Allgemein | Mo und die Macht der Buchstaben https://mounddiemachtderbuchstaben.de Sun, 24 Jun 2018 11:03:16 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 #7 Testleserin für Dirty Fairytales: 7 Haselnüsse für Rotkäppchen von Mike Stone https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/06/25/7-testleserin/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/06/25/7-testleserin/#comments Mon, 25 Jun 2018 12:00:07 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1594 Die Arbeit als Testleserin macht mir schon sehr viel Spaß und besonders dann, wenn die Autoren Kritik auch zu schätzen wissen. Es ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit etwas zum Nörgeln hätte, aber manchmal fallen ja doch schon Ungereimtheiten auf.
Im Zuge der Testleser Arbeit für Kitty Stones Buch „Different World“, fragte ihr Partner Mike Stone auch uns an. Seine Geschichte gab es schon länger, wurde allerdings auch noch nicht wirklich veröffentlicht. Nun wollte er aber seine ganz besondere Märchenadaption überarbeiten und bat uns Testleser auch mal sein Werk unter die Lupe zu nehmen.
Ich gestehe, Märchen liebe ich. Vor allem die Alten, also jene, die noch nicht der Disney Zensur zum Opfer gefallen sind. Meine Großeltern haben wirklich ganz alte Märchenbücher, die ich als Kind verschlungen habe. Sie sind teilweise gruseliger und Adrenalin peitschender als es manche Thriller sein könnten. Aber eine Adaption davon? Das sagte mir so gar nichts. Also war ich sehr gespannt, was Mike Stone aus Rotkäppchen zaubern würde.
Die Arbeit war wirklich interessant, denn es stand zu diesem Zeitpunkt auch noch kein Cover fest. Es wurde heiß diskutiert und gefachsimpelt. Und dabei kam das heraus:


© Cover: Mike Stone

Gefällt euch das Cover? Ich finde es gelungen. Denn es ist ja im Vergleich zum Inhalt sehr brav. Wie im echten Leben. Da zeigt sich das wahre Ausmaß ja manchmal auch dann erst, wenn wir hinter die Kulissen blicken.
Wie mir das Buch insgesamt gefallen hat, das verrate ich euch in meiner Rezension.

Liebe Grüße,
Mo

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Der Umzug https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/25/der-umzug/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/25/der-umzug/#comments Fri, 25 May 2018 12:20:41 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/?p=1208 Endlich habe ich mal wieder Luft für ein kleines Lebenszeichen von mir. Dieses Jahr habe ich scheinbar ein großes Motto. Umzug. Anfang des Jahres habe ich mit meiner Familie einen Wohnortwechsel vollzogen und jetzt bin ich mit meinem Blog umgezogen.

Lange habe ich überlegt, ob ich es machen soll. Mit meinem Blog auf Blogger war ich eigentlich ganz zufrieden. Aber eben nur eigentlich. Dennoch ist mir die Entscheidung nicht leicht gefallen. Von den technischen Spitzfindigkeiten habe ich keinerlei Ahnung. Klar war mir aber auch, dass ich es dann auch gleich richtig machen wollte. Das bedeutete also für mich, dass ich selber hosten müsste. Aber ich war mir sehr unsicher, ob ich das alleine wirklich gestemmt bekomme. Aber zum Glück gibt es ja das Internet und auch viele hilfreiche Gruppen. So habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und überlegt was ich möchte. Investiere ich einen verhältnismäßig kleinen monatlichen Geldbetrag in ein Hobby, das mir Freude bereitet oder lasse ich es komplett sein. Diese Gedanken und Szenarien habe ich mehrfach durch gespielt, bis ich einem Schluss kam.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt ja ein Sprichwort. Entweder es wird ein Erfolg oder eben nicht. Wobei ich mit Erfolg nicht das große Geld und eine riesige Leserschaft meine. Sondern ein Erfolg im Sinne von: Es macht mir weiterhin Spaß und ich kann mich ausprobieren und ausleben. Wenn es nicht klappt, dann kann ich zumindest sagen: Ich habe es versucht. Wenn wir Menschen nie etwas gewagt hätte, dann würden wir immer noch in einer Höhle um das Feuer gescharrt sitzen.

Goodbye alter Blog:

Hier ist er nun. Der neue Blog:


Noch nicht ganz fertig und an manchen Stellen sicherlich auch noch nicht ausgereift, aber gut Ding will Weile haben. Ein paar Ideen schwirren mir noch im Kopf, die ich unbedingt noch umsetzten möchte. Aber ich bin erst einmal froh, dass alles technisch relevante steht und ich es auch bedienen kann. Jetzt kommen so nach und nach die Schönheitsarbeiten. Und nicht nur das. Auch neue Aufgaben stehen bevor. So wird es in naher Zukunft wieder zwei Blogtouren geben, an denen ich teilnehmen darf. Es gibt noch etliche Rezensionen, die nicht nur geschrieben, sondern auch noch veröffentlicht werden wollen. Eine Lesung mit meinem Lieblingsautor Andreas Gruber darf ich auch noch am kommenden Montag besuchen. Darauf freue ich mich am meisten. Dazu möchte ich natürlich dann auch einen Bericht schreiben.
Auch habe ich ein neues Ziel. Bisher habe ich ja nicht in einer konsequenten Regelmäßigkeit gebloggt. Das versuche ich jetzt zu ändern. Fürs Erste habe ich mir zwei Tage raus gesucht, an denen ich etwas posten möchte. Der Montag und der Samstag. Wenn es gut klappt, dann möchte ich gern auch noch den Mittwoch dazu nehmen. Bin sehr gespannt, wie es klappt. Morgen geht somit mein erster wirklich geplanter Beitrag online.

Seid ihr auch schon mal mit eurem Blog umgezogen? Ist es  euch auch so schwergefallen oder ging es euch leicht von der Hand?
Ich freue mich auch über eure Kritik (oder auch Lob) zu dem neuen Anstrich. Selber sieht man ja oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende,

liebe Grüße,

Mo

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Du hast von Alexis Snow https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/18/du-hast-von-alexis-snow/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/18/du-hast-von-alexis-snow/#comments Fri, 18 May 2018 04:59:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/18/du-hast-von-alexis-snow/ Du hast: Thriller Bildquelle Amazon.de
  • erschienen beim Papierverzierverlag
  • Veröffentlicht am 26. April 2018
  • ca. 194 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook

Sascha Baumgarten ist Abteilungsleiter im Morddezernat in Köln. Er und sein Team werden zu einem besonders blutigen Mord gerufen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf Judith Braun, deren Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Irgendwie laufen die Fäden immer bei der so verletzlich wirkenden Frau zusammen, die nur mit Mühe ihren Alltag bestreiten kann. Zu tief sitzt der Verlust des geliebten Mannes. Doch der perfide Mörder hat den Toten ins Zentrum des Interesses gerückt und weitere Frauen stehen auf seiner Abschussliste.

Durch insgesamt 25 Kapitel führt der ich – Erzähler. Jedoch lassen gleich drei Figuren den Leser an ihren Handlungen, Gedanken und Emotionen teilhaben. Klar abgegrenzt durch die einzelnen Kapitel wird auch der Beginn mit dem Namen des entsprechenden Erzählenden gekennzeichnet.
Die Art des Erzählens mag ich ganz gerne, da der Einblick viel tiefer und berührender sein kann. In dieser Geschichte war ich sehr dankbar über den Stil, weil ich zu Beginn den Eindruck hatte, dass sich die Autorin mit Nichtigkeiten aufhält. Das trat aber nur bei einem Charakter auf. Teilweise beschrieb sie vereinzelte Handlungen sehr detailliert, sodass mir kurzzeitig die Aufmerksamkeit abhandengekommen ist. Doch die Autorin hat das Ruder recht schnell herumgerissen, sodass ihr locker, leichter Schreibstil mich tiefer in die Geschichte trug.
Der Spannungsaufbau war zwar langsam, dafür jedoch stetig. Als die Geschichte Fahrt aufnahm, war es schwer das Buch aus der Hand zu legen.
Der Aufbau der Handlungen ist weitestgehend logisch sowie chronologisch. An zwei Stellen war ich mir unsicher ob der Autorin ein Fauxpas passiert ist oder ob es beabsichtigt war. Mit dem gut erklärten Ende der Geschichte könnten die zwei Stellen auch gewollt gewesen sein. Es würde zu mindestens exzellent zum Kontext passen.
Die Figuren sind schön ausgearbeitet worden, haben Ecken und Kanten und sind glaubwürdig dargestellt worden. Auch konnte ich die Erzählenden gut voneinander unterscheiden, da sie allesamt unterschiedlich Sprachmuster aufwiesen. Sehr gut fand ich, dass der gesamte Fall die Beteiligten irgendwie auch verändert hat. Auch wenn ich früh geahnt habe wer beziehungsweise was hinter den Morden steckt.

Fazit: Ein Thriller, der gut zu lesen ist, eine solide Story hat und einen doch an den entscheidenden Stellen zu fesseln vermag.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖

Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥
Liebe / Gefühl ❤ ❤ ❤
Tragik 😢 😢
Tiefsinn 💁 💁
Mord 🍴 🍴 🍴 🍴
Gewalt ✊ ✊ ✊ ✊
Kaufempfehlung ✔

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.

Link zum Kauf des Buches

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Holly und die Sache mit den Wünschen von Kerstin Barth https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/14/holly-und-die-sache-mit-den-wunschen/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/14/holly-und-die-sache-mit-den-wunschen/#comments Mon, 14 May 2018 14:00:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/14/holly-und-die-sache-mit-den-wunschen/ *WERBUNG*

Holly und die Sache mit dem Wünschen
Bildquelle Amazon.de
  • erschienen bei Independty Publishing
  • Veröffentlicht am 13. Mai 2018
  • ca. 170 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 1 der Holly Reihe

Holly Bishop ist Studentin und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Wäre da nicht der unbändige Wunsch einen passenden Partner fürs Leben zu finden. Von einem Buch inspiriert will sie dem Universum die Vorstellung von ihrem Traummann mitteilen. Ungeduldig wartet sie auf die Erfüllung und ist dabei völlig versiert darauf nun endlich den Richtigen zu finden. Dabei übersieht sie so einige Fettnäpfchen, die ihren Weg pflastern. Schlussendlich meldet ihre Oma sie zu einer Dating Show an. Obwohl Holly nicht wirklich daran teilnehmen will, beugt sie sich dem Begehren ihrer Oma. Sie lernt dort Gregor kennen. Ob das Universum doch ihren Wunsch erhört hat?

Fünfundzwanzig betitelte Kapitel laden den Leser zu einer schönen Reise durch das Leben und das Problem mit dem Wünschen ein. Die wirklich sehr sympathische und liebenswerte Holly führt den Leser durch ihre eigene Geschichte. Langsam und doch so unendlich leicht kam ich in diese frühlingshafte Story. Ich lernte Holly kennen, die auf Biegen und Brechen endlich den Mann fürs Leben will. Und dann kommt immer wieder das Leben dazwischen. Mit Witz, Charme und der nötigen Portion Ernsthaftigkeit hat Kerstin Barth wundervolle Szenen erschaffen, in denen sich jeder wiedererkennen kann. Wir alle haben doch schon mal etwas gewollt oder geplant und dann kam alles ganz anders. Die Umsetzung hat mir super gut gefallen.
Ich liebe es, wenn sich das Cover und oder Titel im Buch wiederfindet. Und ja, dieses wunderschöne Cover ist eng mit der Geschichte verwoben.
Insgesamt fand ich die Mischung der vorkommenden Figuren authentisch und liebenswert. Neben Holly stachen für mich ganz besonders Oma Yoda und Maren hervor. Das war wirklich eine tolle Frauentruppe.

In Kerstin Barths süßer Geschichte knistert es hin und wieder ganz schön. Doch mehr als die berühmten Funken fliegen nicht. Im Kontext zu den Handlungen ist dies aber absolut stimmig und auch vollkommend ausreichend.
Der Handlungsaufbau ist konsequent und logisch. Zu Beginn erfährt der Leser auch einiges aus der Vergangenheit, was aber gut in das Gesamtgebilde eingebettet wurde.
Einziger Wermutstropfen war für mich, dass es manchmal so wahnsinnig detaillierte Zimmer- und Dekobeschreibungen gab. Das mag ich nicht so besonders und langweilt mich dann auch schnell. Das ist aber mein ganz persönlicher Spleen und Jammern auf höchstem Niveau.

Fazit: Eine zauberhafte Geschichte. Sie lädt zum Träumen, zum Mitweinen und -lachen ein und ist so vielfältig geschrieben wie das Leben selbst. Oma Yoda mit ihren klugen Ratschlägen ist grandios und erinnerte mich oft an meine eigene geliebte Oma.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖

Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥
Humor 😊 😊 😊
Liebe / Gefühl ❤ ❤ ❤ ❤
Kaufempfehlung ✔

Vielen Dank, dass ich ein Teil deiner Vorableser Gruppe sein durfte, liebe Kerstin. 

Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.

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Knochenschrei von Catherine Shepeherd https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/11/knochenschrei-von-catherine-shepeherd/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/11/knochenschrei-von-catherine-shepeherd/#comments Fri, 11 May 2018 10:54:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/11/knochenschrei-von-catherine-shepeherd/ Knochenschrei: Thriller von Catherine Shepherd Bildquelle Amazon.de
  • erschienen im Kafel Verlag
  • Veröffentlicht am 20. März 2018
  • ca. 342 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 8 der Zons – Reihe

Im mittelalterlichen Zons verschwindet eine Nonne spurlos. Der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg begibt sich auf die Suche. Schon bald taucht durch Zufall eine Leiche auf. Es ist eine Nonne, die eingemauert wurde. Was ist nur los im Kloster und warum berichten einige Frauen, dass der Teufel zu Besuch käme?
In der Gegenwart findet eine frisch gebackene Hausbesitzerin ein Skelett. Die herbeigerufene Kriminalpolizei findet neben dem jahrhundertealten Skelett auch eine frische Leiche. Oliver Bergmann und sein Partner ermitteln und stoßen bald auf noch mehr Tote.

Endlich geht es weiter mit Bastian und Anna. Obwohl diese ungewöhnliche Liebesgeschichte durch mehrere Jahrhunderte getrennt ist und auch nur eine nette kleine Nebenrolle im Buch einnimmt, ist sie doch unverzichtbar für mich. So ist es auch gar nicht verwunderlich, dass ich mich riesig auf den achten Zons – Thriller gefreut habe und ich wurde auch nicht enttäuscht.
Catherine Shepherd versteht es meisterhaft mit der Hoffnung der Leser zu spielen. Mittels des personalen Erzählers konnte ich mehreren Figuren folgen. Durch den geschickten Aufbau der Geschichte war es auch kein Problem den unterschiedlichen Personen über die Schulter zu sehen. Egal ob Opfer, Ermittler, Unbeteiligte oder dem Mörder, immer ist es klar nachvollziehbar wer die aktuelle Szenerie erlebt und gestaltet.
Die Dynamik und Spannung war immer hoch, was nicht zuletzt dem fantastischen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist. Dieser ist flüssig und unheimlich gut zu lesen.
Besonders liebe ich den historischen Teil. Aber egal ob Vergangenheit oder Gegenwart, immer fließen echte Tatsachen in die Geschichte mit ein. Sei es die Polizeiarbeit oder historisch relevante Personen oder Folter- beziehungsweise Bestrafungsmethoden. Mit jeder Zeile spürte ich die fundierte Recherche der Autorin.
Dieses Buch lädt zum Miträtseln ein und ich habe mich sehr gefreut, dass sich einer meiner Vermutungen bewahrheitet hatte. Dabei war ich mir bis kurz vorm Ende nicht sicher. Catherine Shepherd legt gekonnt Fallstricke aus und führt der Leser sehr gut an der Nase herum. Dabei lässt sich alles logisch und chronologisch nachvollziehen.
Das Buch kann, wie auch schon die vorherigen Bände, unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden. Um der Geschichte folgen zu können, muss der Leser keine vorherigen Grundkenntnisse haben. Jedoch empfehle ich die anderen Bände zu lesen. Die Protagonisten entwickeln sich sehr schön weiter, ich könnte ewig weiter von und über sie lesen.

Fazit: Ein 1a Thriller. Der Wechsel zwischen den Untaten im Mittelalter und denen in der Neuzeit sind super spannend umgesetzt. Historisch und Aktuelle korrekte Details treffen auf die Fantasie einer klasse Autorin. Spannende Lesestunden sind somit ganz klar garantiert.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖 📖 📖

Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥 💥 💥 💥
Liebe / Gefühl ❤ ❤ ❤ ❤
Tragik 😢 😢 😢
Tiefsinn 💁 💁 💁
Mord 🍴 🍴 🍴 🍴 🍴
Gewalt ✊ ✊ ✊ ✊
Kaufempfehlung ✔

Vielen Dank an Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar. 

Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.

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Blogtour 4 – Die dunkle Loge – gläserne Mauern https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/06/blogtour-4-die-dunkle-loge-glaserne/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/06/blogtour-4-die-dunkle-loge-glaserne/#comments Sun, 06 May 2018 10:33:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/05/06/blogtour-4-die-dunkle-loge-glaserne/ An drei Blogtouren durfte ich ja schon teilnehmen, aber an einer Verlagsgeführten Blog – Tour noch nie. Daher war ich sehr gespannt, wie diese ablaufen würde. Im Grunde jedoch gab es nicht so gravierende Unterschiede zu den vorherigen Blogtouren. Irgendwie auch logisch, im Nachhinein. Der einzige Unterschied war, dass es vorgegeben Themen gab, welche wir uns dann aber aussuchen durften. Nun möchte ich euch aber gar nicht die ganzen Tour – Daten vorenthalten. Viel Spaß beim Stöbern.

Eure Mo.

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Tag 1 (16. April 2018): Steffy von Leseschnecken:
Autoreninterview mit Mina Miller

Tag 2 (17. April 2018): Sophia von Tintenträumer:
Unterwerfung, Vertrauen und Leidenschaft sowie einen Einblick in Evelins Charakter

Tag 3 (18. April 2018): Luna von The Lounge Books and more:
Was macht einen Master aus und warum ist er so unwiderstehlich?

Tag 4 (19. April 2018): Mo von Mo und die Macht der Buchstaben:
Eine unvergessliche Liebesgeschichte

Tag 5 (21. April 2018): Corinna von Corinnas World of books:
Worte die in Erinnerung bleiben

Tag 6 (22. April 2018): Lisa von Mexiis Leseparadies:
Die Liebe zur Geschichte

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Mondsüchtig: Die Nachtwandlerin von Danara DeVries https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/27/mondsuchtig-die-nachtwandlerin-von/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/27/mondsuchtig-die-nachtwandlerin-von/#comments Fri, 27 Apr 2018 11:46:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/27/mondsuchtig-die-nachtwandlerin-von/ Mondsüchtig: Die Nachtwandlerin (Dark Romance Erotik Liebesroman) Bildquelle Amazon.de
  • erschienen bei Independty Publishing
  • Veröffentlicht am 27. März 2018
  • ca. 195 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 2 der Mondsüchtig Reihe
  • in sich abgeschlossen
Nachdem Showdown in Apollo Adams Wohnung will sich Aria Woods nur noch entspannen. Dabei kommt sie Flinn Rieker näher. Während ihrer gemeinsamen Nacht fährt ein Dämon in Flinn. Viel Zeit bleibt der Tagwandlerin nicht, um den Dämon zurück in die Hölle zu schicken. Doch ist Aria bereit diesen Preis zu zahlen den es erfordert Flinns Leben zu retten?Dieses Mal bin ich super gut in die Geschichte gekommen, die dieses Mal von Aria Woods erzählt wird. Ein kleiner Rückblick auf die vorangegangen Geschehnisse dienen zur Auffrischung oder aber für diejenigen Leser, die den ersten Band nicht kennen, als Hintergrundinformation. Danach startet diese höllisch gute Geschichte sofort und sehr heiß durch. Als Leser sollte man erotische Szenen schon mögen, denn besonders zu Beginn geizt Danara DeVries nicht damit. Die Szenen werden sehr sündig beschrieben, sind dabei aber niemals vulgär. Gekonnt schlägt die Autorin einen Bogen von den heißen Handlungen zu dem Problem, welches Aria Woods zu meistern hat. Sie möchte unbedingt und um jeden Preis das Leben ihres Freundes Flinn retten. Ich konnte sehr gut ihre Gedanken und Entscheidungen nachvollziehen. Aria Woods ist eine sehr vielschichtig ausgearbeitete Figur, die das Herz am rechten Fleck hat. Sie scheut sich nicht ihre Möglichkeiten auszuschöpfen und hadert bei schweren Entscheidungen nur kurz. Das machte die Protagonistin zu tiefst sympathisch für mich.
Der Schreibstil ist super flüssig und zog mich regelrecht in seinen Bann. Ich wollte, nein musste, immer weiter und weiter lesen. Die Spannung bleibt unheimlich hoch, nie konnte ich sagen, was als Nächstes kommen würde. Der Handlungsaufbau ist einzigartig. Immer wieder kehren Figuren aus dem ersten Teil zurück, aber stets so, dass immer ihre Position innerhalb der Geschichte klar war. Also auch Leser ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes können problemlos dem Geschehen folgen.
Das Thema rund ums Magische kommt hier definitiv nicht zu kurz. Es ist teilweise düster, zeigt aber auch ganz klar auf, dass die Grenze zwischen Gut und Böse verdammt schmal ist.
Das Ende hat mich unbefriedigt zurückgelassen, zu viel kann ich natürlich nicht verraten. Zu gern hätte ich noch weiter gelesen und gewusst wie sich alles noch weiter entspinnt. Der Leseappetit auf den dritten Mondsüchtig – Teil ist jetzt natürlich extrem groß.

Fazit: Heißer als die Hölle und unglaublich spannend geschrieben. Es macht süchtig!

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖 📖 📖

Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥 💥 💥 💥
Erotik  💋 💋 💋 💋 💋 💋 💋
Liebe / Gefühl ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ ❤
Tragik 😢 😢 😢

Gewalt ✊ ✊
Kaufempfehlung ✔

Vielen Dank an den Danara DeVries für das Rezensionsexemplar. 
Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.

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Mondsüchtig: Im Bann der Füchsin von Danara DeVries https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/25/mondsuchtig-im-bann-der-fuchsin-von/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/25/mondsuchtig-im-bann-der-fuchsin-von/#comments Wed, 25 Apr 2018 09:03:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/25/mondsuchtig-im-bann-der-fuchsin-von/ Mondsüchtig: Im Bann der Füchsin (Dark Romance Liebesroman) von Danara DeVries Bildquelle Amazon.de
  • erschienen bei Independty Publishing
  • Veröffentlicht am 8. März 2018
  • ca. 188 Seiten
  • erhältlich als Taschenbuch und eBook
  • Band 1 der Reihe Mondsüchtig

Rai Mayo ist schwer in Apollo Adams verliebt. Sie liebt seine Person, nicht das Vermögen über das er verfügt. Doch Rai ist etwas besonderes und als Apollo ihr seine Liebe gesteht, verwandelt sie sich in ihre Ureigeneform. Seine Reaktion auf die Wahrheit erschüttert sie zu tiefst. Gerade als sie beschließt wieder von vorne anzufangen, tritt ein unbekannter Mann an Rai heran. Sie soll einen Job übernehmen. Doch damit treten Ereignisse in Kraft, mit denen Rai nicht rechnen konnte.

Am Anfang kam ich nur langsam und schwer in die, von Rai selbst erzählte, Geschichte. Ich traf das erste Mal auf Rai, als sie völlig verzweifelt war. Entsprechend langsam kam heraus, was Rai geschehen war. Es war für mich verwirrend und doch aufregend zu gleich. Die Protagonistin ist vielschichtig ausgearbeitet worden und die Autorin hat ganz klar aufgezeigt, dass die Liebe blind machen kann.
Der Schreibstil ist schön flüssig und leicht verständlich. Ich konnte mich gut davon tragen lassen, in die Welt von Rai. Die Geschichte nahm schon bald rasant Fahrt auf und ich war von dieser ungewöhnlichen Story total gefesselt. Spätestens als klar wurde, dass Rai eine Kitsune ist, war ich begeistert. Ich liebe Fuchsgeister. Insgesamt hat mir der Mix aus Fantasy, Mythologie und dark romance super gut gefallen. Die Beziehung zwischen Apollo und Rai ist vielschichtig und von verschiedenen Motiven durchzogen. Danara DeVries hat die Zwiespältigkeit super ausgearbeitet und mich damit überzeugt.
Der Aufbau der Handlungen sind logisch und konsequent. Bezüge zur Vergangenheit, die zum besseren Verständnis dienten, wurden stimmig in die vorhandene Szenerie eingearbeitet. Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines Dämonenlexikon. Das fand ich richtig super.
Die erotischen Szenen sind intensiv, aber nicht vulgär beschrieben. Die brennende Leidenschaft zwischen Apollo und Rai war für mich spürbar und gab einen schönen Kontrast zu Rais Zweifeln ab.

Fazit: Mir hat diese Genre übergreifende Kurzgeschichte richtig gut gefallen. Auch wenn ich am Anfang leichte Startschwierigkeiten hatte, hat die Autorin alles im weiteren Verlauf wettgemacht und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Gesamteindruck 📖 📖 📖 📖 📖

Schreibstil ✐ ✐ ✐ ✐ ✐
Logik 💡 💡 💡 💡 💡
Spannung 💥 💥 💥 💥 💥
Erotik  💋 💋 💋 💋 💋
Liebe / Gefühl ❤ ❤ ❤ ❤
Tragik 😢 😢 😢
Gewalt ✊ ✊ ✊
Kaufempfehlung ✔

Vielen Dank an Danara DeVries für das Rezensionsexemplar. 

Davon ist meine Rezension jedoch nicht beeinflusst worden.

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Blogtour „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner – Tag 7 – rund um den Ort Horka https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/23/blogtour-teufelsfarbe-von-ivonne-hubner/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/23/blogtour-teufelsfarbe-von-ivonne-hubner/#comments Mon, 23 Apr 2018 09:30:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/23/blogtour-teufelsfarbe-von-ivonne-hubner/ Herzlich Willkommen zum 7. Blog-Tour-Tag. Seit Dienstag, den 17. April 2018, verwöhnen wir Blogger euch mit reichlich Hintergrundwissen rund um das Buch „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner. Unsere Themen sind super vielfältig und alle sehr spannend. Welcher Blogger welches Thema behandelt und die genauen Details (mit selbstverständlich auch den einzelnen Links) zu dieser Blog-Tour, erfahrt ihr, wenn ihr auf das Blogbanner klickt.

Banner Blogtour Teufelsfarbe
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Heute möchte ich euch etwas zu dem Dorf erzählen, in welchem die Geschichte von Christoph und Margarethe spielt. Jetzt könnte sich jemand fragen, warum? Ganz einfach. Zum einen liebe ich historische Orte. Je älter, desto besser. Wenn mir dann aber der Ort auch noch ein Begriff ist, dann stehe ich vor Begeisterung in Flammen. Meine Großeltern leben nur 17 Kilometer von dem Dorf entfernt, welches ich euch heute vorstellen möchte:

 

Der Name:

Hergeleitet wird der Name „Horka“ vom altslawischen Wort „Gora“ oder dem altsorbischen Wort „gorka“. Es bedeutet so viel wie „Auf der Höhe“ oder „Hügel“. Demnach ist Horka nach seiner Lage benannt und bezieht sich sehr wahrscheinlich auf die älteste Ansiedlung auf dem Kirchberg. Der sorbische Name für das Dorf lautet „Hórki“ und ist als Plural zu verstehen. Denn Horka umfasst Ober-, Mittel- und Niederhorka. Im Laufe der Zeit hat es unterschiedliche Schreibweisen gegeben:
Horki (um 1346),
Horcke, Horcka, zu der Horcke (um 1416),
Horgk (um 1493).
Der Ort wurde sogar kurzzeitig umbenannt. Im Rahmen der Germanisierung, zur Zeit des Nationalsozialismus, hieß das Dorf zwischen 1936 und 1947 „Wehrkirch“.

Die Lage:

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Horka liegt rund zwanzig Kilometer nordwestlich von Görlitz entfernt und lag immer, egal ob das Dorf zu Sachsen, Böhmen oder Preußen gehörig war, am Rande. Nach Bautzen beträgt die Entfernung rund fünfzig Kilometer. Mit seinen ausgedehnten Wäldern gehört die Gemeinde Horka zur Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
In dem „Heimatbuch des Kreises Rotheburg O.L. für Schule und Haus“ von Robert Pol aus dem Jahre 1924 wird Horka sogar als das längste Dorf im Rothenburger Kreise beschrieben. Es liegt am weißen Schöps und besitzt eine fruchtbare Ebene. Über diese Ebene erhebt sich nur der örtlich gelegene Weinberg mit einer Höhe von 188 Metern und der Kirchberg.
Heute gibt es drei Gemeindeteile, sie sind zugehörig zum Verwaltungsband Weißer Schöps/Neiße und heißen Horka, Mückenhain und Biehain. Die Eingemeindung von Mückenhain und Biehain fand am 1. März 1994 statt.

Die Boden- und Umgebungsverhältnisse:

Der Ackerboden ist zwar ertragreich, aber lehmig. Nach Osten und Westen schließt sich dann ein leichterer Boden an, der anschließend in die Heide übergeht. Der weiße Schöps ist oft über die Ufer getreten und hat zu verheerenden Überschwemmungen geführt. So mussten im Jahre 1766 viele Bewohner auf ihre Dachböden flüchten, weil das Wasser bis teilweise an die Decke der Stuben stieg. So wurde später ein künstlicher Graben angelegt, der sich vom Schöps oberhalb des Dorfes abzweigt. Er war aber nicht nur als Hochwasserschutz gedacht, sondern vermutlich auch um Mühlen zu betreiben.

Historie:

Im 12 Jahrhundert begann die Besiedlung der Gebiete und selbstverständlich wurde auch im Ort Horka eine Kirche errichtet. Es war vermutlich eine aus Holz errichtete einfache Taufkapelle. Zu Beginn wurden die Kirchenbücher, die Aufschluss über Taufen, Trauungen und Todesfälle gaben, nicht zuverlässig geführt. Aber schon im Jahre 1391 wurde der erste Geistliche erwähnt, Johannes Botlitz. Während der katholischen Zeit des Dorfes wurde der Gottesdienst fast ganz in lateinischer Sprache gehalten. Wann genau die Einführung der Reformation begann und wie es dazu kam, ist nicht bekannt. Auch kann der erste evangelische Pfarrer nicht genau festgestellt werden. Bekannt ist jedoch, dass ein Dorflehrer auf Veranlassung des Lehnsherren George von Gersdorff 1539 als Pfarrer von Horka eingesetzt wurde.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Horka im Jahre 1305 in einem Görlitzer Stadtbuch.
Auf der weit sichtbaren Anhöhe liegt die Kirche und der Kirchhof. Sie ist von einer leicht oval, aus Feldsteinen erbauten Mauer von sechs Metern Höhe und entsprechender Stärke umgeben. Die Mauer zieren auch Zinnen mit Schießscharten, die vermutlich zur Zeit der Hussitenkriege (1419 – 1436) entstanden sind. Ziel war es in kriegerischen Zeiten die Kirche zu schützen und die Zinnen werden den Dorfbewohnern zu Verteidigung gedient haben. Daher kommt auch der Name „Wehrkirche“. Noch heute ist die Mauer sehr gut erhalten. Von 2011 bis 2014 wurde sie aufwendig restauriert. Dabei fand man auch menschliche Gebeine und diese wurden dann von der Gemeinde wieder beigesetzt. Ein Grabstein erinnert an die gefundenen sterblichen Überreste einstiger Horkarer Bewohner.
1961 wurden bei Restaurierungsarbeiten Wandmalereien und ein Engelskopf unter vielen Kalkschichten gefunden. Wer heute die Kirche besichtigt kann Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten nebeneinander bestaunen. Auch soll der jetzige Altarraum identisch mit der ursprünglichen Kapelle sein.
Horka wird in alten Urkunden oft erwähnt und sie erzählen von den vielen Leiden der Bewohner. So waren sie großen Hungersnöten, Überschwemmungen sowie Dürren mit den einhergehenden Krankheiten und Seuchen, Teuerungen und Insektenplagen sowie auch Krieg und Raub ausgesetzt.
Seit 1390 wird in den Görlitzer Ratsrechnungen Horka öfter erwähnt. So sandte der Görlitzer Rat zur Verfolgung von Landfriedensbrechern seine Schützen regelmäßig dorthin.
Um 1400 gab es beispielsweise einen in der Tierheilkunde bewanderten Schmied, dem der Rat zu Görlitz oft kranke Pferde zur Heilung schickte.
1416 beging der Raubritter Unwirde einen Leichenraub an einer Horkarer Witwe und wurde dafür später in die Acht genommen. Die Rechtsacht war eine verhängte Ächtung, die meistens bei Urteils- oder Ladungsungehorsamkeit ausgesprochen worden ist. Aus der Acht konnte sich der Geächtete lösen, wenn er sich dem Gericht und somit auch einer Strafe stellte.
Ein besonders kreatives Mitglied der Gemeinde Horka, Kaspar Weber, wurde 1446 „zur Staupen geschlagen“, weil er ein Spottlied auf die Görlitzer sang. Staupen ist eine Körperstrafe, bei der der Verurteilte am Pranger geschlagen wurde.
1480 musste Hans Gersdorff auf Horka, der auch „der Pommerhans“ gerufen wurde, vor dem Görlitzer Gericht wegen Totschlags erscheinen. Er gab sich mit Stegreifrittern ab und nahm sie auch bei sich auf. Ein heruntergekommener Ritter, der seinen Lebensunterhalt durch Räubern sicherte, wurde Stegreifritter genannt.
Noch heute rankt sich eine Sage um drei unterirdische Fluchtwege. Einer davon soll mindestens einen Kilometer lang sein. Ob diese tatsächlich bestanden haben, noch existieren oder doch eben nur eine Erzählung sind, ist noch nicht untersucht und erforscht.
Aber egal ob Wahrheit oder Fiktion, einen Besuch dieser Jahrhunderte alten Wehranlage und seiner Kirche ist absolut empfehlenswert. Wenn ihr dann auch noch das Buch gelesen habt, dann werdet ihr die Geschichte von Christoph und seiner Margarete nie mehr vergessen können.

Bezug zum Buch:

Das Salz in der Suppe bei einem historischen Roman ist für mich, dass es wahre Begebenheiten gibt. Solche, die sich auch nachvollziehen lassen. Ivonne Hübner hat in ihrem Werk „Teufelsfarbe“ eine Menge tatsächlicher historisch korrekter Orte und Begebenheiten einfließen lassen. Im Speziellen natürlich das Dorf, in dem der Großteil der Geschichte spielt. Selbstverständlich soll auch einiges aus dem Reich der Fantasie kommen, sonst wäre es ja eine geschichtliche Abhandlung und kein Roman. Wie mir das Buch insgesamt gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension. Nun möchte ich aber noch mal kurz auf das Buch und einige der historischen Fakten zurück schwenken:

In dem Buch geht Ivonne Hübner auf die Sage des Ortes, zur Entstehung der Zinnen, ein. Diese gibt es tatsächlich und sie besagt, dass es in Horka einst 72 Bauern gab. Ein jeder musste eine Zinne bauen und diese auch im Belagerungsfall verteidigen. Ob das wirklich so geschehen ist oder nicht, wird wohl niemals geklärt werden. Aber es zeigt deutlich, dass die gesamte Kirchengemeinde diese Schutzmauer erbaut haben muss.
Die Beschreibung der Kirche ist authentisch zu den Aufzeichnungen alter Chronisten. So beschreibt beispielsweise der Pfarrer Holscher im Jahre 1856 in seiner Geschichte der Parochie Horka die Kirche wie folgt ***:
„(…) Der ältere, östliche Teil, in den früheren Kirchenrechnungen „die alte Kapelle“ genannt, ist die ursprüngliche Kirche, hat zwei schöne Kreuzgewölbe und Gurtbogen, welche auf verzierten Tragsteinen ruhen, und stammt wohl aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. (…)“. Meistens besteht ein Gurtbogen aus größeren Steinen und Keilsteinen, der das Gewölbe entweder abschließt oder quer unterteilt.
Der Clou in diesem Buch ist, dass wir nicht nur einen historischen Roman lesen der um das Jahr 1510 spielt, sondern die Autorin lässt auch noch länger zurückliegende historisch korrekte Geschehnisse einfließen. So ist es wahr, dass zu Beginn des Jahres 1431 Horka durch Hussiten stark bedroht wurde. Nicht nur in ihrer Wehrkirche suchten die Bewohner Schutz, sondern sie flüchteten auch in die umliegenden Wälder. Doch ein Gefecht zwischen den Hussiten und aus Görlitz herannahenden schlesischen Streitkräften sorgte dafür, dass die Hussiten Horka nicht überfallen konnten und sich in eine andere Richtung wenden mussten.
Auch das oftmals erwähnte Dorfgericht hat wirklich existiert. Wie im Buch ausführlich beschrieben, bestehen sie aus Richtern und Schöppen. Sie bestehen aus insgesamt fünf Personen und sind meistens vom Gutsherren gewählt worden. Versammelt wurde sich im Kretscham, also der Schenke. Wie auch schon beim Ortsnamen Horka, ist der Ausdruck Kretcham aus einem altsorbischen Wort hergeleitet worden. Für die Nachwelt sind besonders die Schöppenbücher eine wichtige Quelle der Geschichte der Dörfer. Oberhorkas ältestes, noch erhaltenes Schöppenbuch, hat die Chroniken von 1536 bis 1660 aufgeführt. Es gibt auch ein Schöppenbuch von Mittelhorka und ist das einzig Erhaltene. Es geht von 1687 bis 1815.
Ivonne Hübner beschreibt in ihrem Buch auch die Kriminal- und Zivilgerichtsbarkeit, welche beim Rate zu Görlitz ausgeübt wurde. So gab es tatsächlich einen Vorfall im Jahre 1510 in Horka, der ebenda verhandelt wurde. Aber ich verrate an dieser Stelle nichts weiter. Lest das Buch und findet es heraus.

Impressionen des Ortes:

Nachwort:

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Ausflug in das Dorf Horka gefallen. Leider konnte ich nur einen kleinen Teil dieser spannenden historischen Geschichte von Horka umreißen. Die Abhandlung wäre vermutlich viel zu lang geworden und ich möchte euch doch neugierig auf das Buch stimmen. Daher habe ich einige markante Punkte herausgesucht, die mich persönlich sehr angesprochen haben. Hauptsächlich habe ich mich nur auf Informationen bis ins 16. Jahrhundert gestützt.
Trotz sorgfältiger Recherche kann ich einen inhaltlichen Fehler nicht ausschließen. Sollte euch etwas auffallen oder unklar sein, dann scheut euch nicht mich anzuschreiben.
Ganz herzlich möchte ich mich an dieser Stelle bei meinem Opa, Günter Kositz, bedanken. Er hat für mich seine geheimen Buchschätze durchforscht und mir wundervolle alte Heimatbücher ausgeliehen. Auch wenn mich die altdeutsche Schrift bisweilen zur Verzweiflung trieb, hat es meinen Durst nach historischen Details kaum löschen können.
Natürlich möchte ich mich an dieser Stelle auch bei meinem Papa, Mirko Kositz, bedanken. Dank seinem Einsatz konnte ich euch ein paar wunderschöne Bilder vom Ort Horka zeigen. Ich hoffe, dass sie euch ebenso gefallen wie mir.

 

 

Zum Abschluss des Tages gibt es für euch noch ein Gewinnspiel. Zu gewinnen gibt es eins von zwei Taschenbüchern:

Beantwortet einfach folgende Frage und beachtet die Teilnahmebedingungen.

Viel Erfolg wünscht euch,
Mo

Interessiert dich der geschichtliche Hintergrund deines Heimatortes?

-Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und eine Versandadresse in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben.
– Das Gewinnspiel läuft vom 17. April und endet am 30.April um 23:59 Uhr
-Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern
– Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
– Die Teilnehmer erklären sich mit der öffentlichen Nennung ihrer Kommentarnamen im Gewinnfall auf dem Verlagsblog “Bakerstreet Bibliothek” und der Facebookseite des Dryas Verlags einverstanden und räumen dem Veranstalter unentgeltlich, zeitlich und örtlich unbeschränkt das einfache Recht ein, die von ihnen im Rahmen der Gewinnspielaktion an den Veranstalter überlassenen Inhalte (z.B. Bildern, Texte) zu vervielfältigen, zu verbreitern, öffentlich zugänglich zu machen, zu bearbeiten sowie die Wahrnehmung dieser Rechte auf beauftragte Dritte, wie z.B. technische Dienstleister zu übertragen. Die Einräumung der vorstehend genannten Rechte dient alleine der Veranstaltung und Durchführung der Gewinnspielaktion und etwaige Präsentation von Teilnahmebeiträgen in Online und Offlinemedien (z.B. auf der Facebookseite, Website).
Soweit sich aus den Inhalten Hinweise aus die ethnische Herkunft, Religion oder Gesundheit der abgebildeten Menschen ergeben (z.B. Hautfarbe, Kopfbedeckung, Brille), bezieht sich die vorgenannte Einwilligung auch auf diese Angaben.
– Die Gewinner werden nach der Auslosung auf dem Bakerstreet-Bibliothek-Blog bekannt gegeben.
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Blogger. Blogger steht nicht als Ansprechpartner für das Gewinnspiel zur Verfügung.
– Wie genau auf meinem Blog Daten weiterverarbeitet werden, erkläre ich in meiner Datenschutzerklärung
– Mit der Teilnahme wird den Teilnahmebedingungen zugestimmt

Hinweise:
* Das Banner wurde uns freundlicherweise vom Dryas Verlag zur Verfügung gestellt
** Die Bildquelle ist „Kartendaten(c)2018GeoBasis-DE/BKG((c)2009),Google“
*** Das Zitat habe ich aus dem Buch „Heimatbuch des Kreises Rotheburg O.L.“ von Robert Pohl entnommen.
Als Infoquellen dienten mir folgende Bücher:
„Die Ortsnamen der Oerlausitz“ von Jan Meschgang
„Heimatbuch des Kreises Rotheburg O.L.“ von Robert Pohl
„Reisehandbuch Lausitz“ vom VEB Touristverlag Berlin . Leipzig
sowie die Homepage der Gemeinde https://www.horka.de/

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https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/23/blogtour-teufelsfarbe-von-ivonne-hubner/feed/ 21
Blogtour 5 – Teufelsfarbe https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/22/blogtour-5-teufelsfarbe/ https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/22/blogtour-5-teufelsfarbe/#comments Sun, 22 Apr 2018 11:23:00 +0000 https://mounddiemachtderbuchstaben.de/2018/04/22/blogtour-5-teufelsfarbe/

Als die Bloggerbetreuerin des Dryas Verlag, die liebe Marie, anfragte, ob es Interessenten an einer Blogtour zum Buch „Teufelsfarbe“ von Ivonne Hübner gäbe, da war ich sofort begeistert. Das Buch spielt nicht nur zu Beginn des 16ten Jahrhunderts, es spielt sogar in einem Dorf, das ich kenne. Daher war es für mich nicht schwer zu wissen, welchen Beitrag ich dazu beisteuern würde wollen. Insgesamt sind wir zwölf Blogger, die verschiedene und sehr interessante Themen Rund um das Buch vorstellen.
Hier kommen die gesammelten Tourdaten und was es wo zu erleben gibt:

Tag 1 (17. April 2018): Janina von Die Bücherfreaks:
Romanvorstellung

Tag 2 ( 18. April 2018): Martina von Buchpost:
Kräuter im Mittelalter und ihre Nutzung

Tag 3 (19. April 2018): Julia von i am no morning Person:
Die Dorfgemeinschaft in Literatur und Film

Tag 4 (20. April 2018): Anne von Annes Bücherwelt:
Herzlich Willkommen im 16. Jahrhundert



Tag 5 (21. April 2018): Anja von Zwiebelchens Plauderecke:
Aberglaube im Mittelalter

Tag 6 (22. April 2018): Eva von Bücherfansite:
Alles Wissenswertes rund um das Thema „Hexen“

Tag 7 (23. April 2018): Mo von Mo und die Macht der Buchstaben:
Alles Wissenswertes rund um den Ort „Horka“

Tag 8 (24. April 2018): Carmen von Carmens Bücherkabinett:
Hier geht es um die Waidpflanze und wie aus ihr das Blau gewonnen wird

Tag 9 (25. April 2018): Sabrina von Binchens Bücher:
Erfahrt etwas über den damaligen Sprachgebrauch

Tag 10 (26. April 2018): Doreen von Claudes Schatzkiste:
Vorstellung der Autorin Ivonne Hübner

Tag 11 (27. April 2018): Irina von Cup of tea and book:
Hier erfahrt ihr alles rund um das Feudalsystem der damaligen Zeit

Tag 12 (28. April 2018): Dani von Buchverzückt:
Autoreninterview

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