Fantasy | Mo und die Macht der Buchstaben https://mounddiemachtderbuchstaben.de Wed, 26 Jun 2019 17:01:51 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 Griffin & Wyvern: Der Lindwurm und der Greif von Melanie Weber-Tilse https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/24/griffin-wyvern-der-lindwurm-und-der-greif-von-melanie-weber-tilse/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/06/24/griffin-wyvern-der-lindwurm-und-der-greif-von-melanie-weber-tilse/#comments Mon, 24 Jun 2019 12:00:32 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3603 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Rebecacover

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 30. April 2019
ca. 286 Seiten
Griffin Saga, Band 1
erhältlich als Taschenbuch und eBook

In der Hoffnung, seine jüngste Tochter Svea an den grausamen Markgraf Jaromir Greif von Dunkelwald verkaufen zu können, wagt sich der Bauer in dessen Burg. Damit besiegelt er Sveas Schicksal. Fortan muss sie die Misshandlungen und Demütigungen des Grafen ertragen. Als sie es nicht mehr erträgt, stürzt sie sich in den vermeintlichen Tod.
Der Selbstmordversuch seines liebsten Spielzeuges ist für den brutalen Herrscher nicht erträglich. Er setzt alle Hebel in Bewegung, um die Flüchtige zu finden.

Phelan, Mitglied und Jäger des Bergvolkes der Sealgair, will unbedingt herausfinden, warum sich die Lindwürmer so drastisch vermehrt haben. Er begibt sich, ohne zu zögern, auf die gefährliche Mission die Ursache herauszufinden. Ohne zu ahnen, dass die mordlustige Belana ihm folgt. Denn sie wollte nichts lieber, als seine Gefährtin und zukünftige Frau des neuen Anführers zu werden. Doch jetzt sinnt sie auf Rache. Niemand soll sich gegen ihren Willen stellen.

Fantasy ist normalerweise nicht mein Genre und ich lese es super selten. Aber dieses Buch hatte mich von der ersten Seite an total in seinen Bann gezogen.
Anfänglich war der Fantasy Anteil auch sehr gering, denn Melanie Weber-Tilse zeichnete eine grauenvolle Szenerie rund um einen unglaublich blutrünstigen und äußerst machthungrigen Markgrafen. Darin eine junge Frau die all diese Grausamkeiten erdulden muss und beinahe daran zerbricht.
Durch die sehr direkte Wortwahl und ohne Beschönigungen wurde ich so schnell in die Tiefen dieser Geschichte gesogen, sodass ich mit großer Faszination von Lindwürmern, Waldgeistern und Greifen las.
Die Schauplätze erwachten durch den flüssigen und bildgewaltigen Schreibstil vor meinem inneren Auge zum Leben. Ich konnte mir alles vorstellen, als würde ich im Kino sitzen. Und wohl wahr, diesen Film würde ich wirklich gern auf einer Leinwand sehen.
Der Fantasy Anteil stieg stetig an und wurde immer mit Wellen voller Spannung verstärkt.
Die von Melanie Weber-Tilse erschaffene Welt war sehr vielschichtig und logisch aufgebaut. Stück für Stück erfuhr ich mehr über diese Welt, die voller Gefahren und Monstern ist.
Dabei begleitete der personale Erzähler alle vier Hauptfiguren, teilweise im Wechsel. Stets wurde darauf hingewiesen, wem ich aktuell über die Schulter schauen durfte und wo genau der augenblickliche Schauplatz, innerhalb dieser fantastischen Welt, lag. So erlangte ich einen allumfassenden Blick über die wichtigsten Figuren, ihrer Gedanken, Emotionen und Handlungen.
Der Graf war der typische Antagonist: gemein, fies und widerlich. Am liebsten hätte ich ihn selbst gern gemeuchelt. Genauso wie Belana. Diese Frau trieb mich zur Weißglut und ihr Verhalten stieß mich oft sehr ab. Ihre Durchtriebenheit war bezeichnend für ihren Charakter. Trotzdem fand ich die Interaktion der beiden Antagonisten miteinander äußerst interessant.
Absolute Sympathieträger waren für mich eindeutig Phelan und Svea. Beide waren auf ihre Art und Weise besonders und absolut glaubwürdig gezeichnet. Solche Menschen hätte wohl gern jeder an seiner Seite.
In dieser Geschichte kochten die Emotionen hoch und teilweise ging es äußerst brutal und blutig zu. Aber es gab natürlich auch reichlich Szenen, die mein Herz rührten und mich mit den Figuren mit fiebern ließen.
Es gab auch eindeutige Szenen, die stellenweise mit Erotik nicht mehr viel zu tun hatten. Aber sie waren stimmig und passend zu den einzelnen Figuren. Und diese wiederum hätten mir an dieser Stelle widersprochen und es sehr wohl als anregend empfunden. Ja, hier wurde rein gar nichts beschönigt. Aber ich kann beruhigen. Neben finsteren Szenen gab es helle und freundliche Handlungen.
Neben dem Cover fand ich auch das Innenlayout super. Das gesamte Buch wurde ansprechend gestaltet.

Fazit: Lesen. Unbedingt lesen. Eine Geschichte rund um Fabelwesen, um Gut und Böse, Hass und Liebe. Kraftvolle Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite.


Vielen Dank an Melanie Weber-Tilse für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Eternity – Verbotene Liebe von Amanda Frost https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/27/eternity-verbotene-liebe-von-amanda-frost/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/27/eternity-verbotene-liebe-von-amanda-frost/#comments Mon, 27 May 2019 12:00:59 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3517 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: MT Design Cover-Art

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 23. Februar 2018
ca. 256 Seiten
Band 2 der Eternity – Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Nachdem Abigail Edwards einen brutalen Serienmörder aufgehalten hat, ist sie nun Teamleiterin einer eigenen Einheit. Alles könnte so perfekt sein, wäre nicht plötzlich ein verdammt gutaussehender Mann aufgetaucht, der sie zu kennen scheint.
Chronos hat seit dem Vorfall mit Abigails Gedächtnislöschung chronisch schlechte Laune. Gerade als er glaubt über sie hinwegzukommen, erfährt er, dass Abigails Leben in Gefahr ist. Er beschließt sie zu beschützen, doch zu welchem Preis?

Auf die dreiundzwanzig Kapitel lange Fortsetzung war ich sehr gespannt. Für Abigail hat es ja die Erlebnisse aus Band 1 nicht gegeben und ich wollte unbedingt wissen, wie Amanda Frost die Geschichte um die beiden Protagonisten weiter erzählen und vorantreiben würde.
Mir hatte die Dynamik innerhalb der Geschichte sehr gefallen, denn Abigail ist ein Mensch, der mich immer wieder überraschen kann. Durch sie gewann die Geschichte an Spannung und schubste nicht nur ihr Umfeld, sondern auch mich, in immer überraschende Wendungen.
Dadurch, dass die Geschichte nie vorhersehbar war, ließ sie sich hervorragend und zügig lesen. Dies förderte und unterstütze auch der ausgefeilte und lockere Schreibstil.
Mir gefiel außerdem sehr gut, dass der Haupterzählstrang von kleineren Nebenhandlungen begleitet wurde, die das Buch sehr vielschichtig und interessant machten.
So war dies hier nicht nur eine Liebesromanze mit heißen erotischen Szenen, nein, hier ging es bisweilen auch um Leben und Tod.
Dieses Buch war ein gut durchdachtes Potpourri aus Drama, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung, Hass, Freundschaft, Verrat und Familie.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung mit vielen Überraschungen. Beide Protagonisten wussten zu überzeugen und es war eine Freude dieses Buch zu lesen.


Vielen Dank an Amanda Frost für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Eternity – Vergessene Liebe von Amanda Frost

]]> https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/05/27/eternity-verbotene-liebe-von-amanda-frost/feed/ 11 Die Runenmeisterin von Torsten Fink https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/03/30/die-runenmeisterin-von-torsten-fink/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2019/03/30/die-runenmeisterin-von-torsten-fink/#comments Sat, 30 Mar 2019 09:44:08 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=3258 *Werbung durch Verlinkung*
Die Runenmeisterin von Torsten Fink
© Cover: Max Meinzold / © Foto: Monique Meier

erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Veröffentlicht am 11. Feburar 2019
ca. 448 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Ayrin Rabentochter ist Schankmagd im blauen Drachen. Als eines Tages ihr Bruder Baren Rabensohn eine schützende Rune versehentlich zerstört, geht sie ihm helfend zur Hand, um das Missgeschick zu verschleiern.
Doch der Runenmeister Maberic vom Hagendorn durchschaut den Schwindel. Er erkennt jedoch Potenzial und so löst er Baren Rabensohn aus der Schuldknechtschaft, um ihn in seinem Handwerk zu unterweisen. Doch er ahnt nicht, dass nicht Baren die ungeschliffenen Fähigkeiten besitzt, sondern seine Zwillingsschwester Ayrin.
Da es für Ayrin zu gefährlich in ihrem Dorf wird, flüchtet sie und folgt dem Meister mit seinem Schüler. Es sind aber nicht die einzigen Gefahren, die auf Ayrin lauern. Plötzlich gerät das ungleiche dreier Gespann in das Visier einer Hexe und auch sonst scheinen sich dunkle, lang gebannte Mächte ans Tageslicht drängen zu wollen. Hat dies vielleicht etwas mit Ayrins Begabung zu tun und welches Rätsel birgt die unbekannte Herkunft der beiden Zwillinge?

Eine Rezension zu diesem Buch zu verfassen, fiel mir ungemein schwer. Dieses Buch ist so wahnsinnig komplex gewesen, dass ich vermutlich einen eigenen Roman als Bewertung zu der Geschichte herausgeben könnte.
Aber fange ich mal von vorne an.
Die Aufmachung der gebundenen Ausgabe finde ich sehr gelungen. Das Buch selber ist in einem schönen Schutzumschlag eingebettet. Durch die Prägung des Runenkreises wirkt das Gesamtwerk schon recht hochwertig und edel. Auch das innere Layout konnte mich überzeugen. Überall finden sich kleinen Runen und die einzelnen Kapitel waren betitelt. Das schürte die Neugierde auf die kommenden Handlungen, denn sie wiesen ja schon vorab in eine bestimmte Richtung.
Der Einstieg in das Buch fiel mir schwerer, als ich zu Beginn vermutet hätte. Torsten Fink hatte zwar einen unglaublich flüssigen und sehr bildgewaltigen Schreibstil, aber es fühlte sich zu Beginn schwer an. Er war stark mittelalterlich angehaucht. Aber ich muss dem Autor zugutehalten, dass er eine komplexe „neue“ Welt erschaffen hatte. Sein Schreibstil hatte er an das doch recht düstere Setting angepasst und dennoch war es faszinierend wandelbar. Jede Figur hatte ihr eigenes Sprachmuster und erhielt dadurch einen markanten Wiedererkennungswert. Der auch wirklich Nötig war, denn in diesem Buch kommen unfassbar viele lebendige Wesen vor. Und wahnsinnig viele kamen auch auf irgendeine Art und Weise zu Wort. Normalerweise komme ich bei so einer Fülle meist irgendwann durcheinander, doch das war hier überhaupt nicht der Fall.
Ich musste mich also erst einmal an die Art des Erzählens gewöhnen und auch die sehr langen Kapitel empfand ich stellenweise als ermüdend. Vielleicht lag es aber auch an meiner Erwartungshaltung. Denn der Titel suggerierte mir ein ganz besonderes Abenteuer. Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Titel meiner Meinung nach unglücklich gewählt worden ist. Denn per Definition war Ayrin während des ganzen Buches keine Meisterin. Sie hat eine außergewöhnliche Begabung, ja, aber zu einem Meister macht das niemanden.
Zu Beginn also nahm die Geschichte nur langsam Fahrt auf, denn eine Menge Informationen mussten an mich transportiert werden, um diese einzigartige Welt begreifen und kennenlernen zu können.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Informationen nicht relevant genug sind, um erwähnt zu werden und diese Geschichte nur unnötig aufblähten. Aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen, denn Torsten Fink hat hier rein gar nichts dem Zufall überlassen. Jedes noch so kleine Detail war sehr wohl relevant für dieses Buch und die weitere Entwicklung der Geschichte.
Stück für Stück wurde klarer, wie unglaublich vielschichtig und fein ausgeklügelt alles war. Alle losen Fäden wurden irgendwann, irgendwo wieder an den großen roten Faden geknüpft. Stetig wurde es interessanter, spannender, abwechslungsreicher. Und ohne es zu merken, war ich doch plötzlich gebannt von der Geschichte. Ich konnte es kaum noch erwarten noch weiter abzutauchen und die Weiterentwicklung von den Zwillingen Ayrin und Baren, Ragne von Bial oder eben auch von Meister Maberic vom Hagendorn beizuwohnen.
Der Kern der Hauptfiguren war mit durchgängig sympathisch. Sogar die Hexe Ragne. Sie umgab etwas Rätselhaftes, wohl auch, weil sie selbst reichlich Geheimnisse hütete.
Der Antagonist war ebenfalls sehr mysteriös und nicht richtig greifbar. Ich erhielt nur eine düstere Ahnung dessen, was seine wahre Macht wäre. Was er auslösen könnte, wenn er denn nun endlich entfesselt würde.
Das komplette Werk war logisch durchdacht worden und der Aufbau war chronologisch. Es gab kaum Rückblicke in die Vergangenheit und wenn, dann waren sie geschickt in die aktuelle Szenerie eingebettet worden.
Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen und ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

Fazit: Beim Buch „Die Runenmeisterin“ ist meiner Meinung nach Geduld gefragt. Zu Beginn war die Geschichte schwerfällig durch die wahre Wucht an Informationen. Doch es ist wie bei einem Spinnennetz, sobald die Grundfäden gezogen waren, entspann sich eine fein ausgeklügelte und sehr spannende Geschichte.


Vielen Dank an den Thienemann-Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar und
Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung

Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Eiskalte Vergeltung – Der Pakt mit der Bestie: Band I von Kitty Stone und Mike Stone https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/09/22/eiskalte-vergeltung-der-pakt-mit-der-bestie-band-i-von-kitty-stone-und-mike-stone/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/09/22/eiskalte-vergeltung-der-pakt-mit-der-bestie-band-i-von-kitty-stone-und-mike-stone/#comments Sat, 22 Sep 2018 08:00:42 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2382 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: John Gate

Verkauft durch Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 20. April 2018
ca. 230 Seiten
Band 1 der Eiskalte Vergeltung Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Die Dorfbewohner fürchteten sich immer irgendwie vor Tamyra. Als beschloss sie in der Stadt ihr Glück zu versuchen. Doch leider kommt es anders als gedacht und sie kehrt zurück in ihr Dorf. Statt einem lebendigen Dorfleben findet sie nur noch verbrannte Erde wieder. Von Rachegelüsten getrieben geht sie einen Pakt mit einem Dämon ein. Und dieser ist nahezu simpel, wie auch gefährlich. Der Höllenhund gesteht ihr seine uneingeschränkte Macht und seine Kampfkraft zu, Tamyra ist im Gegenzug bereit ihn aus seinem magischen Gefängnis zu befreien. Doch das ist noch nicht alles. Damit seine Gestalt sich wieder in der Welt manifestieren kann, gibt sie sich ihm immer wieder freiwillig hin. Doch niemand kann abschätzen, was dieser Pakt auslösen wird.

Normalerweise fällt mir das Schreiben einer Rezension nicht so schwer. Aber bei dieser Geschichte weiß ich gar nicht richtig wo ich anfangen soll. Denn die ist alles andere als gewöhnlich. Gut, man möchte meinen, dass eine dunkele Fantasy Geschichte alles andere als normal zu sein hat. Aber dieses Buch sprengt wirklich alles. Ich kann noch nicht einmal sagen ob meine Erwartungen erfüllt, übertroffen oder nicht erreicht worden sind. Denn diese Story hat einfach alles weggefegt. Mit heiß kaltem Höllenfeuer weggebrannt. Atemlos bin ich durch diese Geschichte gejagt und habe mich innerlich gefragt, wo dies alles hinführen mag.
Geschrieben, im Wechsel der Kapitel, aus der ich-Perspektive der Protagonisten Tamyra und der Bestie, war ich sofort Mitten im gesehen. Der flüssige und absolut fesselnde Schreibstil legte seine Ketten um meinen Verstand und zwang mich förmlich Seite um Seite zu inhalieren. Dabei wurde ich immer tiefer in diese noch nie dagewesene Geschichte hinabgezogen. Hier ist rein gar nichts so passiert, wie ich es je vermutet hätte und das fand ich einfach nur genial. Als Leser bin ich zum Spielball zweier Autoren geworden, die ihr Handwerk meisterhaft verstehen.
Ja, wer die Autoren kennt, der weiß, wer welchen Part geschrieben hatte. Dies spiegelte sich vor allem im Erzählstil der Protagonisten wider. Aber es war absolut stimmig und passte haargenau auf die Charaktere.
Während Tamyra einen angenehmen und bildlichen Erzählstil hatte, der zudem auch noch durch und durch menschlich war, kam die Bestie ganz anders daher. Sein Erzählstil würde ich schon beinahe als geschwollen bezeichnen, was zu einem Dämon, der die Jahrhunderte überdauert hatte, durchaus auch passt. Auch seine Beschreibung der vor ihm liegenden Szenerie war gänzlich anders als die von Tamyra. Aber das war auch der Reiz dieser Konstellation. Das erzeugte einen wahren Film in meinem Kopf, sodass ich das auch als Hollywood Blog Buster im Fernsehen hätte gesehen haben können.
Was sich auf keinen Fall verschweigen lässt, sind die zahlreichen (oder sollte ich lieber schon von zahllosen sprechen?!) erotischen Szenen. Und nein, die waren alles andere als harmlos. Nicht gewalttätig. Aber sehr dämonisch. Von der Detailfülle mal ganz zu schweigen, waren sie aber absolut notwendig für die Geschichte. Sie waren essenziell für die Weiterentwicklung der Geschichte. Denn in dieser Story erwacht ein Sukkubus. Das ist ein weiblicher Lustdämon. Damit sich aber alle Fähigkeiten voll Entfalten können, bedarf es Energie. Viel Energie. Und was wird ein Lustdämon wohl für Energie benötigen? Richtig. Erotik. In rauen Mengen. Und die gab es hier wirklich reichlich. Aber sie war dennoch ästhetisch beschrieben worden und trotz der ungewöhnlichen Konstellation niemals vulgär. Aber der Leser muss sowas schon mögen. Hier muss man sich eindeutig auf die Fantasy Geschichte einlassen, ja, sich sogar über seine Grenzen tragen lassen. Wer sich davor scheut, und ich kann das gut verstehen, dem rate ich dringend von dem Buch ab. Denn er kann das Buch am Ende nicht genießen. Und das würde der Geschichte einfach nicht gerecht werden, denn sie wurde klug durchdacht. Zudem war sie logisch und chronologisch aufgebaut und hatte ein Ziel. Der rote Faden wand sich auf dieses Ziel zu und rundete den ersten Teil der „Eiskalte Vergeltung Reihe“ gekonnt ab. Hier gab es auch schlagfertige Dialoge, die mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht haben. Auch die Rahmenhandlungen waren spannend erzählt und die düstere Atmosphäre drang förmlich aus dem Buch hervor.
Mir hat das Buch Freude bereitet und ich bin gespannt auf den zweiten Teil. Denn der dürfte von einem ganz anderen Kaliber werden, als dieser hier.

Fazit: Das Vorwort gibt es nicht ohne Grund und sollte wirklich dringend beachtet werden. Wer schon beim Gedanken an einen Lustdämon Angstschweiß bekommt, sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer mit einem War Beast nichts anfangen kann und auch sonst lieber in der Realität verweilen mag, auch der lebt ohne diese Geschichte besser.
ABER, wer auch gerne mal außergewöhnliche Storys mag und sich nicht nur von fleischigen Gelüsten und blutigen Szenen abschrecken lässt, der sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es ist wirklich verdammt unerwartet gut.


Vielen Dank an den Melanie Weber-Tilse für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Endless – Kein Leben ohne dich von Amanda Frost https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/09/03/endless-kein-leben-ohne-dich-von-amanda-frost/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/09/03/endless-kein-leben-ohne-dich-von-amanda-frost/#comments Mon, 03 Sep 2018 12:00:47 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=2279 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Amanda Frost

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 05. Juli 2017
ca. 256 Seiten
Band 2 des Zweiteilers der Endless Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Fünf lange Jahre sind vergangen seid Kyle die Liebe seines Lebens verloren hat. Das ging nicht ohne Spuren an ihm vorbei. Mühsam hat er sich ins Leben zurückgekämpft und ist nun erfolgreicher als je zuvor. Und auch eine neue Frau ist an seiner Seite und erwartet das erste gemeinsame Kind. Doch dann fällt ihm ein Bild in die Hände. Darauf die Frau seines Lebens. Völlig schockiert sucht er sie auf, nur um mit ihr endgültig zu brechen.
Audrey wollte Kyle nur schützen. Plötzlich steht er wieder vor ihr und sie kann nicht fassen, wie sehr er sich verändert hat. Und dennoch ist sie voller Sehnsucht nach ihm. Wie schwer ihr Verrat ihn getroffen hat, merkt sie jetzt erst richtig. Doch plötzlich braucht Kyle ihre Hilfe mehr denn je. Ob sie ihm helfen kann und ist wirklich die Chance für die Liebe des Lebens vertan?

Mit Spannung habe ich die Fortsetzung des ersten Teils herbeigesehnt. Was mir sehr gut gefallen hat, dass schon am Anfang Fragen geklärt wurden, die mich seit dem Ende des ersten Bandes umgetrieben hatten. Ich konnte gleich wieder richtig innerhalb der Geschichte durchstarten und war sofort wieder bei den liebgewonnenen Protagonisten angekommen.
Wie auch schon beim ersten Teil erzählten die Protagonisten die Geschichte selber. Hauptsächlich habe ich Audrey durch das auf und ab ihrer Gefühlswelt begleiten können. Auch Kyle kam gelegentlich zu Wort, den Großteil bestritt jedoch Audrey.
Die innere Zerrissenheit beider Protagonisten hatte Amanda Frost wieder ganz klar und emotional ausgearbeitet. Mehr als einmal habe ich Tränchen weg blinzeln müssen, weil es mich so sehr berührt hatte.
Während viele Menschen den Gedanken an die eigene Unsterblichkeit verlockend finden, ist dies für Audrey keinesfalls so. Für sie ist das eher ein Fluch, statt eines Segens. Genau hier setzte Amanda Frost gekonnt an und arbeitete akribisch die verzwickte Situation zwischen Sterblich- und Unsterblichkeit, der großen Liebe und dem Wunsch keine Familie zu zerstören sowie Hoffnung und Realität aus.
Die Geschichte wurde mit viel Spannung und einem sehr schönen Schreibstil geschrieben. Alle Handlungen waren nicht nur logisch, sondern auch flüssig zu lesen. Hin und wieder blitze ein kleiner Rückblick aus Audreys langen Leben auf, aber diese waren sehr gut in die vorhandene Szenerie integriert worden.
Das Prickeln zwischen Audrey und Kyle war förmlich zu spüren und die erotischen Szenen waren mit viel Leidenschaft und Hingabe geschrieben worden. Zwar waren die Erzählungen sehr detailliert, aber es wurde dabei noch so viel mehr vermittelt. Das Sehnen nach einander und die Unmöglichkeit nach Erfüllung des selbigen waren sehr realistisch und glaubwürdig.
Bis zum Schluss habe ich gezittert und gebangt um das Ende. Immer wieder wurden dramatische Szenen in die Rahmenhandlung eingeflochten, sodass ich nicht wirklich vorhersehen konnte, wie Amanda Frost das Ende gestalten würde. Enttäuscht wurde ich jedenfalls nicht. Der Zweiteiler hatte einen schönen runden Abschluss gefunden und dieses Mal blieben bei mir auch keinerlei Fragen mehr offen.

Fazit: Ein toller, emotionaler und spannender zweiter Teil. Der Erste sollte vorab gelesen werden, damit die Beziehung zwischen Audrey und Kyle verständlich bleibt.


Vielen Dank an Amanda Frost für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 1:

Endless – In einem anderen Leben von Amanda Frost

]]> https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/09/03/endless-kein-leben-ohne-dich-von-amanda-frost/feed/ 13 Das Nebelmoor von Elli Freitag https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/08/08/das-nebelmoor-von-elli-freitag/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/08/08/das-nebelmoor-von-elli-freitag/#comments Wed, 08 Aug 2018 12:00:47 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1736 *Werbung durch Verlinkung*
© Cover: Nicole Pilz

Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 16. Mai 2018
ca. 24 Seiten
erhältlich als eBook

Mila ist ein junges Mädchen, dass in einem kleinen und abgeschiedenen Ort wohnt. Hier gehen Schauergeschichten über das, in der Nähe gelegene, Moor um. Schon viele sind auf der Suche nach dem sagenumwobenen Schatz im Moor verschwunden und wurden nie wiedergesehen. Nun sind drei Männer in den Ort gekommen und ihr Ziel ist klar. Mila möchte auch zum Moor, aber aus anderen Gründen als die Männer. Konnte es aber bisher nicht wirklich finden. Ist dies nun die große Chance?

Erzählt wurde die Geschichte vom personalen Erzähler. Im Mittelpunkt stand Mila und in den zwei Kapitel erfuhr ich warum Mila das Moor finden möchte und wie sie plant dies zu schaffen. Elli Freitag hatte es mit Leichtigkeit geschafft mich sofort in die Minigeschichte zu ziehen. Die Atmosphäre war drückend, düster und schwappte auf mich über. Obwohl ich das Buch im hellen Sonnenschein gelesen hatte, konnte ich mir das nebelige und unheimliche Moor bildlich sehr gut vorstellen. Das Cover fand sich thematisch im Buch wieder und dies gefiel mir sehr gut.
Der Schreibstil war flüssig und leicht verständlich, die Geschichte wurde aufs Wesentliche konzentriert. So gelang es der Autorin eine runde Story auf gerade einmal vierundzwanzig Seiten zu bannen. Auch die wenigen Figuren bekamen viel Leben eingehaucht und hatten die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Die Handlungen waren logisch und chronologisch, mit einem Anfang und einem abgeschlossenen Ende.

Fazit: Eine tolle Geschichte, um ganz schnell für einige Minuten vom Alltag abzutauchen. Voller Spannung und mit einem Hauch von Grusel.

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Emily Bones: Die Stadt der Geister von Gesa Schwartz https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/08/06/emily-bones-die-stadt-der-geister-von-gesa-schwartz/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/08/06/emily-bones-die-stadt-der-geister-von-gesa-schwartz/#comments Mon, 06 Aug 2018 12:00:48 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1917 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Planet! / © Foto: Monique Meier

erschienen im Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Veröffentlicht am 17. Juli 2018
ca. 444 Seiten
erhältlich als Taschenbuch und eBook
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10 – 12 Jahre

Emily ist ein dreizehnjähriges Mädchen, dass bei ihrem Onkel mit ihrer jüngeren Schwester lebt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Lisa macht sie die verrücktesten Dinge und Emily liebt düstere und unheimliche Geschichten. Als sie sich eines Abends für Halloween stylt und mit ihrer Freundin loszieht, ändert sich plötzlich alles. Denn auf einmal wacht Emily als Geist wieder auf. Mitten auf dem Friedhof Père Lachaise. Für Emily ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Sie wird sich ihr Leben wiederholen und die Welt der Geister hinter sich lassen. So!
Aber das ist gar nicht so einfach und auch ziemlich gefährlich….

Neben den unheimlich toll gestalten Cover – an dieser Stelle mal ein dickes Lob an Felicitas Horstschäfer – können auch die Buchseiten mit tollen Highlights aufwarten. Zu Beginn eines jeden neuen Kapitels gab es liebevoll gruselig gestaltete Elemente, die sich an der Seite hochrankten. Damit passten sie hervorragend zu dem schönen schwarz goldenen Cover. Neben jeder Seitenzahl war auch eine Blüte abgedruckt.
Emilys Abenteuer in der Anderwelt konnte ich mithilfe des personalen Erzählers verfolgen. Der Fokus lag überwiegend auf der jungen Protagonistin, aber hin und wieder durfte ich auch mal ganz kurz die Gefühle anderer Wesen und Figuren erhaschen.
Die Geschichte beginnt schon mit der geisterhaften Emily und mit viel Feingefühl und einem guten Gespür für Humor an den richtigen Stellen, erfuhr ich Stück für Stück, was genau dazu führte, dass eine Dreizehnjährige nun auf dem Friedhof Père Lachaise ihr Dasein als Geist fristen muss. Dabei war mir Emily vom ersten Augenblick an total sympathisch. Ich mochte ihre Art sehr, denn sie hat mich ein wenig an mich selbst in jungen Jahren erinnert. Emily ist eine sehr starke Persönlichkeit, die schon eine Menge traumatische Erfahrungen erleben musste. Der Verlust von beiden Elternteilen wiegt schwer und am meisten vermisst sie den Vater. Ein erfolgloser Schriftsteller, der seinen Töchtern gern Geschichten von Wesen aus der Anderwelt erzählt hat. Und das führt zu Emilys Faszination für Vampire, Geister und Co. Der ganze Charakter Emilys wurde mit viel Detailgenauigkeit ausgearbeitet und es war spürbar, wie sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hatte.
Aber nicht nur die Figur der Emily war eine wirklich gelungene Schöpfung, nein, auch die anderen Wesen waren eine wahre Lesefreude. Einige davon habe ich genauso ins Herz geschlossen wie Emily. Allen voran den Irrwicht Cosimo und den Vampir Balthasar. Aber auch die Gegenspieler wurden mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und waren natürlich bei mir nicht die Sympathieträger. Was aber mit Sicherheit auch genauso gewollt gewesen ist 😉.
Von dem Schreibstil der Autorin war ich total verzaubert. Dieser war unglaublich fesselnd. Er reihte nicht nur die einzelnen Wörter zu Sätzen aneinander, sondern erweckte sie zum Leben. Es war, als würde ich vor meinem inneren Auge die ganzen Szenen heraufbeschwören und wie einen Film ansehen können. Nur mit dem Unterschied, dass ich auch fühlen konnte, was Emily fühlte und die Atmosphäre war so durchdringend, als wäre ich mittendrin.
Der Wortwitz war super erfrischend und ich mochte auch Emilys Konter Sprüche super gerne.
Die entstandene Stimmung in diesem Buch war dunkel, geheimnisvoll, mit der richtigen Mischung aus Düsternis und Grusel. Und doch war da immer dieser zarte Hauch von Hoffnung, der sich durch die Seiten zog wie ein goldenes Band.
Der Aufbau der Geschichte war logisch und chronologisch, Rückblicke oder Ergänzungen aus der Vergangenheit wurden sehr geschickt und mit viel Hingabe in den entsprechenden Szenen eingearbeitet, sodass es immer ein stimmiger Leseeindruck gewesen ist.
Es gab auch eine Menge überraschender Wendungen und ich hätte nie vorhersehen können, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Auch wechselten sich spannende Szenen mit ruhigeren Sequenzen so fließend ab, dass ich kaum zum Durchatmen kam.
Diese fantasievolle Geschichte hat tolle Kernthemen in sich vereint. Hier ging es um den Tod und das Leben danach. Aber auch um die Sehnsucht nach und die Liebe zum Leben. Um Freundschaft und Verrat, Vertrauen und Angst, Mut und ganz viel Hoffnung. Diese Gegensätze hat Gesa Schwartz zu einer gewaltig schönen Welt geformt, die genauso sein könnte.
Ich fand keine Szene zu langatmig oder gar langweilig. An jedem einzelnen Wort habe ich gehangen und es tief in mich aufgesogen.
Die Leseempfehlung ab 10 Jahre finde ich passend, ich habe in dem Alter schon die Fair Street Bücher gelesen. Es kann aber nicht schaden, wenn Eltern mit ihren Kindern anschließend noch einmal über die Geschichte reden. Sie lässt sich nämlich auch super als Erwachsener lesen. Mich hat die Geschichte an meine Jugend erinnert, da hätte ich dieses Buch mit ebensolcher Begeisterung gelesen.

Fazit: Mitten in die „reale“ Welt hat Gesa Schwartz ihre eigene Fantasie zum Thema „Leben nach dem Tod“ eingepflanzt. Das war herrlich gemacht, mit jeder Menge Humor, Spitzfindigkeiten, Spannungen und ganz sympathischen Figuren.

Vielen Dank an den Thienemann Esslinger Verlag für das liebevoll zugesendete Rezensionsexemplar und an Netzwerk Agentur Bookmark für die Vermittlung
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden

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Der fünfte Magier: Schneeweiß von Christine Weber https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/18/der-fuenfte-magier-schneeweiss-von-christine-weber/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/18/der-fuenfte-magier-schneeweiss-von-christine-weber/#comments Wed, 18 Jul 2018 12:00:42 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1726 *Werbung durch Verlinkung*
© Cover: Christine Weber

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 18. Mai 2018
ca. 444 Seiten
Band 1
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Sorak kann das plötzliche Verschwinden seines Vaters nicht verwinden. Obwohl es mittlerweile schon Jahrelang zurückliegt und sein Dorf glaubt, dass Nakowo tot ist, hegt Sorak Zweifel. Als er jedoch eines Tages die Version eines Drachenangriffes hat, glaubt er plötzlich die Wahrheit herausgefunden zu haben. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse und Sorak wird zu einer Schachfigur in einem Spiel aus Machthunger, Verrat und Geheimnissen.

In die Geschichte bin ich nur schwer hereingekommen. Das lag aber nicht am sehr flüssigen und schön bildhaften Schreibstil, sondern an mir. Ich bin keine große Fantasy Leserin. Vor allem wenn es sehr komplexe und von der Realität sehr entfernte Geschichten sind. Was ja eine reine Fantasy Geschichte auszeichnet. Auch die ungewöhnlichen Namen waren zu Beginn ein großer Stolperstein für mich. Natürlich kann man sich an dieser Stelle fragen, weshalb ich dann so ein Buch lesen möchte. Ganz einfach. Ich finde Drachen faszinierend und ich lese durchaus auch Geschichten mit Fantasy Elementen. Doch eine komplette Fantasy Geschichte bereitet mir meistens Probleme, vor allem dann, wenn die Geschichte schon zu Beginn reichlich verworren ist.
Sorak ist ein Junge, der Drachen hasst und sich mit der Wahrheit um das Schicksal seines Vaters herumschlägt. Es scheint, als wüssten andere aus seinem Dorf die Umstände, welche zum Verschwinden des noch einzigen, vermutlich lebenden, Verwandten beigetragen haben. Doch niemand will es Sorak erzählen. Und inmitten dieser verzweifelten Lage, in diesem wahnsinnig komplizierten Gefühlschaos, steigt der Leser ein. Manchmal empfand ich das Verhalten von Sorak kindisch und ich war genervt von ihm. Oftmals konnte ich seine Gedanken nachvollziehen und seine Emotionen wurden glaubhaft transportiert.
Stellenweise fand ich manche Szenen und deren Gespräche oder Beschreibungen der Umgebung sehr langatmig und ermüdend. Manchmal wurden sie so schnell abgefrühstückt, dass ich kaum noch hinterherkam. Hier hätte ich mir ein Mittelmaß gewünscht.
Erzählt wurde dieses Debüt in sehr langen und betitelten Kapiteln. Dabei kam eine Mischung aus dritter – und ich – Erzählperspektive vor. Der ich – Erzähler kommt nie mit mehr als drei Sätzen zu Wort. Wer genau das war, bleibt ungewiss. Klar war nur, dass es sich um den Gegenspieler handelte. Hauptsächlich wurde ich durch die Geschichte vom personalen Erzähler geführt, dessen Augenmerk auf Sorak und Smaragd lag. Gelegentlich durfte ich auch einen kurzen Blick auf die Gedanken und Gefühle weiterer Personen werfen. Das war aber relativ kurzgehalten.
Innerhalb der Geschichte wechselten sich die Erzählperspektiven ab, wurden aber immer so getrennt, dass der Wechsel klar ersichtlich war.
Innerhalb einzelner Sequenzen wurde ein hohes Maß an Spannung erzeugt, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter ging.
Das Geflecht aus kleineren und größeren Geheimnissen war dicht und nichts schien wirklich von Grund auf Gut oder Böse zu sein. Dieser Ansatz hatte mir gefallen, denn oftmals kam es aus auf die Perspektive an, von der aus ich das Geschehen betrachtete.
Ich habe mich lange gefragt, warum das Buch der fünfte Magier: Schneeweiß heißt. Ich mag es ja, wenn Buchtitel innerhalb der Geschichte einen Wiedererkennungswert haben. Warum jetzt genau schneeweiß vermag ich immer noch nicht genau zu verstehen, aber immerhin ist mir jetzt halber Wegs klar, warum von einem fünften Magier gesprochen wird.
Der Handlungsaufbau war häufig logisch und konsequent, einige Geheimnisse werden im Lauf des Buches gelöst, es kamen aber auch weitere dazu. Das Ende war offengehalten und machte deutlich, dass dies der Anfang einer Reihe ist. Das Ende empfand ich etwas unbefriedigend, denn es war für mich nichts Halbes und nichts Ganzes. Es hinterlässt bei mir eher ein Schulterzucken. Es war kein Cliffhanger, der mich schier vor Neugierde auf den zweiten Teil um den Schlaf brachte. Aber auch kein friedvolles Ende, mit dem ich es mir hätte gemütlich machen können. Es endete für mich, wie es begann. Mit einem jungen Menschen, der kurz vor dem Eintritt in die Welt der Erwachsenen steht und sich selbst nicht wirklich zu finden vermag. Zwar hat sich Sorak stellenweise mental und physisch weiterentwickelt, aber noch immer hat er keinen Platz in diesem mysteriösen und magischen Gefüge gefunden.

Fazit: Hier ist eine wirklich sehr komplexe Welt entstanden, die mit viel Magie, Drachen und einem perfiden Machtspiel aufwarten kann. Mittendrin ein junger Mann, der sich und seinen Platz in der Welt erst noch finden muss. Für Fantasy Fans zu empfehlen.

Vielen Dank an Christine Weber für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

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Elbenlicht: Magisch von Grace C. Stone https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/14/elbenlicht-magisch-von-grace-c-stone/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/14/elbenlicht-magisch-von-grace-c-stone/#comments Sat, 14 Jul 2018 08:00:41 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1656 *Werbung durch Verlinkung*
© Cover: Grace C. Stone

Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.
Veröffentlicht am 13. Juli 2018
ca. 399 Seiten
Buch 3 von 3 der Elbenlicht-Saga
Neuauflage, erschien schon einmal 2017
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Lea ist achtzehn Jahre jung und will nach dem Sommer auf ein College in Dublin gehen. Vorher macht sie aber mit der neuen Familie ihres Dads Urlaub in Griechenland. Doch es liegt ein Schatten über dem Ort. Denn vier junge Mädchen sind verschwunden, als sie im Dunkeln schwimmen gingen. Lea sorgt sich nicht, denn sie ist eine gut trainierte Schwimmerin. Ihr Leichtsinn wird ihr jedoch zum Verhängnis. Denn plötzlich findet sie sich in Atlantis, im Harem des Nixenkönigs und in Mitten eines Machtkampfes, wieder.

Bevor die erste Seite der Geschichte begann, gab es eine Karte von der „Anderswelt“. Das fand ich sehr praktisch, denn so konnte ich im Lauf der Geschichte immer wieder darauf zurückgreifen. So war mir stets klar, wo welche Örtlichkeiten lagen.
Das komplette Buch beschrieb der ich – Erzähler die Geschehnisse, Gedanken und Gefühle. Dabei konnte ich aber durch mehrere Augen schauen. Fünf verschiedene Charaktere boten unterschiedliche Perspektiven auf das Grundgerüst der Story. Dabei waren noch zusätzlich verschiedene kleine Handlungsstränge eingebunden, sodass die ganzen Nebenhandlungen die Spannung anheizten. Jeder ich – Erzähler hatte sein eigenes Kapitel, welches auch mit dessen Namen zu Beginn gekennzeichnet wurde. So konnte ich gut den Überblick behalten.
Hauptsächlich ließ jedoch Lea mich an ihren Erlebnissen teilhaben. Für ihre achtzehn Jahre empfand ich sie schon sehr reif und extrem ehrgeizig. Das was andere junge Erwachsene machen, liegt ihr fern. Sie lebt für ihren Wassersport und das konnte ich in jeder Zeile spüren. Ihre Kapitel empfand ich manchmal als zu lang, sie waren für das Zwischendurchlesen nicht immer gut geeignet. Seltsamerweise hatte ich dabei mehrfach das Gefühl, dass die Geschichte kurz davor stand dahinzuplätschern. Doch dann hat Grace C. Stone wieder das Gaspedal durchgetreten und ich war plötzlich so gebannt von der Story, dass ich gar nicht aufhören wollte zu lesen.
Das große Gefühlschaos wurde von der Autorin sehr glaubwürdig und aufwühlend umgesetzt. Ich konnte mich gut in die jeweiligen Personen hineinversetzen und ihre Handlungen überwiegend nachvollziehen.
Der Schreibstil war angenehm flüssig und verständlich. Die Beschreibungen der Anderswelt waren plastisch und erzeugten vor meinem inneren Auge auch die entsprechende Kulisse.
Es gab auch einige wenige erotische Szenen, aber Grace C. Stone hat sie sanft ausblenden lassen, sodass es keine ausschweifenden Beschreibungen gab. Das fand ich aber im Kontext zur Geschichte passend. Es gab jedoch auch Gewaltszenen, diese wurden ebenfalls an der heiklen Stelle nur grob umschrieben. Die anschließenden Gefühle, die dabei aufkamen, wurden aber authentisch und glaubwürdig umgesetzt.
Das Ende wurde halboffen gestaltet. Die Geschichte der Protagonisten wurde erfolgreich erzählt, aber eine neue Situation läutete einen neuen Handlungsstrang ein.

Fazit: Ein spannendes Buch rund um Liebe, Verrat, Vertrauen, Wünschen und Zielen. Lasst euch entführen in die Anderswelt.

Vielen Dank an Grace C. Stone für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

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Endless – In einem anderen Leben von Amanda Frost https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/09/endless-in-einem-anderen-leben-von-amanda-frost/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/07/09/endless-in-einem-anderen-leben-von-amanda-frost/#comments Mon, 09 Jul 2018 12:00:46 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1639 *Werbung durch Verlinkung*

© Cover: Amanda Frost

erschienen bei Independently published
Veröffentlicht am 21. April 2017
ca. 256 Seiten
Band 1 des Zweiteilers der Endless Reihe
erhältlich als Taschenbuch und eBook

Emily Beauchamp führt ein glückliches Leben Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Doch eine kosmische Strahlung verändert ihr Leben für immer. Denn plötzlich ist Emily unsterblich. Das bringt nicht nur schöne Seiten mit sich, sondern auch ganz viele unerwartete Probleme. Gute 200 Jahre später hat Emily ihren Namen in Audrey geändert und forscht verbissen an der Strahlung, die ihr Leben verändert hat. Denn sie möchte nichts sehnlicher, als den Prozess umkehren zu können und dann in Frieden zu sterben. Denn was nützt ein unsterbliches Leben, wenn man einsam ist?
Ein Jobangebot scheint Audrey alle die Möglichkeiten zu eröffnen, die sie benötigt, um ihre Forschung abschließen zu können. Unglücklicherweise muss im Vorfeld eine Routineüberprüfung durch das FBI erfolgen. Doch den Special Agent Kyle Edwards macht der Lebenslauf der hübschen Wissenschaftlerin misstrauisch. Er verbeißt sich in dem Fall und will unbedingt hinter Audreys Geheimnis kommen.

Die vom ich- Erzähler geschilderten Ereignisse bauten sich langsam und logisch auf. Das Grundgerüst der Geschichte war vielschichtig errichtet worden, denn es gab zwei Handlungsstränge. Der Großteil spielte sich im Hier und Jetzt ab. Dabei erzählte nicht nur Audrey die Geschehnisse, sondern auch Kyle. Dies geschah aber in jeweils eigenen Kapiteln, die mit dem Namen des jeweiligen Protagonisten gekennzeichnet waren, sodass immer klar war, wer gerade die aktuelle Szenerie mit Gedanken, Handlungen und Gefühlen beschrieb. Dann gab es noch den Nebenstrang, der ausschließlich von Audrey erzählt wurde. Dabei gewährte sie mir Einblicke in ihre Vergangenheit. So erfuhr ich zum Beispiel wie sie herausfand, dass sie unsterblich ist. Die Flashbacks hatte Amanda Frost geschickt in die laufenden Handlungen eingebaut, sodass die Geschichte rund erzählt wurde.
Der verbale Schlagabtausch zwischen Audrey und Kyle hat mich öfter schmunzeln lassen und auch die jeweilige Atmosphäre einer Szene wurde glaubhaft und berührend vermittelt. Zwischen beiden Protagonisten flogen auch ordentlich die Funken. Die erotischen Szenen sind insgesamt überschaubar, aber vollkommen passend an das Gesamtkonstrukt angepasst.
Der Schreibstil war sehr flüssig und reich an detaillierten Beschreibungen.
Mir hatte sehr gut gefallen, dass Audreys Vergangenheit und die damit verbundenen Erlebnisse nur Stück für Stück offenbart wurden. So lag immer Spannung in der Luft und ich wollte nicht nur wissen ob Audrey es schafft Kyle zu überzeugen die Freigabe zu erteilen, sondern auch wie es Audrey die letzten zweihundert Jahre ergangen war.
Ein ganz großes Plus empfand ich die Protagonistin. Endlich mal eine Frau, die nicht Gertenschlank ist. Sondern durchaus mal die ein oder andere Rundung aufzuweisen hatte. Auch war diesem Charakter das lange Leben anzumerken.
Mir hat auch sehr gut gefallen, dass das Ende anders war als erwartet. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel. Es war emotional, aber auf keinen Fall kitschig.

Fazit: Eine runde und spannende Geschichte. Unvorhergesehene Handlungen und immer viel Spannung. Eine klare Leseempfehlung.


Vielen Dank an Amanda Frost für das Rezensionsexemplar
Meine Rezension ist davon jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Erwerb des Buches

Weitere Rezensionen zu der Reihe:
Band 2:

Endless – Kein Leben ohne dich von Amanda Frost


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