ mich der personale Erzähler über die Schulter der Hauptfiguren Belinda und Lei schauen. Beide Protagonistinnen waren wie Tag und Nacht. Ihre Charaktere vollkommen unterschiedlich. Auch im Erzählstil waren die Beiden sehr gut zu unterscheiden, denn Belindas Lieblingsworte schienen „Scheiße“ und „Schlampe“ zu sein. Das empfand ich irgendwann als sehr nervig. Anderseits passte es zu dieser Figur. Generell war mir Belinda sehr unsympathisch. Ihr Verhalten und ihre Denkweise brachten mich regelmäßig zum Kopfschütteln.
Lei hingegen war mir sympathisch und sie zu begleiten war wirklich nicht leicht. Ihre Qualen waren detailliert erzählt worden und ich hatte dabei regelrechtes Kopfkino. Oft tat sie mir leid und doch bewunderte ich sie für ihre Stärke.
Die anderen Figuren blieben mehr im Hintergrund und wirkten eher farblos. Allerdings sorgten sie dafür, dass das Umfeld von Belinda und Lei noch schärfer hervortrat und der Kontrast zwischen den beiden Frauen deutlicher hervorstach.
Die Geschichte entwickelte sich absolut anderes, als ich es mir aufgrund des Titels vorgestellt hatte. Durch die unerwarteten Handlungen wurde eine schwelende Spannung erzeugt, die so manches Mal in einem offenen Feuer aufging, nur um wenig später wieder vor sich hin zu glimmen.
Der Thriller ging mir, nicht zuletzt durch seinen bildgewaltigen Schreibstil, unter die Haut. Nicht so sehr wegen der grausigen Details. Diese waren für mein Empfinden gar nicht in einer geballten Häufigkeit anzutreffen und für hartgesottene Thriller Fans eher etwas fade. Aber aus psychologischen Aspekten bescherte mir der Thriller eine Gänsehaut. Denn Edward Lorn verstand es gekonnt aufzuzeigen, welche Konsequenzen aus der Wut geborenes Handeln hatte. Vor allem wie langfristig solche Taten in der Psyche der Betroffenen, egal ob Täter oder Opfer, schwelen und was sie im Inneren für grausame Wunden reißen können. Dies mag ich an solchen Geschichten ganz gerne und hat hier auch voll meinen Geschmack getroffen.
Der Aufbau des Buches erfolgte logisch und auch chronologisch. Eingeflochten in die Handlungen wurden auch jede Menge Vorurteile und klassisch angestaubte Ansichten. Dies spiegelte auch noch einmal die unterschiedlichen Gesellschaftskreise der Protagonistinnen wider.
Edward Lorn hat in seine Geschichte auch ein bisschen was aus dem Horror Genre einfließen lassen. Bis zu einem gewissen Punkt fand ich den zarten Horroransatz wirklich gut. Er passte zur Geschichte. Aber zum Ende hin, da wurde es für meinen Geschmack ein bisschen lächerlich. Das fand ich schade, denn es trübte mir ein bisschen die Begeisterung für diesen Thriller.

Fazit: Ein Thriller, der keine im Vorfeld gehegten Erwartungen erfüllte. Der jedoch eine faszinierende und psychologisch spannende Geschichte spinnt und mich fast bis zum Ende begeistern konnte.


Vielen Dank an den FESTA Verlag für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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